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Berliner Tanzkünstler:innen bewegen das Humboldt Forum

Was verbirgt sich hinter den Barockfassaden des Berliner Schlosses? Weit mehr als kostbare Exponate, künstlerische Installationen und interaktive Ausstellungen. Das Humboldt Forum wird insbesondere durch performative Formate und Angebote zur Mitwirkung belebt.

So verorten sich derzeit fast 40 Berliner Tanzkünstler:innen mit ihren Körpern und Positionen in der Architektur und erforschen kritisch die Geschichte und Themen des Ortes. Sie laden Berliner:innen unterschiedlichster Generationen und Kontexte ein, ihre künstlerischen Prozesse mitzugestalten – bei öffentlichen Proben, Workshops und Gesprächen.

Zudem kann man sich bei Open Calls regelmäßig direkt an den künstlerischen Arbeiten beteiligen und gemeinsam die Möglichkeiten ausloten, das Humboldt Forum in Bewegung zu versetzen.

Laura Faiß, Jo Kolski, Katharina Sophia Lorenz, Milla Toppi (v.r.n.l). Foto: Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/David von Becker
Eine Performance von Laura Faiß, Jo Kolski, Katharina Sophia Lorenz und Milla Toppi (v.l.n.r). Foto: Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/David von Becker

Das Forum bewegen: Unsere Körper, unsere Position, unser Tanz

Bis Frühjahr 2022 finden vier Residenzen im Foyer, in den Ausstellungsräumen, auf den Spreeterrassen sowie in den Höfen statt. Zum Abschluss jeder Residenz stellen die Künstler:innen und Teilnehmer:innen die Ergebnisse in gemeinsamen Präsentationen vor, beispielsweise in Audio Walks und Performances: Wer hat bewegt? Wer wurde bewegt? Was hat sich bewegt?

Gemeinsam mit Tanzkünstler:innen zuhören und hinterfragen

Vom 18. Oktober bis 27. November geht es den Tanzkünstler:innen um das Zuhören und Hinterfragen von Geschichte, wie sie geschrieben wurde. Zwei der insgesamt dreizehn künstlerischen Teams konzentrieren sich auf Stimmen, die häufig in Geschichte und Gesellschaft unterrepräsentiert sind und kein Gehör finden.

In „If I ruled the World. Zeichen der Zeit“ erarbeiten Joy Alpuerto Ritter und Lukas Steltner gemeinsam mit der Musikerin Elsa M’Bala (aka A.M.E.T.) eine Tanzperformance mit jungen Berliner Tänzer:innen unterschiedlichen Urban-Dance-Hintergrunds.

Die Perspektiven, Erfahrungen und Gedanken dieser jungen Berliner:innen, die die Entstehung von Geschichte hinterfragen und eine Vision ihrer eigenen Zukunft entwerfen, kommen hierbei zum Ausdruck.

Offene Probe von Studierenden des Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT). Foto: Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/David von Becker
Offene Probe von Studierenden des Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT). Foto: Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss/David von Becker

Viviana Defazio, Diana Sirianni und Jolika Sudermann schaffen mit „Listening Activism“ einen Zustand des genauen Zuhörens zwischen den Projektbeteiligten und den Besucher:innen des Humboldt Forums. Verbindungen und Begegnungen werden zur Basis gemeinsamer Aktionen.

Am 27. November von 16-21 Uhr laden die künstlerischen Teams zu einer Präsentation ein. Zum Abschluss der künstlerischen Recherchen werden die Ergebnisse präsentiert und von diskursiven Veranstaltungen und Performances begleitet.

Mehr zum Humboldt Forum

Die Vielstimmigkeit ist bereits in der Zusammenarbeit der Partner:innen angelegt. Im Humboldt Forum kooperieren die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit den Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Humboldt Labor sowie Kulturprojekte Berlin und das Stadtmuseum Berlin mit der Berlin Ausstellung BERLIN GLOBAL.

  • Moving the Forum 18. Oktober bis 27. November 2021, Humboldt Forum, Schloßplatz, Mitte, Mehr Informationen zur Ausstellung unter www.humboldtforum.org/de

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