Berlin am Wasser

Panke: Ein kleiner Fluss – mit großer Strahlkraft

Die Panke gehört zu den kleineren Flüssen der Hauptstadt – und doch ist ihre Strahlkraft riesig. Die Quelle liegt im Barnim, in der Nähe von Bernau. Von dort aus schlängelt sich der Fluss in Richtung Süden, fließt durch diverse Pankower Ortsteile, durch Gesundbrunnen, Wedding und mündet schließlich in Mitte in die Spree.

Entlang der Panke zeigt sich der ehemalige Arbeiterbezirk Wedding von seiner harmlosen Seite. Foto: Imago/Schöning
Entlang der Panke zeigt sich der ehemalige Arbeiterbezirk Wedding von seiner romantischen Seite. Foto: Imago/Schöning

29 Kilometer misst der kleine Fluss, mehr als 20 Kilometer verlaufen auf Berliner Stadtfläche. Damit ist die Panke Berlins drittlängster Fluss. Pankow wie auch das an Berlin angrenzende Panketal verdanken dem kleinen Gewässer ihren Namen. Der Fluss wurde schon zu slawischen Zeiten Panke genannt. Das Wort, so mutmaßen Sprachwissenschaftler*innen, könnte so viel wie „Knopse“ bedeuten, eine Knospe, die anschwellt – so wie der Fluss, wenn es stark regnet oder wenn im Frühjahr die Schneeschmelze beginnt. Dann wird die Panke auch schon mal zum stattlichen Fluss. Ansonsten ist sie ein eher ruhiges Flüsschen.

Tiere an der Panke: Von der Bisamratte bis zum Graureiher

Das wissen neben den Berliner*innen auch zahlreiche Tiere zu schätzen: Am Ufer leben bekanntere und unbekanntere Arten. An guten Tagen kann man Graureiher beobachten, ebenso wie farbenfrohe Mandarinenten oder auch die eifrigen Bisamratten. Annähernd 70 Vogelarten brüten am Ufer.

Ein Ausflug entlang der Panke entspricht einer Tagestour, die auch gut mit dem Rad absolviert werden kann – auch wenn nicht die gesamte Strecke asphaltiert ist. Dabei gilt es einen für Berliner Verhälnisse „starken“ Höhenunterschied von gut 40 Metern zu bewältigen.

Beliebter Treffpunkt: Die Panke bietet auch einige Möglichkeiten, sich niederzulassen. Foto: Imago/Zöllner
Beliebter Treffpunkt: Die Panke bietet auch einige Möglichkeiten, sich niederzulassen. Foto: Imago/Zöllner

Je nachdem, in welche Richtung man radeln möchte, geht die Reise an der Quelle oder an der Mündung los. Die Quelle befindet sich am „Pankeborn“, der an der Stettiner Bahn an der Albertshofer Chaussee liegt. Die Panke mündet an mehreren Stellen in die Spree, so etwa am Nordhafen oder auch am Schiffbauerdamm. Das dortige Mündungsloch ist allerdings seit 2006 verdeckt.

Zu den Highlights entlang des Flussverlaufs zählen der Bürgerpark Pankow und der Schlosspark, ebenso wie die Ufer im Wedding, die den ehemaligen Arbeiterbezirk, der immer etwas schmuddelig wirkt, von einer ganz anderen Seite zeigt. Funfact zum Schluss: 90 Brücken überspannen die Panke. Zum Vergleich: In der ganzen Stadt sind es 2.100.


Mehr Ausflüge in Berlin:

Der Nordhafen, an dem das meiste Pankewasser in die Spree fließt, gehört zu unseren liebsten Berliner Orten am Wasser. Gleiches gilt für Bürger- und Schlosspark, die wir es in unsere Liste der besten Parks in Berlin geschafft haben. Wer entlang der Panke unterwegs ist, trifft auch auf das Schloss Schönhausen in Pankow. Die ehemalige Residenz der Preußenkönigin Elisabeth-Christine sowie des einzigen DDR-Präsidenten Wilhelm Pieck findet sich auch in unserer Liste der Berliner Schlösser, die immer einen Ausflug wert sind.