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Demonstration

„Protestmarsch der Kulturschaffenden“: Existenzgeld gefordert

Es ist kein Geheimnis, dass die Covid-19-Krise zwei Gruppen besonders empfindlich trifft: Beschäftigte in der Kulturbranche – und Solo-Selbstständige. Vor allem freischaffende Künstler*innen fühlen sich im Stich gelassen: Während sie das Image der Stadt prägen, so die Kritik, wurden sie nach der ersten Finanzspritze auf Hartz-IV verwiesen. Viele Unternehmen hingegen kassieren Zuwendungen.

Wie die Demonstrant*innen von "Rettet die Veranstaltungsbranche" fordern die Initiatoren des "Protestmarsch für Kuntschaffende" die Anerkennung von Kunst und Kultur als systemrelevant. Foto: Imago/Seeliger
Wie die Demonstrant*innen von „Rettet die Veranstaltungsbranche“ fordern die Initiatoren des „Protestmarsch für Kulturschaffende“ die Anerkennung von Kunst und Kultur als systemrelevant. Foto: Imago/Seeliger

„Wir brauchen ein Existenzgeld, damit wir unsere Lebensunterhaltskosten decken können“, sagt Katharina Micada. Sie ist Mitorganisatorin des Protestmarschs der Kulturschaffenden, der am 9. August stattfinden soll.

Nicht nur solo-selbstständige Künstlerinnen sind betroffen, sondern auch alle, die dafür sorgen, dass Kulturveranstaltungen reibungslos vonstatten gehen: Ton- und Lichttechnikerinnen oder Kostümbildnerinnen etwa.

„Protestmarsch der Kulturschaffenden“: Vom Ku’damm zum Brandenburger Tor

Um 13 Uhr geht es am Ku’damm los, am Brandenburger Tor soll schließlich eine Kundgebung stattfinden, auf der unter anderem der Kabarettist Arnulf Rating sprechen soll. Auch Kultursenator Klaus Lederer (Linke) ist dabei.

Ganz im Sinne der Protestierenden soll die Demo eine große Künstler*innenparade mit Musik werden – und Masken, die in Sachen Kreativität die gerade handelsüblichen Modelle garantiert übersteigen werden.

  • Protestmarsch der Kulturschaffenden, 9. August 2020, 13-17 Uhr, Start: Kurfürstendamm, Ziel: Brandenburger Tor, weitere Infos hier

Freiräume werden in Berlin immer knapper. Derzeit bewegt die Stadt die Räumung der Neuköllner Kultkneipe Syndikat. Auch in Prenzlauer Berg wird demonstriert: Die Mitarbeiter*innen des Colosseums kämpfen für den Erhalt ihres Kinos. Dass es mehr braucht als Solidarität, kommentierten wir anlässlich des „Niemand kommt“-Festivals.

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