Fast Food

Currywurst in Berlin: 12 Buden für würzigen Genuss

Die Currywurst gehört zu Berlin, so wie Brandenburger Tor, Berghain und Fernsehturm. Die Brat- oder Brühwurst, mit oder ohne Darm, wird in eine tomatigen Sauce samt Currypulver zum Tunken und in Stücke geschnitten auf einem Pappteller serviert. Fertig ist das Berliner Fast-Food-Gericht Nummer Eins! Dazu noch „Pommes Schranke“ (mit Ketchup und Mayo) und ein Kaltgetränk, mehr zum Glück braucht es nicht.

Currywurst in Berlin
Currywurst mit Pommes. Foto: Imago/Schöning

Die Currywurst wurde in Berlin erfunden, von der Charlottenburger Imbissbetreiberin Herta Heuwer, die 1949 in ihrer Bude an der Kantstraße, Ecke Kaiser-Friedrichstaße erstmals die würzige Köstlichkeit angeboten hat. Wir haben 12 Currywurst-Imbisse herausgesucht, die sich der Berliner Currywurst-Tradition verpflichtet fühlen. Guten Appetit!


Konnopke’s Imbiß

Currywurst in Berlin: Konnopke's Imbiß.
Konnopke’s Imbiß. Foto: Imago/Stefan Zeitz

Der Klassiker unter den Currywurst-Buden in Berlin. Konnopke’s Imbiß muss als „Legende“ bezeichnet werden, die Institution zieht Berliner, Touristen und Prominente gleichermaßen an. Hier brutzelt seit 1960 die Currywurst, zubereitet nach altem Geheimrezept. Der alte Imbiss wurde zwar abgerissen, doch der Neubau orientiert sich stilistisch an den Sechzigern. Längst gehören aber auch vegane und vegetarische Currywürste zum Angebot.

  • Konnopke’s Imbiß, Schönhauser Allee 44b, Prenzlauer Berg, Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa 12-18 Uhr, www.konnopke-imbiss.de

Curry 36

Currywurst in Berlin: Curry 36, Mehringdamm, Kreuzberg.
Curry 36, Mehringdamm, Kreuzberg. Foto: Imago/Schöning

Den Titel der besten, legendärsten und wichtigsten Currywurst-Bude in Berlin muss sich Konnopke mit Curry 36 teilen. Am Mehringdamm in Kreuzberg stehen bis tief in die Nacht die Leute und mischen sich mit der Meute, die bei Mustafa für den Gemüsekebap ansteht. Eine Currywurst bei Curry 36 in Kreuzberg ist nicht nur lecker, sondern auch ein soziales Erlebnis! Die anderen Standorte sind da weniger interessant.

  • Curry 36, Mehringdamm 36, Kreuzberg, tgl. 8-5 Uhr; Hardenbergplatz 9, Charlottenburg, tgl. 8-5 Uhr; Hauptbahnhof, Mitte, tgl. 8-0 Uhr, auf Facebook Curry36

Berliner Currywurst

Currywurst in Berlin: Berliner Currywurst.
Berliner Currywurst. Foto: Imago/Kraft

Wer in Mitte unterwegs ist und die Kunstsammlungen auf der Museumsinsel besucht, kann sich an der Bude unter den Gleisen direkt am Pergamonmuseum mit einer klassischen Currywurst versorgen. Vielleicht eher ein Tipp für Berlinbesucher, trotzdem gut!

  • Berliner Currywurst, Unter der S-Bahn Brücke am Pergamonmuseum, Mitte

Zum Würfel II

Currywurst in Berlin: Zum Würfel II.
Zum Würfel II. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Hier kommen zwei Berliner Originale zusammen. Die Currywurst und Frank Zander. Der Sänger und Entertainer, der auch die Hertha-Hymne singt und Berliner Eckkneipen rettet, hat sich für den Reinickendorfer Imbiss Zum Würfel II eingesetzt. Zander ist sogar Mitbetreiber und hat an der Entwicklung der Sauce mitgewirkt. Man kommt nicht oft in die abgelegene Ecke in Reinickendorf, wer es aber schafft, bekommt eine gute Portion Berliner Currywurst-Seele gratis dazu.


Curry & Chili

Currywurst in Berlin: Curry & Chili.
Curry & Chili. Foto: Imago/Schöning

Currywurst in Wedding? Dann ist Curry & Chili die richtige Adresse. An der Ecke Osloer Straße und Prinzenalle residiert die heiße Bude, in der die Wurst etwas schärfer gewürzt wird als anderswo. „Berlins schärfster Imbiss“ steht drüber und „Hier dürfen Männer noch weinen“. Markige Sprüche gehören zum Wursterlebnis dazu. Aber man geht mit der Zeit, es gibt auch fleischlose Alternativen.


Curry Wolf

Currywurst in Berlin: Curry Wolf.
Curry Wolf in Lichtenrade. Foto: Imago/Schöning

Gleich an vier Berliner Standorten bietet Curry Wolf eine Currywurst mit einer Sauce an, die süchtig machen soll. Folgerichtig heißt diese „Opium“. Wer den Genuss mit nach Hause nehmen will, kann sich die Currywurst im Glas besorgen. Ein schönes Souvenier für Nicht-Berliner!

  • Curry Wolf, Unter den Linden 77, Mitte, Mo-Sa 9-22 Uhr, So 11-22 Uhr; Rankestraße/Ku’Damm, Charlottenburg, Mo-Sa 9-22 Uhr, So 11-22 Uhr; Rehagener Straße/ Ecke Bahnhofstraße, Lichtenrade, Mo-Fr 10-20 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr; Schloßstraße 17a, Steglitz, Mo-Sa 10-20 Uhr, www.curry-wolf.de

Witty’s Imbiss

Witty's.
Witty’s. Foto: Imago/Schöning

Bio und gesund, das ist das Markenzeichen von Witty’s Imbiss, der an drei Standorten die Currywurstkultur auf eine neue Ebene hebt. Alle Würste und auch die Beilagen werden in Bio-Qualität angeboten. Auch die Bouletten im Brötchen sind hervorragend, oder die knackigen Wiener. Und wer es exotisch mag, lässt sich die Saté (Erdnusssauce) geben.

  • Witty’s Imbiss, Wittenbergplatz, Schöneberg, Mo-Sa 10-0 Uhr, So 11-0 Uhr; Friedrichstraße (unter der S-Bahn-Brücke) Mitte, Mo-Do 11-23.30, Fr+Sa 11-0 Uhr, So 11-21 Uhr; Witty’s am Flughafen Schönefeld (SXF), tgl. 10-21 Uhr, www.wittys-berlin.de

Zur Bratpfanne

Zur Bratpfanne.
Zur Bratpfanne. Foto: Imago/Joko

Seit 1949, der Ära der legendären Currywurst-Erfinderin Herta Heuwer also, wird in der Schloßstraße in Steglitz schnelles Essen aus der Fensterluke gereicht. Bouletten, Pommes und natürlich Currywürste in vielfacher Variation. Übrigens sagte Berlins ehemaliger Bürgermeister Ernst Reuter in der Anfangszeit der Bratpfanne den wegweisenden Satz: „Jetzt muß es wieder aufwärts gehen – wir haben ja wieder einen Wurstmaxe!“. Und biss in seine Bockwurst.

  • Zur Bratpfanne, Schloßstraße/Ecke Kieler Straße, Steglitz, Mo-Sa 10-0 Uhr, So 12-0 Uhr

Krasselt’s Currywurst

Krasselt's Currywurst.
Krasselt’s Currywurst. Foto: Imago/Schöning

Auch Krasselt’s Imbiss gibt es schon seit gut einem halben Jahrhundert, davor waren die Betreiber mit einem Verkaufsanhänger auf Märkten unterwegs. Man weiß also, was man macht. Noch 2003 hat der Imbiss bei einer Umfrage der „B.Z.“ den Titel der „Besten Currywurst Berlins“ bekommen. Das ist natürlich Geschmackssache, aber die Currywurst ist grandios und auch der Ketchup ist eine Liga für sich! “Der Ketchup schmeckt so jut, den ess‘ ick sojar mit’n Löffel“, so die Meinung eines zufriedenen Kunden.

  • Krasselt’s Currywurst, Steglitzer Damm 22, Steglitz, Mo 11-21 Uhr, Di-Sa 10-23 Uhr, So 12-21 Uhr, ab 22 Uhr „Nachtschwärmer“-Angebot, https://www.krasselts-berlin.de/

… what a wurst!

...what a wurst! Friedrichshain
…what a wurst! Foto: Imago/Winfried Rothermel

… what a wurst! an der Warschauer Brücke in Friedrichshain blickt auf keine jahrzehntelange Currywurst-Tradition zurück. Die Bude steht an den Toren zum RAW-Gelände und versorgt die Nachtschwärmer und Touristen mit solider Wurst. Wer zur späten Stunde und leicht angeschäkert aus der Bar oder dem Club torkelt, macht hier noch gern Station.

  • …what a wurst!, Warschauer Straße 54, Friedrichshain, Mo+Di 12-22 Uhr, Mi-So 12-5 Uhr, www.whatawurst.com

Hasenecke

Hasenecke
Hasenecke. Foto: Foto: Imago/Joko

Die Hasenecke ist durchaus umstritten, nicht alle mögen die Wurst, die aus dem wunderschönen Pavillon am Savignyplatz gereicht wird. Wir finden aber, dass die Atmosphäre hier vieles wettmacht. Es ist kultig, klein und urberlinerisch. So macht Currywurst Spaß und meckern können die Berliner sowieso ganz gut. Solide Alternative zu den vielen asiatischen Restaurants in der Kantstraße.

  • Hasenecke, Kantstraße/ Savignyplatz, Charlottenburg, Mo-Sa 11-20 Uhr

Die EsS-Bahn

Die EsS-Bahn.
Die EsS-Bahn. Foto: Imago/Stefan Zeitz

Ein Tipp für Touristen, die entweder ihren Berlinbesuch mit einer Currywurst beginnen oder beenden wollen. Die EsS-Bahn ist ein in einem alten S-Bahnwagen installierter Imbiss im Flughafen Tegel. „Berlins abgefahrenste Currywurst“ nennt sich das Konzept der Betreiber. Knackige Brötchen, krosse Wurst, gute Sauce und ein kühles Bier. Was will man mehr, wenn man auf einen Flug wartet? Da ist es gar nicht mehr so schlimm, dass Tegel noch ein paar Tage (Monate, Jahre) länger geöffnet blieb.


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Nicht nur für alle, die nach dem Fine Dining im Sternelokal noch Hunger haben: Das sind unsere liebsten Döner- und Kebapläden der Stadt. Türkische Küche „with a twist“ bietet Osmans Töchter in Charlottenburg. Berlin global: Ein Döner in New York. In Mitte zieht der Döner sein Hipsterkostüm an: Kebap with Attitude.

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