Experiment 

K & K: Hosna Parsa & Theo Nabicht spielen im Ausland

Eine unerhörte Klangkombination!

Foto: Moein Hashemi Nasab

Ein kleines Ratespiel: Für was steht „K & K“? Falsch, nicht für „kaiserlich und königlich“. Die österreichisch-ungarische Monarchie hat nichts damit zu tun. Gemeint sind zwei Instrumente, die schon für sich genommen erklärungsbedürftiger sind, als es Klavier und Klarinette wären – und deren Paarung erst recht eine Erklärung verlangt. Es ist nämlich so, dass sich die Kamancheh und die Kontrabassklarinette (des Rätsels Lösung!) noch nie wirklich begegnet sind, so weit wir wissen.

Die Musikkuratorin und tip-Autorin Franziska Buhre bringt sie im Rahmen ihrer Klangteppich-Konzertreihe erstmals zusammen. Sie hat die iranische Musikerin Hosna Parsa aus Teheran eingeladen, die beim persischen Komponisten Saeed Farajpouri die Stachelgeige zu spielen gelernt hat. So nämlich nennt man die Kamancheh, weil aus ihrer Walnussholz-Kugel ein Stachel hinausragt, der dem Streichinstrument als eine Art Stütze dient.

Parsas Gegenpart ist der Berliner Theo Nabicht, der der Kontrabassklarinette, diesem allzu oft übersehenen Kind aus der Klarinetten­familie, zu verdienter Aufmerksamkeit verhilft, auch wenn er sein Instrument als „absolute Fehlkonstruktion“ bezeichnet. Aber gerade ihre Begrenzungen und Widerstände machen die aus Palisanderholz gebaute Kontrabassklarinette für ihn so interessant. Noch interessanter ist, was passiert, wenn diese beiden Menschen mit ihren eigentümlichen Instrumenten aufeinandertreffen. Im besten Fall wird daraus eine – im übertragenen Sinne – kaiserlich-königliche Begegnung.Thorsten Glotzmann

Ausland Lychener Str. 60, Prenzlauer Berg, Do 14.3., 20.30 Uhr, AK 9 €

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