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Techno-Party

Loveparade-Nachfolger: „Rave The Planet“ auf 2022 verschoben

Die auf den Loveparade-Gründer Dr. Motte zurückgehende Initiative „Rave The Planet“ feierte jüngst ihr einjähriges Bestehen. Der ursprüngliche Plan, im Juli 2021 eine Neuauflage der Loveparade stattfinden zu lassen, fiel der Pandemie zum Opfer. Nun gibt es einen neuen Termin.

Zurück zu alter Größe: Unter dem Namen „Rave the Planet“ soll die Loveparade wieder durch Berlin tanzen. Foto: Imago Images/Müller-Stauffenberg

Lange war es still um die Loveparade. Nach der Tragödie von Düsseldorf 2010, bei der 21 Menschen starben, haftet der Marke ein Stigma an. Mit dem Zug der Liebe gab es eine Art Reinkarnation des Technoumzuges durch Berlin, der mit seinen Besuchszahlen im niedrigen fünfstelligen Bereich aber weit hinter den historischen Größen von mehr als 1,5 Millionen Besucher*innen zurück.

Ambitioniertes Vorhaben: Wiedergeburt der Loveparade und Weltkulturerbe

Die Gründung von Rave The Planet durch Loveparade-Gründer Matthias Roeingh alias Dr. Motte sorgte mit ihren ambitionierten Plänen für Aufsehen. Über einen Fundraiser, bzw. „Fundraver“ plant die Initiative eine Neuauflage der legendären Parade im großen Maßstab. Fast 400.000 € sind bislang zusammengekommen, das Finanzierungsziel liegt bei 1,5 Millionen Euro. Als Clou stand lange Zeit in der Mail of Berlin ein 48 Meter langes Miniatur-Rave-Modell, bei dem Spender*innen mit einer ureigenen Figur bedacht wurden.

Das Loveparade-Modell in der Mall of Berlin, nach mehreren Vandalismusfällen und eventbedingten Abbauten auf der Suche nach einem neuen Standort. Foto: Imago Images/A. Friedrichs

Die Initiative sinnt aber nicht nur nach der großen Feier, sondern will das (technoide) Feiern auch zum Unesco-Weltkulturerbe erklären lassen. Während das Projekt und Dr. Motte selbst in der Szene nicht unumstritten sind, zeigt sich der Gründer zuversichtlich: Nach der coronabedingten Verschiebung des auf 10. Juli 2021 anberaumten Umzugs soll der Loveparade-Nachfolger jetzt am 09. Juli 2022 durch die Straßen ziehen. Viel Zeit noch, um dem Spendenziel ein stück näher zu kommen.


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Clubkultur ist nicht nur Loveparade – was übers bloße Feiern hinausgeht, was schützenswert ist. A pro pos: So sah die Loveparade in ihren besten Jahren aus. Wie geht es den bald ein Jahr lang geschlossenen Clubs? Eine Bestandsaufnahme nach fast einem Jahr Corona. Vom Club zum Testzentrum: So nutzen Clubs in Corona-Zeiten ihre stillgelegten Räumlichkeiten.

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