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Kinderfilm 

„Mein Lotta-Leben – Alles Bingo mit Flamingo“ im Kino

Kaum ein Kind zwischen sechs und zwölf Jahren kommt an der erfolgreichen Buchreihe von Alice Pantermüller um die ­elfjährige Lotta vorbei

Foto: Martin Rottenkolber

Die Verfilmung hat nun Neele Leana Vollmar übernommen, die mit zwei Regieleistungen der „Rico und Oscar“-Reihe ihr Händchen für Kinderfilme bewies. Knifflig war hier, für die im Buch so zentralen Illustrationen von Daniela Kohl ein filmisches Pendant zu finden, was dank sympathischer Gimmicks wie Schriften und kommentierender Strich-Zeichnungen gelingt.

Lotta (Meggy Hussong) und ihre Freundin Cheyenne (Yola Streese) sind mächtig genervt, als die reiche Klassenzicke Berenike (Laila Ziegler) eine Party schmeißen will und die beiden Freundinnen als einzige der ganzen Klasse nicht einlädt. Um doch noch auf die Party zu kommen, lässt das eingeschworene Mädels-Team sich allerhand einfallen, vom Schlittschuh-Training über eine Kaninchen-Verkaufsaktion bis zum Superstar-Fang (Popsänger Lukas Rieger in einer sehr selbstironischen Rolle). Nebenbei muss Lotta sich daheim mit ihren beiden „Blödbrüdern“ und ihrer ungeliebten Blockflöte herumärgern, die trotz kreativer Entsorgungsversuche auf magische Weise immer wieder zu Lotta zurückkehrt.

Auch wenn oft in die Klischee-Kiste gegriffen wird, bleibt die Geschichte geerdet durch die sympathische Hauptfigur, deren Probleme bei allem schrägen Drumherum stets ernst ­genommen werden. Schützenhilfe bekommen die tollen Nachwuchs-Darsteller*innen von Top-Schauspielern wie Laura Tonke als bemühte Hippie-Mutter, Carolin Kebekus als Lehrerin mit tiefschwarzem Humor oder Milan Peschel als Entspannung verbreitender Betreiber eines indischen Ladens.Teresa Schomburg

Mein Lotta-Leben – Alles Bingo mit Flamingo D 2019, 90 Min, R: Neele Leana Vollmar, D: Meggy Hussong, Yola Streese, Levi Kazmaier, Start: 29.8.

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