Biografie

„Nico, 1988“ im Kino

Kampf den alten Dämonen: Ein beeindruckendes Biopic über die Spätphase der gefeierten Popikone Nico alias Christa Päffgen in „Nico, 1988“

Foto: FilmKinoText

Nico hat die Nase voll. Die als Christa Päffgen geborene deutsche Chanteuse, die als weib­liche Stimme des ersten Albums von The ­Velvet Underground zu Ruhm kam und deren Soloplatten man sich immer dann anhört, wenn man einmal so richtig tief depressive Musik hören möchte, wirkt müde. Seit Jahren ist sie heroinsüchtig, ihre Band ist ein zusammengewürfelter Haufen, die Veranstalter ­ihrer Tourneen werden immer dubioser.

Musik bedeute ihr nichts mehr, sagt Nico ­ihrem Manager – doch wenn sie dann abends auf der Bühne steht, straft die Intensität ihrer Auftritte sie Lügen. Die italienische Regis­seurin Susanna Nicciarelli folgt der Sängerin in ihrem Biopic „Nico, 1988“ durch die letzten zwei Jahre ihres Lebens, in denen sie alte ­Dämonen bekämpft und sich eine Zukunft ausmalt, die sie nicht mehr hat. Die Hauptdarstellerin Trine Dyrholm singt dabei im Film alle Lieder selbst – in sehr beeindruckender Manier.

Nico, 1988 I/B 2018, 93 Min., R: Susanna Nicchiarelli, D: Trine Dyrholm, John Sinclair, Anamaria Marinca, Start: 12.7.

Unsere 50×2 Freikarten sind bereits vergeben! Eintritt zum normalen Tarif gibt es an der Kinokasse.

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