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Kultur-Tipps für dieses Wochenende von Kunst bis Konzert

In Sachen Kultur hat Berlin viel zu bieten. Ganz übersichtlich ist das nicht, daher findet ihr hier jede Woche Kultur-Tipps fürs Wochenende. Von Theater bis Konzert, von Lesung bis Kunst, von kleinen und besonderen Veranstaltungen bis zu großen Höhepunkten haben wir hier Empfehlungen für euch. Informiert euch aber am besten direkt vorher noch einmal, welche Regeln gelten und ob die Veranstaltung kurzfristig verschoben oder abgesagt wird, denn die kommenden Senatsbeschlüsse haben auch Auswirkungen auf Berlins Kultur.


Amtsalon: Gallery-Pop-up im ehemaligen Gericht

Das großzügige Treppenhaus mit der Lichtinstallation „Bocci“ von Omer Arbel beim ersten Amtsalon. Foto: Markus Gröteke, Berlin/architectureshooting

Das ehemalige Amtsgericht Charlottenburg in der Kantstraße ist als „Amtsalon“ Teil des Wilmina-Ensembles und eine neue Adresse für kulturelle Veranstaltungen mitten in der Stadt. Bei einer viel besprochenen Pop-up-Galerie-Schau diesen Juni zeigten zahlreiche namhafte Berliner Galerien Arbeiten ihre Künstler:innen.

Nun findet vom 1. bis 5. Dezember eine zweite Ausgabe des Amtsalon Gallery Pop-up statt. 21 Galerien sind diesmal mit dabei, von Alexander Levy über Haverkampf bis Sprüth Magers. Eine gute Gelegenheit, sich zusätzlich zur Kunst die vom Berliner Architektenpaar Grüntuch Ernst sanierten historischen Gebäude anzuschauen.

  • Wilmina Kantstr. 79, Charlottenburg, 12-20 Uhr, Eintritt frei, Zeittickets hier, 1.–5.12.

Thoom (04.12.)

DIY-Pop vom Feinsten mit Thoom. Foto: Thoom

Die US-Amerikanerin repräsentiert das klassische Do-It-Yourself-Prinzip. Sie arbeitet mit analogen Instrumenten und Elektronik – so entstehen pop-affine Balladen oder sperriger Noise. Zahlreiche Tracks entstanden in Zusammenarbeit mit anderen DIY-Protagonisten, die im übertragenden Sinn eine Band formten, die sich nie begegnete.

  • Volksbühne Rosa-Luxemburg-Platz, Mitte, 21 Uhr, VVK: 14 €, weitere Infos und Tickets hier

Streaming: The Power Of The Dog

Streaming-Tipp fürs Wochenende: "The Power of Dog". Foto: 2021 Cross City Films Limited / Courtesy of Netflix
Streaming-Tipp fürs Wochenende: „The Power of Dog“. Foto: 2021 Cross City Films Limited / Courtesy of Netflix

Melodrama Seit “Bright Star” (2009) hat die Neuseeländerin Jane Campion jetzt nicht mehr fürs Kino gearbeitet. Da ist die Vertriebsgeschichte ihres neuen Films dann umso tragischer: Beim Filmfestival in Venedig im September mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet, kommt die Literaturverfilmung nach einem Roman von Thomas Savage jetzt nur für wenige Tage ins Kino. Benedict Cumberbatch und Jesse Plemons geben hier Phil und George, ein Brüderpaar, das sich seit vielen Jahren eine Ranch im amerikanischen Herzland teilt. Ein grober Realist der eine, der andere ein Träumer, der sich nach Wärme und Liebe sehnt. Als George die junge Witwe Rose (Kirsten Dunst) kennenlernt und heiratet, fühlt sich Phil zurückgesetzt und beginnt einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen das Paar. Ziel seiner Attacken und gleichzeitig Werkzeug bei der Zerstörung der Beziehung ist Roses sanfter Sohn Peter (Kodi Smit-McPee), der den Zorn des homophoben Phil besonders auf sich zieht. LuG

  • Netflix, ab 1.12., 129 Min

TV: Ein Abend mit Adele

Fernsehen am Wochenende? Schaut euch ein Adele-Konzert an. Foto: YL2F
Fernsehen am Wochenende? Schaut euch ein Adele-Konzert an. Foto: YL2F

Konzert Sechs Jahre hat die britische Sängerin Adele an ihrem neuen Album, dem vierten, gearbeitet. Aber leiiider: Die Zeiten für Konzerttorneen sind ja gerade nicht sooo gut, deshalb stellt sie ihr neues Werk in EINEM einzigen exklusiven Konzert am legendären Griffith Observatory in Los Angeles vor (bekannt u.a. als Kulisse  von “… denn sie wissen nicht, was sie tun”, “Terminator” und “La La Land”). An ihrer Seite Freunde und enge Weggefährten, wie etwa – hust – Oprah Winfrey. LuG

  • Sonnabend, 4.12., ARD, 23.40, bis 3.1.2022 auch in der ARD-Mediathek

Stil: Ellen Eisemann Pop-up

Die schön designten Stücke könnt ihr bis 24.12. an der Rosenthaler Straße kaufen. Foto: Johanna Link

Das Berliner Modelabel Ellen Eisemann ist spezialisiert auf Kleider, Drucke und Jacquard-Stoffe. Die Kreativen arbeiten bei der Entwicklung neuer Stoffkreationen und Prints mit verschiedenen Designer:innen zusammen. Einen Einblick in die Arbeit – und natürlich die Möglichkeit, Lieblingsteile zu kaufen – gibt bis Weihnachten im Ellen Eisemann Pop-up-Store in der Mitte Berlins. 

  • Ellen Eisemann Pop-up Rosenthaler Str. 32, Mitte, bis 24.12., Mo– Fr 12–19 Uhr, Sa 11–18 Uhr, www.elleneisemann.com

Literatur: Alexander Kühne & Bela B

Alexander Kühne stellt seinen Roman „Düsterbusch City Lights“ als Hörbuch vor. Foto: Random House/Erik Weiss

Hörbuchpremiere Wir hatten ja schon auf Alexander Kühnes (Foto) autobiografischen Nachwende-Roman „Kummer im Westen” (2020) hingewiesen, der damit beginnt, dass sich der Held seines vorherigen DDR-Provinz-Szeneclub-Romans „Düsterbusch City Lights” mit vernarbtem Schädel aufmacht, dieses aufregende West-Berlin zu ergründen. Doch ist er dort nicht Avantgarde, sondern nur Ossi. Jetzt gibt es davon ein Hörbuch und einen Mitleser, von dem die eine oder der andere schon mal gehört haben dürfte: Bela B trommelt bei Die Ärzte.

  • Kino International  Karl-Marx-Allee 33, Mitte, So 5.12., 13 Uhr, VVK 19,80 €

Bühne: ​​Territory

Wie war das, in Kreuzberg, Neukölln oder Wedding aufzuwachsen? In „Territory“ geht es um diese Stadträume. Foto: Ballhaus Naunynstraße

In der Debütinszenierung des Schauspielers und Autors Atilla Oener erzählen fünf postmigrantische Protagonist:innen darüber, wie sie in der Stadt Berlin sozialisiert wurden, wie sie, aufgewachsen in Kreuzberg, Neukölln oder Wedding, also zu denen geworden sind, die sie heute sind. Wie die Stadträume, die Familientraditionen und die Arbeitswelt sie geprägt haben, welche Kämpfe sie dabei mit sich selbst und anderen austragen mussten.

  • Ballhaus Naunynstraße Naunynstr. 27, Kreuzberg, 3.,4.+6.12., 20 Uhr, 5.12., 19 Uhr, 14, erm. 8 €, Tickets hier

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