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Performance

Nico and the Navigators testen mit AR-Brillen den „Verrat der Bilder“

Nichts ist real – oder alles? Reale und fiktive Wirklichkeiten überlagern sich im Radialsystem im Georg Kolbe Museum

Radialsystem Verrat der Bilder, Foto: Oliver Proske

Normalerweise unterstützt eine Brille den Blick in die Ferne oder Nähe und schärft verschwommene Ansichten. Was aber wäre, wenn sie Unsichtbares anschaulich macht und gewohnte Perspektiven hinterfragen könnte? Darum geht es im „Verrat der Bilder“, bei dem die charmante Tanzcompagnie Nico and the Navigators mit dem Einsatz von Augmented-Reality-Brillen experimentiert. Physische und virtuelle, reale und fiktive Wirklichkeiten überlagern sich, man kann den eigenen Augen nicht trauen. Ein typisch navigatorischer Ansatz ist dabei die doppelbödige Betrachtung von scheinbar gesicherten Fakten: Was geschieht, wenn die Brille dem widerspricht, was die Wirklichkeit behauptet? Wie blickt man auf einen Raum und auf die darin gezeigten Objekte, wenn man ihnen offensichtlich nicht trauen kann? Entspricht diese ästhetische Erfahrung den Fake News oder der gefühlten Wahrheit im politischen Raum? „Der Verrat der Bilder“ entwickelt einen neuen Blick, bei dem gegenläufige Bedeutungsebenen aufeinandertreffen, bis nichts mehr scheint, wie es ist – und umgekehrt.PL

Radialsystem im Georg Kolbe Museum Sensburger Allee 25, Westend, Termine siehe hier

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