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Corona-Lockerungen

Berliner Restaurants und große Läden: Nächste Woche alle wieder auf – mit diesen Regeln?

Können Berliner Gastronomen endlich aufatmen? Zumindest ein bisschen Hoffnung in der Corona-Krise gibt es. Wenn auch nur verhalten. Laut dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist ab kommender Woche mit ersten Öffnungen gastronomischer Betriebe zu rechnen. Allerdings: Es wird offenbar (wenig überraschend!) noch viele neue Regeln geben – auch eng abgestimmt mit Brandenburg,

Neue Regeln für Restaurants in Berlin ab kommender Woche? Gastronomen protestierten am Brandenburger Tor gegen die Beschränkungen. Foto: Imago/Snapshot

Am Mittwoch will der Senat umfassend beraten, welche Lockerungen im nächsten Schritt wegfallen. Offenbar sind die Limitierungen auf 800 Quadratmeter bei Geschäften eine der nächsten Hürden, die der Senat nehmen will – dann könnte wieder alles öffnen, was irgendwas mit Einzelhandel zu tun hat.

Der „Tagesspiegel“ zitiert Müller dazu: „Ich gehe davon aus, dass das morgen Nachmittag erledigt ist.“ Demnach sei er auch ein Verfechter von Lockerungen bei Restaurants und gastronomischen Betrieben.

Restaurants und große Geschäfte bald wieder offen?

Ob dies bereits zu Montag, dem 11. Mai, der Fall sei, könne er nicht sagen, er rechne aber mit der kommenden Woche. Erst seit Montag haben Friseure in Berlin wieder geöffnet – die Salons der Stadt sind voll, teils für Wochen sind keine Termine in den beliebten Friseurbetrieben zu bekommen.

Gleichzeitig haben immer mehr Geschäfte wieder den Betrieb aufgenommen – die Zahlen derer, die Läden betreten dürfen, ist strikt an die Größe geknüpft. Oft sind Einkaufswagen und Körbe Pflicht, damit die Abstandsregeln eingehalten werden.

Viele Gastronomen haben zwar schnell auf Lieferungen und Take-Away umgestellt, die finanziellen Löcher füllt das aber kaum irgendwo. Entsprechend groß war der Ummut, zumal auch Museen, Galerien und Tierparks schon wieder Gäste empfangen.

Restaurants: Hauben über Speisen, zehn Quadratmeter pro Gast?

Die „BZ“ zitierte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne): „Wir stehen in Berlin mit einem Phasenplan zur Öffnung bereit, den wir gemeinsam mit der Branche erarbeitet haben. Oberste Priorität bleibt der Gesundheitsschutz.“

Laut der Zeitung sind einige Maßnahmen zum Beispiel, dass die Luft befeuchtet werden soll, Buffets vorerst nicht erlaubt sind, es keine Salz- und Pfefferstreuer gibt und Speisen mit Hauben serviert werden. Tische müssten einen Mindestabstand von 1,5 Metern haben, zudem müsste rechnerisch jeder Gast zehn Quadratmeter Platz haben.

Wie es konkret ausgestaltet wird, dazu wird der Senat morgen nach der Sitzung mehr sagen können.

Es wird höchste Zeit: Der perspektivlose Kampf könnte sonst die Stadt verändern. Grundsätzlich glauben viele an Veränderungen in der Berliner Gastronomie: „Traditionelle Statussymbole haben sich überlebt.“

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