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Performatives Konzert

Tommy Neuwirth wirbt mit „Halte mich (aus)“ nicht nur für das Grundeinkommen

Ach, was haben Alleinunterhalter doch für einen Scheiß-Ruf! Sicher nicht schuld daran ist allerdings Tommy Neuwirth, der diese Kunst im Grunde zur Perfektion gebracht hat: Mikrofon, Midi-Track, Mann – aus mehr besteht es nicht, „Das weltweite Netzwerk für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ auf der Bühne.

Henry Sowinski

Schon der Name atmet einen Glamour zwischen Sozialdemokratie und Revolution, aber den versprüht der Thüringer im Blaumann auch auf der Bühne. Sein letztes Video: Ein Nackter mit Deutschlandfahne fällt zu fragmentierten ge-autotune-ten Lyrics „Bomb mich weg – Germany – you and me – Mama – geiler Beat“ und „Final Countdown“-Sample in Zeitlupe einen Berg herunter.

Kunst, Politik, Dada, tieferer Sinn, who cares. Der Mann steht live auf einer Bierkiste. Und die Berliner Quatsch-Electro-Pop-Ikone Bonaparte hat sich jüngst von den Bühnen dieser Welt verabschiedet, da ist also ein durchaus passender Slot frei geworden.

Dass die Show „Halte mich (aus)“ natürlich mehr ist als ein Gag-Konzert, sollte aber auch klar sein: Tommy Neuwirth, der natürlich nicht zu verwechseln ist mit Thomas Neuwirth, der als Conchita Wurst auftritt,  ist Performance- und Medienkünstler, der zufällig mit Musik arbeitet und dabei auch noch absurd unterhaltsam ist. Nach Auftritten auf Festivals von Fusion bis Szene Zeigen, in Volksbühne und Computer Chaos Club, gehört ihm nun ein Abend als Hauptakt im ACUD.

ACUD Veteranenstr. 21, Prenzlauer Berg, Mi 18.12., 20 Uhr, VVK 12/ erm. 8 €

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