Sehenswürdigkeiten

12 Sehenswürdigkeiten in Kreuzberg: Berlinische Galerie bis Markthalle IX

Kreuzberg ist als Bezirk schon eine Sehenswürdigkeit für sich. Sich in dem beliebten Stadtteil aufzuhalten macht alleine deshalb Spaß, weil der Bezirk fast immer belebt ist und man immerzu auf spannende, kreative und mitunter auch verrückte Menschen trifft. Aber Kreuzberg hat noch viel mehr zu bieten als das: besondere Galerien, skurrile Museen, einzigartige Parkanlagen und Markthallen, die zum Futtern und Entdecken einladen. Das sind 12 Sehenswürdigkeiten in Kreuzberg, die wir wärmstens empfehlen.


Der Checkpoint Charlie und das Mauermuseum

Der Checkpoint Charlie gehört zu den historischen Sehenswürdigkeiten in Kreuzberg. Er verband zu Zeiten der DDR den sowjetischen mit dem US-amerikanischen Sektor. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Zwischen 1961 und 1989 war der Checkpoint Charlie einer der Grenzübergänge durch die Berliner Mauer und verband den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg. West-Alliierte errichteten ihn infolge des Mauerbaus, um den Angehörigen ihres Militärpersonals weiterhin das Überschreiten der Sektorengrenzen zu ermöglichen. Dabei wurden diese registriert und belehrt. In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem das 1963 gegründete Mauermuseum, in dem Besucher:innen sich mit der Geschichte der Berliner Mauer auseinander setzen können.

  • Checkpoint Charlie Friedrichstraße 43-45 und Mauermuseum Friedrichstraße 43-45, tgl. 10-18 Uhr, Tel. 030 253 72 50, www.mauermuseum.de

Verführerische Feinkost gibt es in der Markthalle Neun und die Marheineke Martkhalle

Delikatessenhändler, Weinhändler und köstliche Mittagsangebote findet ihr in der Markthalle Neun. Ein Muss unter den Sehenswürdigkeiten in Kreuzberg. Foto: Imago/Eventpress

Besondere Blumenstände, Handgearbeitetes und lokale sowie internationale, frische Lebensmittel gibt es in der Markthalle IX. Hier kommt Genuss in kleinen Dosen, Fläschchen und Häppchen. Die ehemalige Eisenbahnmarkthalle ist ein geschichtliches Baudenkmal in Kreuzberg und gehört zu den drei letzten von ursprünglich vierzehn historischen Markthallen Berlins. Wegen ihrer Lage zwischen Pückler- und Eisenbahnstraße hat man sie in der Hauptstadt lange auch „Eisenbahnmarkthalle“ genannt.

Heute ist sie als Zentrum für Esskultur in Berlin und über Berlins Grenzen hinaus bekannt. Verlockend ist ein Besuch vor allem „Streetfood Thursday“, weil dann internationale Händer:innen ihre Spezialitäten anbieten, sodass man sich von Leckerbissen aller Welt verführen lassen kann. Neben allerlei Verkaufsständen, Wochenmärkten am Wochenende und wechselnden Sondermärkten, bietet die Halle Raum für Initiativen aus der Nachbarschaft und für Projekte rund um Themen wie Stadtentwicklung, Ernährung und Umwelt. Wer auf der Suche nach weiteren Markthallen in der Hauptstadt ist, kann hier weiterlesen.

Sehenswürdigkeiten in Kreuzberg sind mehr als Museen, Galerien und Co. Die Marheineke Markthalle wurde 1982 als Markthalle Nummer 11 von insgesamt vierzehn Markthallen eröffnet. Foto: Imago/Schöning

Eine französische Bäckerei, ein Asia-Imbiss und ein türkischer Feinkostladen sind nur einige der gastronomischen Angebote, mit der die Marheineke Markthalle ihre Besucher:innen lockt. Auch Käsetheken, Obst- und Gemüsehändler:innen, eine Metzgerei, Feinkost sowie einen Veganz-Supermarkt und weitere Feinkost-Stände gibt es zu entdecken. Wer nicht für einen Gaumenschmaus herkommt, kann den kleinen, liebevollen Spielzeughändler besuchen oder seiner Kleidung in der Änderungsschneiderei und im Waschsalon zu neuem Glanz verhelfen. Unsere Empfehlung: Lasst euch für einen kleinen Mittagstisch bei der vegetarisch-veganen Kantine „Die Kleine Aubergine“ nieder.


Der Görlitzer Park: Eine Berliner Sehenswürdigkeit unter freiem Himmel

Auf einer Fläche von 14 Hektar bietet der Görlitzer Park weitläufige Liegewiesen und verschiedene Sport- und Spielplätze. Foto: Imago/Emmanuele Contini

Zwischen Lausitzer Platz und Landwehrkanal befindet sich eine weitläufige Grünanlage, die nicht nur als Erholungsanlage, sondern auch als Umschlagplatz für Drogen bekannt ist. Ist man nicht gerade mit einem Kind unter 10 Jahren unterwegs, wird man beim Spazieren ungefragt angequatscht, ob man nicht was braucht oder ob man, welchem Geschlecht man auch angehört, vielleicht ein Schwätzchen an der Seite abhalten möchte. Unser Tipp: Einfach ignorieren. Die Dealer hier sind zumeist harmlos.

Sobald man aber ein idyllisches, grünes Fleckchen entdeckt hat, kann man sich entspannt niederlassen und die besondere Parkatmosphäre genießen. Was aber macht den Görlitzer besonders? Hier kann man den Anblick verrückter, talentierter und witziger Menschen genießen. Tatsächlich kommen hier viele kreative Menschen zusammen. Die einen machen am Gehweg Musik, andere praktizieren Yoga. Und manche schwingen ihre Hula-Hoop-Reifen zum Takt elektronischer Musk durch die Luft. Zur Parkanlage gehören außerdem ein Kinderbauernhof sowie reichlich Sportanlagen und zwei Wiesen, auf denen Grillen gestattet ist. Wer mehr über den Görlitzer Park erfahren möchte, kann hier weiterlesen.


Die Admiralbrücke: Sonnenuntergänge und idyllische Feierabendstimmung

Auf der Admiralbrücke Hocken hier zu viele Menschen, findet man keinen Platz mehr. Jedoch ist der AnblcFoto: Imago/Westend61

Auf der Admiralbrücke kommen in den Feierabendstunden und am Wochenende zu jeder Tageszeit viele Menschen zusammen, die sich auf den steinernen Pollern des breiten Gehwegs niederlassen, um die Berliner Stadtidylle zu genießen. Oftmals wird die Brücke von Musker:innen bespielt. Mal sind die Konzerte gegen Spende und für die Freude am Musizieren beeindruckend, mal weniger lieblich für die Ohren. Jedenfalls ist die Admiralbrücke durch und durch ein Hotspot für Menschen in der Hauptstadt, weil man hier auch die letzten Strahlen der Sonne noch abbekommt und ihr ganz aufmerksam dabei zusehen kann, wie ihre Strahlen im Wasser glitzern, bis sie sich irgendwann gänzlich verabschiedet. 12 historische, schöne und nützliche Brücken in Berlin stellen wir euch hier vor.


Der Viktoriapark: Ein Wasserfall auf dem höchsten Berg der Berliner Innenstadt

Kleiner Höhenflug gefällig? Wie wäre es mit einem Ausflug auf die Aussichtsplattform des Kreuzbergs? Foto: Imago/Schöning

Der höchste Berg der Berliner Innenstadt hat dem Berliner Ortsteil seinen Namen verliehen: Der Kreuzberg. Auf und um ihn herum befindet sich ein grüner Erholungspark samt idyllischem Wasserfall. Auf seinem Gipfel kann man bei Gutwetter weit über die Stadt blicken. Inmitten der runden Plattform auf dem Gipfel befindet sich zudem das Nationaldenkmal der Befreiungskriege. Ein Ort mitten in der Stadt, der uns ein Stück Naturlandschaft näher bringt und uns auf verschlungenen Pfaden in Richtung Aussichtsplattform führt. Oben angelangt, darf erst mal Höhenluft geschnuppert und dann die Aussicht genossen werden. Mehr über den Vikotriapark erfahrt ihr hier.


Berlinische Galerie: In Berlin entstandene Werke von 1870 bis heute

Die Berlinische Galerie wurde 1975 eröffnet und verführt bereits vor Betreten der Ausstellungsräume durch ihre ikonischen, gelben Buchstaben auf dem Boden vor dem Eingangsbereich. Foto: Carolin Weinkopf

Die Berlinische Galerie verfügt über eine interdisziplinär aufgestellte Sammlung. Werke aus Fotografie, Zeichnung, Architektur und Bildende Kunst verbergen sich hinter den Eingangstüren der Galerie, die in Berlin entstandene Kunst von 1870 bis heute sammelt. In der Dauerausstellung „Kunst in Berlin 1880-1980″ spiegeln rund 250 Werke die Kunstgeschichte Berlins in den 100 Jahren wieder. Thematisiert werden die Entwicklung der großbürgerlichen Malerei der Kaiserzeit über den Expressionismus bis hin zur Heftigen Malerei der 1970er Jahre. Darüber hinaus werden in dem Museum für moderne Kunst regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen gezeigt.


Das Kottbusser Tor: Endlose Eindrücke in das Kreuzberger Kiezleben

Das Kottbusser Tor ist bekannt für seine Vielseitigkeit. Durch die viele Impressionen, ist der Kotti eine Sehenswürdigkeit für sich. Foto: Imago/Joko

Das Kottbusser Tor ist ein zentraler Hotspot in Kreuzberg. Wegen der endlosen Eindrücke, mit denen man an diesem Ort konfrontiert ist, könnte man den Kotti auch als eine Art Museum unter freiem Himmel bezeichnen. Sonderbare Gerüche, hippe Straßencafés und aufdringliche Dealer in der Nähe jedes U-Bahn-Ausgangs treffen auf angesagte Bars und einladende, internationale Restaurants und Imbisse. Vier verschiedene Straßen münden vom Kotti aus in vier verschiedene Viertel, in denen sich das Kreuzberger Kiezleben abspielt. Wer mehr über das Kottbusser Tor, seine Geschichte und seine gegenwärtige Situation erfahren möchte, kann hier weiterlesen.


Die Oberbaumbrücke verbindet Friedrichshain und Kreuzberg über die Spree

Die Oberbaumbrücke wurde 1896 fertigstellt. Ab 1902 fuhr hier die erste U-Bahn-Strecke Berlins: die U1. Foto: Imago/Westend61

Die Oberbaumbrücke ist Weitblick-Plattform, Szene-Hotspot und Touri-Attraktion in einem und bildet das Wahrzeichen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Sie ist nicht irgendeine Brücke in Berlin. Sie wurde zerstört und wieder aufgebaut und konnte eine lange Zeit ihre Bestimmung nicht erfüllen: Menschen über das Wasser bringen. Die Brücke ist eine Verbindung zwischen Ost und West und damit Symbol einer ehemals geteilten und wieder zusammengewachsenen Stadt. Auf der Ostseite in Richtung Elsenbrücke und Molecule Man, läuft man unterhalb eines Arkadengangs hindurch. Auf ihm fahren die U-Bahnlinien der U1 und U3. Überquert man die Brücke auf der anderen Seite, blickt man in Richtung Schillingbrücke auf die East-Side Gallery und genießt den idyllischen Panoramablick auf das Wasser und die Skyline.


Jüdisches Museum Berlin: 1700 Jahre alte deutsch-jüdische Geschichte

Das Jüdische Museum Berlin ist eine der bedeutendsten und eindrücklichsten Sehenswürdigkeiten in Kreuzberg, weil es über die deutsch-jüdische Geschichte informiert und das größte jüdische Museum Europas ist. Foto: Imago/Schöning

Das Jüdische Museum Berlin ist das größte jüdische Museum Europas. Nach einem zweijährigen Umbau eröffnete im August 2020 die Dauerausstellung Jüdische Geschichte und Gegenwart. Besucher:innen können sich einen Überblick über die 1700 Jahre alte deutsch-jüdische Geschichte und Kultur verschaffen. Zudem werden die Höhe- und Tiefpunkte der Beziehung zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Menschen in Deutschland beleuchtet.

Kinder können in der Kinderwelt des Jüdischen Museums spielerisch von der Geschichte der Arche Noah lernen. Zu dem Museum gehören außerdem ein Archiv, eine Bibliothek und die W. Michal Blumenthal Akademie. Blumenthal war von 1977 bis 1979 Finanzminister der Vereinigten Staaten und von 1997 bis 2014 Direktor des Jüdischen Museums Berlin. Wer von Museen nicht genug kriegt, sollte einen Blick auf unsere Liste mit 12 Museen legen, die immer einen Besuch wert sind.

  • Jüdisches Museum Berlin Lindenstraße 9-14, Mo-So 10-19 Uhr, Tel. 030 259 933 00, www.jmberlin.de

König Galerie: Graue Fassade, inspirierende Ausstellungsräume

Die König Galerie befindet sich seit 2015 im ehemaligen Gebäude der At. Agnes Kirche, die in den 1960er Jahren erbaut wurde. Foto: Imago/Schöning

Betrachtet man das Gebäude der ehemaligen brutalistischen Kirche von außen, rechnet man gar nicht damit, wie schön Kunst in den weitläufigen, hellen Innenräumen in Szene gesetzt wird. Immer wechselnde Ausstellungen zeigen die Arbeiten von Künstler:innen, die entweder international aufstreben oder sich in der Kunstwelt schon längst einen Namen gemacht haben. Johann König, der die Galerie 2002 gründete, eröffnete 2017 in London und 2019 auch in Japan Galerien. Das Ausstellungshaus verfügt sogar über eine eigene König Galerie App und König selbst spricht seinen eigenen Podcast „Was mit Kunst“, der überall zu hören ist, wo es Podcasts gibt. Für Kunstbegeisterte und alle, die es werden wollen, haben wir eine Liste mit den besten Tipps für Ausstellungen in Berlin.

  • König Galerie Alexandrinenstraße 118-121, Di-Sa 10-18 Uhr, So 12-18 Uhr, Tel. 030 26 10 30 80, www.koeniggalerie.com

Deutsches Technikmuseum: Die Geschichte zwischen Mensch und Technik

Unter dem Motto „Für Entdecker:innen“ können Interessierte Informatives über die technische Geschichte Berlins und Deutschlands erfahren. Das Museum ist eine der Sehenswürdigkeiten in Kreuzberg, die Technikbegeisterte nicht missen sollten. Foto: Imago/Jürgen Ritter

1983 eröffnete das Technikmuseum als Museum für Verkehr und Technik. Erst 1996 erhielt es seinen heutigen Namen und versteht sich heute als Nachfolger verschiedener technischer Museen, die es vor dem Zweiten Weltkrieg in Berlin gegeben hat. Seinen Standort hat es auf dem historischen Gelände des Verkehrsknotenpunktes Gleisdreck und des Anhalter Bahnhofs. Auf einer Fläche von insgesamt 26.500 Quadratmetern vermittelt die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin auf lebendige Weise Technikgeschichte sowie die Freude am Experimentieren.

  • Deutsches Technikmuseum Trebbiner Straße 9, Di-Fr 9-17.30 Uhr, Sa-So 10-18 Uhr, Tel. 030 902 540, www.technikmuseum.berlin

Lust auf mehr Berlin?

Von Kunst, Kultur und Sehenswürdigkeiten in Berlin kriegt nicht genug? Probiert doch mal kostenlose Stadtführungen, bei denen ihr auf Spendenbasis mehr über die Stadt erfahrt und spannende Orte kennenlernt. Wer sich für Architektur interessiert, kann in unserer Liste mit 12 West-Berliner Gebäuden aus den Jahren von 1945 bis 1990 weiterlesen. Und alle, die zwar Sehenswürdigkeiten sowie Berlins Geschichte und Kulturinstitutionen interessant finden, sich innerlich aber auch mal gerne über nervige Tourist:innen aufregen: wir verstehen euch. Das sind 12 Dinge, mit denen Touris in Berlin allen auf die Nerven gehen.

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