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Thailand in Berlin: Pad Thai, Kultur und Thai-Massagen

Lange weiße Sandstrände am türkisblauen Wasser, leckere Currys mit viel Kokosmilch, warme Temperaturen und ein entspannter Lebensstil – so weit die zauberhafte Vorstellung vom Leben in Thailand. Diesem Sehnsuchtsort könnt ihr aber auch in Berlin nachspüren, ohne die Fernreise antreten zu müssen. Wir haben uns in der Stadt umgeschaut und unsere Lieblingsorte gefunden, an denen wir uns wie in Chiang Mai, Koh Phangan oder Bangkok fühlen.


Muay Thai: Thaiboxen in Berlin ausprobieren

Muay Thai, Thaiboxen also, ist in Thailand eine sehr beliebte Kampfsportart, die sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt hat. Foto: Imago/Pond 5 Images

Muay Thai gilt als der Nationalsport schlechthin in Thailand. Ist man in Chiang Mai, Bangkok oder einer anderen thailändischen Stadt unterwegs, trifft man immer wieder auf Thai-Box Studios, in denen die Kampfsportler:innen miteinander trainieren. Einer Legende nach wurden die ersten Muay Thai Kämpfe 1560 bei einem königlichen Fest in Thailand bestritten. Über Jahrhunderte hinweg entwickelten sich die Thai-Box Techniken aus traditionellen Kampfkünsten Thailands. Auch heute noch wird vor jedem Kampf ein ritueller Tanz aufgeführt, der die Gegner verhexen und die Ringgeister wohlgesonnen stimmen soll. Im Kampf geht es dann mit Füßen, Händen, Knien und Ellbogen zur Sache. Was zunächst brutal klingt, ist eine immer beliebtere Art der Selbstverteidigung, die Kraft und Ausdauer trainiert und bei der gegenseitiger Respekt im Vordergrund steht. Muay Thai ist definitiv eine tolle Gelegenheit, um etwas über die thailändische Kultur zu lernen!

  • Wird in Berlin in vielen Kampfsport-Studios angeboten

Ein thailändisches Familienessen im Khao Taan

Im Khao Taan in Friedrichshain kommen authentische thailändische Speisen auf den Tisch. Foto: Khao Taan

Hier kommt thailändische Heimatküche auf den Tisch. Für faire 45 Euro pro Person bekommt ihr hier ein Sieben-Gänge-Menü: zum Beispiel Ingwersuppe mit roten Garnelen, gegrillter Fisch in Zitronengras, gerösteter Reis in Kokosmilch, hausgemachte Currypasten und typisch thailändische Desserts. Der Inhaber, der selbst in einer Bäckerfamilie in der Nähe von Bangkok aufgewachsen ist, hat das Kochen dank seiner Großmutter lieben gelernt. Der Name seines Restaurants „Khao Taan“ in Friedrichshain setzt sich aus dem thailändischen Wort „Khao“ (Reis) und „Taan“, dem Namen seiner Großmutter „Taan“ zusammen. Was wir übers Khao Taan geschrieben haben, lest ihr hier.

Übrigens: Wenn man in Thailand nach dem Wohlbefinden einer Person erkundigt, fragt man nicht „Wie geht es dir?“, sondern „Hast du schon Reis gegessen?“. Weitere thailändische Restaurants haben wir hier für euch.

  • Khao Taan Gryphiusstraße 10, Friedrichshain, Di–Sa 18–23 Uhr, Küche bis 22 Uhr, mehr Infos hier

Thailand in Berlin: Im Museum für Asiatische Kunst abtauchen

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Ansicht des Ausstellungsbereichs „Religiöse Kunst in Südostasien“ des Museums für Asiatische Kunst im Humboldt Forum. Foto: © Staatliche Museen zu Berlin / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Alexander Schippel

Im Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum finden sich zahlreiche Kunstsammlungen aus Süd-, Südost- und Zentralasien. Das Museum beherbergt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Kunstwerken aus südostasiatischen Ländern vom 4. Jahrtausend v. Chr. bis in die Gegenwart. Neben Exponaten Thailand sind hier auch buddhistische Werke aus Myanmar, Kambodscha oder Vietnam zu sehen. Zwischen Stein- und Bronzefiguren werden auch glasierte Tonreliefs sowie Grabfunde aus prähistorischer Zeit ausgestellt. Herzstück der Sammlung sind die weltweit einzigartigen zentralasiatischen Wandmalereien und Skulpturen vorwiegend aus buddhistischen Höhlentempeln. Weitere wichtige und sehenswerte Museen in Berlin findet ihr hier.

  • Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum Schloßplatz, Mitte, Mi-Mo 10.30-18.30 Uhr, Eintritt kostenlos, mehr Infos hier

In eine fernöstliche Welt entführt werden im Vabali Spa

Im Vabali kann man gefühlsmäßig in ein südostasiatisches Dorf abtauchen. Foto: Vabali Spa

Das Vabali ist ein wahrer Ort der Ruhe und Entspannung. Das Gefühl, sich fernab der Stadt zu befinden, wird bereits beim Betreten der Sauna-Oase vermittelt. Räucherstäbchen, Frangipani-Blüten und Buddha-Statuen stehen an jeder Ecke. Auch die Inneneinrichtung, die aus authentisch-balinesischen Materialien besteht, erinnert an ein kleines südostasiatisches Dorf. Zwischen Bambushecken und asiatischen Holzbauten kann man in zwei verschiedenen Pools, Warmwasserbecken und zehn verschiedenen Saunen entspannen. Wer sich zusätzlich noch ein bisschen extra Erholung gönnen möchte, kann eine thailändische Tempel-Massage oder eine ayurvedische Massage dazu buchen. Getoppt werden kann der gefühlsmäßige Kurzurlaub dann mit einem asiatischen Menü im gemütlich eingerichteten Restaurant. Spas, Thermen, Hamam: Mehr Berliner Wellness-Orte hier.

  • Vabali Spa Berlin Seydlitzstraße. 6, Moabit, Mo-So 9-24 Uhr, Tageskarte von Mo-Fr 41,50 Euro, am Wochenende und an Feiertagen 45,50 Euro, mehr Infos hier

Thailand in Berlin: Thai lernen in der VHS

Falls ihr gerade überlegt, einen Sprachkurs zu belegen, und euch nicht zwischen Spanisch, Englisch oder Französisch entscheiden könnt, dann denkt mal einen Moment darüber nach, wie cool es wäre, beim nächsten Thai-Park-Besuch oder im geplanten Thailand-Urlaub mit dem ein oder anderen Gespräch auf Thai zu glänzen! Klingt zunächst nach einer großen Herausforderung, aber tatsächlich hat Thai eine einfachere Grammatik als Deutsch, denn es muss weder konjugiert werden noch gibt es unterschiedliche Artikel. Die Volkshochschule in Mitte bietet verschiedene Kurse an, vom A1- bis B2/C1-Niveau – probiert’s mal aus – und chôhk dii (viel Erfolg)! Mehr über Berlins Volkshochschulen erfahrt ihr übrigens hier bei uns.

  • Volkshochschule Berlin verschiedene Orte, Website

Thailändische traditionelle Naturheilkunde im Thai Silk Massage & Spa erleben

Bei einer traditionellen Thai-Massage kann der Geist zur Ruhe kommen, während die Muskeln mit leichtem Druck gelockert werden. Foto: Imago/Pond 5 Images

Ihr sehnt euch gerade nach einer wunderbaren Massage wie auf Koh Phangan? Dann gönnt euch einen Besuch im Berliner Thai Silk Massage & Spa! Es riecht nach duftenden Ölen, und hier und da entdeckt man authentische thailändische Wanddekorationen. Die Mitarbeiter:innen können auf langjährige Erfahrung zurückgreifen. Man merkt schnell: Hier ist es wirklich allen wichtig, dass man sich wohlfühlt und entspannen kann. Besonders schön ist eine traditionelle Thai-Massage. Dabei werden die Muskeln gelockert, während der Geist zur Ruhe kommt. In der Lehre der Thaimassage korrespondiert der Druck auf bestimmte Energielinien mit der heilenden Wirkung der sanften Massage. Einfach schön!

  • Thai Silk Massage & Spa Marburger Straße. 5, Charlottenburg, Mo-Fr 12-21 Uhr, Sa+So 10-21 Uhr, mehr Infos hier

Beim Thai-Kochkurs von Bangkok bis nach Hat Yai reisen

In der Kochschule Running Papaya in Schöneberg werden frische thailändische Zutaten für den Kochkurs verwendet. (Symbolbild) Foto: Imago/Stefan M. Prager

In der Kochschule Running Papaya in Schöneberg könnt ihr kulinarisch von Bangkok bis nach Hat Yai reisen, mit landestypischen Zutaten und Kochtechniken ein thailändisches vier-Gänge Menü zaubern. Bis zu zwölf Liebhaber:innen der thailändischen Küche können teilnehmen, jeder bekommt einen Wok und frische Zutaten zum Kochen zur Verfügung gestellt. Neben einem Thai-Glasnudelsalat mit leckerer Erdnusssauce und Garnelen werden auch gelbe Thai-Curry-Suppen, Pad Thais und Mango Sticky Rice zubereitet. Nach dem Kochen folgt dann der wichtigste Teil: Essen und Genießen, während man sich mit den anderen über die schönsten kulinarischen Erlebnisse in Thailand austauschen kann. Vegane und vegetarische Kochkurse in Berlin haben wir hier für euch.

  • Kochschule Running Papaya Bülowstraße 6, Schöneberg, Mi-Sa 17-21 Uhr, mehr Infos hier

Thailand in Berlin: Den buddhistischen Tempel Wat Buddhavihara besuchen

In dem Kloster Wat Buddhavihara in Pankow leben Buddhisten nach den Regeln des Theravada (Symbolbild). Foto: Imago/Filippo Carlot

Mitten in der grünen Idylle Pankows findet sich das Kloster Wat Buddhavihara, in dem sich vor ein paar Jahren buddhistische Mönche niedergelassen haben. Das Kloster gilt als ein buddhistisches Kulturzentrum, in dem die Mönche nach den Regeln des Theravada, eine konservative buddhistische Schule, leben. Hier findet ihr einen traditionellen thailändischen Tempel, viele kleine und große Buddhafiguren und einen mit Blumen geschmückten Altar. Das Kloster wird vom Thailändischen Buddhisten Verein Berlin e. V. betrieben und veranstaltet religiöse Feste und Zeremonien für thailändische Buddhisten, aber auch Gäste sind herzlich willkommen. Wer sich für den Buddhismus interessiert, etwas über thailändische Bräuche lernen, oder einfach nur meditieren möchte, sollte dort vorbeischauen.

  • Tempel Wat Buddhavihara Malchower Straße 23, Pankow, Mo-So 8-22 Uhr, mehr Infos auf Facebook

Thailändisches Streetfood auf dem Thaimarkt

Der Thaipark ist schon lange kein Geheimtipp mehr, wenn es um leckeres thailändisches Streetfood geht. Foto: Imago/Stefan Zeitz

Der thailändische Streetfood-Markt gilt schon quasi als eine Berliner Institution. Was Mitte der 1990er- Jahre als ein Picknick der thailändischen Community im Preußenpark begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem Markt, der echten thailändischen Charme versprüht. Personen südostasiatischer Herkunft bereiten hier an bis zu 50 Ständen selbst zubereitetes thailändisches Streetfood zu. Von allen Seiten duftet es nach Zitronengras, Curry und scharf angebratenen Gemüse und Fleischsorten. Für kleines Geld findet ihr hier authentisches Pad Thai mit Garnelen und Sojasprossen, Mango Shakes wie aus Bangkok und die mutigen unter euch sollten die knusprig frittierten Insekten probieren. 2023 war jedoch die letzte Saison an bekannter Stelle im Preußenpark. Ab April 2024 findet er zur gewohnten Zeit in der Württembergischen Straße statt. Mehr zum Umzug vom Thaipark könnt ihr hier lesen.

  • Thaipark Württembergischen Straße, Wilmersdorf, Fr-So 10- 20 Uhr

Mehr zum Thema

Ihr liebt asiatisches Essen wegen der vielen fleischlosen Angebote? Hier findet ihr Tipps für tolle vegane Restaurants mit asiatischer Küche. Ein weiterer Geheimtipp für Küche aus dem asiatischen Raum: Das 2022 eröffnete Oukan Tea ist in seiner japanischen Tradition eine Wohltat für Körper und Seele. Nicht nur Thailand ist an vielen Orten in Berlin vertreten: Auch portugiesischen Flair kann man in Berlin genießen. Dolce Vita! Wo sich Berlin wie Italien anfühlt, erfahrt ihr hier. Einmal in die Nachbarschaft: Polen in Berlin. Von Kaffeehaus bis Wiener Walzer – Österreich in Berlin. Auch uns wird der Trubel der Stadt manchmal ein bisschen zu viel: Hier haben wir Berliner Orte für euch, an denen wir uns fern fühlen.

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