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Berliner Parks

„Thaipark“ in Wilmersdorf wird offizieller Thai-Streetfoodmarket

Die einen haben die leckeren Speisen gefeiert, die anderen störten sich am ungeregelten Essensverkauf: Der Preußenpark (Wilmersdorf) ist über die Jahre international als Thaipark beziehungsweise Thaiwiese bekannt geworden. An Dutzenden Ständen werden thailändische Spezialitäten verkauft.

Der Preußenpark ist als „Thaipark“ über Berlins Grenzen hinaus bekannt – und soll nun zum Thai Streetfoodmarket werden. Foto: Imago Images/Travel-Stock-Image

Das begann vor Jahren als Picknick, bald fingen die Köch*innen an, ihre Speisen auch an andere zu verkaufen – für kleines Geld gab es hier thailändische Hausmannskost, viele Berliner*innen schätzten den Thaipark als Bereicherung der Gastrowelt Berlins.

Thaipark statt Preußenpark: Anwohner*innen störten sich an dem Riesenpicknick

Allerdings: Einige störten sich auch an dem regelrecht anarchisch wirkenden Food Market. Beschwerden von Anwohner*innen lauteten unter anderem: unkontrolliert, der Park werde zugemüllt, er könne kaum noch zur Entspannung genutzt werden – denn spätestens, seitdem die Thaiwiese in fast jedem Reiseführer stand, kamen regelmäßig Hunderte Besucher.

Gut was los – der Thaipark war in den Sommermonaten immer ein echter Besucher*innenmagnet. Allerdings gab es viel Kritik. Foto: Imago Images/Travel-Stock-Image

Zuletzt hatte es deswegen verschieden Aussagen über die Zukunft des Thaiparks gegeben. Köch*innen und Gäste hofften auf eine Einigung, die einen Fortbestand ermöglich. Nun hat das Bezirskamt Charlottenburg-Wilmersdorf ein Entscheidung getroffen.

„Künftig wird es 60 Marktstände auf einem eigens dafür hergerichteten Areal im Nordwesten des Preußenparks geben. Ein Betreiber wird das Marktgeschehen organisieren und die jetzigen Verkäufer*innen darin begleiten, sich auf die neuen Rahmenbedingungen einzustellen“, heißt es in einer Mitteilung. „Die thailändische Gemeinschaft und das Bezirksamt sind über einen Marktbeirat in die Organisation eingebunden.“ Geplant ist ein Betrieb von Freitag bis Sonntag.

Bürgermeister: Thailändische Gemeinschaft weiter bei Park-Nutzung eingebunden

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann dazu: „Ich freue mich, dass die thailändische Gemeinschaft auch zukünftig in den Betrieb des Thai-Streetfoodmarktes eingebunden sein und damit ein wichtiger Teil der Vielfalt und Kreativität unserer City West bleiben wird.“

Oliver Schruoffeneger, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt: „Der Thai-Streetfoodmarkt soll in Zukunft mit deutlich geringeren Belastungen für das Wohnumfeld und nach dem „Zero-Waste-Prinzip“ durchgeführt werden. Wir etablieren ein Pfandsystem für Geschirr und haben das Ziel, Lebensmittelabfall zu reduzieren.“

Säfte, Obst, Haupt- und Nachspeisen: Die ganze Bandbreite der thailändischen Küche im Thaipark. Foto: Imago Images/Travel-Stock-Image

Müllproblem des Thaiparks soll in den Griff bekommen werden

Oft waren Mülleimer völlig überfüllt, weitere Abfälle wurden einfach daneben gelagert oder teils einfach auf den Wiesen liegen gelassen. Neben der ausgewiesenen Verkaufsfläche soll es nun auch eine Lagermöglichkeit gegeben. Es sei laut Bezirksamt „der Bau von einem Multifunktionsgebäude am nördlichen Haupteingang des Parks geplant, in dem u.a. die mobilen Stände gelagert und weitere bezirkliche Angebote ermöglicht werden sollen.“

Das Bezirksamt plant, einen Betreiber bis Ende des Jahres 2020 auszuwählen. Während der Bauarbeiten im Preußenpark im Jahr 2021 ist ein provisorischer Marktbetrieb vorgesehen. Der Normalbetrieb soll dann nach Fertigstellung des Multifunktionsgebäudes starten.

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