Essen & Trinken

Mexikanisch essen in Berlin: Tacos, Burritos und mehr

Taco-Fans hatten es in Berlin lange nicht leicht: an vorgeblich mexikanischen Lokalen mangelte es nicht, auf der Karte jedoch dominierten eher Nachos und bunte Cocktails. Nicht verkehrt, aber nicht wirklich das, was mexikanische Küche ausmacht. Aber in den vergangenen Jahren hat sich eine Reihe neuer Restaurants, Pop-ups und Streetfood-Projekte an die Ehrenrettung des Tacos gewagt. Und das Ergebnis? Köstlich!


Klassiker im Prenzlauer Berg: Maria Bonita

Der Legende nach eines der ersten mexikanischen Restaurants in Berlin: das Maria Bonita auf der Danziger Straße. Foto: Maria Bonita

Die schöne Maria rühmt sich, das erste mexikanische Restaurant in Berlin gewesen zu sein, und sie meint es ernst. Denn hier geht es nicht um Texmex, sondern um original mexikanische Küche von Mexikanern für Berliner. Die handgemachten Burritos, Quesadillas und Tacos eignen sich wunderbar zum Mitnehmen, auch in den vegetarischen Ausführungen.

  • Maria Bonita Danziger Straße 33, Prenzlauer Berg, So–Do 12–21.30 Uhr, Fr&Sa 12–22 Uhr, www.mariabonita.de

Bäckerei, Deli und Taco-Stube in einem: Tortilleria Mexa

Einfache Tacos und Quesedillas, schnell auf die Hand: die Tortilleria Mexa ist Tortilla-Manufaktur und Deli – mit Tacos, die es aus dem Stand zu mit den besten der Stadt geschafft haben. Foto: Aida Baghernejad

Mehr Tacos für Berlin! Tortilleria Mexa ist da eine gute Anlaufstelle. Im mexikanischen Deli werden täglich Tortillas selbst gemacht, mexikanische Zutaten kann man auch kaufen. Aber was die kleine Manufaktur zu einem der spannendsten Imbisse in Berlin macht, sind die Tacos, Quesedillas und Tostadas: Ein wenig Bohnenmuß, ein Topping, Sauce – mehr braucht es nicht zum Taco-Glück, wenn die Köche wirklich wissen, wie es schmecken muss. Die köstlich-käsigen Quesedillas haben rein gar nichts mit ihren US-amerikanischen Cousinen aus der Tex-Mex-Küche gemein und für wahre Genießer gibt es auch Tamales, gedämpfte Maismehl-Pakete mit Schweinefleischfüllung.


Tacos al Pastor im Pfefferberg bei Taqueria El Oso

Dönerspieß, aber auf mexikanisch: im Herzen von Taquería el Oso steht die Spezialität „al Pastor“ – ein Hype unter den mexikanischen Restaurants Berlins. Foto: Clemens Niedenthal

Um Tacos wird gerade ein ziemliches Gewese gemacht. Dennoch: Die als Pop-up gestartete Taquería el Oso hat das Zeug zum Lieblingsladen jenseits der üblichen Hype-Halbwertszeiten. Was an durchweg guten Grundprodukten und der Liebe des Teams zum Maisfladen liegt. Wir empfehlen den Taco al Pastor, bei dem das Schweinefleisch (auch in Mexico übrigens) von einer Art Dönerspieß gehobelt wird, sehr saftig, mit köstlicher Röstaromatik une einer fordernd scharfen, aber auch süß-sauer-intensiven Habanero-Mayonnaise. Dazu ein glasweise ausgeschenkter Naturweine von Vallo Vino, wie die Taquería einer der neuen Mieter der Markthalle Pfefferberg.


Tacos mit Partyatmosphäre: Victoria Tacos

Viel Hype um Tacos: Victoria Tacos weiß den Zeitgeist zu bedienen. Foto: Victoria Tacos

Das nennt man perfekte Zielgruppenanalyse: Am Maybachufer – wo das Capperi! eben noch Italienisches servierte – gibt es nicht nur gefüllte Maisfladen und bottled Cocktails, sondern auch ein aufblasbares Gummiboot für die hedonistische Pose auf dem Landwehrkanal. Mehr Neuköllnklischee geht nicht. Mehr Vollmundigkeit vielleicht – spätestens seit die Taqueria El Oso in der neueröffneten Markthalle Pfefferberg die Latte gerade für vegane und vegetarische Tacos merklich höher gelegt hat. Was nicht heißt, dass Victoria Tacos einen schlechten Job macht. Der Jackfruit Quesabirria (3,50 Euro) etwa, ein vegetarischer Taco-Tortilla-Hybrid, gefüllt mit Chilis und geschmolzenem Käse, ist echt gut, braucht aber einen kräftigen Klecks Salsa, um richtig Spaß zu machen. Vorläufiges Fazit: Hype und fettig.

  • Victoria Tacos Pannierstraße 32, Neukölln, Mi–Fr 17–21.30 Uhr, Sa 9–13, 14–21.30 Uhr, So 9–13, 14–20.30 Uhr, www.victoriatacos.com

Kreuzberger Original: Taquería Ta’Cabron

Seit weit mehr als zehn Jahren versorgt die kleine Taquería am Schlesischen Tor Kreuzberger:innen mit Tacos und Burritos, Enchiladas und den frittierten Chimichangas. Jeweils als traditionelle Varianten mit Fleisch oder vegetarisch mit Sojaschnitzel oder Tofu. Daneben gibt es noch wechselnde Spezialitäten, wie etwa die mexikanische Suppe Pozole oder Frühstückstacos. Eine sichere Bank.


Tacos für alle bei Oh La Queca

Bezahl was du willst: Oh la Queca ist ein Laden für den Kiez. Und darüber hinaus. Foto: Oh La Queca

Es begann alles, wie so oft, als Pop-up: im Fall des charmanten Oh la Queca hieß es „Madre Tortilla“ – und hat sich seitdem eine treue Fangemeinde erspielt. Dicke, aromatische und selbstverständlich hausgemachte Maismehlfladen werden zu Tortillachips verarbeitet und mit Salsa übergossen als das mexikanische Frühstücksgericht Chilaquiles serviert, mit Ei zu Huevos Rancheros kombiniert, um Kartoffeln oder Hähnchen gewickelt für Flautas, als Beilage zu Hähnchen in schokoladiger Mole-Sauce gereicht – und Tacos gibt es natürlich auch, genauso wie Quesedillas. Von denen empfiehlt sich übrigens ganz unbedingt der Jamaica Garden mit Hibiskusblüte, rote Beete, Bohnen und Käse.

  • Oh la Queca Reuterstraße 36, Neukölln, Mo&Mi 17–21.30 Uhr, Fr 12–22 Uhr, Sa 13–22 Uhr, So 13–21.30 Uhr, www.facebook.com/OhLaQueca/

Picknick-Perfektion bei Club del Burro

In praktischer Laufweite zum Tempelhofer Feld sitzt seit einigen Jahren schon das „Club del Burro“, dessen Logo – ein Comic-Esel – eher ein Spaßprojekt vermuten lässt. Das mag es vielleicht auch sein, aber die Tacos, Quesedillas, Tostadas und Burritos gehören zu den besten in Berlin. Und eignen sich wunderbar an warmen Tagen für ein spontanes Picknick auf dem Feld, und an kälteren zur Einkehr nach einem Spaziergang über die Startbahn. Das Team führt mittlerweile auch ein mexikanisches Restaurant namens „Burro Unchained“, unweit des Ursprungslokals.


Mehr als Tacos bei Chaparro

Das Chaparro gibt es in Berlin gleich zwei Mal: einmal in Kreuzberg, und einmal ganz im Westen auf der Budapester Straße. Köstlich ist es in beiden Filialen: wir schätzen die Tacos mit Nopales, also Kaktus, oder Chorizo, den es auch vegan gibt (!), aber auch die Tortas, also mexikanische Sandwiches, und natürlich den herrlichen Margarita. Mittwochs immer Tacotag!

  • Chaparro Wiener Str. 14a, Kreuzberg, Mo–Do 12–22 Uhr, Fr 12–23 Uhr, Sa 16–23 Uhr, So 16–22 Uhr, www.chaparro-berlin.de

Kreuzberger Nächte sind lang im Santa Maria

Gegründet wurde das Santa Maria von der gleichen Crew, die auch das Maria Bonita zu verantworten hat. Hier kann man aber durchaus auch länger sitzen bleiben, sich durch die verhältnismäßig große Karte futtern und Margarita nach Margarita herunterkippen. Legendär über die Grenzen von Berlin hinweg sind die Taco Tuesdays, bei denen nicht nur die Tacos 2 Euro kosten, sondern vor allem jeder Tequilashot 1,50 Euro. Ein Klassiker unter Berlins mexikanischen Restaurants.


Geheimtipp: Taqueria El Amigo

Der Taco-Truck von Baruc Gayosso liegt versteckt unter der grellen Beleuchtung des Sony Centers und bietet das authentischste mexikanische Essen, das man vor einer Cinemaxx-Vorführung essen kann. Quesabirria-Tacos mit mariniertem Rindfleisch und schmelzendem Gouda, Al Pastor mit Ananas, pikante vegane Chorizo und vieles mehr werden von einer überaus freundlichen Crew serviert, die jeden mit „Amigo“ anredet – verwirrend, wenn man versucht herauszufinden, welche Bestellung die eigene ist, aber dafür umso herzlicher.


Traditionelle mexikanische Küche bei den Foodtruckveteranen Sabor a mí

Das mexikanische Esse von Sabor a mì ist grandios – und der nächste Standort in Berlin noch ungewiss. Foto: Sabor a Mi

An ihrem alten Standort in Friedrichshain sammelte das Team von Sabor a mí Fans – nun bringen sie mexikanische Küche nach Mitte. Bis Ende Dezember 2021 steht der bunte Tacotruck noch vor dem Acud auf der Veteranenstraße, wo es im nächsten Jahr weitergeht? Unklar. Sicher aber: die Fans werden ihren Tacos mit Pulled Pork, würzigem Hähnchen oder Hibiskusblüten und den wechselnden Spezialitäten wie der Suppe Pozole oder Punsch folgen.

  • Sabor a mì bis Ende 2021 vor dem Acud, Veteranenstraße 21, Mitte, Mi–Fr 12–22 Uhr, Sa+So 13–21 Uhr, nächster Standortn www.saboramiberlin.com

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In der Rubrik Essen und Trinken gibt es noch mehr News und Empfehlungen aus der Berliner Gastro-Welt. Ihr seid hungrig, aber die Entscheidung fällt schwer? Mit der Berlin Food App von tipBerlin findet ihr immer das passende Restaurant.

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