• Stadtleben
  • Wohnungssuche in Berlin – eine bezahlbare Wohnung finden mit diesen 12 Tipps

Eigene vier Wände

Wohnungssuche in Berlin – eine bezahlbare Wohnung finden mit diesen 12 Tipps

Okay, wir sind ehrlich: Das eine Wundermittel für die Wohnungssuche in Berlin existiert nicht. Der Markt ist nun einmal, wie er ist: Es gibt zu wenige Wohnungen für zu viele Berliner auf der Suche. Vor allem in Innenstadtlage. In Mitte, Prenzlauer Berg, Kreuzberg oder Neukölln grenzt es tatsächlich an ein Wunder, an eine bezahlbare Wohnung zu kommen – und die auch zu behalten.

Und doch gibt es Wege und Möglichkeiten, die Chancen auf dem Berliner Wohnungsmarkt zu verbessern, indem man mehrgleisig fährt. Ticker einrichten und Plakatieren. Freunde, Familie und Facebook-Community einbeziehen, sich bei Genossenschaften und den kommunalen Vermietern in Erinnerung rufen. Auf Wohnungssuche in Berlin? Das sind unsere Tipps.


Zettel aufhängen im Wunsch-Kiez – bei der Wohnungssuche in Berlin hilfreich

Eine von vielen Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen: Zettel im Wunsch-Kiez aufhängen, um bei der Wohnungssuche in Berlin voran zu kommen. Foto: Imago/Seeliger
Eine von vielen Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen: Zettel im Wunsch-Kiez aufhängen, um bei der Wohnungssuche in Berlin voran zu kommen. Foto: Imago/Seeliger

Der gute alte Zettel ist in letzter Zeit rar geworden, dabei kann er durchaus Erfolg bringen. Und: Man lernt beim Aufhängen gleich noch den eigenen Wunsch-Kiez besser kennen, wenn man ihn nicht eh in- und auswendig kennt. Wichtig ist es, aufzufallen, sei es durch eine Zeichnung, ein Foto oder eine „catchy“ Überschrift. Allerdings sollte man nicht zu dick auftragen, und schon gar nicht zu pathetisch werden. Das mögen die Nachbarn in stark gentrifizierten Kiezen nämlich gar nicht – und reißen die Zettel womöglich einfach ab.


Automatische Alerts bei den gängigen Portalen einrichten

Für viele die erste Anlaufstelle bei der Wohnungssuche in Berlin: Portale wie Immoscout, Immonet und Co. Foto: Imago/Schöning
Für viele die erste Anlaufstelle bei der Wohnungssuche in Berlin: Portale wie Immoscout, Immonet und Co. Foto: Imago/Schöning

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Das ist zwar eine Binsenweisheit, aber trotzdem zutreffend. Bei Portalen wie Immoscout, Immonet und Co. kommt es heute aufs Tempo an. Wichtig ist es, ein gut gepflegtes Konto zu haben, gegebenenfalls lohnt es sich auch, einen Premiumaccount anzulegen, um dem künftigen Vermieter gleich alle Unterlagen vorlegen zu können. Zudem sollten Alerts eingerichtet werden. Sobald eine Wohnung reinkommt, pingt das Handy auf. Und so schnell sollte auch geantwortet werden. Das erhöht die Chancen – gerade im günstigen Segment, in dem Wohnungen oftmals schon nach wenigen Stunden wieder aus den gängigen Portalen herausgenommen werden.


Anzeige

Wohnungsmiete einfach per Gesetz absenken

Miete zu hoch? Einfach mit CONNY per Gesetz die Miete senken.

Berliner kennen zwar oft den Mietendeckel und die Diskussionen um seine Verfassungsmäßigkeit. Was viele aber nicht wissen: Schon seit 2015 können Mieter einfach mit der „Mietpreisbremse“ ihre Miete senken – geprüft und sicher per Bundesgesetz (§ 556d BGB). 

Und wem das zu kompliziert ist, kann ganz einfach mit dem Mietpreisbremse-Service des Berliner Verbraucherportals CONNY seine Miete senken – online und ohne Kostenrisiko. 


„WG gesucht“, „Ebay Kleinanzeigen“ und andere Portale nutzen

Nicht nur bei Immoscout und Co.: Wohnungen werden auch bei anderen Diensten inseriert. Foto: Unsplash/Karampelas

Immoscout und Immonet sind zwar die Branchenprimi, doch es gibt Menschen, die (aus welchen Gründen auch immer) anderswo inserieren. Zum Beispiel bei „WG gesucht“ oder auf „Ebay Kleinanzeigen“. Zugegeben, da ist viel Schrott dabei. Doch mitunter lassen sich auch gute Angebote finden. Es lohnt sich also, die Seiten immer wieder abzuklappern.


Freunde, Familie und Bekannte mit in die Wohnungssuche einbeziehen

Wohl der wichtigste Tipp bei der Wohnungssuche in Berlin: Freund, Verwandte und Bekannte können ihre eigenen Netzwerke anzapfen, um herauszufinden, wo Wohnungen in der Nachbarschaft frei sind. Foto: Unsplash

Früher fand man Wohnungen per Zeitungsanzeige. Heute sind Kontakte das A und O. Entsprechend wichtig ist es, die Familie, Freunde und Bekannte in die Suche einzubeziehen. Sprich offen und kontinuierlich davon, dass du suchst. Mit etwas Glück hört dann jemand über jemanden, dass jemand eine Wohnung freistehen hat. Das ist deine Chance, zuzuschlagen!


Wohnungssuche über die eigenen Social-Media-Kanäle intensivieren

Bei der Wohnungssuche in Berlin sollte man auch auf die Social-Media-Kanäle zurückgreifen. Foto: Unsplash
Bei der Wohnungssuche sollte man auch auf die Social-Media-Kanäle zurückgreifen. Foto: Unsplash

Die eigene Blase lässt sich wunderbar erweitern, wenn man die Social-Media-Kontakte mit einbezieht. Facebook- und Insta-Posts sind super, denn Freunde und Bekannte, die was wissen, können einfach die betreffenden Personen und Angebote taggen. Man sollte auch in Gruppen suchen, die es bei Facebook mittlerweile vermehrt gibt.


Genossenschaften abklappern: Die sichere Bank fürs Dauerwohnrecht

Genossenschaftswohnungen sind günstig, gut gepflegt und man hat ein lebenslanges Wohnrecht. Foto: Imago/Seeliger

Viele Genossenschaften sind voll oder haben lange Warteschlagen. Dennoch lohnt es sich, immer wieder anzuklopfen. Denn die Genossenschaften sind die wohl beste Art, in Berlin zu wohnen. Gut gepflegte Objekte, ein günstiger Mietzins, ein gutes Miteinander. Und man kann sein ganzes Leben dort verbringen. Laufzeiten? Fehlanzeige.


Hausverwaltungen direkt kontaktieren

Viele Hausbesitzer verwalten die Objekte nicht selbst, sondern beauftragen eine Hausverwaltung. Die wiederum haben meist mehrere Miethäuser, um die sie sich kümmern. Wer es auf ein ganz bestimmtes Objekt oder auch nur auf einen Straßenzug abgesehen hat, sollte ergründen, wer das Wunschobjekt verwaltet. Mit der Verwaltung sollte man zumindest versuchen, Kontakt aufzunehmen. Vielleicht klappt es dann mit der nächsten freiwerdenden Wohnung!


Für die Wohnungssuche in Berlin ganz klassisch einen Makler beauftragen

Makler können das Unmögliche möglich machen, indem sie Wohnungen vermitteln, an die man auf dem freien Markt sonst nicht kommt. Foto: Unsplash

Manch ein Berliner würde sich eher im Grab umdrehen, als einen Makler zu beauftragen. Die Zeiten des Leerstands sind aber schon lange vorbei. Da kommt man doch in Versuchung, die eigenen Prinzipien über Bord zu werfen. Gerade im verzweifelten Momenten. Klar ist aber auch, dass Makler vor allem bei größeren Objekten zum Einssatz kommen. Also eher nix für die erste eigene Wohnung zum Spartarif.


Eine Belohnung aussetzen

Im Prinzip wie die Zettelmethode, nur eben mit einem zusätzlichen Anreiz. Das funktioniert auch bei Wohnungen, die nur gegen (einen hoffentlich nicht allzu überzogenen Abstand) vom Vormieter übergeben werden. Das schmerzt zwar im Geldbeutel, reduziert aber die Zahl der Mitbewerber immens.


Oldschool eine Anzeige schalten

Längst nicht mehr angesagt, kann die klassische Printanzeige aber immer noch bei der Wohnungssuche in Berlin helfen. Foto: Imago/blickwinkel
Längst nicht mehr angesagt, kann die klassische Printanzeige aber immer noch bei der Wohnungssuche helfen. Foto: Imago/blickwinkel

Früher fand man Wohnungen über klassische Printanzeigen. Heute macht das keiner mehr. Die Zeitungen und Magazine gibt’s aber immer noch, und mit ihnen die privaten Vermieter, die sie lesen – und lieber dort einen Mieter oder eine Mieterin finden möchten als in diesem neumodischen World Wide Web. Und weil das so ist, sollte man vielleicht das Inserat ausprobieren. Kostet nicht viel mehr als die Premiummitgliedschaft bei den gängigen Portalen, hat aber ein Alleinstellungsmerkmal.


Sich bei den kommunalen Wohnungsbaugesellschaft hocharbeiten

Profitipp, der einige Ausdauer erfordert, dann aber zu einer Traumwohnung führen kann. Voraussetzung ist, bei den Kommunalen irgendwie an eine Wohnung zu kommen. Das kann auch gerne zunächst eine schlechtere sein. Denn einmal drin, wird man bevorzugt bedient. Dann geht’s schnell von der Ein-Zimmer-Klitsche zur schönen Altbauwohnung.


Mehr zum Thema „Wohnen in Berlin“

Auch in der Corona-Krise geht der Kampf um bezahlbaren Wohnraum weiter. Berliner Initiativen fordern jetzt gemeinwirtschaftliches Handeln in der Wohnungsfrage – über die Krise hinaus.

Niemand sollte die erstbeste freie Immobilie wählen, sondern ein Objekt suchen, das mit den eigenen Bedürfnissen harmoniert. So wird die Wohnung zum Glücksfaktor.

Besonders begehrt sind Gründerzeitgebäude: der Berliner Altbau zwischen Stadtromantik und Fantasie-Mieten.

Mehr über Cookies erfahren