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Schöne Parks in Berlin: 30 Kurzausflüge ins Grüne

Mauerpark, Humboldthain und der traumhafte Rudolph-Wilde-Park in Schöneberg: Schöne Parks in Berlin gehören zum Stadtbild. Wir haben 30 tolle Anlagen für euch zusammengestellt.

Berlin ist zwar nicht, wie oft behauptet, die grünste Stadt Europas, trotzdem sind die Parks hier zahlreich und teils riesengroß. Und bieten einiges – vom Kiteboarden auf dem Tempelhofer Feld bis zum Angrillen im Volkspark Friedrichshain.

Hau auch ruhige Ecken: Auch der Mauerpark ist einer der schönsten Parks der Stadt – wenn man sich auskennt.
Hau auch ruhige Ecken: Auch der Mauerpark ist einer der schönsten Parks der Stadt – wenn man sich auskennt.

Botanischer Garten Berlin

Für kleines Geld gibt es hier viel zu sehen: Zudem bietet der Botanische Garten Berlin regelmäßige Natur-Führungen an.
Für kleines Geld gibt es hier viel zu sehen: Zudem bietet der Botanische Garten Berlin regelmäßige Natur-Führungen an. Foto: imago/BE&W

Neben Workshops für kleine Gartenfreunde und Kindergeburtstagen finden regelmäßig Führungen im Botanischen Garten statt, die thematisch perfekt auf Kinder zugeschnitten sind. Woher kommt die Schokolade, wie sieht ein Gummibaum aus? Welche Pflanze kann sich am schnellsten bewegen? Das sind Fragen, die selbst Erwachsene interessieren dürften. Beim Streifzug durch das Botanische Museum gibt es ebenfalls viel zu entdecken, etwa fliegende und schwimmende Pflanzen. Ein Tagesticket kostet hier 6 Euro, ermäßigt 3 Euro.


Botanischer Volkspark

Am 15. März kann man im Botanischen Volkspark bei einem geführten Spaziergang Wildkräuter kennenlernen.
Am 15. März kann man im Botanischen Volkspark bei einem geführten Spaziergang Wildkräuter kennenlernen. Foto: imago/tagesspiegel

Aus einem 1909 vom Stadtgartendirektor Albert Brodersen angelegten Schulgarten entwickelte sich eine Botanische Anlage mit Wasser- und Steingärten, Staudenbeeten und altem Baumbestand. Hauptattraktion ist die Blüte der „Königin der Nacht“. Und der Eintritt ist mit 1 Euro (ab 15 Jahren, darunter frei) auch ziemlich human. Am 15. März findet ein geführter „Wildpflanzenspaziergang“ statt. Anschließend kann jeder sein eigenes Kräutersalz herstellen.


Britzer Garten

Blumenmeere und endlose, saftig-grüne Wiesen: Das hat der Britzer Garten zu bieten.
Blumenmeere und endlose, saftig-grüne Wiesen: Das hat der Britzer Garten zu bieten. Foto: imago/PEMAX

Das einstige, mit einem See versehene Gelände der Berliner Bundesgartenschau von 1985 hat sich zu einem veritablen Park gemausert. Vor allem Eltern von Kleinkindern schätzen es sehr, dass im Britzer Garten weder Fahrradfahren erlaubt ist noch Hunde ausgeführt werden dürfen.

So kann der Nachwuchs ungestört auf den topgepflegten, saftig-grünen Wiesen tollen und auf den Wegen gefahrlos verträumt die Blumenmeere betrachten. Außerdem lockt eine riesige Spiellandschaft mit – im Sommer – Wasserspielanlage und einem Lehmdorf. Schafe, Ziegen und Esel grasen auf Weiden und im Freilandlabor kommen kleine Naturforscher auf ihre Kosten. Erwachsene zahlen 2 Euro, Kinder bis 14 Jahren 1 Euro Eintritt.


Bürgerpark Marzahn

Der Bürgerpark Marzahn bildet den grünen Mittelpunkt des Wohngebietes. Er ist nicht nur einer der größten Parks von Marzahn-Hellersdorf, sondern auch der vielleicht schönste. Eingebettet zwischen den Silhouetten der Häuserzeilen, ist der Park eine gelungene Mischung aus Parklandschaft, Freizeit- und Erholungsstätte. Die beiden Teiche, zwei großzügige Liegewiesen, ein Kinderspielplatz, eine Vielzahl von Wegen, großzügige Busch- und Baumflächen, weitläufige Beetflächen, das Kinderbad „Platsch“ sowie ein schön gestaltetes Klinker-Blumenrondell bilden ein harmonisches Miteinander.


Bürgerpark Pankow

Der Bürgerpark Pankow darf in der Liste schöner Parks in Berlin nicht fehlen.
Der Bürgerpark Pankow darf in der Liste schöner Parks in Berlin nicht fehlen. Foto: imago/Schöning

Das Wahrzeichen des Bürgerparks Pankow: das eindrucksvolle Eingangs­portal. Auf der großen Wiese ist die friedliche Ko­exis­tenz der diversen Pankower Lebens­entwürfe zu besichtigen. Die Bergziegen im Gehege können auch mit zwei künst­lichen Hügeln prima leben. Und beim liebevoll bewirtschaf­teten Café Rosenstein mittendrin müssen sie einen begabten Kreide­zeichner für ihre Menü-Tafeln haben. Der Bürgerpark Pankow: Zwischen Rosengarten und Kinderbauernhof Pinke Panke immer eine Reise wert.


Freizeitpark Marienfelde

Der Freizeitpark Marienfelde ist die Heimat für viele seltene, teils sogar gefährdete Tiere und Pflanzen.
Der Freizeitpark Marienfelde ist die Heimat für viele seltene, teils sogar gefährdete Tiere und Pflanzen. Foto: imago/Sven Lambert

Dass der hügelige Freizeitpark Marienfelde früher mal eine Müllkippe war, davon ist heute nichts mehr zu sehen. Beliebt ist das Gelände vor allem bei Skatern und Bikern – dank der großen Skate-Anlage im nördlichen Teil. Und wegen der Gipfel, die es zu erklimmen gilt – die höchste Erhebung misst immerhin 75 Meter.

Im Naturschutzpark können Besucher zahlreiche seltene, teils sogar gefährdete, Tiere und Pflanzen hautnah erleben. Beispiele sind Moorfrosch, Knoblauchkröte, Zauneidechse. Außerdem leben hier über 40 Brutvogelarten wie Pirol, Nachtigall, Teichrohrsänger,Turmfalke und Neuntöter.


Fritz-Schloss-Park

Nur 15 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt liegt der Fritz-Schloss-Park im Sportpark Poststadion. Interessanter­weise ist er sogar den meisten Mitte-Bewohnern unbekannt. Und das, obwohl er reichlich Platz für spontane Entspannung vom innerstädtischen Verkehrs- und Baulärm bietet. Es gibt Liege­wiesen zum Relaxen und Sonnen, und Familien können sich über drei Spielplätze, einen Fußballplatz und eine Minigolf­anlage freuen. Im oberen, hügeligen Teil des Parks befinden sich ein 1.000 Meter langer Rundweg für Läufer und diverse Fitnessgeräte für sportliche Übungen im Freien. Das gesamte Gelände ist von vier Seiten zu erreichen. Wer jedoch direkt zum Fritz-Schloss-Park möchte, sollte die Eingänge an der Seydlitz- oder Rathenower Straße ansteuern.


Gärten der Welt

In den Berliner Gärten der Welt gibt es internationale Gartenkunst  zu bewundern.
In den Berliner Gärten der Welt gibt es internationale Gartenkunst zu bewundern. Foto: imago/Schöning

Schöne Parks in Berlin gibt es viele – Die Gärten der Welt Berlin jedoch schicken Besucher*innen auf eine gärtnerische und geschichtliche Reise nach Bali, Japan, China, Korea, in den Orient und nach Europa. Während Eltern die asiatische Gartenbaukunst bewundern oder im italienischen Renaissance-Garten lustwandeln, irren Kinder mit Eis in der Schnute durch das Heckenlabyrinth oder toben auf den Spielplätzen herum. Die ganz mutigen Kids versuchen sich an die beiden Riesenschaukeln zu hängen oder erklimmen den angrenzenden, ca. 100 Meter hohen Kienberg. Für die IGA Berlin 2017 sind die Gärten der Welt auf 43 Hektar gewachsen.


Großer Tiergarten

Seit 2012 herrscht im schönen Tiergarten leider Grillverbot. Trotzdem ist der Tiergarten bei Berliner*innen beliebt.
Seit 2012 herrscht im schönen Tiergarten leider Grillverbot. Trotzdem ist der Tiergarten bei Berliner*innen beliebt. Foto: imago/Jürgen Heinrich

New York hat den Central Park, London den Hyde Park, Berlin den Tiergarten. Es gibt angeblich 2.500 Parks und park­ähnliche Grün­flächen in Berlin. Und es gibt den einen Berliner Park, der gar einem Bezirk den Namen gegeben hat. Darüber hinaus geht es dem Großen Tier­garten – der Kleine grünt drüben in Moabit – wie dem Ku’damm: Man kennt ihn oder meint ihn zu kennen. Und es gibt immer etwas zu entdecken. Großer Tiergarten: Reiher, Rosen und Ruhe-Oasen in der ältesten Parkanlage Berlins.


Hasenheide

Die Hasenheide hat ihr Schmuddel-Image abgelegt. In der großen Grünanlage lässt es sich wunderschön faulenzen, Sport treiben und picknicken.
Die Hasenheide hat ihr Schmuddel-Image abgelegt. In der großen Grünanlage lässt es sich wunderschön faulenzen, Sport treiben und picknicken. Foto: imago/Schöning

Ein schöner Park in Berlin – Jahrzehntelang war die Grün­anlage Hasenheide mit einem Schmuddel-Image behaftet, verschrien als vermeintlicher Proleten-­Treffpunkt, dazu Cannabis-Dealer, die hier ihren Geschäften nachgingen, und mitten­drin die kreischbunten Maientage. Aber seit ein paar Jahren haben sich der Park und das Publikum geändert. Seit der Görlitzer Park der Hasenheide in Sachen Drogenverkauf den Rang abgelaufen hat und Neukölln außerdem zum In-Bezirk avancierte, hat sich der 50 Hektar große Park zum grünen Magneten gemausert.

Wo vor fast 350 Jahren der Kurfürst auf Hasenjagd ging, trifft sich heute die Neuköllner Nachbarschaft zum Bummeln, Faulenzen, Sporttreiben und Picknicken. Kinder tummeln sich auf den Spielplätzen oder auf der Minigolfanlage. Beliebt ist die Hasenheide insbesondere unter Freizeitkickern, da es viele Freiflächen zum Bolzen gibt. Im den Sommermonaten findet ein Freiluftkino mit beachtlichem Angebot statt und wer es lieber bunt und lärmend mag, der kommt zu den traditionellen Neuköllner Maientagen – einem Rummel mit Wildwasserbahn, Riesenrad und jeder Menge Karussels.

Gerade im Vergleich zur windigen Ebene des angrenzenden Tempelhofer Felds bietet der Park jede Menge baumbeschattete Plätzchen an riesigen Liegewiesen. Die eignen sich auch vortrefflich zum Frisbee- oder Federball­spielen.


Humboldthain

Der Rosengarten im Humboldthain fotografiert von dem Weg nach oben zum Flakturm. Foto: tipBerlin

Sobald die Sonne sich im Wedding blicken lässt, wird der Humboldthain, Berlins zweit­ältester Volkspark aus dem Jahr 1869, zum Treffpunkt. So picknickt hier die türkische Großfamilie neben der Studentengruppe, und unter Wasserpfeife rauchenden Jugendlichen entdeckt man den ein oder anderen zugezogenen Hipster.

Das Sommerbad Humboldthain zieht besonders junge Besucher an, während Yoga-Fans auf der großen Wiese in der Parkmitte Platz für ihren Sonnengruß finden und Romantiker sich etwas entfernt vom Trubel über einen idyllischen Parkteil mit Rosengarten, Brunnen und Skulpturen freuen. Mehr zum Volkspark Humboldthain: Tolle Aussichten und ein kleiner Waldspaziergang.


Am Insulaner

Ein Berliner Trümmerberg, dem man seine Herkunft nicht ansieht – das ist der Insulaner. 76 Meter ist der grün bewachsene Berg hoch. Den Aufstieg kann man von allen ­Seiten des Parks wagen. Oben angekommen, wartet die Wilhelm-Foerster-Sternwarte, von der aus man bis in die Krater des Mondes gucken kann.

Unten auf der Erde ist es aber auch nicht uninteressant: Die ­parallel zum Prellerweg verlaufende Liegewiese ist zwar die einzige im Park, hat aber eine Mini­golfanlage, ein Beach­volley­ball­feld und Spiel­möglichkeiten für Kinder – darunter eine Kletter­anlage – zu bieten. Obwohl die Wiese perfekt ist, um sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, ist sie im Sommer selten voll. Wahrscheinlich ist das Sommerbad gleich auf der anderen Seite des Trümmerbergs zu verlockend.


Körnerpark

Der Körnerpark ist eine grüne Oase in Neukölln. Der 2,5 Hektar große Park ähnelt einem barocken Schlosspark.
Der Körnerpark ist eine grüne Oase in Neukölln. Der 2,5 Hektar große Park ähnelt einem barocken Schlosspark. Foto: imago/Markus Heine

Wer schöne Parks in Berlin sucht, kommt am Körnerpark nicht vorbei. Der wunderschöne Park liegt nahe der lärmenden, schmutzigen Hermannstraße. Der 2,5 Hektar große Park ähnelt einem barocken Schlosspark. Kleine Wasserläufe, links und rechts der zentralen Grünfläche, Blumengärten, Palmen und eine Orangerie mit einer Galerie und einem Café. Das Zitronencafé im Orangerie-Gebäude ist nicht nur für den samstäglichen und sonntäglichen Brunch wärmstens zu empfehlen. Der große, mehrstufige Springbrunnen macht den lauschigen Stadtpark perfekt.


Mauerpark

Flohmarkt, Karaoke, Grünflächen zum Entspannen: Der Mauerpark zwischen Prenzlauer Berg und Wedding zieht Berliner*innen und Toruis gleichermaßen an.
Flohmarkt, Karaoke, Grünflächen zum Entspannen: Der Mauerpark zwischen Prenzlauer Berg und Wedding zieht Berliner*innen und Toruis gleichermaßen an. Foto: imago/Schöning

Zugegebenermaßen ist der Mauerpark nicht wirklich ein geeigneter Ort um zur Ruhe zu kommen. Dennoch hat der Grünstreifen entlang des ehemaligen Grenzstreifens Kultstatus. Das etwas schäbige Grün auf dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen Prenzlauer Berg und Wedding ist kein Park, sondern eine Location. Vor allem am Wochenende, wenn Kleinkünstler und Bands die Wiese bevölkern und auf dem Flohmarkt reges Treiben herrscht. Ein freier Ort, der Kreative und Musiker anlockt – der Mauerpark: heiß geliebt, innig gehasst.


Naturpark Marienfelde

Wer durch die künstlich angelegte Hügellandschaft des Naturparks Maienfelde läuft, flaniert über vier Millionen Kubikmeter Haushaltsmüll. Von 1950 bis 1981 lud die Mauer­stadt West-Berlin hier all ihren Müll ab. Vor gut 15 Jahren gab es eine Methan-Explosion und der Park wurde für vier Jahre geschlossen.

Heute sind die 40 Hektar für alle Besucher geöffnet, es gibt einen 1,5 Kilometer langen Natur­erlebnis­pfad und sogar Bergwiesen und einen Alpengipfel. Der liegt zwar nur in 77 Meter Höhe, bietet aber einen phänomenalen Blick über das südliche Berlin, von Schönefeld auf der östlichen Seite bis zum Grunewaldturm im Westen. Auf der nördlichen Seite des Parks liegt der Schattenteich, ein künstlich angelegtes Flachwasser, in dem sich Kröten, Libellen, Ringelnattern und Zaun­eidechsen tummeln.


Natur-Park Südgelände

Am 29. März wird im Natur-Park Südgelände mit einem Fest der Frühling 2020 begrüßt.
Am 29. März wird im Natur-Park Südgelände mit einem Fest der Frühling 2020 begrüßt.
Foto: imago/Götz Schleser

Der Begriff Natur-Park ist ebenso korrekt wie irreführend. Korrekt, weil sich auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs in 50 Jahren eine Natur­insel mit seltenen Tieren und Pflanzen gebildet hat, die man teilweise nur auf Stegen betreten darf. Irreführend, weil man eine Art Dschungel mit sagenhafter Tierwelt erwartet, es sich aber nur eine Ei­dechse und ein Schmetterling zeigen. Dafür gibt es Industrie-Relikte: den rostigen Wasserturm (mit Turmfalken), die alte Dampf­lok, die überwachsenen Gleise. Und Kultur: die Stahlkunst der Gruppe Odius (bisschen 80er-Jahre). Alles weitere Wissenswerte zum Natur-Park Südgelände.


Park am Gleisdreieck

Der Park am Gleisdreieck gehört zu den beliebtesten Parks in Berlin.
Der Park am Gleisdreieck gehört zu den beliebtesten Parks in Berlin. Foto: imago/Jochen Tack

Der Park am Gleis­dreieck befindet sich auf der jahrzehnte­lang umkämpften Brache zwischen dem Landwehrkanal im Norden und den Yorckbrücken im Süden. Hier ist für jeden etwas dabei: Skater rollen auf perfekt asphaltierten Rennstrecken, Kinder lernen im Natur­erfahrungs­raum den Geschmack von Holz und Matsch kennen, die Kleingärtner gärtnern klein und die Liegewiesen laden zum Entspannen ein. Dass es drei eigene Areale gibt, macht den Park am Gleisdreieck zum beliebten Grünflächen-Dreier.


Pfaueninsel

Die Pfaueninsel ist eine verwunschene Insel inmitten der Havel. Im Frühling lohnt sich ein Ausflug.
Die Pfaueninsel ist eine verwunschene Insel inmitten der Havel. Im Frühling lohnt sich ein Ausflug. Foto: imago/PEMAX

Mitten in der Havel liegt die circa 67 Hektar große Pfauen­insel. Wunderschön ist sie, sehr gediegen. Die Insel konnte sich ihre preußische Eleganz über die Jahrhunderte erhalten. Schon König Friedrich Wilhelm II. paddelte mit seiner Geliebten über den Fluss. Heute schippert die Fähre „Luise“ zum anderen Ufer.

Dort: Romantik pur. Unter schattigen Eichen führt ein Weg vorbei an Herren­häusern zur Voliere der farbenprächtigen Pfauen. Eines der Schmuckstücke der Insel ist das 1794 erbaute weiße Schloss mit den charakteristischen Türmen und der sie verbindenden Brücke. Die Hohenzollernresidenz aus dem 18. Jahrhundert thront über dem Park und gibt einen großartigen Blick aufs Wasser frei. Von hier aus kann man den Blick über die Havel bis nach Glienicke schweifen lassen.

Ebenfalls einen Besuch wert ist der Neue Garten, der weiße Ruinenbau der Meierei im Stile einer gotischen Kirche und der Wasservogelteich im Zentrum der Insel. Seit 1990 zählt die Pfaueninsel, zu Recht, zum Unesco-Weltkultur­erbe. Es wundert also nicht, dass strengere Regeln als in anderen Parks gelten. Rauchen ist verboten, genau wie Baden und das Verlassen der Wege. Wenigstens gibt es eine Liegewiese für Sonnenanbeter.


Preußenpark

Die Thaiwiese im Preussenpark verwandelt die Grünanlage in den schönen Monaten in eine riesige Freiluftküche.
Die Thaiwiese im Preussenpark verwandelt die Grünanlage in den schönen Monaten in eine riesige Freiluftküche. Foto: imago/Schöning

Der Wilmersdorfer Preußenpark wird unterschätzt. Hier gibt es keine Rosengärten, keine Spring­brunnen und erst recht kein könig­liches Schloss. Glanz und Gloria? Fehl­anzeige. In den schönen Monaten jedoch verwandelt sich der Park in eine geschäftige Freiluftküche. Wenn asiatische Köchinnen auf der Thaiwiese ihre Köstlichkeiten anbieten, wird das Gelände zu einem Meer aus Farben, Stimmen und Gerüchen.

Dann wird es eng vor den Bambusmatten, doch das Warten lohnt. Die Preise sind in Ordnung, aber keine Schnäppchen. Und wenn der leichte Rauchschleier sich lüftet, zeigt sich die Vielfalt der asiatischen Gerichte: Auf den Gaskochern brutzeln Hähnchenspieße, Currys und Fisch. Für Vegetarier ein Muss: der Papaya-Salat. Dazu lauwarmes Bier mit Blick auf zwei Büro­hochhäuser. Erinnert an Bangkok, ein bisschen zumindest.


Rudolph-Wilde-Park

Ein langgezogener Traum zwischen Schöneberg und Wilmersdorf: Der Rudolph-Wilde-Park hat viele schöne und romantische Plätze zu bieten.
Ein langgezogener Traum zwischen Schöneberg und Wilmersdorf: Der Rudolph-Wilde-Park hat viele schöne und romantische Plätze zu bieten. Foto: imago/Schöning

Der schmale, schöne Rudolph-Wilde-Park erstreckt sich auf ingesamt sieben Hektar zwischen der Schöneberger Martin-Luther-Straße und der Bezirksgrenze von Wilmersdorf. Die Carl-Zuckmayer-Brücke, auf der sich der U-Bahnhof Rathaus Schöneberg befindet sowie der Hirschbrunnen prägen das Bild des schönen Parks. Direkt vor der Brücke liegt der Ententeich, der von Trauerweiden gesäumt wird. Die baumbestandenen Wege werden gerne von Joggern genutzt. Im ganzen Park gibt es schöne Liegewiesen mit sonnigen und schattigeren Plätzen.


Schloss und Landschaftsgarten Glienicke

Prachtbauten und Lustgärten aus der Schinkelzeit sind in Klein-Glienicke zu einer weitläufigen, romantischen Anlage am Ufer des Jungfernsees gestaltet worden. Ausstellungen zur Geschichte der preußischen Hofgärtner sowie zur Potsdamer Gartenlandschaft befinden sich im Schloß.

Die Glienicker Brücke als Grenzübergang vor dem Parktor, auf der Spione ausgetauscht wurden, zählt zu den Symbolen des Kalten Krieges. Im Jahr 1990 wurde das Schloss Glienicke und der zugehörige Park als eines der „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“ in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.


Stadtpark Steglitz

Der Steglitzer Stadtpark hat romantische Teiche, eine schöne Liegewiese und eine Minigolfanlage zu bieten.
Der Steglitzer Stadtpark hat romantische Teiche, eine schöne Liegewiese und eine Minigolfanlage zu bieten. Foto: imago/Schöning

Hinter dem Steglitzer Damm erstreckt sich die grüne Oase des Bezirks, der Stadtpark Steglitz. Der große Hauptweg führt vorbei an einer Liegewiese mit Kirschbäumen, hin zum zentralen Rondell am Springbrunnen. Auf der Freiluftbühne finden im Sommer Konzerte statt, am gegenüberliegenden Rosengarten sitzt man ungestört mit Blick auf das Seerosenbecken.

Die leicht hügelige Parklandschaft mit Birken und Magnolienbäumen bietet kleine Nischen zum Entspannen und gemütlichen Beisammensitzen. Viele Bäume spenden ausreichend Schatten. Der Stadtpark Steglitz: Versteckte Teiche und ein Meer aus Rosen.


Tempelhofer Feld

Das Tempelhofer Feld ist ein Spielplatz für die ganze Stadt, das eine Atmosphäre der Freiheit, Kreativität und Inspiration versprüht. Die Berliner lieben ihr umkämpftes Feld und entwickeln immer neue Ideen. Gemüsebeete, Kiteboarden, Yoga, grillen: Das Tempelhofer Feld erfindet sich immer wieder neu. Wo früher Rosinenbomber landeten, starten heute Lenkdrachen. Landsurfer wehen mit dem Wind über den Asphalt, Kitesurfer wagen Luftsprünge. Der Park ist mit seiner sechs Kilometer langen Rundstrecke genial für Läufer und Fahrradfahrer. Wer lieber faulenzt, schaut in die Wolken und genießt die Stille. Wer braucht schon einen Garten, wenn er ein ganzes Flugfeld hat? Das Tempelhofer Feld – alles zum Spielplatz der Berliner.


Treptower Park

Die Spree fließt auch am Treptower Park vorbei. Hier finden sich viele lauschige Plätzchen zum Entspannen.
Die Spree fließt auch am Treptower Park vorbei. Hier finden sich viele lauschige Plätzchen zum Entspannen. Foto: imago/Schöning

Schön ist der Treptower Park mit seinen endlos grünen Wiesen und dem Rosengarten. In Wassernähe ist es immer ein bisschen voll – man kann von hier aus zu diversen Bootsfahrten auf der Spree starten oder einfach an der Uferpromenade flanieren – aber lässt man den gut besuchten Pier und die Hauptliege­wiese hinter sich, findet man in dem weitläufigen waldähnlichen Areal viele lauschige Plätzchen – etwa am Karpfenteich. Der versteckt sich hinter dem Sowjetischen Ehrenmal.

Wer einfach nur laufen will, folgt dem rund vier Kilometer langen Spreeuferweg – vorbei an der Traditions­gaststätte Zenner und der Insel der Jugend in Richtung Plänterwald. Den kann man zumindest im Frühjahr nicht verfehlen: immer dem würzigen Geruch des Bärlauchs hinterher. Hier modert hinter hohen Zäunen der still­gelegte Spreepark. Seit dem Rückkauf durch das Land Berlin kann man ihn leider nur noch von außen besichtigen. Aber es soll bald wieder Führungen geben. Derzeit sind die Dinos umgekippt und das Riesenrad dreht sich schaurig quietschend im Wind. Noch eine Facette des abwechslungsreichen Treptower Parks – zwischen Idylle am Spreeufer und Geschichte am Mahnmal.


Viktoriapark

Wunderschön auch, um auf dem Kreuzberg den Sonnenuntergang zu genießen: der Schöneberger Viktoriapark.
Wunderschön auch, um auf dem Kreuzberg den Sonnenuntergang zu genießen: der Schöneberger Viktoriapark. Foto: imago/Schöning

Ein Wasserfall – mitten in Berlin! So erleben auch Stadtkinder ein kleines bisschen Bergidylle. Nach einem Bummel auf der Bergmannstraße lassen sich hier herrlich die müden Füße kühlen. Oder man klettert auf den Kreuzberg und zeigt Nachwuchsberlinern oder Berlinbesuchern von dort oben die Stadt aus einer anderen Perspektive. Viktoriapark: Spektakulärer Wasserfall und ein Gebirge mitten in Berlin.


Volkspark Friedrichshain

Spielplätze, Schwanensee und das Café Schoenbrunn: Menschen aus ganz Berlin zieht es bei schönem Wetter in den Volkspark Friedrichshain.
Spielplätze, Schwanensee und das Café Schoenbrunn: Menschen aus ganz Berlin zieht es bei schönem Wetter in den Volkspark Friedrichshain. Foto: imago/Schöning

Zwischen Friedrichshain, Mitte und Prenzlauer Berg erstreckt sich das Areal des Volksparks Friedrichshain. Auf drei verschiedenen Spielplätzen und einem Bolzplatz können sich Kinder austoben, für die Großen gibt es Sportmöglichkeiten wie Tennis, Tischtennis, Beachvolleyball und eine Halfpipe zum Skaten. Sehen und gesehen werden lautet das Motto auf der Terrasse des Café Schoenbrunn. Mit Blick auf den Schwanensee trinkt dort ein junges Szenepublikum Latte Macchiato. Und kann gut erholt zur nächsten Erkundungstour starten: Natur, Sport, Kultur – es gibt noch viel zu entdecken im Volkspark Friedrichshain.


Volkspark Jungfernheide

146 Hektar Natur: Im Volkspark Jungfernheide kann man nicht nur joggen gehen, auf dem Jungfernheideteich ist auch Stand Up Paddling möglich. Foto: imago/F. Berger

Seine Einzigartigkeit verdankt der 146 Hektar große Volkspark Jungfernheide wohl in erster Linie dem Jungfernheideteich. Erst durch ihn ist die Idylle perfekt. Im Strandbad im Westen des zweitgrößten Parks der Stadt kann man den ganzen Tag verbringen und sich die Zeit nicht nur mit Schwimmen, sondern auch mit Beach­volleyball oder Stand-up-­Paddling vertreiben.

Die schier endlos wirkenden Wege in jedem Winkel des Parks sind ebenfalls ein Paradies für Sport­ler. Neben Wiesen zum Ausruhen, unter anderem vor dem 1927 errichteten Wasserturm, gibt es auch noch eine echte Sport-Attraktion: den Waldhochseilgarten Jungfernheide, in dem sich Anfänger und Könner in bis zu 17 Metern Höhe von Baum zu Baum hangeln.


Volkspark Mariendorf

Das Herz des Volksparks Mariendorf ist der schöne Blümelteich.
Das Herz des Volksparks Mariendorf ist der schöne Blümelteich. Foto: imago/Sven Lambert

Der Volkspark Mariendorf entstand zwischen 1923 und 1924. Er ist 13 Hektar groß und erstreckt sich zwischen dem Mariendorfer Damm, der Rixdorfer Straße und der Prühßstraße. In der Nähe des Mariendorfer Damms befindet sich der Blümelteich. 1938 wurde er als erster Modellsegelteich Berlins bekannt.

Der Volkspark Mariendorf bietet viele harmonisch angeordnete Sitzmöglichkeiten, Blumenbeete, Wiesen, einen Sommerblumen-, einen Rosen- und einen Azaleen- und Sumpfpflanzengarten. Der südöstliche Teil des Parks ist als Landschaftspark mit mehreren kleinen Pfuhlen angelegt.


Volkspark Rehberge

Lauschige Plätze zum Ausruhen, weitläufige Wiesen und ein eigenes Freiluftkino: Der Volkspark Rehberge in Wedding hat einiges zu bieten.
Lauschige Plätze zum Ausruhen, weitläufige Wiesen und ein eigenes Freiluftkino: Der Volkspark Rehberge in Wedding hat einiges zu bieten. Foto: imago/Jürgen Ritter

Im Volkspark Rehberge werden Träume wahr: Jogger und Radfahrer finden Wege zu Genüge. Kinder können sich auf den Spielplätzen austoben oder im Wildgehege Mufflons und Wildschweine beobachten. Und alle, die auf einer der weit­läufigen Wiesen ihr Buch ausgelesen haben, können danach noch das Freiluftkino Rehberge besuchen. Volkspark Rehberge: Seespaziergänge, Hirsche und Kultur in Wedding.


Wuhlheide

Perfekt für Ausflüge mit Kindern! Allein das im Volkspark Wuhlheide (städtisches Waldgebiet) gelegene Freizeit- und Erholungs­zentrum (FEZ) ist so groß, dass sich auch an Feiertagen die Kinder dort verlaufen. Dazu gehören verschiedene große Themenspielplätze, eine Theaterbühne, ein Hallenbad, ein Badesee, ein Kletterturm, die Halfpipe, der Ökogarten und so viel Ost-Flair wie das Sandmännchen.


Ausflüge sind weiterhin möglich. Neben Parks hat Berlin auch tolle Wälder und Forste für Spaziergänge zu bieten. Mit dem Fahrrad geht es auch nach Brandenburg. Diese 22 Fahrradläden helfen euch, euer Gefährt fit zu machen. Wer es gemütlicher mag: Zehn Wanderwege in und um Berlin.