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Parks in Berlin

Freizeitpark Marienfelde: Ein hügeliges Naturerholungsgebiet

Der Freizeitpark Marienfelde liegt an südlichen Stadtgrenze Berlins im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Es ist ein mehr als 40 Hektar großes Gelände, dass unter Naturschutz steht. 15 Hektar davon sind als Naturerlebnisgebiet angelegt und somit für Besucher zugänglich. Artenvielfalt und Artenerhaltung wird hier großgeschrieben. Neben zahlreichen Pflanzenarten sind hier auch verschiedenste Tiere zu finden. Teilweise handelt es sich um bedrohte Arten. Hier kann man bei seinem langen Spaziergang auch noch einiges über die Lebewesen des Parks lernen.

Blick über die Bäume des Naturschutzparks Marienfelde. Foto: Imago/F. Anthea Schaap

Geschichte: In den Jahren 1950 bis 1981 wurde auf dem Gelände um die vier Millionen Kubikmeter Hausmüll von den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR) abgelagert. Die Deponie wurde aber geschlossen, weswegen sie zuwuchs. Dabei entwickelte sich eine hohe Artenvielfalt, die das Gelände schließlich zu einem Freizeitpark werden ließ.

Der erste Teil des Parks wurde bereits im Juni 1980 eröffnet. Währenddessen wurde eine Anlage zur Gas-Abführung gebaut. Bis 1995 nutzte die benachbarte Schokoladenfabrik Stollwerck das abgefangene Methan, um Wärme zu erzeugen. Im Jahr 2001 wurde der Park für fünf Jahre aus Sicherheitsgründen geschlossen, da es eine Gas-Verpuffung gab. Dieses Gas soll von den sich zersetzenden Müllresten gekommen sein. Das war besonders für die Pflanzen schädlich, für den Menschen jedoch ungiftig.

Deswegen wurde ab 2001 auch die Auffanganlage erneuert und von 2004 bis 2005 eine Anlage zur Gaserfassung gebaut. 2005 wurde der Freizeitpark dann im September wieder geöffnet.

Naturerlebnisgebiet mit Naturschutzstation

Seit 2005 entwickelte sich dann das Naturerlebnisgebiet, in dem der Naturschutzbund Deutschland e. V. 2010 eine Naturschutzstation eröffnete, die bis 2016 geführt wurde. Diese war auch der Mittelpunkt des Gebietes. Außerdem hat der Park einige Erhebungen, die gerne von den Besuchern erklommen werden. Die höchste ist 75 Meter. Von dort aus kann man das Landschaftsschutzgebiet Diedersdorfer Heide und den Großbeerener Graben des Landkreises Teltow-Fläming sehen. Seit 2008 wurden wertvolle Biotope von Mitarbeiter*innen und ehrenamtlichen Helfer*innen entwickelt und neu angelegt.

Der Naturerlebnispfad im Freizeitpark Marienfelde und der Aussichtshügel. Foto: Imago/F. Anthea Schaap

Ein Highlight: Wer den Freizeitpark Marienfelde erkunden möchte, nutzt am besten den 1,5 Kilometer langen Naturerlebnispfad. Dieser wurde extra für Besucher angelegt. Mit Informationstafeln an neun Stationen können sich hier Interessierte über die Lebensräume im Park informieren. Dabei geht es bei dem Folienteich los und endet am Wechselkrötenteich.

Wissenswertes über den Freizeitpark Marienfelde

Diese Besonderheiten gibt es: Der Freizeitpark Marienfelde bietet als Naturschutzgebiet eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Bedrohte Tiere wie die Knoblauchkröte und der Moorfrosch haben sich den Park als Rückzugsort ausgewählt. Auch seltene Vogelarten wie Neuntöter, Pirol oder die Feldlerche haben hier ein Zuhause gefunden. Dazu sind viele der Pflanzenarten ebenfalls geschützt. An diesen Orten könnt ihr in Berlin auch toll Tiere beobachten.

Sportangebote: Angrenzend an den Park gibt es im Nord eine Anlage für Biker und Skater. Außerdem ist die Stecke entlang des Naturerlebnispfades super für einen ausgiebigen Spaziergang.

Öffnungszeiten: Der Park ist jederzeit kostenlos betretbar.

Hunde: Hunde müssen im Park angeleint werden.

Grillen: Euren Grill dürft ihr im Freizeitpark Marienfelde nicht auspacken.

Ein Spaziergänger im Freizeitpark Marienfelde mit Hund im Herbst. Foto: Imago/Sven Lambert

Wie komme ich zum Park:

S-Bahn-Linien:

  • S2

Buslinien:

  • 112, 277, X83

Adresse: Diedersdorfer Weg 12277 Berlin-Marienfelde.


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