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Freizeitspaß

Besondere Sportkurse in und um Berlin: Von Wingsurfen bis Schwertkampf

Berlin liebt Bewegung, und auch Fitness geht hier außergewöhnlich. Es gibt viele besondere Sportkurse in der Stadt. Von Kursen im Waldbaden und Wingsurfen über ungewöhnlichen Ballsport bis zum Schwertkampf stellen wir hier eine Auswahl vor, die nicht ganz alltäglich ist. Bei den vorgestellten Kursen in Berlin und Potsdam handelt es sich um Unisport-Angebote, anmelden können sich jedoch alle, ihr müsst nicht an einer Hochschule eingeschrieben sein.


Wingsurfen

„Packt die Flügel aus, wir machen heute Wingsurfen!“ Foto: Imago/reemedia

Ein Fusionssport wie Discgolf oder Step Aerobic. Wingsurfen setzt sich aus Kite- und Windsurfen zusammen und entwickelte sich aus Stand-Up-Paddling. Statt eines Drachen oder am Brett befestigten Segels gleiten Surfer:innen mit einer Art Flügel davon. Wellenreiten wie ein einarmiger Pinguin kann auch Spaß machen. Gleichgewicht halten ist jedoch eine Übungssache. Mit ein bisschen Geduld sollte das aber laufen. Einen Blick ist’s allemal wert, besonders an wärmeren Tagen.

  • Wingsurfen Wassersportzentrum am Wannsee, Badeweg 3, Zehlendorf, 11.8, 18.8, 25.8 16-20 Uhr, Preise variieren, anmelden könnt ihr euch hier

Ultimate Frisbee

Auch Frisbeespiele können verdammt anstrengend sein. Besondere Sportkurse wie Ultimate Frisbee könnt ihr in Berlin buchen. Foto: Imago/Zuma Wire
Auch Frisbeespiele können verdammt anstrengend sein. Besondere Sportkurse wie Ultimate Frisbee könnt ihr in Berlin buchen. Foto: Imago/Zuma Wire

Es gibt Sportarten, die riechen förmlich nach Immatrikulation, etwa Hackysack oder eben Ultimate Frisbee. Könnte an der Wurfscheibe liegen, eventuell aber auch daran, dass es ein Mannschaftssport ohne Schiri ist. Gefoulte Spieler:innen rufen von sich aus Foul, der Spielfluss wird darauf eingefroren. Mensch, das ist aber ein fairer Sport! Körperkontakt ist zwar nicht gewollt, aber beim Ultimate Frisbee kann es öfter zu Massenkarambolagen kommen kann. Die Foulregel ausgenommen, erinnert Ultimate Frisbee entfernt an Football. Die Scheibe muss über Pässe in der Endzone des gegnerischen Teams landen. That’s it.

  • Ultimate Frisbee Hanne-Sobek-Sportanlage, Osloer Straße 42, Wedding, dienstags von 17.30 bis 19.15 Uhr (bis 28.9), Preise variieren, anmelden könnt ihr euch hier

Survival Camp-Outdoor

Ist doch nett, wenn man weiß, wie man in der Wildnis überlebt. Das Survival Camp-Outdoor vermittelt euch das nötige Wissen. Foto: Imago/Panthermedia

Zurück zu den Ursprüngen, ab in die Wildnis. Im Survival Camp-Outdoor (Indoor wäre das wohl schwer umzusetzen) lernt ihr, wie ihr draußen zurechtkommt. Wasseraufbereitung, Orientierung im Wald, Feuer machen mit einem Feuerstein, Knotenkunde. Im Grunde ein Campingkurs für Vergessliche, es sei denn, es kommt zum Zusammenbruch der Zivilisation. Ein kleines Einmaleins zur Nahrungsbeschaffung in der Natur gibt es ebenfalls. So viel Angriffsfläche der Kurs auch für Witze bietet, lehrreich ist er allemal.

  • Survival Camp-Outdoor Campingplatz Sanssouci, Potsdam, 4.9-5.9, Preise variieren, anmelden könnt ihr euch hier

Spikeball

Besondere Sportkurse in Berlin: Spikeball wirkt komplexer, als es eigentlich ist. Foto: Imago/Pius Koller
Besondere Sportkurse in Berlin: Spikeball wirkt komplexer, als es eigentlich ist. Foto: Imago/Pius Koller

Squash light: In der Regel treten vier Spieler:innen in Zweierteams gegeneinander an. Beim Aufschlag wird der Ball aufs Trampolin in der Mitte des Spielfelds befördert. Gegner:innen müssen den Ball darauf annehmen und wieder ins Trampolin feuern. Es folgt ein Hin und Her. Ihr könnt es euch vielleicht denken: Schafft es ein:e Spieler:in nicht und der Ball landet etwa auf dem Boden, bekommt die Gegenseite einen Punkt. Spikeball ist nicht schwer zu erlernen, auch Anfänger:innen haben genug Platz zum Austoben.

  • Spikeball Jahn-Sportpark, Prenzlauer Berg, mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr (bis 30.9), Preise variieren, anmelden könnt ihr euch hier

Feldenkrais

„Mein Gott, Tobi hat beim Feldenkrais sich zu Tode entspannt!“ Foto: Imago/Zuma Press

Neben Coffee to go, Lärm und Hektik gehören auch Verspannung zum städtischen Alltag. Mit ihren hochgezogenen Schultern und starren Nacken sehen viele Berliner:innen aus als hätten sie etwas ausgefressen. Dabei ist es vor allem Stress, der ihnen die Fieslingshaltung einbrockt. Feldenkrais, nach dem Begründer Moshé Feldenkrais, soll diese lösen, den Kleiderbügel aus unseren Schultergürtel entfernen. Dabei sollen achtsame Bewegungen helfen. Was genau das bedeutet, erfahrt ihr vor Ort.

  • Feldenkrais Breite Straße 17, Potsdam, 4.9-5.9 11-16 Uhr, Preise variieren, anmelden könnt ihr euch hier

Historischer Schwertkampf

Ein Knoten im Bart für jeden besiegten Feind. Keine Sorge, ganz so radikal müsst ihr nicht vorgehen. Foto: Imago/foto2press

Und so lag er da, der schwarze Ritter. Nur noch ein Torso. Dennoch fordert er ein Unentschieden. Um bei einem Schwertkampf nicht zu enden wie in einer Szene aus Ritter der Kokosnuss, hilft ein bisschen Training. Gut, dass das Zentrum für Hochschulsport der Uni Potsdam besondere Sportkurrse bietet, darunter auch historischen Schwertkampf. Hacken, hauen, stechen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Eure Waffen müsst ihr nicht schmieden, mutige Recken, die werden gestellt.

  • Historischer Schwertkampf Am neuen Palais 10, Potsdam, immer freitags von 19.15-20.45 Uhr (6.8-22.10), Preise variieren, anmelden könnt ihr euch hier

Hurling

Kleiner Ball, mittelgroßer Schläger: Hurling braucht eine Menge Übung. Foto: Imago/Inpho Photography

Hurling ähnelt Lacrosse, auch wenn es nicht ganz so majestätisch ist, aber das ist Geschmackssache. Dafür ist der Sport mit keltischen Ursprung immaterielles Weltkulturerbe der Unesco. Bei dem Spiel muss ein Ball, etwa mittels Schläger, ins gegnerische Tor befördert werden. Es braucht ein wenig Geschick und Geduld, um Hurling zu meistern. Regelmäßiges Training lohnt sich.

  • Hurling Baerwaldstraße 35, Kreuzberg, immer montags von 20-21.30 Uhr (2.8-18.10), Preise variieren, anmelden könnt ihr euch hier

Waldbaden

Warum sich bei einem der Sportkurse verausgaben, wenn man auch in die Natur eintauchen kann? Foto: Imago/Bildgehege

Warum in stickigen Hallen schwimmen, wenn wir doch in luftigen Wäldern baden können? Gut, mit Baden im eigentlichen Sinne hat die japanische Entspannungsmethode nichts gemein. Wir tauchen nicht ins Wasser, vielmehr in die Stille des Waldes. Es geht darum, die Umgebung bei einem Waldspaziergang intensiv wahrzunehmen. Raschelnde Blätter, stochernde Spechte, erdiger Moosgeruch, alle Eindrücke sollen wir aufnehmen, auf uns wirken lassen. Die japanische Medizin verspricht sich davon gesundheitliche Vorteile, etwa Hilfe bei Herzkreislauf-Erkrankungen. Zuverlässige Belege dafür gibt es noch nicht. Dass ein Waldspaziergang bei manchen Stress reduzieren kann, ist jedoch kein Schlangenölversprechen. Und weniger Stress kann Großstadtgebeutelten nicht schaden. Auch ohne Angebote für besondere Sportkurse ist das natürlich möglich. 12 Routen für Waldspaziergänge in Berlin findet ihr hier.

  • Waldbaden Eingang zum Plänterwald, Treptow, 7.8, 5.9 10-14 Uhr, Preise variieren, anmelden könnt ihr euch hier

Mehr Sport in Berlin

Sollte euch die vorgestellten Berliner Sportkurse nicht reichen, könnt ihr euch im Kanupolo versuchen. Wer es wiederum ein wenig ruhiger mag, schaut sich am besten eines dieser schönen Yoga-Studios an. Falls ihr mit euren Freund:innen ein wenig bodenständiger unterwegs seid, haben wir für euch die Lieblingstischtennisplatten der Redaktion zusammengestellt. Nicht nur besondere Sportkurse, sondern auch Tipps für Touren, Studios und immer neue Angebote findet ihr in unserer „Sport“-Rubrik.

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