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Corona-Krise

Veranstaltungsbranche in Existenznot: Großdemo zieht quer durch Berlin

Kaum einem Wirtschaftszweig hat die Corona-Krise stärker zugesetzt als der Veranstaltungsbranche – bis heute sind Events mit mehreren Tausend Teilnehmer*innen verboten, zu groß ist die Gefahr einer Ansteckung mit Covid-19. Zugleich kämpfen viele Veranstalter*innen, Künstler*innen und Locations um ihre Existenz. Und fordern bei einer quer durch Berlin verlaufenden Großdemonstration mehr Hilfe von der Politik.

Die Veranstaltungsbranche sieht Rot und ruft zur Großdemo auf: Tausende Veranstalter*innen kämpfen in Berlin für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Foto: Imago/Thiel

Am Mittwoch, den 9. September 2020, findet eine Großdemonstration statt. Bis zum Abend bleiben zahlreiche Straßen in der Innenstadt gesperrt. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 10.000 Teilnehmer*innen, die auf ihre Notlage aufmerksam machen.

Großdemo der Veranstaltungsbrache: Tausende Teilnehmer ziehen durch City

Der erste Zug mit angemeldeten 5.000 Demonstrierenden startete um kurz nach 12 Uhr am Neptunbrunnen und führt über Karl-Liebknecht-Straße, Unter den Linden, Wilhelmstraße, Dorotheenstraße, Scheidemannstraße, Yitzhak-Rabin-Straße und Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor. Eine zweite, motorisierte Kolonne startete am Olympischen Platz. Beginn der Abschlusskundgebung ist 15 Uhr.

Zu dem Großprotest aufgerufen hat das Bündnis #AlarmstufeRot. Das fordern die Demonstrierenden:

  • finanzielle Hilfe für die Unternehmen, die vor dem Kollaps stehen;
  • bundesweit einheitliche Hygienevorgaben bei Veranstaltungen;
  • mehr Planungssicherheit

Hier sind erste Eindrücke der Demonstration:

Mancher Veranstalter sieht sich als Teil der wirtschaftlichen Risikogruppe. Foto: Imago/Thiel
Die Demo ist zweigeteilt, ein Teil der Protestierende startete am Neptunbrunnen. Foto: Imago/Thiel
Auch der tip war vor Ort dabei – als Sponsoringpartner eines Demowagens. Foto: Privat

Die Veranstaltungsbranche leidet seit Monaten unter den Corona-Beschränkungen

Die Event- und Veranstaltungsbranche in Berlin schlägt Alarm wegen der katastrophalen Verluste durch die Coronavirus-Krise – und fordert einen „sofortigen Gesprächstermin“ beim Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). Bereits im Juni machte die Veranstaltungswirtschaft in Deutschland mit einer besonderen Aktion auf ihre prekäre Lage aufmerksam, in dem sie viele Wahrzeichen der Stadt illuminierte.

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