Animationsfilm 

„Angry Birds 2 – Der Film“ übertrumpft den ersten Teil

Mission Impossible: Wie die meisten neuen ­Animationsfilme setzt auch dieser auf eine wohldosierte ­Mischung aus Action und Komik

Sony Pictures

Im ersten Film waren sie Feinde: die Vögel (deren Fähigkeit zu fliegen stark unterentwickelt ist) und die grünen Schweine. Diesmal müssen sie erkennen, dass es einen gemeinsamen Feind gibt, der ihre beiden Inseln vernichten wird, wenn man ihn nicht rechtzeitig daran hindern kann. Für diese Mission Impossible rekrutieren die drei Vogelfreunde Red, Chuck und Bombe den Mächtigen Adler und Chucks Schwester Silver. Die hat das nötige Gehirn, das dem großmäuligen, sich stets selbst überschätzenden Red fehlt. Damit wird sie zur heimlichen Anführerin (die Frauenemanzipation findet ihren Niederschlag dankenswerterweise auch hier). Auch die drei Schweine Leonard, Courtney und Garry erweisen sich als gewitzter, als ­ihnen die Vögel anfangs zugestehen wollen. Die Mission: die größenwahnsinnige Herrscherin einer vereisten Vogelinsel, die Adlerdame Zeta, die sich nach Sonne und Strand sehnt, unschädlich zu machen, bevor sie aus ihrer gigantischen Strahlenkanone den vernichtenden finalen Schuss Eis abfeuert.

Wie die meisten neuen ­Animationsfilme setzt auch dieser auf eine wohldosierte ­Mischung aus Action und Komik, die Figu­ren sind allerdings meilenweit von der Komplexität derjenigen aus den Pixar- oder manchen Disney-Filmen entfernt. Im Rahmen dieser Selbstbescheidung funktioniert „Angry Birds 2“ allerdings besser als sein Vorgänger, zumal es eine exzentrischen Schurkenfigur und eine Reihe von präzise choreografierten Tanzeinlagen gibt. Der Protagonist Red (in der deutschen Fassung kongenial von Christoph Maria Herbst mit gewohnter Überheblichkeit gesprochen) bleibt allerdings unsympathisch, so richtig gönnen mag man ihm das Happyend mit Silver nicht.

Angry Birds 2 – Der Film FIN/USA 2019, 96 Min., R: Thurop Van Orman, Start: 19.9.