Zuhause bleiben

Corona-Kultur: Der digitale Veranstaltungskalender – mit Streams aus Clubs, Theatern und Wohnzimmern

In der Corona-Krise wird die Kultur digital. Mit zahlreichen Livestreams und On-Demand-Angeboten gibt es ein vielfältiges Angebot. Dem Stillstand setzen die Künstler*innen Erfindungsreichtum entgegen. Die Corona-Krise verlangt nach kreativen Lösungen. Die Kulturveranstaltungen verlagern sich ins Internet.

Veranstaltungsorte arbeiten an Formaten, die auch online gut (vielleicht sogar besser) funktionieren. Livestreams von Aufführungen sammeln wir hier, ebenso Konzertmitschnitte, Lesungen, Konzerte und DJ-Sets. The show will go on – tipBerlin hat das digitale Programm gegen Corona-Langeweile: Oper, Theater, Comedy, Musik, Lesungen, Kunst. Wenn ihr selbst etwas plant oder gehört habt, dann schreibt uns: online-team(at)gcmberlin.de

Welche Streams lohnen sich heute?

  • „Die Verlobung in St. Domingo“: Heinrich von Kleists Novelle (1811) erzählt eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Revolution in Haiti. Necati Öziri sieht seine Bearbeitung als „Widerspruch“: So ganz eindeutig sind gute und böse Positionen nicht  zuzuordnen. Maxim Gorki Theater ab 18 Uhr.    
  • „Eure Heimat ist unser Albtraum“: 2019 veröffentlichten Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah diesen kontroversen Sammelband über das Konzept „Heimat“ und völkische Ideale. Im Livestream stellen Aydemir, Mithu Sanyal und Max Czollek ihre Positionen gegen die deutsche Mehrheitsgesellschaft vor. Zu sehen online beim Literaturhaus Berlin um 19 Uhr.
  • Helene Hegemann und „Die Rückkehr nach Reims„: Die Autorin liest heute für die Schaubühne aus ihrem Text „Schwarzach, St. Veit“. Im Anschluss zeigt das Haus Didier Eribons autobiografisch-soziologische „Rückkehr nach Reims“. Ab 18 Uhr
  • Jazz im b-flat: Folge 6 der Corona-Konzerte von Hendrik Nehls and friends um 20.15 Uhr
  • Stringtheorie als Ausgangspunkt für Neue Musik: Um 19 Uhr im Oyoun.
  • Digitaler Salon: Data Kolumna„: Ein Gespräch über big data, open data, Datenjournalismus und Überwachung. Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft um 19.30 Uhr
  • Queer-Edition des Slams des Westens um 20.15 Uhr
  • Manfred Maurenbrechers Wohnzimmerkonzert um 20.30 Uhr.
  • „The Show Must Go On! by Utopia Ltd.“: interaktive Live-Comedy ab 18.55 Uhr
  • „Living in a box“: Bei der Konzertreihe vom Club Gretchen und berta.berlin spielt heute die Band BerlinLobster. Um 21 Uhr
  • Die cie. toula limnaios hat ein Onlineprogramm aufgestellt. Zu sehen ist aktuell das Tourneestück „anderland“ – eine poetische Choreografie über Schwermut, Glück und die Wahrnehmung der Zeit.
  • „Quarieté“: Der Wintergarten hat seine schönsten Aufführungen digital aufbereitet. Gegen eine Spende in beliebiger Höhe kann man „Staunen“, „Der helle Wahnsinn“, „Let’s Twist Again“ oder „Woodstock“, bald auch „Zauber, Zauber“ sehen.
  • „New Empathies“ im Radialsystem – Online-Workshops und Gespräche. Anmeldung und Informationen über die einzelnen Sitzungen hier.


Theater im Stream

Theater im Stream: Das Gorki zeigt "Die Verlobung in St. Domingo – Ein Widerspruch". Foto: Tanja Dorendorf/T+T Fotografie
Theater im Stream: Das Gorki zeigt „Die Verlobung in St. Domingo – Ein Widerspruch“. Foto: Tanja Dorendorf/T+T Fotografie

Im Maxim Gorki Theater gibt es jeden Mittwoch gibt es einen Stream einer Inszenierung online zu sehen – ab 18 Uhr für 24 Stunden.


Cabaret im Livestream: David Kaiser (von Kaiser & Plain) über verrauchte Hafenbars, letzte Runden, Alkohol, Weisheit und Liebe. Mit Songs von Weill und Hollaender
Cabaret im Livestream: David Kaiser (von Kaiser & Plain) über verrauchte Hafenbars, letzte Runden, Alkohol, Weisheit und Liebe. Mit Songs von Weill und Hollaender. Foto: David Kharashevich

Im BKA-Theater gibt es Comedy, Cabaret und Chansons im Livestream. So treten etwa Jade Pearl Baker und Jurassica Parka regelmäßig auf. Das Programm gibt es hier.


Theater im Stream? Nicht ganz. She She Pop können nicht auftreten, also stellen sie sich Fragen zu Leben und Werk am Telefon. Foto: "Kanon"-Cast
Theater im Stream? Nicht ganz. She She Pop können nicht auftreten, also stellen sie sich Fragen zu Leben und Werk am Telefon. Foto: „Kanon“-Cast

Das HAU arbeitet an vielfältigen Online-Konzepten. Lesungen, philosophische Beiträge und natürlich Theater stehen auf dem Programm. Das postdramatische Ensemble She She Pop meldet sich mit einem etwas ungewöhnlichen Format zurück. Statt den „Kanon“, die letzte Produktion, zu spielen, gehen die Ensemble-Mitglieder ans Telefon.


Das Deutsche Theater gibt ein „Heimspiel“ – so heißt die Streaming-Reihe der Kulturinstitution. Jeden Dienstag und Donnerstag gibt es ein Stück online zu sehen, bis zum darauffolgenden Tag um 12 Uhr. Mit „Die härteste Tochter Deutschlands“ über Reichsbürger und Familienkonflikte hat das Deutsche Theater sogar eine Live-Premiere, optimiert für das Internet.



Die Berliner Festspiele haben ein virtuelles Ersatz-Theatertreffen im Internet organisiert. Zudem gibt es ein On-Demand-Programm mit Dokumentarfilmen und Aufzeichnungen von Tanzperformances. Im Fokus stehen Anne Teresa De Keersmaeker und ihr Ensemble Rosas. „Rain“, eine Dokumentation über das Stück sowie „Achterland“ gibt es hier.


„BE at home“, das digitale Programm des Berliner Ensembles, ist angelaufen. 360°-Theaterführungen, eine eigene Online-Inszenierung von Simon Stones „Eine griechische Tragödie“ sowie Diskussionen mit Michel Friedman stehen auf dem Programm. Auch ganz gewöhnliche Theateraufführungen gehören dazu. Der Stream wechselt wöchentlich. Ab 1.5. ist „Das Leben des Galileo Galilei“ zu sehen. Das gesamte Online-Programm des Berliner Ensembles gibt es hier.


„Zwangsvorstellungen“ heißt es bei der Schaubühne – klarer Gewinner im Überbietungswettbewerb der Vorführungsausfall-Wortwitze. Gezeigt werden Aufführungen aus dem Archiv, ab 18.30 Uhr immer bis Mitternacht. Und eine halbe Stunde vorher stellen internationale Autor*innen neue Texte vor.



Das Konzerthaus Berlin hat ein abwechslungsreiches Online-Programm aufgestellt: Rückblicke auf große Konzerte, Kinderprogramm, Playlists und Konzerte aus den Wohnungen der Künstler*innen. Das komplette Programm gibt es hier.


Igor Levit spielt üblicherweise in den berühmtesten Konzerthäusern der Welt. Dem Ausnahmezustand trotzt er, indem er zu Hause bleibt – und seine Konzerte eben einfach dort gibt. Die Livestreams vom Bösendorfer Konzertflügel in seinem Wohnzimmer lassen sich fast jeden Abend im Internet verfolgen. Zwischen 18 und 19 Uhr lohnt sich der Blick auf twitter.com/igorpianist – ansonsten natürlich auch, denn der Star-Pianist überzeugt nicht nur mit Musik, sondern engagiert sich auch gegen die unhaltbaren Zustände in griechischen Refugee Camps.


Klassik im Stream

Zeitgenössische Musik im Livestream: Das Ensemble PianoPercussion Berlin tritt im BKA-Theater auf. Foto: Neda Navaee
Zeitgenössische Musik im Livestream: Das Ensemble PianoPercussion Berlin tritt im BKA-Theater auf. Foto: Neda Navaee

Die Reihe „Unerhörte Musik“ im BKA-Theater geht digital weiter: Zeitgenössische Musik wird als Livestream gesendet.


Daniel Hope setzt auf Arte seine Reihe „Hope@home“ fort. Die neuen Episoden entstehen nicht mehr in seinem Wohnzimmer, sondern an ausgewählten Konzertlocations mit Tradition und Geschichte. Der Tourauftakt am 15.5. fand in Clärchens Ballhaus statt.


Klassik im Stream: Daniel Barenboim und die Staatskapelle sind im Staatsopern-Stream oft zu erleben. Zum Jahrestag der Befreiung dirigiert der Maestro ein Konzert in Kammermusik-Besetzung. Foto: Holger Kettner
Klassik im Stream: Daniel Barenboim und die Staatskapelle sind im Staatsopern-Stream oft zu erleben. Zum Jahrestag der Befreiung dirigiert der Maestro ein Konzert in Kammermusik-Besetzung. Foto: Holger Kettner

Das abwechslungsreiche Programm der Staatsoper bestand aus einer ganzen Reihe von Konzertmitschnitten unter der Leitung von Daniel Barenboim und anderen. Mittlerweile gibt es an der Staatsoper Livestreams, jeden Freitag ist ein neues Konzert zu sehen.


Klassik im Stream: Auch das DSO Berlin hat ein Online-Programm mit Meisterwerken der klassischen Musik. Das Bild zeigt das Orchester in Zeiten vor Corona. Foto: Kai Bienert
Klassik im Stream: Auch das DSO Berlin hat ein Online-Programm mit Meisterwerken der klassischen Musik. Das Bild zeigt das Orchester in Zeiten vor Corona. Foto: Kai Bienert

Livestreams sind für große Orchester sicherlich schwierig, auch wenn öfter Kammerensembles gemeinsam auftreten. Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) stellt Stück für Stück grandiose Aufzeichnungen vergangener Konzerte online. Das Programm findet ihr hier.


Literatur im Stream

Literatur, Kunst und Diskussionen im Stream: Alexander Kluge wagt in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Berlin den "Versuch einer Revue". Foto: privat
Literatur, Kunst und Diskussionen im Stream: Alexander Kluge wagt in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Berlin den „Versuch einer Revue“. Foto: privat

Im Literaturhaus Im Literaturhaus Berlin heißt es „Li-Be in Zeiten von Corona“. Viele der geplanten Veranstaltungen gibt es als Online-Format. Das Programm gibt es hier. Ein Höhepunkt war der „Versuch einer Revue mit Alexander Kluge“ am 12.5 – unter anderem mit Helge Schneider. Das Literaturhaus ist auch ein vielfältiger Raum für Diskussionen, etwa über den Sammelband „Eure Heimat ist unser Albtraum“.


Das Haus für Poesie startet mit wöchentlichen Lesungen und anderen Live-Veranstaltungen in die Streaming-Welt. #kanalfürpoesie heißt das Digitalprogramm. Weitere Informationen gibt es hier.


Konzerte im Stream

Livestream-Premiere: Erobique und weitere im HAU. Foto: Julia Steinigeweg
Livestream-Premiere: Erobique und weitere im HAU. Foto: Julia Steinigeweg

Im HAU hätte die Revue „Wir treiben die Liebe auf die Weide“ schon im April stattfinden sollen. Einen Song daraus gab es stattdessen immerhin als Live-Premiere – mit Sidney Frenz (Gesang), Erobique (Keys), Marcel Römer (Drums/Bass), Paul Pötsch (Gitarre), Jan Schnoor (Percussion), Pola Lia SchultenAnna SuhrJuno Meinecke und Albrecht Schrader (Chor). 

Konzert im Livestream: Lena Stoehrfaktor tritt im Suicide Club auf. Foto: Andreas Domma
Konzert im Livestream: Lena Stoehrfaktor tritt im Suicide Club auf. Foto: Andreas Domma

„Quarantine Club“ heißt es im Suicide Club: Die Veranstaltung mit Live-Konzerten und DJ-Sets findet an Himmelfahrt statt. Mit auf dem Programm steht etwa Lena Stoehrfaktor.


Urban Spree, Gretchen und das Panda Theater sind Spielstätten für herausragende Performances im Miniaturrahmen: Die Plattform berta.berlin veranstaltet dort Livestream-Konzerte, bei denen beispielsweise Kalle Kalima, Bobby Rausch und das Avantgarde-Jazz-Duo Training aufgetreten sind.


Konzert im Livestream: Dota und Band treten im Festaal Kreuzberg auf. Foto: Annika Weinthal
Konzert im Livestream: Dota und Band sind im Festaal Kreuzberg aufgetreten. Foto: Annika Weinthal

Der Festsaal Kreuzberg hat kein Live-Publikum, aber Programm. Thorsten Nagelschmidt hat dort seinen großen Berlin-Roman „Arbeit“ vorgestellt, und Konzerte gibt es auch, beispielsweise von Dota Kehr und Band.


Livestreams gibt es natürlich auch im Radio. Der Berliner Sender Radioeins überträgt regelmäßig Wohnzimmerkonzerte von Künstler*innen. Das Programm kennt keine Genregrenzen: Sebastian Krämer war schon dabei, aber auch Elektro-Institutionen wie Modeselektor.


Die Sitzreihen ist leer, und auf der Bühne befinden sich nur Dagmar Manzel und Intendant Barrie Kosky: „Celebrations“ heißt die Konzertreihe der Komischen Oper. In der dritten Ausgabe, online seit 7.5., geht es um Klassiker der Berliner Jazz-Operette.


Der Berlin Culture Cast organisiert regelmäßig Konzerte, von Rap über Folk bis zu Metal und Punk. Bisher waren so schon Pöbel MC, The Toten Crackhuren im Kofferraum und Howling Wolves live zu erleben.


Der Berliner Swing-Bandleader Andrej Hermlin kann nicht ohne Musik, sagt er. Deshalb streamt er jeden Abend um 19 Uhr ein Live-Konzert. Mit dabei sind weitere Hermlins, nämlich David und Rachel, manchmal auch musikalische Gäste. Jeden Abend kann man auf Facebook vorbeischauen und das 19-Uhr-Konzert genießen.

BREAKING NEWS!! 💥💥Heraus zum 1. Mai! 🌷Und zwar auf Bandcamp! Heute könnt Ihr dort unser brandneues Album “The Music…

Gepostet von Andrej Hermlin am Freitag, 1. Mai 2020

Corona-Clubkultur: #unitedwestream

Livestream mit Pantha du Prince: Der Elektro-Produzent legt neben vielen weiteren für #unitedwestream im Silent Green auf. Foto: Promo
Livestream mit Pantha du Prince: Der Elektro-Produzent legt neben vielen weiteren für #unitedwestream im Silent Green auf. Foto: Promo

#unitedwestream ist der Hashtag, unter dem die digitale Feierkultur sich sammelt. Die Clubs trifft die Corona-Krise besonders hart: Physical Distancing legt den Betrieb lahm. Die Berliner Clubs sind existenziell bedroht. Das Streaming-Angebot beginnt mit Live-DJ-Sets von leeren Dancefloors, außerdem Konzerte, Performances, Diskussionsrunden, Vorträge und Filme. Den Anfang machte das Gretchen mit einer Live-Übertragung auf radio1. Zahlreiche Berliner Clubs nehmen teil. Für #unitedwestream läuft der tägliche Countdown. Um 19 Uhr geht es hier los. Mittlerweile öffnen einige Clubs wieder, allerdings hat der Betrieb mit Feierkultur nicht viel zu tun.

Corona, Kultur, Club: Das Watergate hat mitgemacht bei #unitedwestream. Livestreams aus Berliner Clubs machen Stimmung – und auf die prekäre Lage aufmerksam.
Das Watergate bei #unitedwestream. Desinfektionsmittel darf nicht fehlen beim DJ-Set. Und Publikum ist nicht dabei, die Livestreams finden ohne Publikum im Haus statt. Foto: Jascha Müller-Guthof

Oper im Stream

Oper im Stream: Dagmar Manzel in der Titelrolle der Operette "Die Perlen der Cleopatra" an der Komischen Oper Berlin. Foto: Iko Freese/drama-berlin.de
Oper im Stream: Dagmar Manzel in der Titelrolle der Operette „Die Perlen der Cleopatra“ an der Komischen Oper Berlin. Foto: Iko Freese/drama-berlin.de

Die Komische Oper Berlin hat gleich mehrere Werke im On-Demand-Programm: Claude Debussys rätselhaft-verträumte Opern-Bearbeitung von Maurice Maeterlincks „Pelléas et Mélisande“, Jaromír Weinbergers „Frühlingsstürme“, die wohl letzte Operette der Weimarer Republik, ein Kurt-Weill-Programm mit Barrie Kosky und Katharine Mehrling, außerdem „La Bohème“ von Puccini und Tschaikowskis“ Jewegeni Onegin“ und „Die Perlen der Cleopatra“.


Kultur im Stream: Die Deutsche Oper hat ein umfangreiches Online-Angebot, unter anderem mit einer schön schrägen Inszenierung der „Schneekönigin“. Foto: Thomas Aurin

Das Online-Angebot der Deutschen Oper ist ziemlich umfangreich. Highlights aus dem Archiv mit gefeierten Inszenierungen gibt es dort zu sehen. Darüber hinaus sorgen Aufnahmen der BigBand der Deutschen Oper für Abwechslung. Und auch für Kinder gibt es Programm: zum Beispiel „Die Schneekönigin“. Das Andersen-Märchen ist hier als Roadtrip mit schrägen Synthesizer-Klängen zu sehen. Das Online-Angebot in Corona-Zeiten findet ihr hier.


Kunst, Galerien und Museen online

Kunst und Filme im Stream: Shahram Entekhabis "Breakfast with Dinosaurs" (2008) ist Teil des "Berlin Video Art Festivals" in der Berlinischen Galerie. Foto: courtesy the artist
Kunst und Filme im Stream: Shahram Entekhabis „Breakfast with Dinosaurs“ (2008) ist Teil des „Berlin Video Art Festivals“ in der Berlinischen Galerie. Foto: courtesy the artist

Die Berlinische Galerie hat ein umfangreiches Online-Angebot entwickelt. Regelmäßig finden Führungen durch die Ausstellungen statt. Dabei stehen immer wieder unterschiedliche Themen im Fokus: Frauen in der Weimarer Republik, die Neue Sachlichkeit oder das Wirken des Fotografen Umbo. Auch das dreitägige „Berlin Video Art Festival“ fand online statt.


Die Akademie der Künste hat schon längst ihre John-Heartfield-Sammlung online zugänglich gemacht. Der komplette grafische Nachlass von John Heartfield (1891–1968) ist hier zu sehen. Heartfield war gerade in Zeiten der Weimarer Republik einer der politischsten Künstler. Er gilt als Erfinder der politischen Fotomontage. heartfield.adk.de


Corona: Solidarität ist wichtig

Viele – wenn nicht alle – dieser Events sind kostenlos. Das Internet ist für alle da. Gleiches gilt aber auch für Solidarität. Unterstützt die Locations, unterstüzt die Künstler*innen. Überlegt, ob ihr gekaufte Karten wirklich zurückgeben wollt. Setzt euch dafür ein, dass wir noch Theater, Literaturhäuser, Clubs, Bars und Konzert-Locations haben, wenn die Krise vorbei ist. Zahlt freiwillig. Spendet. Auch tipBerlin-Redakteur Erik Heier plädiert für eine neue Zahlungsmoral. Und beim Thema Geld ist die GEMA vorn mit dabei: Die ersten Künstler*innen haben bereits Zahlungsaufforderungen für ihre Wohnzimmerkonzerte erhalten. Auch darüber berichten wir.

Mehr zum Thema Corona in Berlin

Unsere zentrale Seite zu Corona in Berlin: Alle Berichte, Kommentare, Hintergrundinformationen, Reportagen und Fotostrecken. Wir haben zudem ein Hilfsprojekt gestartet, „tip Berlin hilft“.

Den Entwicklungen folgen wir in unserem Corona-Berlin-Blog. Für die Kulturszene der Stadt ist die Lage dramatisch. Zwar setzt eine Welle der Corona-Solidarität in Berlin ein. Allerdings sind die vielen abgesagten Veranstaltungen existenzbedrohend. Wenn ihr trotzdem Tickets zurückgeben möchtet, informieren wir hier über eure Rechte.

Wer sich selbst beschäftigen will und muss: 100 Berlin-Romane, die jeder kennen sollte. Dazu unsere Podcast-Tipps – und was sich auf Netflix & Co. gerade lohnt. Die Stadt Berlin informiert hier über alles in Sachen Corona.