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Kinder in Berlin: Tipps und Veranstaltungen fürs Wochenende

Wenn ihr das Wochenende Zeit habt und etwas mit der Familie machen wollt, habt ihr in Berlin viele Möglichkeiten. Ihr könnt Lesungen, Ausstellungen und Theater besuchen, euch aber auch einen Film im Kino anschauen oder ins Museum gehen. Falls ihr nicht wisst, wofür ihr euch entscheiden sollt, haben wir ein paar besonders schöne Veranstaltungen rausgesucht.


„Hänsel und Gretel“: Märchenoper

Spaß für Kinder, Albträume für Erwachsene: So sehen Hänsel und Gretel aus, wenn sie gegen die Hexe verlieren. Foto: Monika Rittershaus

Im Hause der armen Besenbinderfamilie sind Lebensmittel zu wertvoll, um damit zu spielen. Weil sie aber genau das tun, werden Hänsel und Gretel von ihren Eltern in den Wald geschickt. Und begegnen dort der Hexe in ihrem von Leckereien strotzendes Häuschen. In Engelbert Humperdincks Oper erleben die Zuschauer:innen ein beeindruckendes Bühnengeschehen und große sinfonische Klangwogen.

  • Staatsoper Unter den Linden Unter den Linden 7, Mitte, Sa 8.1., 19 Uhr (bis 14.1.), 10–77 €, weitere Infos hier

„Von Anfang an“: Tanzperformance

Toll, wieder hat die „Footloose“-Gang die Skater:innen vertrieben. Foto: René Löffler

Morgens schon mit dem falschen Fuß aufgestanden? So ergeht es den beiden Tänzer:innen den Tanzkomplizen auf der Bühne. Sie probieren zwar immer wieder aufs Neue den richtigen Anfang zu finden, doch ein Missgeschick jagt das nächste und die Fehler türmen sich zu wundersamen Welten – die dann doch kein so schlechter Anfang sind. Ab 5 Jahre.

  • Podewil Klosterstraße 68, Mitte, Premiere: 18.1, 9.30 Uhr, weitere Termine: 20.1., 9.30 Uhr (jeweils: nur Gruppen); Individualbesuche: 22.1., je 11 und 15 Uhr, Tickets: 13/ 8/ 6 €, weitere Informationen hier

„#50: Filme von der Straße“: Großes Kino, kleines Kino

Bis in die 1980er Jahre hinein waren die Straßen und Plätze einer der wichtigsten Treffpunkte für Kinder, aber auch für andere Menschen, die zuhause unter Platzmangel litten. In der Reihe „Großes Kino, kleines Kino“ werden Ausschnitte aus alten und neueren Spiel- und Dokumentarfilme gezeigt, in denen der städtische öffentliche Raum nebst den Leuten dort die Hauptrolle spielt. Darunter sind Schätze wie „Orchardt Street“ von Ken Jacobs (USA 1955/2014). Ab 10 Jahre.

  • Arsenal Potsdamer Str. 2, Tiergarten, So 16.1., 16 Uhr, Tickets: 5 €, weitere Informationen hier

„Eisbaden am Tegeler See“: Kühles Nass

Gleitet über die Rutsche ins Eiswasser, hui! Foto: Max Müller

Coronaverbote und Blaualgen bescherten dem wiederauferstanden Strandbad Tegel einen holprigen Saisonstart. Im Sommer dann wurde das Bad immer beliebter: Familien und Freunde, sie alle kamen nach Tegel zum Schwimmen und Relaxen, Sporttreiben oder um am Kulturprogramm teilzunehmen – organisiert von der Neuen Nachbarschaft Moabit. Nun lädt der Trägerverein zum trendigen Eisbaden. Immer sonntags treffen sich Hartgesottene zum gemeinsamen Bibbern. Es gibt trockene Umkleiden und warme Getränke vom geöffneten Kiosk, der auch Waffeln für die Kids bereithält.

  • Strandbad Tegel Schwarzer Weg 21, Reinickendorf, sonntags ab 13 Uhr, Eintritt frei, weitere Informationen hier

„Weihnachten im Tierpark“: Die Illumination geht in die Verlängerung

Eine schöne Veranstaltung geht in die Verlängerung: Weihnachten im Tierpark. Foto: Michael Clemens

Wer in der Vorweihnachtszeit das Illuminations-Spekatakel „Weihnachten im Tierpark“ verpasst hat, muss nicht traurig sein: Das blinkende Vergnügen geht in die Verlängerung und ist noch bis zum 16. Januar erlebbar. Mit vielen bunten Lichtern inszeniert wird etwa auf die Geschichte von Hänsel und Gretel verwiesen, beim Teich erscheint Nessy, das Seeungeheuer. Zu sehen sind außerdem eisige Pusteblumen, leuchtende Bisons und sogar eine glitzernde Himmelsleiter.

  • Tierpark Berlin  Am Tierpark 125, Friedrichsfelde, noch bis So 16.1., Mo–So ab 16.30 Uhr, Tickets: 17/ 14,50 €, weitere Informationen hier

„Familienpass 2022“: Rabattheft

Der Familienpass 2022 bringt wieder einige Angebote. Foto: JugendKulturService.de

Ob kostenloses Baseball-Probetraining, preisreduziertes Eislaufen mit der Familie in Lankwitz, ein vergünstigter Besuch im Aquadom plus dem Sea Life bis hin zum kostengünstigen Familienausflug in die Gärten der Welt: Mit dem Berliner Familienpass bekommen Eltern und Kinder nicht nur jede Menge Anregung für tolle Unternehmungen in der Hauptstadt. Mithilfe von Rabattscheinen und Verlosungen wird das alles auch bezahlbar.

  • Zu haben: für 6 € z.B. über Getränke Hoffman, bei LGP BioMärkten, in vielen Bibliotheken,  Bürgerämtern und über jugendkulturservice.de

#Kinder #Umwelt #Zukunft: Plakatausstellung

Die Ausstellung #Kinder #Umwelt #Zukunft. Foto: Michael Fahrig

Seit sieben Jahren lädt die Umweltinitiative „wir Berlin“ Kinder einmal jährlich zu einem Plakatwettbewerb zu wechselnden (Umwelt-) Themen ein. Einen umfassenden Einblick, wie Kinder sich in Sachen Klima- und Artenschutz positionieren zeigt jetzt die Ausstellung #Kinder #Umwelt #Zukunft. Doch auch der Ausstellungsort ist interessant: Das 2021 eröffnete Bürogebäude Grand Edge erfüllt die höchsten Anforderungen (Platin) gemäß der Zertifizierungskriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

  • EDGE Grand Central Clara-Jaschke-Straße 99, Moabit, Mo–Fr 8–18 Uhr (bis 15.2.), Eintritt frei

„A wie Advent, Z wie Zoff“: X-mas-Ausstellung

In „We Three Queens“ geht es auch um die Schattenseiten Weihnachtens. Foto: Without a Flock Films

Schon lange wird Weihnachten nicht mehr nur aus religiösen Gründen gefeiert: Es ist auch zu einem Fest der Familie – und des Konsums geworden. Fotografien, Filme sowie Musik geben die Stimmungen wieder, die weltweit rund um Weihnachten aufkommen. Dabei greift das Museum der europäischen Kulturen in seiner Sonderausstellung rund um „das Fest der Liebe” die Sonnen-, aber auch die Schattenseiten von A-Z auf.

  • Museum der Europäischen Kulturen Arnimallee 25, Dahlem, bis Mo 30.1., Tickets: 8/ 4 €, weitere Infos findet ihr hier

„Endlich Eiszeit“. Das Eisstadion Neukölln öffnet

Nach langer Pause geht’s endlich wieder aufs Eis. Foto: Imago/Panthermedia

Im vergangenen Jahr war Eislaufen in Berlin fast gar nicht möglich. Umso erfreuter dürften kleine und große Kufen-Fans nun auf die Nachricht reagieren, dass das Bezirksamt Neukölln ab 16. Oktober endlich wieder die Tore zu seinem Eisstadion öffnet. Das Schöne hier: Es gibt zwei Eisflächen, auf denen sich der Andrang buchstäblich etwas verläuft. Jedenfalls kann der Winter nun kommen!

  • Eisstadion Neukölln (im Werner–Seelenbinder–Sportpark) Oderstraße 182, Neukölln, ab Sa 16.10., Mo–Fr Laufzeit 1: 9–13 Uhr, Laufzeit 2: 15–18 Uhr, Laufzeit 3: 19–21.30 Uhr, Sa Laufzeit 1: 9–12 Uhr, Laufzeit 2: 15–18 Uhr, Laufzeit 3: 19–21.30 Uhr, So Laufzeit 1: 9–13 Uhr, Laufzeit 2: 14–17 Uhr, Tickets: 3,30 (ermäßigt 1,60 €), bitte vorher aktuelle Regeln checken, Telefon 030/628 044 03.

 „Anoha“ – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin

Ein neuer Ort für die ganze Familie in Berlin: Das Kindermuseum Anoha mit der kreisrunde Arche. Foto: Yves Sucksdorff
Ein neuer Ort für die ganze Familie in Berlin: Das Kindermuseum Anoha mit der kreisrunde Arche. Foto: Yves Sucksdorff

In Museen gilt für gewöhnlich: Nur gucken, nicht anfassen! In der „Anoha“ des Jüdischen Museums laufen die Dinge anders. Hier gibt es keine Vitrinen und Absperrungen, dafür dafür Werkbänke, Rutsch- und Kletterbahnen. Ende Juni wurde das Kindermuseum eröffnet, das innerhalb der ehemaligen Blumengroßmarkthalle gegenüber dem Hauptgebäude neu erbaut wurde. Ein Entdeckungs- und Erlebnisraum auf 2700 Quadratmeter für Kinder im Kita- und Grundschulalter.

Dabei bildet die Erzählung der Arche Noah aus der Tora den Ausgangspunkt für eine Reise in die Zukunft. Im Zentrum der Kinderwelt stehen eine riesige Arche aus Holz, bevölkert von 150 verschiedene Tierskulpturen, die von den jungen Besucher:innen bestaunt, betreten und beklettert werden kann. Auf spielerische Weise wird hier das Erleben mit der Suche nach Antworten auf die großen Fragen zusammengebracht, die auch Kinder beschäftigen: Wie wollen wir gemeinsam auf dieser Erde leben? Wie kann ein respektvolles Miteinander von Mensch, Tier und Natur gelingen? Dabei stehen ihnen an verschiedenen Stationen pädagogisch geschulte Vermittlerinnen und Vermittler zur Seite. Mehr zur Kinderwelt „Anoha“ im Jüdischen Museum lest ihr hier.

  • Anoha – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin, Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, Kreuzberg, Di-Fr 9-13 Uhr für Kita- und Grundschulgruppen, Sa+So+feiertags 10.30 bis 16 Uhr für Familien, Eintritt frei, Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen und umgekehrt, www.anoha.de

kids.digilab.berlin: Experimentier-, Erlebnis-und Lernort der Digitalen Bildung

Das kids.digilab.berlin hat seine farbenfroh gestalteten Workshop-Räume mitten im Deutschen Technikmuseum.
Foto: Kirchner/SDTB

Empörten sich vor zwölf Jahren bei der Einführung der KIKA-Sendung “Teletubbies” – sie richtete sich an jüngste Kita-Kinder – bundesweit noch Eltern und Pädagog:innen, so gehört der Umgang mit insbesondere digitalen Medien inzwischen sozusagen zur guten Kinderstube. Welche Möglichkeiten diese bereits für die Jüngsten bieten, aber auch, wie der Nachwuchs früh lernen kann, verantwortlich mit Medien umzugehen: Diese Ziele setzt sich das neue kids.digilab.berlin im Deutschen Technikmuseum Berlin, das Mitte Juni der Öffentlichkeit zugänglich wurde. Hier können sich Kinder individuell, aber auch mit ihrer Kita oder Schulklasse, spielerisch und forschend mit den Phänomenen der digital vernetzten Welt auseinandersetzen und zukunftsorientierte Kompetenzen herausbilden.

  • Deutsches Technikmuseum Trebbiner Straße 9, Kreuzberg, kids.digilab.berlin Di-Fr 9-17 Uhr, Sa + So 10-18 Uhr, (nur) Online-Tickets: 8 €/ erm. 4 €, www.technikmuseum.berlin

Iss Dich schlau! Von Apfel bis Zimt!“: Eröffnungsausstellung des Kindermuseums unterm Dach

In der Ausstellung „Iss Dich schlau! Von Apfel bis Zimt!“ wird der Wissenshunger nach Fragen rund um eine gesunde Ernährung befriedigt. Foto: André Wagenzik
In der Ausstellung „Iss Dich schlau! Von Apfel bis Zimt!“ wird der Wissenshunger nach Fragen rund um eine gesunde Ernährung befriedigt. Foto: André Wagenzik

Ihren Hunger stillen können Kinder in dem nun endlich auch analog eröffneten neuen Kindermuseum unterm Dach in der Alten Mälzerei Lichtenrade vor allem im übertragenen Sinne: In der Ausstellung „Iss Dich schlau! Von Apfel bis Zimt!“ wird der Wissenshunger nach Fragen rund um eine gesunde Ernährung befriedigt. Thematisiert werden aber nicht nur Lebensmittel und ihr Gehalt an für uns wichtigen Vitaminen, Mineralien und anderen Nährstoffen. Es geht auch darum, welche Lebensmittel beziehungsweise deren Herstellungsmethoden für unsere Umwelt gesund sind – oder welche bei der Erzeugung etwa einfach zu viel Wasser bzw. gar Insektizide benötigen. Auf verschiedenen Erlebnisstationen im Museum – sie heißen „Supermarkt“, „Küche“ oder „Esszimmer“ – kann der Nachwuchs die Geheimnisse unserer Nahrungsmittel entschlüsseln. Passend dazu gibt es ein Workshop-Programm.

  • Kindermuseum unterm Dach Alte Mälzerei Lichtenrade, Steinstraße 41, Empfang und Eingang 5. OG, Mo–Fr, 14–18 Uhr, Sa + So 10–18 Uhr, www.kindermuseum-unterm-dach.berlin

Mehr Tipps für Familien

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