Vietnamesisch

Maison Umami in Kreuzberg

Baukastengastronomie mit Bauchgefühl: Maison Umami

Foto: Maison Umami

Hat am Schlesischen Tor unlängst ein Lampionfachgeschäft eröffnet? Nein, es ist die bereits dritte Filiale der vietnamesischen Umami-Restaurants. Einrichtungsprinzip: Sehr viel Holz, noch mehr Lampions.

Auf dem Tisch tummeln sich großzügig gefüllte Sommerrollen und frischer Seidentofu mit Enoki-Pilzen und Grün, der an eine Pho im Kleinformat erinnert. Bei den Hauptgerichten schlägt der vegetarische Monks Lunch die Angry Calamari, die leider in zu salziger Satésauce baden. Auch die Dessertauswahl ist überraschend vielfältig, eine wechselnde Kuchenauswahl, ergänzt von zeitgeistigen und traditionellen Optionen. Die Preise? Nicht billig, gemessen an dem handwerklich Gebotenen aber absolut fair.

Unterm Strich ein gut ausgeleuchteter, überraschend solider Nachbarschaftsvietnamese. Klar, gäbe es genügend Läden, die persönlicher rüberkommen oder eine individuellere Handschrift haben. Darüber hinaus weist das Maison Umami aber durchaus vollmundig in die Zukunft der Systemgastronomie. Eine Zukunft, die plötzlich auch frisch kochen kann.

Maison Umami Schlesische Str.5, Kreuzberg, Tel. 27 98 24 24, Mo–So 12–0 Uhr, weitere Filialen: Bergmannstr. 97, Kreuzberg, und Knaackstr. 16, Prenzlauer Berg www.umami-restaurants.de