Berlins Beste

Schokolade, Lakritze & Co. – Berlins beste Süßigkeitenhändler

Sind die nicht süß? Zugegeben, wer einen Haufen bunte Bonbons zu bieten hat, wird von der Feinkostfraktion für gewöhnlich nicht ganz so ernst genommen. Dabei stehen die neuen Süßigkeitenhändler für eine doppelt schönen Trend: Die Aromen der Kindheit kommen nun handwerklich-hochwertig daher. Wer einmal einen der weltgewandt kuratierten Lakritzläden ausprobiert hat, dem ist die Tütenware der Industrie plötzlich Schnuppe. Und nach einem Riegel aus Retos Candy Farm ahnt man, wie gut ein Snickers eigentlich schmecken könnte. Überhaupt: die Wertschätzung der Grundprodukte: Die Schokoladen von Theobro.Ma sind beim Kern der Bohne angekommen

kadó, Foto: Ilse Böge

kadó
Süß oder salzig? Das ist die Frage bei Lakritze. In Nordeuropa wird bei der Nascherei aus Süßholzwurzelextrakt eher auf salzig, in Südeuropa auf süß gesetzt. Im 1997 eröffneten, ersten deutschen Lakritzfachgeschäft gibt es über 400 Sorten von finnischen Zitronenröllchen bis zu Lakritzbonbons mit Karamel-Salmiakbrause.
Graefestr. 20, Kreuzberg, Tel. 69 04 16 38, Di–Fr 9.30–18.30, Sa 9.30–15.30 Uhr, www.kado.de

Süßkramdealer
Die ehemalige Zigarrenhandlung hat eine süße Neubestimmung gefunden. In den historischen Eichen- und Mahagoni-Regalen liegen feine Schokoladen ausgewählter Manufakturen: Darunter auch „Lieblingsprodukte“ von Chef Martin Hesse wie Berliner Schoko-Salami, Frösche im Schlafrock oder Kakao-Konfekt in Gugelhupfform. Angeschlossen ist ein modernes Kaffeehaus.
Varziner Str. 4, Friedenau, Tel. 85 07 77 97, Mo–Fr 9–19, Sa, So 10–18 Uhr, www.suesskramdealer.de

Sawade Flagship-Store
1880 eröffnete Ladislaus Maximilianus Ziemkiewicz Unter den Linden ein Geschäft für handgemachte französische Pralinen, später wurde er zum Königlichen Hoflieferanten ernannt. Dem Handwerk verpflichtet und aus naturbelassenen Zutaten werden bis heute in Berlins ältester Pralinen-Manufaktur, die inzwischen in Reinickendorf angesiedelt ist, Pralinen und Trüffel hergestellt.
Rosenthaler Str. 40–41, Mitte, Tel. 97 00 53 63, Mo–Sa 11–19 Uhr, www.sawade.berlin

Winterfeldt Schokoladen, Foto: Gene Glover

Winterfeldt Schokoladen
Schon die Inkas setzten auf die heilsame Kraft der Schokolade. Da liegt es nahe, die Regale, Schubläden und Schränkchen einer ehemaligen Gründerzeitapotheke eben damit zu füllen. Bei Winterfeldt Schokoladen gibt es rund eintausend Schokoladen, darunter auch Raw Schokolade oder Sorten für Allergiker. Ein Muss im Cafébereich sind die Trinkschokoladen.
Goltzstr. 23, Schöneberg, Tel. 23 62 32 56, Mo–Fr 9–20, Sa 9–18, So 12–19 Uhr, www.winterfeldt-schokoladen.de

Herr Nilsson
Man muss kein Schwede sein, um Polkakäppar, die rot-weißen Pfefferminz-Spazierstöcke, zu kennen. Bei Herr Nilsson dreht sich alles um Süßigkeiten aus Skandinavien. Aus Bärenlollis, Doppelsalz-Dreieck-Lakritz, sauren Krokodiltränen und süßen Butterkaramellbohnen kann man seinen eigenen Mix zusammenstellen. Filiale in Prenzlauer Berg.
Wühlischstr. 58, Friedrichshain, Tel. 54 59 45 85, Mo–Sa 11–19, Sa 13–18 Uhr, www.herrnilsson.com

Theobro.Ma
Holger in’t Veld hat seine kleine Manufaktur nach Theobroma, dem botanischen Namen des Kakaobaumes, benannt. Für seine dunklen und (Ziegen-)Milch-Schokoladen verwendet er ausschließlich handverlesene und behutsam verarbeitete, fair gehandelte Kakaobohnen – er produziert seine Schokolade „from bean to bar“, reduziert auf den puren Geschmack. So puris­tisch wie Holger in’t Veld geht das Thema Schokolade in Deutschland kein Zweiter an.
Eisenbahnstr. 42/42 (in der Markthalle Neun), Kreuzberg, Fr 12–18, Sa 10–18 Uhr, www.theobro.ma

Das süße Leben
Ob handgemachte Pralinen-Eier zu Ostern, Brausepulver-Trüffel zu Pfingsten, Nürnberger Elisen zum Advent oder hausgemachter Eierlikör einer kleinen Brandenburger Manufaktur rund ums Jahr, das Schöneberger Fachgeschäft für Pralinen, Trüffel und Schokolade kennt die Wünsche der Kunden.
Salzburger Str. 7, Schöneberg, Tel. 74 76 05 00, Mo–Fr 9–18, Sa 9–14 Uhr, www.das-suesse-leben.de

Werkstatt der Süße
Süßes aus Meisterhand, dafür steht Guido Fuhrmann. Der Patissier verarbeitet in seiner süßen Werkstatt samt Showküche nur Top-Produkte und verzichtet auf jegliche Aroma- und Konservierungsstoffe. In Handarbeit werden Pralinen, Törtchen, Schokolollis und Marchmallows produziert.
Husemannstr. 25, Prenzlauer Berg, Tel. 32 59 01 57 Di–So 10–18, www.werkstatt-der-suesse.de

Belyzium
Alles aus einer Hand. Die Macher der kleinen Kakao-Manufaktur Belyzium produzieren nicht nur Schokolade mit 78 bis 100 Prozent Kakaoanteil. Sie bauen ihre Bio-Kakaobohnen auch selber an, fermentieren und rösten sie. Wird dazugekauft, dann von Nachbar-Plantagen. Neben Tafelschokolade gibt es auch Trüffel und Eiscrème.
Lottumstr. 15, Mitte, Tel. 440 46 48, Di–Fr 14–19, Sa 12–20 Uhr, www.belyzium.com

Chocolaterie Estrellas
Das Herz ihres kleinen Ladengeschäfts liegt direkt hinter dem Verkaufsraum. In ihrer Schokowerkstatt fertigt Esther Kempa in Handarbeit Pralinen, Trüffel und Marzipan. Mancher Glasbehälter im hübsch bestückten Regal enthält auch kandierte Rosen- und Veilchenblätter. Dort entdeckt man auch Frösche, Pinguine und Käfer – aus Marzipan.
Akazienstr. 21, Schöneberg, Mo–Fr 10–18, Sa 11–15 Uhr, Tel. 78 95 66 46, www.estrellas-chocolaterie.com

Aseli
1921 wurde die süße Riesenmaus geboren. Seitdem ist die Schaumzuckerleckerei das Aushängeschild des Familienunternehmens. Neben der Produktionsstätte im Berliner Norden gibt es auch einen schaumigen Werksverkauf: Mini-Mäuse, süße Schweine, Krokodile und Elefanten.
Granatenstr. 22, Reinickendorf, Tel. 499 88 99 13 Mo–Fr 7–16 Uhr, www.aseli.de

Bonbonmacherei
Wird ein kiloschwerer weicher grüner Klumpen in die Prägewalze geschoben und bekommt später im kupfernen Dragierkessel einen Zuckerüberzug, fallen Waldmeisterblätter. So heißen die Bonbons nach einem Alt-Berliner Rezept, die in der Show-Manufaktur als eine von 30 Sorten wie Feuerhimbeere, Limette extrasauer oder Karamell mit Sahne produziert werden.
Oranienburger Str. 32 (in den Heckmann Höfen), Mitte, Tel. 44 05 52 43, Mi–Sa 12–19 Uhr, www.bonbonmacherei.de

Wald Königsberger Marzipan, Foto: Ralf Bentlin

Wald Königsberger Marzipan
Wenig Zucker, mehr Mandelmasse, geflämmt, das sind die Geheimnisse des Königsberger Marzipans, das Paul Wald 1939 aus Königsberg mit in seine Charlottenburger Manufaktur brachte. Auch Enkel Ralf stellt Marzipan in Handarbeit her, in Brot- und Herzform, gefüllt und ungefüllt, mit Schokolade oder Zuckerguss überzogen oder, in der Edelvariante, mit Rosenwasserzusatz.
Pestalozzistr. 54a, Charlottenburg, Tel. 323 82 54, Mo–Fr 10–18.30, Sa 10–15.30 Uhr, www.wald-koenigsberger-marzipan.de

Retos Candy Farm
Im FluxFM-Hangout an der Spree läuft auch ein süßes Programm. Ulrike Jung und Reto Brunner kreieren auf ihrer kleinen Süßwarenfarm ungewöhnliche Schokoriegel, Bonbons und Fruchtschnitten wie Almost a pancake mit Ahornsirup und getrockneten Äpfeln oder Banana Monkey Bar mit Erdnussbutter, Banane und weißer Schokolade – letzterer soll ungefähr so schmecken, wie es der Lieblingssandwich von Elvois Presley tat.
Pfuelstr. 5, Kreuzberg, Mo 15–18 Uhr, www.candyfarm.org

Lakritzdealer
Von der Hand in den Mund, so nascht man Lakritze üblicherweise. Doch Begga Beyersmann, die vor zwei Jahren ihren Lakritzdealer mit rund 400 Sorten Lakritze aus aller Welt eröffnet hat, kennt noch weitere Genussvarianten, Zahnpasta mit Lakritzgeschmack beispielsweise.
Muskauer Str. 10, Kreuzberg, Tel. 0163 68 39 655, Di, Mi, Fr 12–19, Do 12–20, Sa 12–18 Uhr, www.lakritzdealer.de

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