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„Thaipark“ in Wilmersdorf wieder offen: Infos zur Saison 2022

Die Saison 2022 läuft: Im „Thaipark“ werden Fans von thailändischer und anderer asiatischer Küche versorgt. Seit Ende Juli 2021 gibt es ein offizielles, mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf abgestimmtes Betriebskonzept. Zuvor hatte es immer wieder Beschwerden gegeben.

Der Preußenpark ist als „Thaipark“ über Berlins Grenzen hinaus bekannt – und soll nun zum Thai-Streetfoodmarket werden. Foto: Imago/Travel-Stock-Image

Insgesamt sind es 50 Stände, an denen offiziell Essen verkauft werden darf – bis Oktober hat die Thaiwiese freitags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Verkaufsstände, Workshops und andere Veranstaltungen seien Teil des Konzepts, teilt das Bezirksamt mit – hier wird das volle Potenzial pandemiebedingt erst später ausgeschöpft werden. Zum Start der Saison 2022 gab es noch keine Strom- und Wasserzufuhr.

„Thaipark“ offiziell in Betrieb: Das ist das Konzept

  • Mehr als 50 Streetfood-Stände dürfen auf einer Fläche im Norden der Wiese aufgebaut werden dürfen – die sollen mobil sein und außerhalb der Verkaufsphasen untergestellt werden. Die entsprechende Aufbereitung der Fläche soll knapp zwei Millionen Euro kosten.
  • Dafür sollte bis 2022 ein Gebäude, das auch Toiletten bietet und für weitere Dinge genutzt werden kann, entstehen – der Multifunktionsbau würde den Bezirk wohl 1,5 Millionen Euro kosten. Stehen tut er noch nicht
  • Das Bezirksamt will zudem Fördergelder des Bundes nutzen, um den Park generell attraktiver zu machen

Der „Thaipark“ in seiner früheren Form entstand aus wöchentlichen Treffen der thailändischen Community in Berlin. Was vor Jahren als Picknick begann, wandelte sich zu einem Markt: Bald fingen die Köch:innen an, ihre Speisen auch an andere zu verkaufen. Für kleines Geld gab es hier thailändische Hausmannskost, viele Berliner:innen schätzten den „Thaipark“ als Bereicherung der Gastrowelt Berlins.

Süßes und Saures und alles dazwischen: Im Thaipark, offiziell Preußenpark, gibt es allerlei thailändische Köstlichkeiten. Foto: Levkic

„Thaipark“ statt Preußenpark: Anwohner:innen störten sich an dem Riesenpicknick

Allerdings: Einige störten sich auch an dem regelrecht anarchisch wirkenden Food Market. Beschwerden von Anwohner:innen lauteten unter anderem: unkontrolliert, der Park werde zugemüllt, er könne kaum noch zur Entspannung genutzt werden – denn spätestens, seitdem die Thaiwiese in fast jedem Reiseführer stand, kamen regelmäßig Hunderte.

Auch gegen die neue Organisation gibt es Protest, unter anderem werden Unterschriften gesammelt von Menschen, die auch den Foodmarkt 2.0 nicht ertragen können. Einige sind schlicht gegen die viele Menschen, die deshalb anreisen. Andere, die Initiative „Netzwerk Grünzüge für Berlin“ sorgt sich weiterhin um die Parkgesundheit.

Gut was los – der Thaipark war in den Sommermonaten immer ein echter Anziehungspunkt. Allerdings gab es viel Kritik. Foto: Imago/Travel-Stock-Image

2020 hatte es verschieden Aussagen über die Zukunft des „Thaiparks“ gegeben. Köch:innen und Gäste hofften auf eine Einigung, die einen Fortbestand ermöglich. Nun hat das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf eine Entscheidung getroffen und den Thailändischen Verein, seit 1972 in Berlin tätig, mit der Umsetzung betraut. Geplant ist ein Betrieb von Freitag bis Sonntag.

Bürgermeister: Thailändische Gemeinschaft weiter bei Park-Nutzung eingebunden

Schön Pad Thai: Auf der Thaiwiese im Preußenpark gibt es ganz viele landestypische Gerichte. Foto: Lekvic

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann hatte bereits im November 2020 nach dem ersten Beschluss seine Freude geäußert, dass es mit dem „Thaipark“ vorangehe: „Ich freue mich, dass die thailändische Gemeinschaft auch zukünftig in den Betrieb des Thai-Streetfoodmarktes eingebunden sein und damit ein wichtiger Teil der Vielfalt und Kreativität unserer City West bleiben wird.“

Oliver Schruoffeneger, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, sagte: „Der Thai-Streetfoodmarkt soll in Zukunft mit deutlich geringeren Belastungen für das Wohnumfeld und nach dem „Zero-Waste-Prinzip“ durchgeführt werden. Wir etablieren ein Pfandsystem für Geschirr und haben das Ziel, Lebensmittelabfall zu reduzieren.“

Säfte, Obst, Haupt- und Nachspeisen: Die ganze Bandbreite der thailändischen Küche im „Thaipark“. Foto: Imago/Travel-Stock-Image

Müllproblem des „Thaiparks“ soll in den Griff bekommen werden

Oft waren Mülleimer völlig überfüllt, weitere Abfälle wurden einfach daneben gelagert oder teils einfach auf den Wiesen liegen gelassen. Neben der ausgewiesenen Verkaufsfläche soll es nun auch eine Lagermöglichkeit gegeben. Es sei laut Bezirksamt „der Bau von einem Multifunktionsgebäude am nördlichen Haupteingang des Parks geplant, in dem u.a. die mobilen Stände gelagert und weitere bezirkliche Angebote ermöglicht werden sollen.“


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