Corona-Blog

Corona-Blog Berlin: Merkel benennt härtere Leitlinien – Strafe für Missachtung

Bund und Länder haben die Leitlinien für das öffentliche Leben verschärft. Am späten Nachmittag trat Merkel vor die Presse, die betonte, dass sich viele Menschen eine bundesweite Einheitlichkeit der Regeln wünschen. Dies sei nun geschehen. Es drohen Strafen für Menschen, die sich öffentlich falsch verhalten. Von einer Ausgangssperre sprach sie öffentlich jedoch nicht.

Der Aufenthalt draußen ist weiterhin erlaubt – aber nur allein oder mit maximal einer nicht im Haushalt lebenden Person. Wohngemeinschaften und Familien dürfen weiter zusammen rausgehen, müssen aber mit eventuellen Kontrollen lebemn. Individueller Sport sowie Spaziergänge seien auch weiter erlaubt. Gastronomiebetriebe sollen nun deutschlandweit schließen, abgesehen von Mitnahme- und Lieferangeboten.

Dicht müssen nun auch alle Betriebe machen, die direkt körperlich und nah mit Menschen arbeiten und keine medizinische Notwendigkeit haben. Von Friseuren über Make-up-Studios bis zu Tattoo-Studios sind viele Branchen betroffen.

Corona-Blog: Die Richtlinien für Deutschland wurden weiter verschärft.  Ein geschlossenes Kino in Berlin. Foto: Imago/Zuma
Corona-Blog: Die Richtlinien für Deutschland wurden weiter verschärft. Ein geschlossenes Kino in Berlin. Foto: Imago/Zuma

„Dies sind nicht irgendwelche Empfehlungen des Staates, es sind Regeln“, sagte die Bundeskanzlerin. Die Ordnungskräfte würden das überprüfen – es sei ein Appell „gerade an jene wenigen, die sich in den vergangene Tagen damit noch schwer getan haben.“ Konkret richtet sich die Verschärfung offensichtlich an all jene Menschen, die in den vergangenen Tagen so taten, als wäre gar nichts, und zum Beispiel in Gruppen in Parks grillten oder Sport trieben.

Arbeitswege und andere wichtige Erledigungen wie Einkaufen sind weiterhin gestattet – unter Berücksichtigung der bekannten Maßnahmen wie 1,5 (oder laut Merkel „besser zwei“) Meter Abstand.

Corona-Ausgangsregeln: Viele hatten sich in Anweisungen gehalten

Viele Berliner halten sich nicht an die Anweisungen in Sachen Schutz und Hygiene – der Regierende Bürgermeister hatte schon vergangene Woche mit einer Ausgangssperre gedroht. Tatsächlich ist die Fallzahl in kurzer Zeit um ein Drittel gestiegen. Die Charité will die Corona-Teststellen mit einer App entlasten und die Polizei schließt Geschäfte, die nicht mehr öffnen dürfen.

Wir sammeln auch Ankedoten, Schlagzeilen, Notizen. Wenn Sie mögen, schicken Sie uns auch Ihre Geschichte, wie Sie mit Corona umgehen und was Sie in der von einer Pandemie heimgesuchten Stadt so erleben. Sie erreichen uns am besten per E-Mail. Stichwort: Corona-Tagebuch.

Corona-Pandemie: Der Bezirk Mitte schließt bereits Spielplätze, der Bürgermeister droht mit einer Ausgangssperre. Foto: Imago/Mang
Corona-Pandemie: Der Bezirk Mitte schließt bereits Spielplätze, der Bürgermeister droht mit einer Ausgangssperre. Foto: Imago/Mang

Donnerstag, 19. März

BER-Eröffnung voraussichtlich verzögert

Die BER-Eröffnung wird sich voraussichtlich verzögern. Wie der „Business Insider“ berichtet, hat der TÜV sein Personal von der Mammutbaustelle abgezogen, nachdem ein Corona-Verdachtsfall im Umfeld aufgetreten ist. Entsprechend können bis zum Beginn des Testbetriebs im kommenden Monat nicht die erforderlichen Bescheinigungen ausgestellt werden. Damit würde der siebente Eröffnungstermin platzen.

Müller negativ getestet

Der Regierende Bürgermeister ist negativ getestet worden. Nach dem Treffen mit einem Israelischen Botschafter hatte es den akuten Verdacht einer Infektion gegeben.

Zahl der Infizierten in Berlin steigt schnell

Inzwischen gibt es in Berlin 519 bekannte Infektionen. Die Zahl stieg innerhalb eines Tages um mehr als ein Drittel – und bei den Neuinifizierten handelt es sich keineswegs nur um Senioren, sondern vor allem um 30 bis 59 Jahre alte Personen. Das geht aus den Daten des Landesamts für Gesundheit und Soziales hervor.

Michael Müller droht mit Ausgangssperre

Laut „BZ“ hat Michael Müller am Mittwochabend mit einer Ausgangsspertre gedroht – als Konsequenz, weil viele sich weiterhin nicht an die Abstandsregeln halten. „Die Menschen haben es noch nicht verstanden. Es ist untragbar, dass tatsächlich eingeladen wird zu Corona-Partys. Furchtbar! Es ist richtig, dass Hamsterkäufe als asozial bezeichnet werden. Da wird anderen etwas weggenommen, die vielleicht dringend drauf angewiesen sind. Und es ist genauso untragbar, wenn Menschen bestimmte Abstandsregeln nicht einhalten“, zitiert die Zeitung der Regierenden Bürgermeister. „Ich kann und will auch nicht ausschließen, ob wir in den nächsten Tagen auch weitere Schritte gehen müssen. Das Thema der Ausgangssperre spielt eine Rolle. Das kann schnell entschieden werden.

Mehrere Bezirke gehen bereits über die Forderungen des Senats heraus, neben Reinickendorf schließt auch Mitte Spielplätze inzwischen.

Mittwoch, 18. März

Charité will Teststellen mit App entlasten

Eigentlich sollen sie helfen, die Corona-Pandemie möglichst schnell einzudämmen und gleichzeitig gehören sie zu den risikoreichsten Orten, an die man sich zu Zeiten dieser Krise begeben kann: Die Corona-Teststellen in den Krankenhäusern der Charité. Dort kommen Menschen, die bereits infiziert sind, mit solchen, die nur glauben, es zu sein, in Kontakt. Aus diesem Grund hat die Charité in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Potsdamer Organisation Data4Life die CovApp herausgebracht. Sie soll die Anzahl solcher risikoreichen Kontakte in den Teststellen minimieren. Man kann die App ganz leicht in einem normalen Browser benutzen.

„Mit dem Einsatz der CovApp leisten wir einen Beitrag zum Schutz unserer Patienten und Beschäftigen. Aufgrund der hohen Nachfrage in unserer Charité-Untersuchungsstelle ist es umso wichtiger, Menschen, deren Symptome nicht auf SARS-CoV-2 hindeuten, in der Untersuchungsstelle nicht zu gefährden und andersherum Patienten, die dringend eine Testung brauchen, schnellstmöglich abstreichen zu können“, sagt der Vorstand Krankenversorgung der Charité, Professor Ulrich Frei.

Die App funktioniert so: Die Nutzer*innen füllen anonym einen Fragebogen aus, auf dem sie angeben, ob sie kürzlich im Ausland waren, möglicherweise Kontakt zu Infizierten hatten und Fragen zu möglichen Symptome beantworten. Zum Schluss erhalten die Nutzer*innen eine Empfehlung. Das kann eine Entwarnung sein oder die Aufforderung, sich sofort an die Hotlines der Senatsverwaltung für Gesundheit oder des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes zu wenden. Besteht Verdacht auf eine Corona-Infektion, gibt die App außerdem die Anweisung, mindestens zwei Meter Abstand zu anderen Menschen zu halten.

Corona-Blog Berlin macht dicht: Ist jetzt auch der Regierende Bürgermeister mit Corona infiziert? Foto: Imago/PEMAX
Corona-Blog Berlin: Die Stadt macht dicht: Ist jetzt auch der Regierende Bürgermeister mit Corona infiziert? Foto: Imago/PEMAX

ESC abgesagt

Der diesjährige Eurovision Song Contest (ESC) in den Niederlanden ist abgesagt. Dies hat die Europäische Rundfunkunion in Genf am Mittwoch mitgeteilt. Grund ist die Unsicherheit für die Planungen durch das Coronavirus, schreibt die Tagesschau. „Dieser Beschluss der EBU war unvermeidlich angesichts der Umstände, von denen ganz Europa derzeit durch das Coronavirus betroffen ist, und all der Maßnahmen, die Regierungen nun ergreifen müssen“, sagte Shula Rijxman, Chefin der niederländischen Rundfunkanstalt NPO. Geplant war die Show für Mitte Mai. Darauf ein bisschen Nicole:

Bürgermeister bald in Quarantäne?

Der Israelische Botschafter ist offenbar mit Corona infiziert. Kürzlich hatte er noch den Regierenden Bürgermeister Michael Müller getroffen. Abgeordnetenhaus-Präsident Ralf Wieland habe die Fraktionen laut „Morgenpost“ informiert, dass der israelische Botschafter positiv auf das Virus getestet worden sei. Jeremy Issacharoff war demnach am 9. März im Abgeordnetenhaus. Eine Donnerstag geplante Parlamentssitzung wird verschoben, das Gesundheitsamt prüft die weiteren Schritte. Wahrscheinlich ist eine Selbstisolation.

Laut Robert-Koch-Institut sind inzwischen 391 Infektionen in Berlin nachgewiesen worden, Stand Mittwochnachmittag.


Bezirke stellen sich gegen den Senat

Der Berliner Senat entschied sich, Spielplätze vorerst offen zu lassen – in den Bezirken findet man die Entscheidung offenbar nicht überall nachvollziehbar – Reinickendorf macht als erstes auf eigene Faust entsprechende Anlagen dicht. Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU): „Wir folgen damit den Leitlinien der Bund-Länder-Vereinbarung, um das Risiko einer Infizierung mit dem Coronavirus so weit wie möglich zu minimieren. Wir halten es für eine fatale Fehleinschätzung des Berliner Senats, nicht die Empfehlungen der Experten, wie am Montag vereinbart, umzusetzen. Spielplätze sind Treffpunkte mit unkontrollierbaren Risiken für Kinder, Eltern und Großeltern zur Weitergabe des gefährlichen Coronavirus.“


Polizei kontrolliert Geschäfte

Corona-Blog Berlin: Die Polizei kontrolliert Geschäfte und Bars – es gibt strikte Regelungebn. Spätis dürfen zwar öffnen, sich aber nicht zu Bars umfunktionieren. Foto: Imago/Ditsch
Corona-Blog Berlin: Die Polizei kontrolliert Geschäfte und Bars – es gibt strikte Regelungebn. Spätis dürfen zwar öffnen, sich aber nicht zu Bars umfunktionieren. Foto: Imago/Ditsch

Mit Hundertschaften soll die Polizei prüfen, ob sich Geschäftsleute an die ab heute geltende Regelung für Schließungen und Öffnungen halten. Bis auf einige wenige Ausnahmen muss der Einzelhandel vorerst pausieren. Super-, Bau-, Tierfuttermärkte bleiben aber unter anderem geöffnet. Eine Lebensmitteletage reicht übrigens nicht – das KaDeWe etwa ist dicht.


Verlagerung des Lebens ins Internet

Immer mehr Künstler und Kulturschaffende verlagern ihre Angebote ins Internet – aus Unterhaltungsgründen, aber auch, um auf ihre Not aufmerksam zu machen und zum Beispiel um klein Spenden zu bitten. Eine umfassende Liste mit Streaming-Angeboten für die Abendgestaltung 2.0. in Zeiten von Corona haben wir hier. Gleichzeitig stehen viele Menschen vor dem finanziellen Abgrund. Auch die Berliner Clubs sind in Not und haben ein gemeinsames Projekt entwickelt – Corona-Solidarität schweißt zusammen.

Inzwischen fast 400 Infizierte

Am Dienstag lag die Zahl der Infizierten in Berlin bei 383. Tendenz steigend.

Dienstag, 17. März

Berlin plant ein neues Krankenhaus

Der Ort steht noch nicht fest, dennoch ist entschieden: Der Senat will schnellstmöglich ein Notfallkrankenhaus aufbauen. Zwar, das stellt die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci bei einer Pressekonferenz heraus, sollten vorerst die bisherigen Kontingente genutzt werden. Allerdings wolle man für einen Extremfall gewappnet sein. Genutzt werden soll dafür offenbar möglichst ein berets bestehendes Gebäude, konkretes gab es aber noch nicht. Der Senat arbeitet dabei mit der Bundeswehr zusammen.

Die Entscheidungen des Senats

Einzelhandel: Der Einzelhandel bekommt Auflagen zur Zutrittssteuerung und zu Abständen zum Beispiel in Warteschlangen. Vieles Wichtige bleibt offen, neben Supermärkten auch zum Beispiel Fahrradhändler, Banken, Buchhändler und Apotheken.

Parks und Spielplätze: Sollen geöffnet bleiben – Eltern wird geraten, ihren Kindern zu vermitteln, dass sie Abstand zu anderen halten sollen.

Gaststätten: Der Betrieb bleibt von 6 bis 18 Uhr erlaubt.

Wirtschaft: Unternehmen sollen unterstützt werden, ein Fond mit Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Unternehmen in Höhe von 100, später 200 Millionen Euro wird aufgelegt. Darin ist auch ein Kontingent für Clubs, für Selbstständige gedacht. Das Angebot richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen.

Corona-Blog Berlin: Ein Schild weist in Kreuzberg darauf hin, dass das Box-Training ausfällt.
Corona-Schließungen: Boxen an einer Kreuzberger Schule fällt aus – als nächstes sind Geschäfte, Kirchen, Moscheen und andere dran. Foto: Imago/Ditsch

Livestream von der PK des Senats

Der Berliner Senat berichtet online über die aktuellen Entwicklungen, allerdings laut Fascebook wohl doch eher um 14.30 Uhr statt wie angekündigt um 13 Uhr.


Die Fußball-Europameisterschaft offenbar verschoben

Das Event soll nun 2021 stattfinden, vom 11. Juni bis 11. Juli. Der Norwegische Fußballverband bestätigte dies zuerst.


Friedrich Merz positiv getestet

„Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv“, sagte der Politiker Friedrich Merz der Deutschen Presse-Agentur.


Zoo ist nun auch geschlossen

Der Zoo ist geschlossen, die Versorgung der Tiere sei aber gesichert, wurde mitgeteilt. Auch Aquarium und Tierpark sind dicht. „Damit die Berlinerinnen und Berliner in diesen außergewöhnlichen Zeiten aber nicht ganz auf ihre tierischen Lieblinge verzichten müssen und auch die weitere Entwicklung der Panda-Zwillinge nicht verpassen, versuchen wir sie ihnen über die sozialen Netzwerke ein Stück nach Hause zu bringen“, so Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Infos zu möglichen Livestreams soll es zeitnah auf www.zoo-berlin.de geben.


BVG dünnt Fahrplan aus

Corona-Blog Berlin: Leere Tram am Alexanderplatz - die BVG dünnen den Fahrplan aus.
Corona-Blog Berlin: BVG dünnt Fahrplan aus. Foto: Imago/Rothermel

Die „Berliner Morgenpost“ berichtet, dass die BVG in den kommenden Tagen ihren Fahrplan ausdünnen will. Danach sollen ab Mittwoch die Metrolinien nur noch alle zehn, alle übrigen Busse und Bahnen alle 20 Minuten verkehren. Die „Kanzler-U-Bahn“ U55 wird demnach eingestellt.


Hertha-Profi erkrankt

Ein Spieler von Hertha BSC ist am Coronavirus erkrankt, das vermeldete der Club über seine Social-Media-Kanäle. In der Kosequenz wurde eine 14-tägige Quarantäne für die Mannschaft, den Trainerstab und die Betreuer angeordnet. Wir wünschen gute Besserung!


Treffen zur Umsetzung der Maßnahmen in Berlin

Am Vormittag soll im Roten Rathaus besprochen werden, wie die umfassenden Maßnahmen – etwa die Schließung der meisten Geschäfte – umgesetzt werden können. Viele Gastronomen und Geschäftsleute klagten zum Beispiel bei Twitter, es würde zu wenig konkrete Ansagen geben. Tatsächlich steht die Schließung von Spielplätzen, Kirchen, Geschäften (mit einigen Ausnahmen) und weiteren Einrichtungen nicht mehr zur Debatte. Auch Vereine und Sportclubs sollen ihre Treffen aussetzen. Es geht nur noch um Details, etwa für Malls, in denen es auch Supermärkte und Drogerien gibt, die offen bleiben dürfen. Um 13 Uhr steht eine Pressekonferenz an.

Hier die wichtigsten Punkte, die die Bundesregierung und die Länder heute festgelegt haben, um die Ausbreitung des…

Gepostet von Bundesregierung am Montag, 16. März 2020

Flughäfen Tegel und Schönefeld bereits schwer getroffen

Angesicht der rapide sinkenden Zahl Reisender sehen sich die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld in Gefahr. Man werde die Unterstützung der Gesellschafter brauchen, erklärte Engelbert Lütke Daldrup von der staatlichen Betreibergesellschaft der Deutschen Presse-Agentur. Trotz der Einnahmeverluste und der Befürchtung, dass das Ostergeschäft ein Reinfall werde: Der BER soll weiterhin am 31. Oktober eröffnen. Halloween… nicht, dass es doch wieder Geisterstunden werden.


Große US-Gastro-Ketten reagieren

Ketten wie Kentucky Fried Chicken und Starbucks haben schnell auf die Corona-Pandemie reagiert. Die Filialen der Kaffeehauskette haben begonnen, die Stühle wegzuräumen, damit sich niemand unnötig im Geschäft aufhält. Und auch Kunden von KFC werden nach Erhalt der Bestellung umgehend aufgefordert, bloß den Laden zu verlassen. Manch einer sagt ja, man solle gar nicht erst hineingehen. Wie so oft: Geschmacksfrage.


Montag, 16. März

Landgericht: Verfahren sollen verschoben werden

Der Präsident des Berliner Landgerichtes, Holger Matthiessen, empfahl den dortigen Richtern laut „Berliner Morgenpost“ seinen Richtern „Verfahren, die keine Haftsachen betreffen, bis nach Ostern zu verschieben.“


Bund und Länder einigen sich – Kirchen und Shops dicht

Corona-Krise: Einkaufszentrum in Österreich – auch in Deutschland soll alles schließen.
Corona-Krise: Einkaufszentrum in Österreich – auch in Deutschland soll alles schließen. Foto: Imago/Eibner Europa

Bund und Länder haben einen Fahrplan erstellt, der nun vorsieht, definitiv alle Geschäfte zu schließen. Ausgenommen sind:

Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel.

Tatsächlich dürfen diese Geschäfte vorerst auch sonntags öffnen. Damit soll eine Entzerrung einsetzen. Zutritt sei, so die Erklärung der Bundesregierung, zu regeln, sodass innerhalb des Ladens Sicherheitsabstände eingehalten werden können.

Kirchen Moscheen und Synagogen bleiben dicht. Restaurants haben nicht vor sechs Uhr zu öffnen und um 18 Uhr schließen (können aber theoretisch Essen ausliefern).


Shutdown kommt näher: Shops sollen schließen

Nun geht offenbar alles ganz schnell. Die Bundesregierung empfiehlt die Schließung aller Geschäfte, Supermärkte und Apotheken ausgenommen. Restaurants sollen nur tagsüber öffnen. Jegliche größeren Zusammenkünfte werden schon jetzt von der Polizei beendet. Hochzeiten, Geburtstage? Keine Ausnahmen. Wann und wie die Länder die Empfehlungen der Bundesregierung umsetzt, ist unklar – es wirkt aber unvermeidbar derzeit. Bayern hat bereits den Katastrophenfall ausgerufen. Wie Berlin reagiert, steht noch nicht offiziell fest.


Absage Theatertreffen – es sollte im Mai stattfinden

Der Trend geht zu langfristigeren Absagen. Das 57. Theatertreffen (1. bis 17. Mai 2020) wurde abgesagt – inklusive der Formate Stückemarkt, Internationales Forum sowie Preisverleihungen und Public Viewings. Auch das 41. Theatertreffen der Jugend im Rahmen der Bundeswettbewerbe (22. bis 30. Mai 2020) leider nicht stattfinden.


Coronakrise: Deutscher Musikrat fordert befristetes Grundeinkommen

Stellungnahme: „Der Deutsche Musikrat begrüßt die Erklärung der Kulturstaatsministerin, Prof. Monika Grütters vom 13. März 2020, die Kultur- und Kreativwirtschaft angesichts der Coronakrise massiv zu unterstützen. Die Auswirkungen der Coronakrise sind dramatisch für das gesamte Musikleben. Dazu gehören neben den vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen der Musikwirtschaft im Produktions- und Veranstaltungsbereich vor allem die freiberuflichen Musikerinnen und Musiker, die in den folgenden Bereichen tätig sind: in der Amateurmusikszene, den freien Ensembles, im Ausbildungs-, Fort- und Weiterbildungsbereich mit den Musikhochschulen, Universitäten und Landesmusikakademien, im musikpädagogischen Bereich von den allgemeinbildenden Schulen, den Musikschulen bis zum Soloselbstständigen und den Komponistinnen und Komponisten ebenso wie die freiberuflich Tätigen in den Chören, Orchestern und Musiktheatern, dem Musikjournalismus und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk.“


Schließungen: Kommen als nächstes die Malls?

Corona-Blog Berlin: Alexa am Alexanderplatz - sind die Malls als nächstes dran?
Corona-Blog Berlin: Das Alexa am Alexanderplatz – sind die Malls als nächstes von Schließungsverordnungen betroffen. Foto: Imago/Schöning

Der Tagesspiegel zitiert online Senatskreise, laut denen als nächstes die Schließungen von Restaurants, Einkaufscentern und großen Möbelhäusern geplant sind. Eine Leserin hatte sich mit diesen Wunsch auch per Mail an uns gerichtet: „Die Kinder und ihre Eltern sollten zu Hause bleiben, viele haben nichts begriffen, rein gar nichts. Um die Langeweile zu vertreiben ist jetzt Shopping angesagt, man hat ja jetzt Zeit. Dadurch wird das Virus niemals eingedämmt werden.“


Wird Veranstaltungs-Verbot ausgeweitet?

Das Haus der Kulturen der Welt – HKW sagt per Mail seine öffentlichen Veranstaltungen bis einschließlich 31. Mai 2020 ab. Alle Ausstellungen seien bis auf Weiteres verschoben. Diese Entscheidung beruhe auf aktuellen „Vorgaben und Empfehlungen der öffentlichen Verwaltung zum Umgang mit dem Coronavirus (COVID-19).“


Mittlerer Schulabschluss: Prüfungen verschoben

Die Prüfungen für den mittleren Schulabschluss (MSA) werden teils verschoben, berichtet der rbb. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte dies dem Sender gegenüber am Montagmorgen angekündigt. Der angesetzte Termin, 21. April, werde etwa zweieinhalb Wochen nach hinten verschoben.


Restaurants reagieren

Dear Gazzo community,We have decided today to close our dine-in for the time being. This is not a decision we take…

Gepostet von Gazzo Pizza am Sonntag, 15. März 2020

Derzeit sind Restaurants noch nicht von der Zwangsschließung betroffen. Allerdings reagieren einige Lokale bereits – um Mitarbeiter zu schützen, aber auch, weil vielerorts bereits Gäste wegbleiben. So hat etwas Gazzo in Neukölln auf reinen Take-Out und Lieferbetrieb umgestellt; der Kontakt zwischen Gästen und Mitarbeitern soll dabei so gering wie möglich gehalten werden.


Ein Video-Package in diesen dunklen Zeiten

https://www.facebook.com/filmkunstbarfitzcarraldo/photos/a.1646557705560146/2547120305503877/?type=3&theater

Die Filmkunstbar Fitzcarraldo stellt ebenfalls um – bald sollen nicht nur Filme auf DVD, sondern auch korrespondierende Snacks und Drinks geliefert werden. Ein „Video-Package“ in „diesen dunklen Zeiten.“


Not macht erfinderisch

Acht Uhr im Netto, Paar, beide um die 60. Sie „Keen Klopapier da.“ Er: „Vielleicht sollten wir Windeln mitnehmen.“ Sicher ist sicher in der Krise. Übrigens: Entgegen der Gerücht sollen Supermärkte NICHT schließen. Unternehmen wie Aldi und Lidl teilen be Facebook entsprechende Nachrichten – dass geöffnet wird und es auch weiterhin ausreichend Ware geben wird.


Nachtflugverbot über Tegel aufgehoben

Das Nachtflugverbot über Tegel ist aufgehoben worden, es soll Fluggesellschaften erleichtern, Reisende zurück nach Deutschland zu bringen.


Sonntag, 15. März

Denkt an die anderen

Leser Michael aus Friedrichshain schickte uns eine – unschöne – Beobachtung: „Man sagt, das Hamstern beruhigt. Aber was ich am letzten Freitag in einem Berliner Baumarkt sah, ist eher beunruhigend: Ein Herr kaufte den ganten Schutzmaskenvorrat für sich auf, hunderte Masken auf einmal. Es fehlen die Handdesinfektionsfläschchen seit Tagen sowieso und nun auch die Masken. Mensch, Du bist nicht allein auf dieser verseuchten Welt!“ Korrekt. Leute: Denkt an die anderen, bitte.


Kater Blau: Infizierter feierte 17 Stunden lang

Im Kater Blau hat am vergangenen Wochenenden eine Person gefeiert, die sich zuvor mit dem Corona-Virus infiziert hatte. Menschen, die am 6. und 7. März dort gefeiert haben, sollen sich unter Mail: coronakontakt@ba-fk.berlin.de melden. Die Person soll sich am 7. von 4 Uhr morgens bis 21 Uhr abends im Kater aufgehalten haben.


Samstag, 14. März

Alles mit mehr als 50 Personen darf nicht mehr stattfinden

Corona-Blog Berlin: Alle Clubs - wie hier das Duncker - und Bars müssen schließen.
Corona-Blog Berlin: Der Senat hat die Schließung aller Clubs – wie hier das Duncker – und Bars beschlossen. Die Hauptstadt kommt zum Erliegen. Foto: Imago/Seeliger

Nach der Ankündigung, dass sämtliche Bars und Clubs in Berlin schließen müssen, hat das Land Berlin nun mit sofortiger Wirkung beschlossen, dass alle Veranstaltungen ab 50 Personen nicht mehr stattfinden dürfen. Nachdem die Kultur, Schulen, Schwimmbäder und die Bundesliga den Betrieb eingestellt haben, führt die Entscheidung faktisch zu einem kompletten Lockdown der Stadt. Ein öffentliches Leben findet in Berlin bis auf Weiteres nicht statt.


Hilfsprojekt aus Zehlendorf

Der 15-jährige Noah Adler hat spontan eine kleine Website gebaut, über die sich Menschen vernetzen können, die anderen in Berlin helfen wollen – zum Beispiel beim Einkaufen: „Ich habe mich gefragt, was man schnell tun kann, um direkt jenen zu helfen, die gefährdet sind.“

Über das Dokument trägt jeder in eine Datenbank ein, was er leisten kann und wo – und andere, was sie brauchen. Mit Freunden und Bekannten stellt er Adler dann Kontakte her.

Das Dokument findet sich hier, die Hashtags sind #UnleashHelp #KeinePanik #COVID19de #CoronaVirusDE


Schulen ab Dienstag dicht

635 Schulen mit 325 525 Schülern sind betroffen – sukzessive werden die Einrichtungen geschlossen, spätestens Mittwoch ist wirklich alles dicht. Schönes Beispiel aus der Redaktion: Ein Vater hat sich mit vier weiteren Elternteilen zusammengeschlossen, sie wollen jeden Tag reihum Unterricht machen – je nach beruflicher Qualifikation. Auch die Schriftstellerin Nikola Richter hatte die Idee, berichtet auf Twitter davon, wie sie sich mit anderen organisiert.


Viele Solidaritätsprojekte starten

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To all guests of SchwuZ, We have urgent news: According to an announcement by Berlins mayor and the health department SchwuZ is obliged to close its doors immediately. We completely understand the reasons for this, given the current situation, but want to protect everybody's health: our employees, our guests, our artists. We also want to acknowledge the enormous problems we are now facing. We want to be honest with you: This closure will hit us, hard. We want to show our solidarity with our more than 100 employees, the many, many freelance artists who work every month with us on every level, the organizers, and also with everyone else for whom we open our doors every night: migrants, FLTI* and queers from all corners of the world – and of this city: With you. We‘ve been showing this solidarity – often including a great financial commitment to the cause – for the past 43 years. We are a place that‘s been build daily for and with our communities. What we earn, we give back in many, many ways. Because of that, SchwuZ does not have the necessary financial resources that would allow us to close for months on end. It will threaten the existence of the oldest and largest queer club in the German-speaking world acutely. We therefore need your help! You can support us immediately by donating – via PayPal or bank transfer:
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help@schwuz.de In the interests of our employees, artists, regular staff, organizers and of course guests, we will develop solutions for this fight in solidarity with all our communities, colleagues and the authorities. We want to economically survive this time of closure and want to master the time after the reopening. For and with you. Thank you so much for your interest and care. Also: Be kind to each other, take care of yourself and others. Support each other, especially older queers who often have no support.

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Wochenlange Schließphasen können für Selbstständige, viele kleine Betriebe in Gastronomie und Kultur sowie anderen Branchen schnell existenzgefährdend werden. Nach dem SO36 hat. sich zum Beispiel auch das Schwuz bereits einen Hilfeaufruf gestartet.

Gerade im Bezug auf besonders bedrohte Menschen – ältere Personen und jene mit schwachem Immunsystem, haben sich inzwischen diverse Hilfsprojekte zur Corona-Solidarität gebildet.


Bars und Clubs ab Montag alle dicht

Bars und Clubs sind nun auch betroffen, sollen ab kommender Woche geschlossen bleiben. Einige Betriebe machten die Türen nach der offiziellen Aufforderung bereits am Freitagabend dicht.

Restaurants sind, anders als etwa im Krisengebiet Madrid, derzeit noch nicht betroffen. Bürgermeister Michael Müller erklärte, dass sie der Grundversorgung dienen.


Freitag, 13. März

Berliner Bäder-Betriebe schließen

Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) heute entschieden, aus Sorge um die allgemeine Gesundheitslage der Bevölkerung die Bäder ab morgen zu schließen. Ausgenommen von dieser Entscheidung sind vorerst Trainingsstätten für den Hochleistungssport.


Der öffentliche Nahverkehr soll in Berlin massiv reduziert werden

Corona-Blog Berlin: Die vordere Tür bleibt verschlossen! Busfahrer dürfen keine BVG-Tickets mehr verkaufen. Foto: imago images / Stefan Zeitz

Wie der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) verlautbaren ließ, soll der Nahverkehr in Berlin vorübergehend auf ein Mindestmaß reduziert werden. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt dabei auf dem Schienenverkehr. Die finalen Details werden diskutiert, komplett entschieden sei noch nichts.


 Bis 19. April bleibt das Arsenal geschlossen

Auch das Kino Arsenal stellt den betrieb bis zum 19. April ein und verabschiedet sich mit einem schönen Hinweis.


Alle Sportanlagen in Neukölln schließen

Die Neuköllner Sportstadträtin Karin Korte: „Aufgrund der aktuellen, besonderen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden vorerst bis zum 19. April alle öffentlichen Neuköllner Sportanlagen (Sporthallen, Sportplätze, Tagungsräume) bis auf Weiteres für jegliche Nutzung gesperrt.“


Nicht vorne in den Bus einsteigen!

Absperrung im BVG-Bus. Wegen der Angst vor dem Corona-Virus ist der Bereich im vorderen teil des Busses gesperrt.
Angst vor Corona: Der Bereich um die Fahrerkabine ist in den BVG-Bussen ist gesperrt, Foto: Eva Apraku

Verkaufszahlen von Sex-Toys steigen weltweit

„Die Verkaufszahlen der Sex-Toy-Marke Womanizer seien laut Hersteller in den letzten Tagen 40 Prozent, teilweise über 100 Prozent in manchen Ländern der westlichen Welt angestiegen“, sagt Sex-Coach und Beziehungsexpertin Susanne Wendel.


Berlin schließt nun doch Schulen und Kitas

Verbotsschild: Schulen werden wegen Corona geschlossen.
Die Berliner Schulen werden wegen Corona geschlossen. Foto: imago images / blickwinkel

In Folge der sich ausbreitenden Infizierungen mit dem Corona-Virus hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) verkündet, dass ab Montag die Schulen und Kitas in Berlin schrittweise geschlossen werden. Das soll erst einmal bis zu den Osterferien andauern. Die Maßnahmen beginnen am Montag mit den Oberstufenzentren. Allgemeinbildende Schulen und Kitas sollen dann am Dienstag folgen.


Massenentlassungen

Beatrice schreibt uns: „Bei uns in der Firma gab es eine Massenentlassungen am Dienstag. Dank Corona hab ich jetzt kein Job mehr. Es gab Null Hilfe vom Staat….die einzige hilfe kam vom Arbeitsamt die in Zusammenarbeit mit meinen Ex Chefs die Kündigungen geschrieben haben….ich könnt so kotzen. Ich bin Mutter und wir wollten umziehen in ein paar Wochen..“


Corona als Fahrrad

Viola Beckmann hat dieses Corona-Fahrrad in der Stadt entdeckt

Nicht nur das Corona-Bier hat ein Markenproblem. Auch dieser Fahrradhersteller dürfte mit Umsatzeinbußen rechnen.


Der Enkeltrick funktioniert auch während der Pandemie

Die Polizei warnt: In den letzten Tagen wurden von Seniorinnen und Senioren häufiger Trickbetrügereien im Zusammenhang mit dem Enkeltrick vor dem Hintergrund Coronavirus angezeigt. Nach den bisherigen Aussagen sollen Unbekannte bei den älteren Menschen anrufen und sich als Angehörige ausgeben haben, die sich mit dem Virus infiziert hätten, im Krankenhaus liegen und nun dringend Geld für teure Medikamente bräuchten. Dann werde vereinbart, dass in Kürze jemand an der Wohnanschrift der Angerufenen vorbeikommt, um das Geld abzuholen. Wenig später erscheinen Personen an den Anschriften und holen Geld und Wertsachen ab.


Corona-Kino

Das Corona-Kino in Kaufbeuren
Das Corona-Kino in Kaufbeuren. Foto: kinoliste.de

Unser Filmredakteur schickt ein Foto ein. Dieses Kino in Kaufbeuren am nordöstlichen Rand des bayerischen Allgäus dürfte es gerade schwierig haben. Doch auch die Berliner Kinos sind von Corona betroffen. Die Absagen von Veranstaltungen häufen sich.


Die Stadt ist leerer aber nicht leer

Freitag früh, die Straßen sind leerer als sonst, weniger Autoverkehr, dafür viele Radfahrer. In den Bussen einsam. Aber noch ist von Endzeitstimmung nichts zu sehen.


Donnerstag, 12. März

Das SO36 braucht Hilfe

Das SO36 sieht sich von Corona bedroht.
Das SO36 hat schon viel überstanden. Jetzt wird es auch vom Corona-Virus bedroht. Foto: Lorie Shaull/ Wikimedia Commons/ https://www.flickr.com/ CC BY-SA 2.0

Schlechte Nachrichten erreichen uns auch vom SO36: „Touren werden abgesagt, Veranstaltungen verboten oder verschoben… und das SO36 steuert in die Katastrophe. Eventuell werden demnächst einfach alle öfentlichen Orte dicht gemacht und dann kann sich jede*r ausrechnen, wie lange ein Laden wie das SO36 ohne jeglichen Einnahmen durchhalten kann.

Wir sind ein gemeinnütziger Verein und können steuerlich relevante Belege über eure Spende ausstellen. Für Kleinbeträge haben wir einen Paypal Account eingerichtet: spenden@so36.de


Berghain schließt, weitere Clubs sind bedroht

Der Berliner Technoclub Berghain bleibt wegen Corona bis zum 20. April geschlossen
Bis zum 20. April wird im Berghain nicht mehr getanzt. Foto: Imago/Zeitz

Das Berghain bleibt bis zum 20. April geschlossen. Die Berliner Club Comission sieht die gesamte Branche bedroht: „Eine temporäre Schließung von Berliner Clubs wird von der Task Force auch in Erwägung gezogen, allerdings würde ein Shutdown von nur wenigen Wochen unweigerlich zur Insolvenz der meisten Clubs führen. Die Clubcommission hat daher im Kontakt zu Banken und Crowdfunding-Anbietern, sowie dem Berliner Senat aufgenommen, um einen Rettungsfonds für soziale Härtefälle einzurichten.“


Bearbeitungszeit im Fitness-Studio

Eine Kollegin ist besorgt und fragt bei ihrem Fitness-Studio wegen möglicher Gefahren an: „Sehr geehrte Damen und Herren, haben Sie aktuelle Informationen zu dem Umgang mit der Corona-Infektionsgefahr in Ihren Studios? Vielen Dank für Ihre Auskunft!“

Die Antwort folgte prompt: „Guten Tag, vielen Dank für Ihre Nachricht. Hiermit bestätigen wir Ihnen den Erhalt Ihrer E-Mail. Wir werden Ihr Anliegen schnellstmöglich überprüfen und bearbeiten. Aktuell haben wir eine Bearbeitungszeit von ca. 3 Wochen.“


Gestern im Bus

Unsere Redakteurin hat sich im Bus geärgert: Ich will hinten einsteigen, dann öffnet die Tür vorne. Steige ein, ohne Ticket zu zeigen. Busfahrer kackt mich an, dass ich immer ein Ticket zeigen soll. Ich: Wieso, man darf doch eigentlich nicht mal mehr vorne einsteigen. Er: Sie haben IMMER ein Ticket zu zeigen. Ich: Sie sind wohl noch nicht up-to-date


Kulturstaatsministerin Monika Grütters stellt sich hinter Künstler

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat Kultureinrichtungen und Künstlern versprochen, sie „nicht im Stich“ zu lassen: „Wir haben ihre Sorgen im Blick und werden uns dafür einsetzen, dass die speziellen Belange des Kulturbetriebs und der Kreativen miteinbezogen werden, wenn es um Unterstützungsmaßnahmen und Liquiditätshilfen geht“.


Toilettenpapier gehamstert

Gut gerüstet: Die Damentoilette im Institut für Architektur der TU-Berlin. Der Seifenspender befindet sich rechts außerhalb des Bildausschnittes.


Berliner Kinos treffen Vorkehrungen

Als vorsorgliche Maßnahme zum Schutz der Gäste hat Cineplex Deutschland sein Buchungstool angepasst. Sitzplätze können nun auch mit einem freien Zwischenplatz gekauft werden. Gleichzeitig lässt sich die Zahl an verkauften Tickets generell limitieren.

Auch das Hackesche Höfe Kino wird sich den Corona-Bedingungen anpassen: Es werden maximal die Hälfte der Sitzplätze pro Saal und Vorstellung belegt. So hat jeder Zuschauer mindestens zwei Plätze zur Verfügung. und vor jedem Einlass desinfizieren die Kino-Mitarbeiter die Türen, die Toiletten und den Thekenbereich.


Öffentliche Bibliotheken verlängern Fristen

Die Bibliotheken des Verbunds der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) verlängern ihre Fristen, um Menschen, die ein erhöhtes Risiko eines schweren Verlaufs einer Corona-Erkrankung haben, Wege zu ersparen. Ab Samstag, dem 14.03.2020, muss ein ausgeliehenes Buch, eine CD, eine DVD nicht zur dritten Verlängerung in einer Bibliothek vorgelegt werden. Alle ausgeliehenen Medien können von zu Hause aus bis zu 9-mal online verlängert werden.


Gestern vorm Späti

… da sang einer mit Freundin im Arm mit weinerlicher Stimme die Unionhymne. Da fiel seine Bierflasche zu Boden, er sah ihr hinterher und zitierte wimmernd die Aufschrift des Etiketts: „Corona!“


Sony Pictures verschiebt Kinopremieren

GREYHOUND Neuer Termin: 25. Juni 2020
(Alter Termin: 7. Mai 2020)

PETER HASE™ 2 – EIN HASE MACHT SICH VOM ACKER Neuer Termin: 30. Juli 2020 (Alter Termin: 6. August 2020 / vormals 26. März 2020)

MORBIUS Neuer Termin: 6. August 2020 (Alter Termin: 30. Juli 2020)

GHOSTBUSTERS: LEGACY Neuer Termin: 20. August 2020 (Alter Termin: 13. August 2020)


Mittwoch, 11. März

„Die Pest“ von Albert Camus ist der absolute Bestseller

Bin FU Student und da ja gerade Semesterferien sind arbeite ich in einer kleinen Buchhandlung in der Nähe der Museumsinsel. Neben der Tatsache, das jeden Tag mehr Kolleg*innen beginnen auch Atemschutzmasken auf dem Weg zur Arbeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragen, ist Camus‘  „Die Pest“ unser absoluter Bestseller. Es läuft so „gut“, das sowohl online als auch in den Berliner Geschäften das Buch derzeit ausverkauft ist beziehungsweise muss mit Lieferengpässen gerechnet werden. Der Rowohlt Verlag arbeitet derweilig eilig an 2 (zwei) neuen Auflagen, absurd ist das Ganze schon und doch macht es Sinn mit der Camus Renaissance. Wollte es einfach mal mit Euch teilen.


Konzertkasse muss selbst erst einmal das Chaos durchdringen

Für Ticketverkäufer ist die Situation derzeit noch ähnlich undurchsichtig wie für viele Kunden. Ein Mitarbeiter von der Konzertkasse 36 (Koka36) in Kreuzberg erklärt uns: „Wir müssen jetzt selbst erst einmal sortieren, nicht alle Veranstalter treten sofort an uns heran. Wir arbeiten daran, alles zu klären, aber teils steht noch gar nicht fest, ob Veranstaltungen nun ausfallen oder ob es einen neuen Termin gibt.“ Immerhin: Die Kunden, die sich melden, seien überwiegend verständnisvoll.


Alle Veranstaltungen ab 1000 Personen werden abgesagt

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sollen in Berlin bis zum Ende der Osterferien am 17. April verboten werden. Diese Entscheidung traf die Gesundheitsverwaltung in Absprache mit der Innenverwaltung.


Geisterspiel in der Alten Försterei

Union Berlin wird beim Spiel gegen die Bayern ohne Zuschauer spielen müssen. Alle Entwicklungen und Absagen wegen Corona gibt es in unserem Live-Blog.


Pressekonferenz mit Angela Merkel mit Jens Spahn

Corona-Tagebuch: Jens Spahn und Angela Merkel in der Bundespressekonferenz mit guter Laune.
Trotzdem noch gute Laune: Jens Spahn und Angela Merkel geben eine Pressekonferenz zum Corona-Virus. Foto: imago images / photothek

Dienstag, 10. März

Die Bühnen schließen

Klaus Lederer verkündet, dass alle Berliner Opern und Theater bis nach den Osterferien geschlossen bleiben. Was man zur Ticketrückgabe bei ausgefallenen Veranstaltungen wissen muss.


Montag, 9. März

Im Berghain alles wie immer

Im Berghain war am Wochenende alles wie immer, berichtet der Kumpel eines Kollegen. Auf den Toiletten sei es voll wie immer und man munkelt, die wenigstens würden darauf achten, wer die gerollten Geldnoten zum Koksen vorher wo hatte. Wir sind nicht wirklich überrascht. Die Berliner Clubs hatten wir als Orte mit besonderer Corona-Ansteckungsgefahr vermutet.


Sonntag, 8. März

Keine Pandemie in der Pizzeria

In Kreuzberg ist die Welt noch in Ordnung. Die Pizzeria Ron Telesky in der Dieffenbachstraße ist voll. Auf engstem raum drängen sich Kinder und Erwachsene. Von Panik ist hier nichts zu spüren.


Samstag, 7. März

Ephemerals sagen Tour ab

Die britische Band Ephemerals hat bekannt gegeben, dass sie ihre in dieser Woche stattfindende Tour nicht fortsetzen wird. Die ersten Absagen trudeln langsam ein.


Freitag, 6. März

Krisenoptimismus

Morgens im Bus M41: Zwei junge Männer, Typ Studenten, reden über Corona. „Bestimmt 30 Millionen Tote weltweit“, orakelt der eine. Und der andere: „Das wirkt sich dann wahrscheinlich günstig auf den Berliner Mietspiegel aus.“


Tränen

Das Theater unterm Dach teilt mit, dass die Premiere und drei weitere Aufführungen der Inszenierung „Wie kann ich stehen in einer Welt, die kippt“, erarbeitet mit Schüler*innen der Thalia-Grundschule in Friedrichshain, abgesagt werden müssen: Die Schule setzt derzeit wegen des Corona-Virus aus Sicherheitsgründen alle außerschulischen Aktivitäten aus. Die Kinder weinen, sie hatten schon seit dem Sommer daran gearbeitet.


Talk of the Town

Am Küchentisch. Zitty-Redakteur: „Weißt du, was Corona ist?“ Sein Sohn (9), leicht genervt: „Na klar, Papa!“ Vater: „Und woher? Nachrichten guckst Du doch nicht.“ Sohn: „Aus der Schule.“ Vater: „Hat eure Lehrerin mit euch darüber gesprochen?“ Sohn: „Nein, aber die anderen in der Klasse. Die reden über nichts anderes mehr.“


Husten

Im Zitty-Großraumbüro: Kollege hustet, ruft sofort laut: „Hab mich nur verschluckt, hab mich nur verschluckt!“ An einem Hustenbonbon. Übrigens: Berlin hat eine Corona-Hotline eingerichtet für alle Bürger.


Krisenoptimismus (2)

Und die jüngere Kollegin so: „Ich finde das ja total aufregend, endlich ist mal richtig Krise. Und nächste Woche vielleicht Revolution, bald dann befreite Gesellschaft!”


Info: Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit hat eine Hotline geschaltet, an der täglich von 8 bis 20 Uhr Fragen zur neuen Infektionskrankheit beantwortet werden. Unter der Tel.: (030) 90 28 28 28 sind die Experten erreichbar. Grundsätzlich beraten aber auch Hausärzte im Fall eines konkreten Verdachts.


Donnerstag, 5. März

Auszeit (2)

In der Kita sagt eine Mutter: „Ich hätte ja nichts dagegen, wenn einer bei uns Corona kriegt. Dann können wir endlich richtig aufräumen. Noch besser: Keiner hat’s, aber die Schule ist zu, dann können alle mit anpacken.“


Prozentrechnung

Im Redaktionspostfach: die Rundmail einer Tätowiererin. Ob jemand noch ein Fläschchen 70-prozentigen Alkohol übrig habe? Die ganze Stadt sei leergekauft, so dass sie Sessions absagen müsse.


Drückeberger

Am S-Bahnhof Tiergarten: Bahn fährt ein, mehrere Leute stehen vor der Tür, aber keiner drückt auf den Knopf. Weil alle sich – Achtung Kalauer – drum drücken wollen, zu drücken. Schließlich muss man den Knopf ja anfassen. Idee für Bus und Bahnen: Türen immer automatisch öffnen.


Maskenknall

Das Wohnhaus einer Zitty-Redakteurin: eine ständige Baustelle. Ihr Lebensgefährte nimmt sich für das Wochenende vor, Rigipsplatten zu schleifen. Braucht Staubschutz für Mund und Nase. Aber: Alle Atemmasken im Baumarkt sind ausverkauft. Obwohl die sicher nicht Corona-Viren-tauglich sind.


Mittwoch, 4. März

Wasch und weg

Nach nicht mal einer Woche ist die antibakterielle Flüssigseife im Zitty-Redaktionsbüro aufgebraucht … geht das immer so schnell?


Sprachbarriere

Der Freund einer Bekannten erzählt von einem Mann, der in der S-Bahn Italienisch gesprochen habe. Danach hätte sich der Wagen in Windeseile gelehrt. Irre.


Maestro muss passen

Ein Kollege flucht. Das Konzert mit Grigory Solokov am 9. März in der Philharmonie, für das er Tickets gekauft hatte, ist auf den 15. Juni verlegt worden. Der Grund: „Maestro Solokov befindet sich zur Zeit in Norditalien und möchte aufgrund der aktuellen Situation nicht reisen.“


Viraler Humor

Kalauer-Klima in der Redaktionsküche. Ein Redakteur: „Bei Corona muss man auch mal Abstriche machen, haha!“ Gemeint sind die Untersuchungen im Mund-Rachen-Raum. Zwei Kolleginnen verdrehen die Augen.


Reisefrust

Israel verhängt Einreiseverbot wegen Corona. Ausgerechnet jetzt! Der Freund einer Redakteurin hat für beide eine Woche zuvor einen Flug nach Israel gebucht hat – ohne Reiserücktrittsversicherung. Jetzt grübeln beide: Ob uns Corona noch bis zum Sommer begleitet? Und kriegt man in solchen Fällen sein Geld zurück?


Grüß dich (2)

Verlagsparty in Kreuzberg, die – anders als die Buchmessen in Leipzig und London – tatsächlich stattfindet: auch hier Irritationen über die richtige Begrüßung. Handschlag? Umarmung? Oder der „Wuhan-Gruß” (Füße gegeneinandertreten), der gerade in den Netzwerken steilgeht? Eine Verlags-Pressefrau: „Scheiß drauf!“ Umarmt. Eine Schriftstellerin, im Vorbeigehen: „Hallo, Umarmung lassen wir heute mal.“


Themenabend

Delphi Lux, 21.30 Uhr. Nach dem Film: Klobesuch. Dort hängt über den Waschbecken ein Zettel, der anschaulich erklärt, wie man sich die Hände wäscht. An diesem Abend lief übrigens: „Parasite“.


Niese Stimmung (2)

Schreibt der Schriftsteller und Ex-Zitty-Kolumnist Jan Brandt, gerade auf dem Weg nach NRW: „Bei uns im Zug ging es eher heiter zu. Bei jedem Niesen hat jemand ,Corona’ gerufen anstatt ,Gesundheit!‘“


Dienstag, 3. März

Hitzköpfe

In der S-Bahn, frühmorgens. Eine Frau zieht sich erst die Winterjacke, dann die Strickjacke aus. Scheinbar ist ihr sehr heiß. Alle schauen erschrocken hin. Zum Glück singt eine andere Frau plötzlich laut kroatische Lieder, sodann sind alle wieder abgelenkt.


Verluste

Michael Müller, Regierender Bürgermeister, erwartet „erhebliche finanzielle Folgen” durch Corona. Beispiele: Tourismus, Hotellerie, Gastronomie. Allein die ITB-Absage schlage mit Verlusten im zwei-, vielleicht sogar dreistelligen Millionenbereich zu Buche. Mittlerweile sind sechs Berliner Corona-Infektionen nachgewiesen.


Auszeit (1)

Abends in der U7. Zwei Frauen, wahrscheinlich Kolleginnen, unterhalten sich. „Wie würde es bei uns wohl weitergehen, wenn wir alle in Quarantäne müssten?“, fragt die eine. Die andere, sichtbar müde: „Ach, zwei Wochen Quarantäne würden mir guttun.“


Leerstellen

Penny-Filiale, Schöneberg, 18.30 Uhr. Am Morgen kam neue Ware. Die Dosen- und Nudel-Regale sind bereits wieder leer, Klopapier gibt es weiterhin keines: Probleme mit der Lieferung. Nach Desinfektionstüchern und -sprays braucht man gar nicht erst zu fragen. Die Kassiererin trägt Handschuhe.


Suppenkasper

Beim Abendbrot. Die Töchter einer Kollegin erzählen, dass die Eltern einer Mitschülerin jetzt alle Chinasuppen in Dosen entsorgen würden – „Da könnte ja Corona drin sein.“


Ernst der Lage

Redakteurin liest im britischen „Guardian“, dass in London ein Student aus Singapur zusammengeschlagen wurde. „I don’t want your coronavirus in my country!“, soll der Täter geschrien haben. Redakteurin kriegt Angst. Was blüht uns in der kommenden Zeit – zusätzlich zum eh schon grassierenden Rassismus in Deutschland?


Corona-Blog Berin: Montag, 2.3.

Niese Stimmung (1)

Zitty-Kollegin in der rappelvollen S-Bahn spürt, dass sie niesen muss, grübelt, was sie jetzt tun soll, steigt am nächsten Halt aus – niest. Steigt in die folgende Bahn wieder ein.


Für’n Arsch (2)

Wedding, im Supermarkt: Dame schiebt vollbepackten Einkaufswagen mit fünf Paletten H-Milch Richtung Kasse. Kassierer winkt ab: „Nur zwei Paletten pro Person!“ Kundin guckt genervt, dreht den Wagen betont umständlich um – eine stille Protestgeste – und legt drei Paletten zurück ins fast leere Fach.


Kundenblick

Montagabend, Wilmersdorfer Straße, im Haushalts- und Dekowarengeschäft Tedi. Zwei junge Frauen, ordentlich durchgestylt, stürmen rein. „Haben Sie Desinfektionsmittel?”, rufen sie der Kassiererin entgegen. Diese, unsicher: „Weiß nicht, heute ist mein erster Tag.” Andere Kundin: „Falls es das hier je gegeben hat, ist es längst ausverkauft.“


Sonntag, 1.3.

Abstandszahlung

Wedding, an der Wohnungstür: Essenslieferung vom Inder. Der Bote will dem Kunden den Beutel weder direkt in die Hand drücken noch das Trinkgeld annehmen. Der Kunde solle es bitte in eine kleine Kiste werfen.


Erster

Spätabends wird der erste Berliner Covid-19-Fall diagnostiziert. Ein 22-jähriger Student, der in einem Großraumbüro arbeitet. 60 Kontaktpersonen werden ermittelt.


Samstag, 29.2.

Für’n Arsch (1)

Ein Freund einer Redakteurin hat vor drei Jahren „Happypo“ gegründet, ein Startup für mobile Bidets. Er schreibt ihr, dass seine Po-Duschen in vielen Drogerien ausverkauft sind, seitdem überall das Toilettenpapier knapp wird.


Freitag, 28.2.

Grüß dich

Ausstellungshaus Me Collectors Room in Mitte, zehnjähriges Jubiläum. Am Eingang hängt ein Zettel mit der Bitte, auf Händeschütteln, Drücken und Küsschen links und rechts zur Begrüßung zu verzichten.


Platz da

Eine Redakteurin geht in ihr liebstes chinesisches Restaurant, das an normalen Abenden total überfüllt ist. Seit einiger Zeit kriegt man dort ganz einfach einen Platz.