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Kultur-Tipps für dieses Wochenende von Kunst bis Konzert

Berlin hat in Sachen Kultur viel zu bieten. So viel, dass es manchmal kaum möglich ist, den Überblick zu behalten. Deshalb helfen wir aus und präsentieren euch jede Woche die Kultur-Tipps rund ums Wochenende. Von Theater bis Konzert, von Lesung bis Kunst, von kleinen und besonderen Veranstaltungen bis zu großen Höhepunkten haben wir Empfehlungen für euch. Und selbst wenn ihr mal zuhause bleibt: Gute Tipps für aktuelle Streams haben wir auch.


Tag der Städtebauförderung

Berlins Bezirke unterscheiden sich mitunter sehr. Am Tag der Städtebauförderung könnt ihr erfahren, warum. Foto: Imago/Westend61

Gute Nachbarschaft, attraktive Wohngegenden und starke Quartiere sind zentrale Säulen erfolgreicher Stadtentwicklung – diese stehen aber nur, wenn Bürger:innen fleißig mitgestalten. Am 14. Mai laden Bund und Länder zum Tag der Städtebauförderung deshalb mit mehr als 40 Veranstaltungen zum Erleben und Mitdenken ein. In Berlin werden bei Kiezrundgängen und Baustellenbesuchen städtebauliche Maßnahmen erfahrbar. Drei Tipps geben wir euch noch mit:

  • Baustellenfest für ein grünes Kosmoviertel Ortolgstraße 206, Altglienicke, 14-17 Uhr
  • Urbanhafen – Uferweg am Landwehrkanal Urbanhafen (Treffpunkt: Baerwaldbrücke), 11-12 Uhr
  • Klima trifft Verkehr: Mobilität und Nachbarschaft im Pankekiez Nettelbeckplatz, 11-16 Uhr
  • Weitere Veranstaltungen hier

Bühne: Mutter**land

Theater, Performance, Musik: "Mutter**land" ist einer unserer Tipp fürs Wochenende in Berlin. Foto: Jasper Kettner
Theater, Performance, Musik: „Mutter**land“ ist einer unserer Tipp fürs Wochenende in Berlin. Foto: Jasper Kettner

In ihrer multimedialen Revue “Mutter**land” spaziert Musikerin und Theatermacherin Bernadette La Hengst durch ihre Familiengeschichte. Warum heißt es „Vaterland“, aber „Muttersprache“? Was, wenn die Sprache der Mutter einem nichts sagt – und das Land des Vater kein Sehnsuchtsort ist? Eltern und Heimat sind, Therapeuten und Diplomatinnen werden das bestätigen, zwei der schwierigsten Themen der Welt. Die Berliner Musikerin Bernadette La Hengst nimmt sich trotzdem beider Komplexe an, und das auch noch an einem Abend: Ihr Stück „Mutter**Land“ ist eine „Revue Passé über familiäre und gesellschaftliche Fliehkräfte“. 

Mit dem Publikum möchte sich die Hamburger-Schule-Legende auf eine Zeitreise zu den Lebensstationen ihrer Mutter zwischen Schlesien, der DDR, dem Libanon und der BRD begeben, in Form eines Spaziergangs mit Musik, Performances und Film. Mit dabei sind Kolleginnen wie die Regisseurin Stephanie von Beauvais – und Bernadette La Hengsts 17-jährige Tochter Ella Mae. Julia Lorenz

  • Freilichtbühne Weißensee Große Seestr. 10, Weißensee, Do 12.–Sa 14.5., 20.15 Uhr, VVK 15, erm. 10 €, Tickets und Infos hier

Kunst: Kleines Grosz Museum

Ein neues Museum für Berlin: Das Kleine Grosz Museum. Foto: Hanna Seibel

Am 14. Mai eröffnet in der alten Tankstelle in der Schöneberger Bülowstraße ein Museum für den Künstler George Grosz (1893 geboren und 1959 gestorben in Berlin): das neue Kleine Grosz Museum. Für zunächst fünf Jahre können der Freundeskreis „Grosz in Berlin e.V.“ und der Nachlassverwalter des Künstlers, Ralph Jentsch, das Architektur-Kleinod aus den 1950er-Jahren nutzen, von der Straße zu erkennen an dem Bambus, der über die Gartenmauer ragt. Zur Tankstelle gehört ein schmaler Anbau, in dem der Berliner Galerist Juerg Judin aus der Schweiz wohnte und der nun nach Museumsstandards umgebaut worden ist. Auch ein Café ist hinzugekommen. Auf den zwei Etagen des Anbaus hat ein Ausschnitt aus Grosz’ Gesamtwerk Platz. Arrangiert wurde er unter Leitung des Kunsthistorikers Pay Mattis Karstens.  Rund 30 Schlüsselwerke sollen Grosz’ Schaffen in Deutschland und im Exil in den USA beleuchten.

  • Das Kleine Grosz Museum Bülowstr. 18, Schöneberg, Mo + Do 11–18, Fr 11–20, Sa/So 11–18 Uhr, 10/ 6 €, Online-Tickets hier, ab 14.5. 

Stream: Das Boot S3

Streaming-Tipp fürs Wochenende: Die neue Staffel „Das Boot“ läuft auf Sky. Foto: Sky One

Mit den Kliffhängern der zweiten Staffel (wird Kaleu Hoffmann die Schussverletzung überleben? Kann Margot dem Konzentrationslager noch entgehen? Und was machen die SS-Agenten in den USA mit ihrem Sprengstoff?) wurde „Das Boot“ endgültig zu einer Abenteuerserie. Entsprechend abenteuerlich geht es auch weiter, etwa wenn Gestapo-Chef Forster und der desertierte Kaleu Hoffmann in Lissabon aufeinander treffen. Gleichzeitig fährt ein neues U-Boot mit neuer Besatzung auf Feindfahrt. Was wohl Lothar-Günther Buchheim dazu sagen würde, auf dessen Buch das Ganze ja immer noch irgendwie beruht? Wir jedenfalls sagen: Das ist inzwischen wie die „Lindenstraße“ im Zweiten Weltkrieg, nur ohne Aids und Mutter Beimer. TB

  • Sky One ab 14.5., 8 Episoden à 60 Min

TV: Eurovision Song Contest 2022

Am Wochenende ist ESC. Für Deutschland dabei: Malik Harris. Foto: NDR/André Kowalski

Der 66. ESC findet in Turin statt, es moderieren Laura Pausini, Alessandro Cattelan und Mika. Der deutsche Teilnehmer heißt Malik Harris (Foto), sein Titel „Rockstar“. Na, mal sehen. Sicher ist: Die Ukraine wird keine zwölf Punkte an den russischen Beitrag vergeben (und vice versa), weil Russland rausgeworfen wurde. Und auch Israel Teilnahme ist mit einem Fragezeichen versehen, weil die Mitarbeiter des Außenministeriums (zu denen auch der Geheimdienst gehört, der die israelischen Teilnehmer schützt) streiken.    LUG

  • Sa 14.5., 21.00 Uhr, ARD

Konzert: Suede

Suede bei einem Konzert in Dänemark 2019. Die Band spielt am Wochenende ihr Album „Coming Up“ in voller Länge. Foto: Imago/Gonzales Photo/Rod Clemen

Mit ihrem dritten Album „Coming Up“ (1996) verzeichneten die Britpop-Miterfinder ihren bis dato größten kommerziellen Erfolg. Dabei hätte damals kaum jemand damit gerechnet. Denn nach dem Ausstieg des Gitarristen Bernard Butler holte Frontmann Brett Anderson mit dem damals 19-jährigen Richard Oakes (Gitarre) und Neil Codling (Keyboards) gleich zwei neue Musiker an Bord. Das erwies sich jedoch als glückliche Fügung, denn Oakes war am Songwriting von Hits wie „Trash“ oder „She“ beteiligt. Anderson nennt „Coming Up“ rückblickend „das zweite Debüt“. Anlässlich des 25. Jubiläums der Veröffentlichung spielen die Londoner das Album noch einmal in Gänze.

  • Columbiahalle Columbiadamm 13-21, Tempelhof, So 15.5.22, 20 Uhr, Tickets 47,75 €, weitere Infos und Tickets hier

Klassik: Neue Philharmonie

Junge Musiker:innen aus vielen verschiedenen Ländern bilden die Neue Philharmonie. Foto: Neue Philharmonie

Die 45 jungen Musiker:innen aus 13 Nationen sind bekannt für Crossover-Projekte und Konzerte in Dörfern und Städten, wo sonst selten Ensembles gastieren. Mit „Klassik in der Siemens-Villa“ initiieren sie eine neue Konzertreihe. In der aktuellen Ausgabe setzen sie Beethovens 3. Sinfonie („Eroica“) Schuberts 2. Sinfonie gegenüber. Das Werk wurde 49 Jahre nach dem Tod des Komponisten 1877 uraufgeführt. Die Reaktionen waren gespalten. Während Johannes Brahms der „Jugendsinfonie“ keinen hohen künstlerischen Stellenwert beimaß, outete sich Antonín Dvořák als Bewunderer des Frühwerks Schuberts.

  • Siemensvilla Calandrellistr. 7, Lankwitz, Fr  13.5.22, 19.30 Uhr, Tickets ab 20 €, weitere Infos und Tickets hier

Kino: 20 Jahre „The Room“

Der Zoo Palast zeigt Tommy Wiseaus The Room, den „schlechtesten Film aller Zeiten“, zum 20. Geburtstag auf großer Leinwand. Foto: Imago/Everett Collection/MCDROOM EC001

Tommy Wiseau wollte ein Star werden. Eine Hollywoodlegende. So dringend, dass er in seinem allerersten Film „The Room“ (2003) alles selbst übernahm – Hauptrolle, Regie und Produktion. Finanziert haben soll er diesen Wahnwitz der Legende nach mit einem Privatvermögen, das er durch windige Geschäfte mit Lederjacken erwirtschaftet hatte. Das Wichtigste aber fehlte dem Glücksritter: Erfahrung und Talent. Die glorios überambitionierte, glorios wirre Dreiecksbeziehungsstory „The Room“  wurde von Kritikern schnell als „schlechtester Film aller Zeiten“ ausgemacht – und von B-Movie-Fans genau deshalb zum Kultfilm erklärt.

Greg Sestero, einer der Hauptdarsteller, widmete dem Himmelfahrtskommando das Buch „The Disaster Artist“, das 2017 von James Franco verfilmt wurde. Sestero höchstselbst wird anwesend sein, wenn „The Room“, die Mutter aller modernen Mistfilme, zum nahenden 20-jährigen Jubiläum auf großer Leinwand im Zoo Palast gezeigt wird. Direkt im Anschluss gibt es „Miracle Valley“ zu sehen: Sesteros Regiedebüt, das ein ähnlich trashiger Spaß werden dürfte wie Wiseaus legendärer Schiffbruch. Julia Lorenz

  • Zoo Palast Hardenbergstr. 29A, Charlottenburg, Do 12.5., 18.30 Uhr, VVK 18 €, online

Food: Khun Xyu Ban Pop-up im Arkaoda

Gastiert in Neukölln: Khun Xyu Ban. Foto: Khun Xyu Ban

Das wandernde Thai-Food-Projekt Khun Xyu Ban trat 2020 erst als reiner Ein-Mann-Lieferservice auf. Es folgten Pop-ups, beispielsweise in der Markthalle Pfefferberg. Diesen Sonntag begibt sich Khun Xyu Ban nach Neukölln, in den charmanten Bar-Café-Club-Hybrid Arkaoda. Um 17 Uhr geht es los – und schnell sein lohnt sich, denn die scharfen Thaigerichte des Projekts haben viele Fans.

  • Khun Xyu Ban im Arkaoda 16-18 Karl-Marx-Platz, Neukölln, Sonntag, 15.5. ab 17 Uhr, auf Instagram

Stil: UVR Berlin

Das Modelabel UVR feiert Geburtstag. Foto: Tiffany Chaves

Weil Udo Aydt Anfang der 1990er-Jahre nicht die Mode fand, die ihm gefiel – es ging ihm dabei nicht um Trends, eher das Unterstreichen seiner Individualität –, schneiderte er selbst. Der Rest ist, wie man sagt, Geschichte. Sein Modelabel UVR feiert den 30. Geburtstag. Pünktlich zum Jubiläum eröffnet ein neuer Store in Kreuzberg – im alten Kreuzberger Laden gibt es Teile aus früheren Kollektionen.

  • UVR Berlin Oranienstr. 188, Kreuzberg, Mo–Fr 11–19 Uhr, Sa 12–18 Uhr, zwei weitere Filialen, Outlet-Store: Oranienstr. 36, online

Gratis Comic Tag 2022

Wunder zum Gratis Comic Tag 2022: Batman, Donald Duck und die Detektivin Caroline Baldwin haben es auf ein Bild geschafft! Keine Sorge, ein Crossover gibt’s nicht, sind drei verschiedene Hefte. Foto: Gratis Comic Tag 2022

Je vielfältiger das Medium, desto schwieriger der Zugang. Und gerade Comics sind besonders vielfältig. Unzählige Verlage veröffentlichen jedes Jahr unzählige Hefte in unzähligen Stilrichtungen und Genres. Ein Besuch im Comicladen kann entsprechend überfordern, klassisches Auswahlparadoxon. Und dann schmerzen Fehlentscheidungen auch noch im Portmonee. Für Neueinsteiger:innen (und Fans) gibt es mit dem Gratis Comic Tag eine kleine Hilfestellung.

19 Comicverlage produzieren für den 14. Mai insgesamt 35 verschiedene Hefte, die Interessierte (Überraschung!) kostenlos mitnehmen können. Die Auswahl ist groß. Sie umfasst etwa eine Ausgabe vom „Dunkelgrauen Chamäleon“ von Akira Kasugai, einer Geschichte über einen androgynen Serienmöder im Japan der 80er-Jahre, und das Fußballmärchen „Blue Block“ von Muneyuki Kaneshiro über den Kampf der japanischen Fußballnationalmannschaft um den Weltmeistertitel. Die Hefte liegen in allen Berliner Thalia- und Hugendubel-Filialen sowie in Comic- und Manga-Shops aus, etwa Grober Unfug in Kreuzberg oder dem Roman- & Comicladen in Friedrichshain. TKR

Sa 14.5., mehr Infos zum Gratis Comic Tag haben wir hier für euch zusammengefasst


Theater: Der Steppenwolf

Theater-Tipp fürs Wochenende: “Der Steppenwolf” mit Manuel Harder und Katrin Wichmann am DT. Foto: Arno Declair. Foto: Arno Declair

Hermann Hesses antibürgerlicher Roman von 1927 gehört zu den, nun ja, Bibeln der Hippie-Generation. Der Protagonist Harry Haller zeigt sich darin zerrissen zwischen Bürgerlichkeit und dem freien Leben eines Steppenwolfs. Thomas Melle sieht in dem dargestellten Kulturpessismus Parallelen zu unserer heutigen Gesellschaft, die nach einer langen Wohlstandsphase derzeit vor einem Wendepunkt stehe. Lilja Rupprecht inszeniert Melles Bühnenfassung von “Der Steppenwolf” mit einem inklusiven Ensemble aus Mitgliedern von DT und RambaZamba-Theater. 

  • Deutsches Theater Schumannstr. 13a, Mitte, 15.5., 18.5., 19.5., 5-48 €, weitere Termine und mehr Infos

Kunst: Ostkreuzschule für Fotografie – Abschlussausstellung Jahrgang Fünfzehn

23 Absolventinnen der Ostkreuzschule stellen aus. Foto: Patricia Haas

Die Abschlussausstellungen der renommierten Ostkreuzschule für Fotografie gehören zu den Highlights im Berliner Kunstjahr. Diesmal bespielt der 15. Jahrgang mit der Ausstellung „Jahrgang Fünfzehn“ die Räumen des Art & Fashion House im Einkaufszentrum Quartier 206 an der Friedrichstraße. Unter der Betreuung der Fotograf:innen Ute Mahler, Linn Schröder und Göran Gnaudschun haben die 23 Absolvent:innen formal diverse Arbeiten zwischen Dokumentar- und Kunst-Fotografie geschaffen, die sowohl aktuelle gesellschaftspolitische Themen als auch intime Geschichten behandeln. 

  • Quartier 206 Friedrichstraße 71, Mitte, tägl. 12–20 Uhr, bis 15.5., Eintritt auf Spendenbasis

Stream: Teheran S2

Die zweite Staffel Teheran startet ab 6. Mai. Foto: Apple TV+

Die gefeierte israelische Spionage–Serie um die Mossad-Agentin Tamar Rabinyan (Niv Sultan), die sich auf eine gefährliche Undercover–Mission in den Iran begibt, geht in die zweite Staffel. Darin spielt niemand geringeres als Hollywoodstar Glenn Close eine Rolle, nämlich die einer in -Teheran lebenden Britin. Agentin Tamer ist auf der Flucht, nachdem ihre Mission, die iranische Luftüberwachung zu deaktivieren, damit israelische Bomber ein Atomkraftwerk zerstören können, gescheitert ist. Gleichzeitig versucht sie, die Mission doch noch irgendwie erfolgreich abzuschließen. Es bleibt spannend.

  • Apple TV+ ab 6.5.

Stil: Lokaler Markt

Zu den Ausstellenden des zweiwöchentlichen Markts gehört auch Plant Circle. Foto: Plant Circle

Die Food-Truck-Pioniere vom Bite Club laden zum Local Makers Market mit Pflanzen und Blumen, Keramik und Home Accessoires, Bücher und Illustrationen, Design und Textilen. Fürs leibliche Wohl ist gesorgt – natürlich – mit Foodtrucks, Kaffee und Säften, Naturwein und Craftbier. Die teilnehmenden Produzenten – alle aus der Umgebung, alle arbeiten nachhaltig – wechseln bei jedem Markttag. Diese sind ab jetzt bis zum 18. September jeden an jedem zweiten Sonntag.

  • A Sunday Thing Jules (B-Part Am Gleisdreieck), Luckenwalder Str. 6b, Kreuzberg, So 11–18 Uhr

Stream: The Gilded Age

The Gilded Age. Foto: 2021 HBO Inc. All rights reserved

Perfektes Timing: während „Downton Abbey II – Eine neue Ära“ weltweit in den Kinos anläuft, präsentiert Sky als deutsche Premiere die HBO-Produktion „The Gilded Age“, das neueste Werk des „Downton Abbey“-Autors und Serienschöpfers Julian Fellowes. Ging es dort um den schwindenden Einfluss des Adels in Großbritannien, so geht es hier um die Gegensätze zwischen dem alten und dem neuen Geld in den USA während der Phase des industriellen Aufschwungs nach dem Bürgerkrieg. In New York wird eine mittellose junge Frau in die Auseinandersetzungen zwischen ihren reichen Tanten und dem neuen Nachbarn, einem skrupellosen Eisenbahnmagnaten, verwickelt.

  • Sky 9 Episoden, seit 22.4.

Kunst: Deutscher Friedenspreis für Fotografie

Deutscher Friedenspreis Fotografie
Shirin Abedi, Gewinnerin der besten Nachwuchsarbeit 2021: „May I Have This Dance“. Foto: Shirin Abedi

Ein Foto vom oder für den Frieden zu finden, ist anspruchsvoll. Da lauern böse Klischees. Teilnehmenden des Deutschen Friedenspreises für Fotografie ist es trotzdem gelungen. Seltene Einblicke gibt die Ausstellung zum Unterpreis des „Felix Schoeller Photo Award 2021“: in Wohnzimmer, auf Mobiltelefone von Geflüchteten und in Schulen, in denen von Terrorgruppen entkommene Mädchen wieder lernen. Der mit 12.500 Euro dotierte Fotopreis aus Osnabrück konnte Einsendungen aus 95 Ländern verzeichnen. Da ist man ganz im Bild über die Welt, obwohl nicht alles am Preis top ist. So könnte die Jury diverser sein und mehr Mut zur Form wagen. Doch top ist die Serie „May I have this Dance“ von Shirin Abedi aus ­Hannover, als beste Nachwuchsarbeit ausgezeichnet. Abedi fotografierte in ihrer Geburtsstadt Teheran junge Frauen, die nicht öffentlich tanzen dürfen. Und es privat nicht lassen, in der Hoffnung auf bessere Zeiten. 

  • Willy-Brandt-Haus Stresemannstr. 28, Kreuzberg, Di–So 12–18 Uhr, Eintritt frei, Ausweis erforderlich, bis 12.6., online

Kunst: The Versus Project II

LAYER CAKE – The Versus Project 2 Layer Cake versus Chaz Bojorquez, mixed media on canvas, 140x160cm. Foto: Lukas Prasse / © Chaz Bojorquez

Werke von Anderen zu übermalen, -sprühen, -kleben gilt unter Street-Art-Künstler:innen bekanntlich als No-Go. Damit das doch möglich ist, hat das Künstlerduo Layer Cake 13 internationale Kolleg:innen eingeladen, auf Leinwand gegenseitig Arbeiten zu übermalen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren reisten die Leinwände zwischen den Künstlern hin und her, wobei sie zweimal die Grenzen überschritten. Der Projektraum des Museums Urban Nations in Schöneberg zeigt jetzt überraschend abstrakte Ergebnisse wie von Layer Cake versus Chaz Bojorquez.

  • Urban Nation Projektraum Bülowstr. 97, Schöneberg, Di–Mi 10–18, Do–So 12–20 Uhr, Eintritt frei, bis 31.7., online

Kunst: „Pope.L: Between a letter and a figure“ – Schinkel Pavillon

Pope.L, Small Cup (video still), 2008 Courtesy of the artist.

In den späten 1970er Jahren begann Pope.L mit seinen berühmten „crawls“, eine Reihe von Straßenperformances bei denen er seinen Körper einsetzte, um auf den Straßen von New York City Fragen über Teilung und Ungleichheit zu stellen. Der Schinkel Pavillon widmet dem Künstler erstmals eine Einzelausstellung in Berlin. Im Zentrum steht dabei eine neue ortsspezifische Installation für das verglaste Oktogon im Obergeschoss des Schinkel Pavillons, dazu Videoarbeiten und Zeichnungen. Dabei beziehen sich seine Arbeiten ebenso auf die grundsätzliche conditio humana wie die konkrete gesellschaftspolitische Gegenwart Berlins.

  • Schinkel Pavillon Oberwallstraße 1, Mitte, Mi–So 11–19 Uhr, 6/ 4 €,  Do+Fr 14–19 Uhr, Sa+So 11–19 Uhr, bis 31. Juli

Stream: Moon Knight

Oscar Isaac als Moon Knight. Foto: Marvel Studios/Disney+

Ursprünglich war der Moon Knight mal eine eher billige Marvel-Kopie vom großen Vorbild Batman. Doch dank neuer Autoren wie Brian Michael Bendis und Jeff Lemire brachte man über die Jahre immer mehr Substanz an die Figur, zuerst psychologisch, dann mit rätselhaften Mystery-Elementen aus der ägyptischen Götterwelt. Und schon die Besetzung dieser Serie klingt ja recht vielversprechend: Oscar Isaac („Inside Llewyn Davis“) ) gibt den an einer dissoziativen Identitätsstörung leidenden Mietmörder Marc Spector, der kürzlich verstorbene Gaspard Ulliel („Hannibal Rising“), Ethan Hawke („Club der Toten Dichter“) und F. Murray Abraham („Amadeus“) sind in Nebenrollen zu sehen und hören. Es könnte sein, dass Marvel da nach „Hawkeye“ schon wieder einen echten Gewinner am Start hat.  Lutz Göllner

  • Disney+ 6 Episoden 30-50 Min

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