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Kinder in Berlin: Tipps und Veranstaltungen fürs Wochenende

Berlin bietet viele Möglichkeiten für Familienausflüge. Ihr könnt Lesungen, Ausstellungen und Theater besuchen, euch aber auch einen Film im Kino anschauen oder ins Museum gehen. Eure Kleinen können also etwas dazulernen, ohne sich großartig zu langweilen. Falls ihr jedoch nicht wisst, wofür ihr euch entscheiden sollt, haben wir ein paar besonders schöne Veranstaltungen rausgesucht.


„Ab in den Winterwald“: Winterferienprogramm

Woher die Kinder wohl den Schnee haben? Foto: Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin

Outdoor-Urlaubstage nur, wenn’s draußen mindestens 20 Grad plus sind? Nicht so im Ökowerk. In spielerischen Aktionen entdecken hier Ferienkinder die Natur im Winter und erforschen, mit welchen Tricks Tiere und Pflanzen durch die kalte Jahreszeit kommen. Die Kids zwischen sieben und zwölf Jahren sind dabei viel, aber nicht nur draußen. Gemeinsames Bauen, Basteln und Werkeln wird großgeschrieben. Winterfeste Kleidung erforderlich!

  • Ökowerk Teufelsseechaussee 22, Grunewald, Mo 31.1. bis Fr 4.2., je 9–15 Uhr (wenige Plätze, Anm. baldmöglichst empfohlen), Gebühr: 120 €/ Berlinpass-Inh.: 60 €, Anmeldung hier

„Robert Irwins Installation ,Light and Space’ im Kraftwerk Berlin“: Familienworkshop

Frei assoziieren wird versprochen, passend dazu gibt es scheinbar einen Leitfaden. Foto: Michael Bennet

Eine 16 Meter mal 16 Meter große, flimmernde Installation in einem Koloss von Betongebäude: So ein Kunstwerk lässt niemanden unberührt, auch und gerade Kinder nicht. Die Frage etwa, was die auf der riesigen Wand zu einer Art Hieroglyphen zusammengesetzten Neonröhren zu bedeuten haben, dürfte nicht nur bei jungen Kunst-Noviz:innen, sondern auch bei Erwachsenen auftauchen. In dem von der Kunstvermittlungsfirma Ephra durchgeführten Familienworkshop lernen Klein und Groß nicht nur, sich einfach mal ihren freien Assoziationen hinzugeben, sondern auch, bei der Rezeption des Werks alle ihre Sinne zu nutzen.

  • Kraftwerk Berlin Köpenicker Str. 70, Mitte, „Light and Space“-Familien-Workshops, sonntags 14.30–16 Uhr (außer Sa 22.1., dann in deutscher Gebärdensprache), bis einschl. 30.1., Tickets hier

„SCHRUMPF! Varpcast“: Familienoper

Radios sollen bei der Familienoper das Klangbild mitgestalten. Foto: Celeste Oram

An eine bislang eher selten umgesetzte Idee wagte sich Violinistin Daniella Strasfogel, indem sie neue, eigentlich für ein erwachsenes Publikum konzipierte Stücke familienfreundlich gestaltet. Es wird ein wenig gekürzt, außerdem moderiert und das Publikum mit eingebunden. Doch die künstlerische Essenz der Ur-Werke bleibt erhalten. SCHRUMPF! Varpcast ist der erste Teil dieser Projektreihe. Neben Stimmen und Instrumenten tragen auch Radios zu seinem Klang bei.

  • Radialsystem Holzmarktstr. 33, Friedrichshain, So 23.01., 11 Uhr, Tickets: 6 €/ Pers, für Erwachsene und Kinder (7-10J), weitere Infos hier

„Ich bin Meer“: Ausstellung

Die kleine Maus im Kindermuseum unterm Dach macht sich große Sorgen: „Tuben, Dosen, Flaschen, alles schwimmt im Meer! Wo kommt das bloß her?“, fragt sie sich. Und lädt junge Besucher:innen auf eine Reise zum Eintauchen und Mitmachen ein, um das Meer zu beschützen. In der seit Anfang Januar laufenden Ausstellung „Ich bin Meer“ können Kinder ab vier Jahren ihre Geschicklichkeit beim Angelspiel beweisen oder gemeinsam mit der Meeresschildkröte den Algenwald durchstreifen. Dabei erfahren sie nicht nur viel über Lebensräume, sondern auch über dier Probleme, die im Wasser und an den Ufern herrschen. Am Ende gibt es für alle Meeresbeschützer:innen, die beim Müllsammeln mitgeholfen haben, einen Ausweis mit Stempel der Meeresschildkröte.

  • Kindermuseum unterm Dach Alte Mälzerei, Steinstraße 41, Lichtenrade, Eintritt frei, Mo–Fr 14–18 Uhr, Sa+So und feiertags 10–18 Uhr (Besuch dann jederzeit mgl., ohne Zeitfenster), weitere Infos hier

„Eisbaden am Tegeler See“: Kühles Nass

Gleitet über die Rutsche ins Eiswasser, hui! Foto: Max Müller

Coronaverbote und Blaualgen bescherten dem wiederauferstanden Strandbad Tegel einen holprigen Saisonstart. Im Sommer dann wurde das Bad immer beliebter: Familien und Freunde, sie alle kamen nach Tegel zum Schwimmen und Relaxen, Sporttreiben oder um am Kulturprogramm teilzunehmen – organisiert von der Neuen Nachbarschaft Moabit. Nun lädt der Trägerverein zum trendigen Eisbaden. Immer sonntags treffen sich Hartgesottene zum gemeinsamen Bibbern. Es gibt trockene Umkleiden und warme Getränke vom geöffneten Kiosk, der auch Waffeln für die Kids bereithält.

  • Strandbad Tegel Schwarzer Weg 21, Reinickendorf, sonntags ab 13 Uhr, Eintritt frei, weitere Informationen hier

„Familienpass 2022“: Rabattheft

Der Familienpass 2022 bringt wieder einige Angebote. Foto: JugendKulturService.de

Ob kostenloses Baseball-Probetraining, preisreduziertes Eislaufen mit der Familie in Lankwitz, ein vergünstigter Besuch im Aquadom plus dem Sea Life bis hin zum kostengünstigen Familienausflug in die Gärten der Welt: Mit dem Berliner Familienpass bekommen Eltern und Kinder nicht nur jede Menge Anregung für tolle Unternehmungen in der Hauptstadt. Mithilfe von Rabattscheinen und Verlosungen wird das alles auch bezahlbar.

  • Zu haben: für 6 € z.B. über Getränke Hoffman, bei LGP BioMärkten, in vielen Bibliotheken,  Bürgerämtern und über jugendkulturservice.de

#Kinder #Umwelt #Zukunft: Plakatausstellung

Die Ausstellung #Kinder #Umwelt #Zukunft. Foto: Michael Fahrig

Seit sieben Jahren lädt die Umweltinitiative „wir Berlin“ Kinder einmal jährlich zu einem Plakatwettbewerb zu wechselnden (Umwelt-) Themen ein. Einen umfassenden Einblick, wie Kinder sich in Sachen Klima- und Artenschutz positionieren zeigt jetzt die Ausstellung #Kinder #Umwelt #Zukunft. Doch auch der Ausstellungsort ist interessant: Das 2021 eröffnete Bürogebäude Grand Edge erfüllt die höchsten Anforderungen (Platin) gemäß der Zertifizierungskriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

  • EDGE Grand Central Clara-Jaschke-Straße 99, Moabit, Mo–Fr 8–18 Uhr (bis 15.2.), Eintritt frei

„A wie Advent, Z wie Zoff“: X-mas-Ausstellung

In „We Three Queens“ geht es auch um die Schattenseiten Weihnachtens. Foto: Without a Flock Films

Schon lange wird Weihnachten nicht mehr nur aus religiösen Gründen gefeiert: Es ist auch zu einem Fest der Familie – und des Konsums geworden. Fotografien, Filme sowie Musik geben die Stimmungen wieder, die weltweit rund um Weihnachten aufkommen. Dabei greift das Museum der europäischen Kulturen in seiner Sonderausstellung rund um „das Fest der Liebe” die Sonnen-, aber auch die Schattenseiten von A-Z auf.

  • Museum der Europäischen Kulturen Arnimallee 25, Dahlem, bis Mo 30.1., Tickets: 8/ 4 €, weitere Infos findet ihr hier

„Endlich Eiszeit“. Das Eisstadion Neukölln öffnet

Nach langer Pause geht’s endlich wieder aufs Eis. Foto: Imago/Panthermedia

Im vergangenen Jahr war Eislaufen in Berlin fast gar nicht möglich. Umso erfreuter dürften kleine und große Kufen-Fans nun auf die Nachricht reagieren, dass das Bezirksamt Neukölln ab 16. Oktober endlich wieder die Tore zu seinem Eisstadion öffnet. Das Schöne hier: Es gibt zwei Eisflächen, auf denen sich der Andrang buchstäblich etwas verläuft. Jedenfalls kann der Winter nun kommen!

  • Eisstadion Neukölln (im Werner–Seelenbinder–Sportpark) Oderstraße 182, Neukölln, ab Sa 16.10., Mo–Fr Laufzeit 1: 9–13 Uhr, Laufzeit 2: 15–18 Uhr, Laufzeit 3: 19–21.30 Uhr, Sa Laufzeit 1: 9–12 Uhr, Laufzeit 2: 15–18 Uhr, Laufzeit 3: 19–21.30 Uhr, So Laufzeit 1: 9–13 Uhr, Laufzeit 2: 14–17 Uhr, Tickets: 3,30 (ermäßigt 1,60 €), bitte vorher aktuelle Regeln checken, Telefon 030/628 044 03.

 „Anoha“ – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin

Ein neuer Ort für die ganze Familie in Berlin: Das Kindermuseum Anoha mit der kreisrunde Arche. Foto: Yves Sucksdorff
Ein neuer Ort für die ganze Familie in Berlin: Das Kindermuseum Anoha mit der kreisrunde Arche. Foto: Yves Sucksdorff

In Museen gilt für gewöhnlich: Nur gucken, nicht anfassen! In der „Anoha“ des Jüdischen Museums laufen die Dinge anders. Hier gibt es keine Vitrinen und Absperrungen, dafür dafür Werkbänke, Rutsch- und Kletterbahnen. Ende Juni wurde das Kindermuseum eröffnet, das innerhalb der ehemaligen Blumengroßmarkthalle gegenüber dem Hauptgebäude neu erbaut wurde. Ein Entdeckungs- und Erlebnisraum auf 2700 Quadratmeter für Kinder im Kita- und Grundschulalter.

Dabei bildet die Erzählung der Arche Noah aus der Tora den Ausgangspunkt für eine Reise in die Zukunft. Im Zentrum der Kinderwelt stehen eine riesige Arche aus Holz, bevölkert von 150 verschiedene Tierskulpturen, die von den jungen Besucher:innen bestaunt, betreten und beklettert werden kann. Auf spielerische Weise wird hier das Erleben mit der Suche nach Antworten auf die großen Fragen zusammengebracht, die auch Kinder beschäftigen: Wie wollen wir gemeinsam auf dieser Erde leben? Wie kann ein respektvolles Miteinander von Mensch, Tier und Natur gelingen? Dabei stehen ihnen an verschiedenen Stationen pädagogisch geschulte Vermittlerinnen und Vermittler zur Seite. Mehr zur Kinderwelt „Anoha“ im Jüdischen Museum lest ihr hier.

  • Anoha – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin, Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, Kreuzberg, Di-Fr 9-13 Uhr für Kita- und Grundschulgruppen, Sa+So+feiertags 10.30 bis 16 Uhr für Familien, Eintritt frei, Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen und umgekehrt, www.anoha.de

kids.digilab.berlin: Experimentier-, Erlebnis-und Lernort der Digitalen Bildung

Das kids.digilab.berlin hat seine farbenfroh gestalteten Workshop-Räume mitten im Deutschen Technikmuseum.
Foto: Kirchner/SDTB

Empörten sich vor zwölf Jahren bei der Einführung der KIKA-Sendung “Teletubbies” – sie richtete sich an jüngste Kita-Kinder – bundesweit noch Eltern und Pädagog:innen, so gehört der Umgang mit insbesondere digitalen Medien inzwischen sozusagen zur guten Kinderstube. Welche Möglichkeiten diese bereits für die Jüngsten bieten, aber auch, wie der Nachwuchs früh lernen kann, verantwortlich mit Medien umzugehen: Diese Ziele setzt sich das neue kids.digilab.berlin im Deutschen Technikmuseum Berlin, das Mitte Juni der Öffentlichkeit zugänglich wurde. Hier können sich Kinder individuell, aber auch mit ihrer Kita oder Schulklasse, spielerisch und forschend mit den Phänomenen der digital vernetzten Welt auseinandersetzen und zukunftsorientierte Kompetenzen herausbilden.

  • Deutsches Technikmuseum Trebbiner Straße 9, Kreuzberg, kids.digilab.berlin Di-Fr 9-17 Uhr, Sa + So 10-18 Uhr, (nur) Online-Tickets: 8 €/ erm. 4 €, www.technikmuseum.berlin

Iss Dich schlau! Von Apfel bis Zimt!“: Eröffnungsausstellung des Kindermuseums unterm Dach

In der Ausstellung „Iss Dich schlau! Von Apfel bis Zimt!“ wird der Wissenshunger nach Fragen rund um eine gesunde Ernährung befriedigt. Foto: André Wagenzik
In der Ausstellung „Iss Dich schlau! Von Apfel bis Zimt!“ wird der Wissenshunger nach Fragen rund um eine gesunde Ernährung befriedigt. Foto: André Wagenzik

Ihren Hunger stillen können Kinder in dem nun endlich auch analog eröffneten neuen Kindermuseum unterm Dach in der Alten Mälzerei Lichtenrade vor allem im übertragenen Sinne: In der Ausstellung „Iss Dich schlau! Von Apfel bis Zimt!“ wird der Wissenshunger nach Fragen rund um eine gesunde Ernährung befriedigt. Thematisiert werden aber nicht nur Lebensmittel und ihr Gehalt an für uns wichtigen Vitaminen, Mineralien und anderen Nährstoffen. Es geht auch darum, welche Lebensmittel beziehungsweise deren Herstellungsmethoden für unsere Umwelt gesund sind – oder welche bei der Erzeugung etwa einfach zu viel Wasser bzw. gar Insektizide benötigen. Auf verschiedenen Erlebnisstationen im Museum – sie heißen „Supermarkt“, „Küche“ oder „Esszimmer“ – kann der Nachwuchs die Geheimnisse unserer Nahrungsmittel entschlüsseln. Passend dazu gibt es ein Workshop-Programm.

  • Kindermuseum unterm Dach Alte Mälzerei Lichtenrade, Steinstraße 41, Empfang und Eingang 5. OG, Mo–Fr, 14–18 Uhr, Sa + So 10–18 Uhr, www.kindermuseum-unterm-dach.berlin

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