Melodram 

Konfliktreich: „Dem Horizont so nah“ im Kino

Der Film mit dem austauschbaren Titel ist ein waschechtes Melodram, basierend auf dem autobiografischen Bestseller Jessica Kochs

Studiocanal GmbH / Bernd Spauke

Jessica (Luna Wedler) ist im Jahr 1999 18 Jahre alt und in die Cateringfirma des Vaters eingebunden. Eines Tages stolpert sie über den gutaussehenden Danny (Jannik Schümann), der sich zuerst sehr reserviert zeigt. Er arbeitet als Model, hat Geld und eine exklusive Wohnung, in der auch Tina (Luise Befort) lebt, zu der Danny eine geschwisterliche Beziehung hat.

Jessica und Danny verlieben sich. Sie erfährt, dass ihr Lover und seine „Schwester“ Tina eine harte Kindheit mit Jugendheimen und Gewaltexzessen durchleben mussten. Doch es gibt ein Geheimnis, von dem hat Danny Jessica noch nichts erzählt – und sie muss sich bald entscheiden, ob sie zu ihm halten will.

Der Film mit dem austauschbaren Titel ist ein waschechtes Melodram, basierend auf dem autobiografischen Bestseller Jessica Kochs – mit all den Stärken und Schwächen dieser Filmgattung: Es wird dick aufgetragen, im Setting, in den Konflikten und auch emotional. Doch diese Gefühle, souverän transportiert durch Wedler und Schümann, bleiben nachvollziehbar. Und mit Tims Geheimnis bekommt der Film auch eine gesellschaftliche Relevanz.

Dem Horizont so nah D 2019, 109 Min., R: Tim Trachte, D: Luna Wedler, Jannik Schümann, Luise Befort, Stephan Kampwirth, Start: 10.10.