• Kultur
  • 12 tolle Orte in Köpenick: Mischung aus Natur, Kultur und Genuss

BERLINER KIEZE

12 tolle Orte in Köpenick: Mischung aus Natur, Kultur und Genuss

Einst war der Ort als Copanic und dann als Cöpenick bekannt und nahm erst 1931 offiziell die aktuelle Schreibweise an. Die unabhängige Stadt Köpenick wurde 1920 zum Stadtteil Berlins und 2001 bei der Berliner Verwaltungsreform mit Treptow zum größten Stadtteil Berlins, Treptow-Köpenick, zusammengelegt. In Köpenick findt ihr neben der schönen Natur viel Nachbarschaftsgefühl, Kunst und Kultur. Wir stellen euch 12 tolle Orte in Köpenick vor.


„Treptow-Köpenick“: Beilage im gedruckten Magazin im August 2020

Wir haben im Sommer 2020 gemeinsam mit dem Bezirksamt Treptow-Köpenick eine Beilage erstellt! Darin findet ihr zahlreiche Tipps für Familien und neugierige Entdecker, aber auch Reportagen über Neu-Venedig, die örtliche Kleinkunstszene und die alten und neuen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorte. Hier gibt es die Beilage als Download.


Strandbad Wendenschloss: Ideal zum Entspannen

Berliner Strandbäder haben viel zu bieten, so auch das Bad Wendeschloss. Foto: Berliner Bäderbetriebe
Berliner Strandbäder haben viel zu bieten, so auch das Bad Wendeschloss. Foto: Berliner Bäderbetriebe

Wenn die Sonne auf dem Langen See glitzert, ist wirklich alles gut: Für Sonnenbader ist der Strand mit Liegen und Strandkörben ideal zum Entspannen. Für die Kleinen gibt’s – neben dem See zum ausgiebigen Planschen – einen Spielplatz. Außerdem können diverse Sport- und Spielgeräte geliehen werden. Im angegliederten Restaurant „Seestern“ wird fürs leibliche Wohl gesorgt: vom schnellen Imbiss bis zur klassischen Hausmannskost.


Eine Burg auf einer Insel: Schloss Köpenick

12 tolle Orte in Köpenick: Schloss Köpenick.  Foto: Imago/Snapshot
Schloss Köpenick am Rande der Altstadt Köpenick. Foto: Imago Images/Snapshot

Craftbeer gab es im Schloss Köpenick schon lange, ehe der Begriff überhaupt erfunden wurde. Deutschlands kleinste Brauerei befindet sich in einem Glasgebäude auf dem Schlossplatz. Hier wird Bier in einem Kessel gebraut, der so klein ist, dass das Publikum alle Schritte nachvollziehen kann. Die Biersorte ist mehr als 3.000 Jahre alt und kommt aus dem alten Babylon – sie gilt als eine der ältesten Biersorten der Welt. Auch das barocke Wasserschloss selbst hat eine beachtliche Geschichte. Bereits im achten oder neunten Jahrhundert nach Christi entstanden auf seinem Grundstück slawische Burgwälle. In der heutigen Schlosskirche finden immer wieder Konzerte statt, bei denen auch die monumentale Orgel zum Einsatz kommt. 

  • Schloss Köpenick, Alt-Köpenick 1, das Museum ist zurzeit geschlossen, weitere Infos hier.

Strandbad Friedrichshagen: Für jeden geeignet

Foto: imago images/Schöning
Hier kann man barrierefrei ins Wasser steigen oder aus drei oder fünf Meter Höhe ins Wasser springen. Foto: Imago Images/Schöning

Das Bad bietet erholungsbedürfigen Badefans, die der Innenstadt entfliehen wollen, das perfekte Summerfeeling, eines von 12 Strandbäder in Berlin, wo ihr fast wie im Urlaub badet. Badegäste können sich ein Stand-up-Paddle und ein Floß ausleihen oder im feinkörnigem Sand Beachvolleyball spielen. Der Sonnensteg mit Liegestühlen bietet sich zum Relaxen an. Dazu gibt es im hübschen Sommergarten frisch gezapftes Bier. Und sonntags wird der Grill angeschmissen.

  • Strandbad Friedrichshagen, Müggelseedamm 216, Köpenick, tgl. 10-19 Uhr, Eintrittspreis 5,50/ erm. 3 €

Rund um den Müggelturm

Luftbild für den Müggelturm in Berlin-Köpenick, perfekter Ort zum Wandern.  Foto: Imago/Matthias Koch
Luftbild für den Müggelturm in Berlin-Köpenick, perfekter Ort zum Wandern. Foto: Imago Images/Matthias Koch

Auf dem Gipfel des Kleinen Müggelbergs befindet sich der der über 100 Jahre alte Müggelturm. Von hier hat man einen erstaunlichen Blick auf den Teufelssee und den Langen See. Die Besucher können die Aussichtsplattform über 126 Stufen erklimmen und werden mit der atemberaubenden Aussicht dort oben belohnt. Der Campingplatz Kuhle Wampe, Ausflugslokal Schmetterlingshorst und das Strandbad Wendenschloss liegen in der Nähe. Eine ausführliche Wanderführung, findet ihr in unserer Beilage zu Treptow-Köpenick.

  • Müggelturm, Str. zum Müggelturm 1, tgl. 10-20 Uhr, Preise zur Turmbesteigung: 4/ erm. 2 €, www.müggelturm.berlin

Eines der ältesten Strandbäder: Strandbad Grünau

Eines der ältesten Strandbäder in Berlin hat viel zu bieten. Foto: imago images/Günter Schneider
Eines der ältesten Strandbäder in Berlin hat viel zu bieten. Foto: Imago Images/Günter Schneider

Das älteste Familienbad Berlins liegt am Ufer des Langen Sees. Ein Nichtschwimmerbereich lässt den kleinen Planschern alle Freiheiten, während sich die erfahreneren Schwimmer bis in den Dahmestrom hinauswagen können. Danach geht’s zum Aufwärmen zurück in den Strandkorb. Oder die neue Salzgrotte wird erkundet. Strandkörbe, Stand-up-Paddling-Boards oder das Beachvolleyball-Feld können bereits vor dem Besuch online reserviert werden.

  • Strandbad Grünau, Sportpromenade 9, Köpenick, tgl. 10-19 Uhr, 5,50/ erm. 3,50 €, Kinder bis 6 Jahren kostenlos, freier Eintritt ab 17 Uhr

Floß und Los: Eine Reise über die Seen

12 tolle Orte in Köpenick: Floß und Los, Foto: Imago/Matthias Koch
Ohne Floß nix los: Ausflug bei Floß und Los. Foto: Imago Images/Matthias Koch

Für zwei Personen bzw. Personengruppen aus einem Haushalt bietet Floss & Los (Floss ist ein Eigenname und wird so geschrieben) in Friedrichshagen auch in Schöneweide seinen Service für Ausflüge an. Gebucht werden können Tipi-Flöße, das 9er-Sunny-Floß, das Elektro-Cabrio, das 8er-Entdecker-Floß und vieles mehr. Die Tour führt durch die Müggelspree vorbei an der Baumgarteninsel bis hin zum Spreetunnel (Routenhinweise auf der Website). Wem schon die Finger kribbeln, der kann mit Floss & Los auch die Grillsaison eröffnen: Grillzubehör kann mitgebucht werden. Weitere Anbieter für Flöße von simpel bis Sauna findet ihr hier.

  • Floß und Los, Müggelseedamm 216, tgl. 10-19 Uhr, Preis für Hauptsaison 190 €, www.flossundlos.de

Mit dem Paddelboot durch Neu-Venedig gondeln

Idylle pur in Südosten Berlins, wo sich die Siedlung Neu-Venedig befindet. Foto: Imago Images/Chromorange

Italienisches Flair mitten in Berlin. In Wilhelmshagen wird eine Wochenendsiedlung als „Neu-Venedig“ bezeichnet. Den Namen verdankt die idyllische Siedlung ihren kleinen Kanälen sowie den zahlreichen Brücken. Man kann zu Fuß durch die Siedlung laufen, schöner ist es jedoch, mit dem eigene Boot eine Runde zu drehen und dabei neidisch auf die Grundstücke zu blicken.


Statue einer Legende in der Altstadt: Der Hauptmann von Köpenick

Vorm Rathaus Köpenick steht die Statue des legendären Hauptmanns von Köpenick – ein beliebtes Fotomotiv. Foto: tip Berlin

Das Herz der Stadt schlägt nicht nur im Zentrum. Die echte Berliner Seele, „Herz mit Schnauze“, sagt der Urberliner gerne, lässt sich am besten fernab der Mitte erfahren. Im Westen kann man dafür nach Spandau rausfahren und dort durch die Altstadt laufen. Im Osten empfiehlt sich ein Ausflug nach Köpenick.

Die Altstadt liegt idyllisch und ist vom Wasser umgeben, die historischen Gebäude sind liebevoll restauriert und das Schloss mit Schlosspark lädt zum Schlendern ein. Ein Spaziergang durch die Altstadt führt an vielen kleinen Läden und romantischen Cafés mit eleganten Fassaden vorbei, die zu einem Besuch einladen. Und es ist eine gute Gelegenheit, sich mal wieder der Geschichte des „Hauptmanns von Köpenick“ zu widmen, der vor dem Rathaus mit einer Statue gewürdigt wird.

  • Altstadt, Köpenick

Zille Stubentheater: Köpenicker Kleinkunstszene

View this post on Instagram

Zilles Stubentheater (Zilles Stubentheater, Köpenick, 2020) #zillestubentheater #köpenick #berlin

A post shared by R Leoni (@gruppomotore) on

Berlins wohl kleinstes Theater, Zilles Stubentheater in der Köpenicker Jägerstraße, bietet gerade einmal Platz für 36 Zuschauende und ist, wie der Name schon verrät, vor allem einem Berliner Original gewidmet: Heinrich Zille. Albrecht Hoffmann, Chef des Zimmerheaterchens, verkörpert selbst den ,,Pinselheinrich“ in den diversen Zille-Programme, stilecht mit Bart und Zwickerbrille. Dies ist ein Ort, der die alten Berliner Traditionen feiert.

  • Zille Stubentheater, Jägerstraße 4, Köpenick, Infos zur Öffnungszeiten und Tickets findet ihr hier.

Ein Königreich des Spaßes für Kinder: FEZ Berlin

Eingang zum Hauptgebaeude des Freizeit- und Erholungszentrum "FEZ".  Foto: Imago/POP-EYE
Eingang zum Hauptgebäude des Freizeit- und Erholungszentrum FEZ. Foto: Imago Images/POP-EYE

Ein Raumfahrtzentrum, ein Kochstudio, ein Theater für Kinder, ein Zeichentrickstudio und ein Hallenbad. Die FEZ verfügt sogar über einen eigenen Badesee und ist damit eines der umfassendsten Unterhaltungszentren für Kinder und Jugendliche in Berlin. Außerdem gibt es viele schöne Spielplätze im Freien, die Unterhaltung und Spaß bieten. Und natürlich die Parkeisenbahn.

Zudem befindet sich hier Fezino, ein Kino im FEZ, das sich ganz auf seine kleinen Besucher einstellt. Hier laufen nur sorgfältig ausgewählte Kinderfilme, auch Klassiker wie Pippi Langstrumpf. Eltern sollten vorher daran denken, ihre Kinder online für den Film anzumelden. 

  • FEZ, Straße zum FEZ 2, Köpenick, Mo-Fr 9-22 Uhr, Sa+So 12-18 Uhr, das detaillierte Programm und die Online-Tickets sind auf der Webseite zu finden.

Stadion an der Alten Försterei

Stadion An der Alten Försterei.  Foto: Imago/Matthias Koch
FSaison 2019/2020, 1. Bundesliga, 1. FC Union Berlin in der Phase der Coronavirus-Spielpause, Stadion An der Alten Försterei. Foto: Imago Images/Matthias Koch

Das Stadion des Bundesligisten 1. FC Union feierte neulich sein 100-jähriges Bestehen. Die erste offizielle Begegnung im Stadion zwischen Oberschöneweide und dem damaligen deutschen Meister 1. Der FC Nürnberg fand am 7. August 1920 vor 7.000 Zuschauern statt. Heute bietet das Stadion mehr als 22.000 Plätze. Die Mehrheit diese Plätze im Stadion ist auf Wunsch der Fans für das Stehen bestimmt. Jeder, der leidenschaftlichen Fußball sehen und echte Fanliebe erleben möchte, sollte das Stadion auf jeden Fall ganz oben auf die Besuchsliste setzen.


Eine Gipfeltour mit sieben Erhebungen: Müggelberge

Zu den Müggelbergen gehört der höchster natürliche
Berg Berlins. Foto: Imago/Schöning

Es gibt nicht den einen Müggelberg, sondern sieben aufgereihte Gipfel. Und der höchste, der Große Müggelberg (114,7 Meter), der höchste natürliche Berg der Stadt, ist nicht jener mit dem Turm oder der mit der Antenne, sonder der mit dem Gipfelkreuz. Durch die Berge führen zahlreiche Rad- und Wanderwege. Es ist ein bisschen wie in den Alpen. Die Müggelberge sind aber auch im Tal besonders. Hier gibt es auch eine Reihe von Pubs und Biergärten, die den ganzen Tag über für Erfrischung sorgen.

  • Müggelberge, Parkplatz Müggelheimer Damm 141, Köpenick

Mehr Freizeit-Tipps für Berlin:

Lust auf Grillen aber keine Ahnung wo? Hier sind Berlins 12 beste Grillplätze. Bevor ihr ans Grillen denken könnt, sollt ihr euch erstmal abkühlen. Erlebt Berlin auf, am und im Wasser – hier sind unsere erfrischendsten Tipps. Lieber ruhige Orte zur Meditation und Erholung? Hier sind 12 heilige Häuser in Berlin.

Mehr über Cookies erfahren