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Die fünf besten Brettspiele zum Englischlernen

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Sprachen lernt man am besten, wenn man Spaß dabei hat. Und besonders viel Spaß machen Brettspiele. Sie sind perfekt für einen Familien-Spieleabend oder das Treffen mit Freunden. Selbst Menschen mit geringen Sprachkenntnissen können bei unseren Spiel-Empfehlungen leicht mitmachen, denn sogar Muttersprachler*innen nehmen dafür oft ein Wörterbuch oder einen Notizblock zur Hand. Jürgen Green, Lehrer an der Novakid Online-Sprachschule, stellt die Spiele vor, die am meisten Spaß machen und gleichzeitig den Wortschatz schnell erweitern.

Warum sind Brettspiele auf Englisch so erfolgversprechend?

  • Sie machen einfach Spaß
    Bei Brettspielen verbringt man eine interessante und unterhaltsame Zeit – ganz ohne digitale Unterstützung. Momente, in denen man einfach nur Spiele und die Gesellschaft seiner Mitmenschen genießt, sind selten geworden in Zeiten von Social Media.
  • Der Wortschatz wird erheblich erweitert
    Das reine Auswendiglernen von neuen Wörtern wird den meisten Menschen schnell langweilig. Doch im Spiel merkt man sich die neuen Ausdrücke so leicht wie die Zeilen des Lieblingslieds. Und: Je mehr Wörter man kennt, desto höher werden die Gewinnchancen.
  • Wörter werden schneller verinnerlicht
    Es ist gar nicht so leicht, sich Fremdwörtern zu für immer zu merken, ohne die Sprache im Alltag zu verwenden. Doch Dank der Spiele wird das eigene Sprachwissen verbessert und vor allem verinnerlicht.
  • Die Angst vor Fehlern sinkt
    Viele Menschen haben Angst, mit Ausländern zu sprechen, selbst wenn sie Englisch in der Schule gelernt haben und es sogar auf hohem Niveau sprechen. Es ist die Angst vor Fehlern, die sie hemmt. Mit Hilfe von Spielen auf Englisch kommt man mit dieser Angst besser klar. Die Spielenden lernen, dass es ganz normal und nicht schlimm ist, ab und zu Fehler zu machen. 
  • Spielen fördert das logische Denken
    Durch Spiele auf Englisch lernt man zu analysieren, schnell zu denken und Verhaltensstrategien zu entwickeln. Diese Fähigkeiten nützen auch in vielen anderen Lebensbereichen.
  • Spielmöglichkeiten in großen Gruppen
    Spielen in großen Runden macht noch mehr Spaß als zu zweit oder zu dritt. Wer mit vielen Leuten spielt, sollte allerdings versuchen, Muttersprachler oder Englischlehrkräfte miteinzubeziehen.

Lifehacks für den Spieleabend

  • Immer Papier und Stift bereithalten, um Spielergebnisse, neue Wörter und Ausdrücke zu notieren.
  • Ein Wörterbuch nutzen. Auf diese Weise können schwierige Situationen im Spiel gelöst und für andere unbekannte Wörter nachgeschlagen werden.
  • Neue Wörter und Sätze im Online-Vokabelheft hinzufügen, etwa in Words oder WordBook.

Sämtliche vorgestellte Spiele wurden nicht speziell zum Englischlernen entwickelt, aber sie können wesentlich dazu beitragen, das eigene Sprachniveau zu verbessern. Versucht einfach nach dem Spiel, euer Wissen zu vertiefen, in dem ihr Online-Apps für das Wortschatztraining nutzt. Kombiniert die Spiele mit Offline- oder Online-Lerneinheiten. Und sucht euch im Idealfall einen Muttersprachler, der euch dabei helfen kann, die Sprache fließend zu sprechen.

Die fünf besten Spiele, um Englisch zu lernen und zu verbessern

Scrabble

• Niveau: ab Anfänger

• Anzahl der Spielenden: 2 – 4

• Dauer: ca. 60 Minuten

Mit diesem Spiel erweitert man seinen Wortschatz, lernt in kurzer Zeit die optimale Strategie zu finden und Anagramme zu erstellen. Das Wort Scrabble selbst bedeutet “nach etwas suchen“ oder „unleserlich schreiben“. Das Spiel basiert auf dem Prinzip von Kreuzworträtseln. Aufgabe ist es, Wörter aus den zugewiesenen Buchstaben zu bilden. Je mehr Buchstaben das Wort enthält, desto mehr Punkte gibt es. Es gewinnt jene Person, die die längsten Wörter verfasst, sie an der besten Stelle auf dem Spielbrett platziert und somit die meisten Punkte sammelt. Jeder Buchstabe im Spiel hat seinen eigenen Wert. Je häufiger ein Buchstabe vorkommt, desto weniger ist er wert. So ist der Buchstabe „A“ beispielsweise nur einen Punkt wert, „Q“, das nur in wenigen Worten vorkommt, hingegen zehn Punkte. Das Spiel ist zu Ende, wenn die erste Person alle ihr zugewiesenen Buchstaben verwendet hat oder niemand mehr ein Wort bilden kann. Während des Spiels sollte man die Punkte genau mitzählen und auf möglicherweise falsche oder erfundene Wörter der Mitspielenden achten.

Scrabble-Varianten:

  • Es ist möglich, dem Spiel ein bestimmtes Thema zu geben. Geburtstag, Neujahr, Sport oder Kunst – wer ein Wort zu dem vorab festgelegten Thema findet, erhält 5 Punkte zusätzlich. Es macht viel Spaß, gemeinsam herauszufinden, ob die Begriffe tatsächlich existieren oder zu diskutieren, ob die Wörter wirklich zum Thema passen.
  • Wer mit Kindern oder Lernanfänger*innen spielt, sollte die Variante “Scrabble Junior” wählen. Damit lernt man ganz einfach das englische Alphabet und die einfachsten Wörter.

Taboo

• Niveau: ab Mittelstufe

• Anzahl der Spielenden: 4 – 7

• Dauer: 45 – 70 Minuten

Dieses sehr unterhaltsame Spiel hilft, fließend Englisch sprechen zu lernen und fördert die Denkgeschwindigkeit und Fantasie. In nur einer Minute muss man seinen Mitspielenden ein Wort erklären, ohne die Wörter aus einer vorgegebenen Liste zu benutzen. So müssen beispielsweise bei der Beschreibung des Begriffs „cinema“ Hinweise wie „film“, „time“ oder „popcorn“ vermieden werden. Ziel des Spiels ist es, so viele Wörter wie möglich zu erraten und damit Karten zu sammeln. Je mehr Begriffe man in einer Minute erklären kann, desto mehr Punkte erhält das Team.

Taboo-Varianten:

  • Das Spiel kann vereinfacht werden, indem man eines der Tabuwörter als Ausnahme zulässt.
  • In einer anderen Varianten des Spiels dürfen Wörter nur mittels Liedern oder Gedichten erklärt werden.
  • Möglich ist es auch, Kartensätze mit Wörtern zu einem bestimmten Buchstaben oder zu interessanten Themen vorzubereiten oder aus dem Internet herunterzuladen.

Urban Myth

• Niveau: ab Mittelstufe

• Anzahl der Spieler: 2+

• Dauer: 45 – 60 Minuten

In diesem aufregenden Spiel müssen reale Fakten von modernen Mythen aus den Kategorien „Klassische Mythen“, “Prominente”, „Gesundheit“, „Verbrechen“ sowie „Natur und Geschäft“ unterschieden werden. Dieses Spiel ist ideal, um den eigenen Wortschatz und das Allgemeinwissen zu verbessern. So muss man beispielsweise erraten (oder wissen), ob Fledermäuse blind sind, wie viel der Gangster Al Capone pro Jahr verdient hat und ob Krokodile im Abwassersystem von New York leben. Ziel des Spiels ist es, die Wortkarten MYTH und TRUE zu sammeln.

Man Bites Dog

• Niveau: ab Mittelstufe

• Anzahl der Spielenden: 2 – 6

• Dauer: 15 – 20 Minuten

Wer erfindet die lustige Schlagzeile? Egal wie unglaubwürdig sie klingt, wichtig ist nur, dass sie in korrektem Englisch verfasst ist. So erweitert man den Wortschatz und kann gleichzeitig die Grammatikkenntnisse überprüfen. Jeder Mitspieler erhält acht Wortkarten, die alle unterschiedliche Werte haben. Mit bis zu fünf Wortkarten wird dann eine Schlagzeile gebildet, wie etwa “man bites dog”. Die Aufgabe der Spielenden ist es, eine Schlagzeile mit einer möglichst hohen Punktzahl zu verfassen. Es gewinnt, wer die meisten Punkten eingesammelt hat. Nicht vergessen: Das gleiche Wort kann gleichzeitig zu verschiedenen Wortarten gehören. So ist das Wort “love” zum Beispiel sowohl als Substantiv als auch als Verb einsetzbar.

Man Bites Dog Lifehack

  • Um sich neue Wörter im Spiel besser und schneller merken zu können, am besten die Übersetzung direkt auf die Spielkarten schreiben.

Sounds Like A Plan

• Niveau: ab Mittelstufe

• Anzahl der Spieler: 4 – 8

• Dauer: 30 Minuten

Dieses Spiel hilft, gebräuchliche Wörter und Ausdrücke in der englischen Sprache zu lernen und die eigene Denkgeschwindigkeit zu verbessern. Jede*r Spieler*in bekommt Karten aus den beiden Stapeln „Rat“ und „Aufgabenliste“. Ziel des Spiels ist es, den Rat aus den eigenen Karten zu bilden, der am besten zur Aufgabe passt. Die Aufgabenliste kann beispielsweise To-Do’s wie die Familienzusammenführung, den Betrieb eines Campingplatzes oder das Reiten eines Pferdes enthalten. Gute Ratschläge können zum Beispiel sein: das Gesetz lernen, sich beruhigen, eine Bestellung aufgeben, den Mund halten oder Aktien kaufen. Der Würfel bestimmt, welche Art von Rat es sein soll: der beste, der schlechteste, von der Großmutter oder von einem Kind. Wer mit der „To Do List“ -Karte dran ist, ordnet die vorgeschlagenen Spielerkarten von den relevantesten Ratschlägen bis zu den unpassendsten.

Fotos: Novakid