Festival 

Deutsch-türkisch und interdisziplinär: #disPlaced – #rePlaced

No sleep ’til Istanbul: Türkischstämmige Kulturschaffende fragen bei #disPlaced – #rePlaced: Wie geht Neuverortung?

Hakan Vreskala (c) Cati

„Creating spaces and reflections between Berlin & Istanbul“ hat sich das deutsch-türkische, interdisziplinäre Festival #disPlaced – #rePlaced auf die Fahne geschrieben. 2017 gab es das Festival schon einmal, nun werden zum zweiten Mal Themen rund um Identität, Zugehörigkeit und Heimat verhandelt, die in der Zwischenzeit noch größere Bedeutung gewonnen haben. Bei allen Unterschieden treibt die in Berlin gestrandeten, türkischstämmigen Teilnehmer des von İpek İpekçioğlu alias DJ Ipek kuratierten Festivalwochenendes in Konzerten, Tanzvorführungen und Panels die Frage von Entortung und Neuverortung um. Was bedeutet es, zwischen den Gesellschaften zu leben? Welche Herausforderungen bringt die Neuverortung mit sich?

Dabei trifft elektronische Musik auf traditionelle vorderasiatische Klänge, etwa mit „Neue Musik meets Saz“ vom HaY//mat Ensemble, das eigens für das Festival gegründet wurde. Santi & Tuğçe überführen alte türkische Lieder mit Dancefloor-Rhythmen in die Clubkultur. Gaye Su Akyol lässt „Turkish psychedelic Surf-Rock“ hören, derweil der aus Turkmenistan geflüchtete Queer-Aktivist Prens* Emrah „Queer Oriental Dance“ zeigt. Der von Workshops, Soundexperimenten und Filmvorführungen dominierte zweite Tag wartet u.a. mit einer „Dark Elektronic Ambient Sound Performance“ auf, bevor ab zwei Uhr nachts mit einer Anatolian-Electronic-Live-Session der Istanbuler Partykultur im Kater Blau Reverenz erwiesen wird.

Radialsystem Holzmarktstr. 33, Mitte, Fr 12.4. + Sa 13.4., 18 Uhr, Radialsystem, Karten pro Abend 16 €, Kombiticket 28 €

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