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E-Zigaretten: Rauchentwöhnung mit der E-Zigarette

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Für manche Menschen bedeutet Rauchen Genuss, dabei handelt es sich um eine Sucht, der zahlreiche Abhängige gerne wieder entsagen würden. Doch das ist trotz mannigfaltiger Hilfen, wie etwa Pflastern und Kaugummis, alles andere als einfach. E-Zigaretten Liebhaber erhalten jetzt Unterstützung aus einer unerwarteten Richtung: Wissenschaftler stellten bei einer Studie, die im Cochrane Review vom Oktober 2020 veröffentlicht wurde, mit über 12.000 Teilnehmern fest, das nikotinhaltige E-Zigaretten etwa 70 Prozent erfolgreicher beim Rauchstopp helfen als Nikotinersatztherapien. Demnach gibt es außerdem derzeit keine verlässlichen Nachweise, die auf negative Folgen des Konsums von E-Zigaretten hindeuten würden. Ist die E-Zigarette also die neue Hoffnung zur Rauchentwöhnung?

Foto: pixabay

Dampfen oder Rauchen?

Was ist besser – Dampfen oder Rauchen? Fragt man Ärzte, raten diese von beidem ab. Rauchen verursacht Krebs, steigert das Risiko für viele weitere Erkrankungen, ist in der Öffentlichkeit zunehmend ungern gesehen und teuer. Gute Gründe also damit aufzuhören – allerdings macht Nikotin als psychoaktiver Wirkstoff abhängig und damit einen Verzicht umso schwieriger. Die Techniker Krankenkasse empfiehlt eine kombinierte Strategie mit einem Schlusspunkt, bei dem Betroffene die letzte Zigarette rauchen. Außerdem Entspannungsübungen, Sport und bewusster Ernährung. Wem der Ausstieg besonders schwerfällt, profitiert von einer Verhaltenstherapie. Rauchen ist sowohl Sucht wie Gewöhnung – was es auch so schwer macht aufzuhören.

Ein zentraler Grund, warum eine herkömmliche Zigarette so gefährlich ist, ist, dass beim Rauchen Tabak und Papier verbrannt werden. Die dadurch entstehenden schädlichen Stoffe werden tief in die Lunge inhaliert. Bei einer E-Zigarette atmen Dampfer dagegen keine Verbrennungsprodukte ein, was zahlreiche Gefahrenfaktoren ausschließt. Gesund ist die E-Zigarette deshalb aber trotzdem nicht.

Gesundheitspolitiker befürchten indes, dass ohne ein Werbeverbot gerade junge Kunden die Gefahren – auch von E-Zigaretten – unterschätzen könnten. Denn es gibt viele Aromen, die den harten Geschmack des Nikotins überdecken und mit ihrem fruchtigen Geschmack eine Einstiegsdroge für Jugendliche sein können. Das greift auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem aktuellen Bericht auf, betont jedoch gleichzeitig, dass sich die langfristigen Folgen für die Konsumenten noch gar nicht eindeutig bewerten lassen.

Foto: pixabay

E-Zigaretten weniger schädlich als normale Zigaretten

Renommierte Wissenschaftler und Ärzte der Universitäten von Frankfurt, Köln und Wien sowie verschiedener Krankenhäuser sind sich einig: E-Zigaretten sind bis zu 95 Prozent weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten. Das haben sie in einem Positionspapier festgehalten, in dem sie ein Umdenken von Gesundheitsbehörden fordern. Das Papier mit dem Titel „neue Wege zu Eindämmung des Rauchens, Tabakkonsum & Schadensminimierung (Tobacco Harm Reduction)“ führt aus, dass der Konsum von E-Zigaretten zwar nicht ungefährlich oder gar gesund sei – jedoch im Vergleich zum Konsum von normalen Zigaretten deutlich weniger schädlich. Deshalb, so die Wissenschaftler, sollten Gesundheitsbehörden die Vorteile der E-Zigarette stärker in den Vordergrund rücken.

Dabei geht es den Gesundheitsexperten nicht darum, den Konsum von E-Zigaretten zu empfehlen, sondern vor allem darauf hinzuweisen, dass die E-Zigarette als wertvolles Hilfsmittel bei der Raucherentwöhnung dargestellt wird. Denn lediglich sehr wenige Raucher, die mit dem Rauchen aufhören wollen, lassen sich ärztlich beraten oder begleiten. Viele andere Hilfsmittel sind nachweislich den meisten Menschen nicht erfolgreich genug.

E-Zigaretten 70 Prozent erfolgreicher bei Rauchentwöhnung

Das Update der Cochrane-Review aus dem Jahr 2016 bezieht insgesamt 50 Studien aus mehreren Ländern mit ein. Die Studienautoren haben dabei die Wirksamkeit von nikotinhaltigen E-Zigaretten mit herkömmlichen Maßnahmen zur Rauchentwöhnung miteinander verglichen. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Rauchentwöhnung mit E-Zigaretten erheblich besser funktioniert als mit Nikotinersatzprodukten wie Pflastern oder Kaugummis. Verglichen mit herkömmlichen Methoden verspricht die E-Zigarette um etwa 70 Prozent mehr Erfolg bei der Entwöhnung von Tabakzigaretten.

Die Hauptautorin des aktualisierten Reviews, Jamie Hartmann-Boyce, Senior Research Fellow und Dozentin an der Universität Oxford, betont, dass es seit der letzten Version dieses Reviews deutlich mehr Evidenz zur Rauchentwöhnung gebe. Das neue Review „gibt nun eindeutigere Hinweise darauf, dass elektronische Zigaretten mit Nikotin die Chancen auf einen erfolgreichen Rauchstopp im Vergleich zu Nikotinkaugummis oder Nikotinpflastern erhöhen können“.

Keine Nachweise für Schäden durch Konsum von E-Zigaretten

Eine weitere, besonders wichtige Feststellung haben die Autoren des Cochrane Reviews auch in Bezug auf potenzielle Schäden oder unerwünschte Nebenwirkungen durch die Nutzung von E-Zigaretten gemacht: Demnach gibt es zurzeit keine verlässlichen Nachweise, die auf negative Folgen des Konsums hindeuten würden.

Michal Dobrajc, Vorsitzender des Verbands des e-Zigarettenhandels (VdeH), bezeichnet das Review als einen „Paukenschlag“: Es zeige eindrucksvoll, dass die Politik nicht länger auf ideologische Aussagen vertrauen dürfe. „Stattdessen muss die wissenschaftliche Faktenlage und somit auch die wesentlich geringere Schädlichkeit der E-Zigarette gegenüber der Tabakzigarette anerkannt werden.“ Das Potential der E-Zigarette beim Ausstieg aus dem Tabakkonsum müsse eine zentrale Rolle bei aktuellen und zukünftigen regulatorischen Maßnahmen einnehmen, so Dobrajc. Cochrane Reviews gehören zum Goldstandard unter medizinischen und gesundheitswissenschaftlichen Arbeiten und sind auf der gesamten Welt anerkannt.

Bestätigung von Kollegen

Professor John Britton von der Universität Nottingham sieht die Ergebnisse des Cochrane Reviews als „endgültige Bestätigung, dass E-Zigaretten Rauchern ein wirksames Mittel zur Raucherentwöhnung bieten, vielleicht sogar mehr als einige zugelassene Medikamente zur Raucherentwöhnung“. Auch Professor Peter Hajek von der Queen Mary University London ist sicher, dass die Ergebnisse dieser neuen Überprüfung randomisierter Studien zu E-Zigaretten übereinstimmend mit anderen Daten aus Kohorten- und epidemiologischen Studien nahelegen würden, „dass E-Zigaretten für viele Raucher ein wirksames Instrument zur Raucherentwöhnung darstellen“. Es sei auch wichtig anzumerken, „dass in den Studien keine Anzeichen von Schäden durchs Dampfen bei Menschen festgestellt wurden, die E-Zigaretten über zwei Jahre verwendet haben.“

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