• Kino & Stream
  • Die Filmstarts vom 3. September: Von „Corpus Christi“ bis „Nina Wu“

Neu im Kino

Die Filmstarts vom 3. September: Von „Corpus Christi“ bis „Nina Wu“

Der polnische Film „Corpus Christi“, in dem ein Haftentlassener sich als Priester ausgibt, ist einer von mehreren hochkarätigen Starts in dieser Woche; ebenfalls sehenswert findet der tip das Kriminaldrama „Drei Tage und ein Leben“, das Schauspielerinnen-Schicksal „Nina Wu“, das italienische Kriegsdrama „Eine private Angelegenheit“, und für Kinder und Jugendliche gibt es den intelligenten Film „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“


„Corpus Christi“ von Jan Komasa

"Corpus Christi" von Jan Komasa
„Corpus Christi“ von Jan Komasa. Foto: Arsenal Filmverleih

Gesellschaftsdrama Um Täuschung geht es in den Filmen des polnischen Regisseurs Jan Komasa, um falsche Identitäten, vor allem aber um die Folgen, die dieses Spiel mit der Wahrheit auf die Beteiligten hat, sowohl auf die Täter, wie die Opfer. Im vielfach ausgezeichneten „Corpus Christi“ ist es ein junger Mann, gerade aus dem Gefängnis entlassen, der sich durch eine simple Täuschung plötzlich in der Rolle eines Priesters wiederfindet. Als Seelsorger spendet er in einem kleinen Dorf dringend benötigten Trost, trotz oder gerade wegen seiner ungewöhnlichen Methoden, womit Komasa andeutet, dass die Frage, was wahren Glauben ausmacht, nur schwierig zu beantworten ist. MM

Polen 2019; 116 Min.; R: Jan Komasa; D: Bartosz Bielenia, Elisa Rycembel, Aleksandra Koniezczna; Kinostart: 3. 9. 2020

Hier die tip-Filmkritik zu „Corpus Christi“


„Eine private Angelegenheit“ von den Brüdern Taviani

"Eine private Angelegenheit" von den Brüdern Taviani
„Eine private Angelegenheit“ von den Brüdern Taviani. Foto: Kairos Film

Kriegsdrama Die italienischen Brüder Paolo und Vittorio erzählen in „Eine private Angelegenheit“ die Geschichte des Partisanen Milton (Luca Marinelli), der sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auf die Suche nach seinem Freund Giorgio (Lorenzo Richelmy), begibt. Milton streift durch den Nebel im Piemont und schleicht in der grün-grauen Tristesse umher, während ihn immer wieder lebhafte Erinnerungen an die Liebe und bessere an Zeiten heimsuchen.

Una questione privata (OT) IT/FR 2017, 85 Min. R: Paolo und Vittorio Taviani, D: Luca Marinelli, Lorenzo Richelmy, Valentina Bellè, Kinostart: 3. 9. 2020

Hier die tip-Filmkritik zu „Eine private Angelegenheit“


„Drei Tage und ein Leben“ von Nicolas Boukhrief

"Drei Tage und ein Leben" von Nicolas Boukhrief
„Drei Tage und ein Leben“ von Nicolas Boukhrief. Foto: Atlas Film

Kriminaldrama Ein kleiner Junge verschwindet, ein kleines Gemeinwesen gerät in Aufruhr; das Publikum kennt den Täter, doch ist er auch der Schuldige? Ein Krimi, bei dem weniger die Aufklärung eines Verbrechens im Mittelpunkt steht, als vielmehr die moralischen Implikationen von dessen jahrelanger Verheimlichung.

Trois jours et une vie (OT); F 2019; 120 Min.; R: Nicolas Boukhrief; D: Jeremy Senez, Pablo Pauly, Sandrine Bonnaire; Kinostart: 3. 9. 2020

Hier die tip-Filmkritik zu „Drei Tage und ein Leben“


„Nina Wu“ von Midi Z

"Nina Wu" von Midi Z
„Nina Wu“ von Midi Z. Foto: rapid eye movies

Kinodrama Nina Wu (Ke-Xi Wu) hält sich bereits seit acht Jahren mit Nebenjobs in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh über Wasser, als sich ihr endlich die Chance auf eine große Filmrolle bietet. Doch schon beim Casting, wie auch später beim Dreh, muss die junge Schauspielerin Missbrauch und viele Demütigungen ertragen, an denen sie zunehmend zerbricht. Der vom international geschätzten Regisseur Midi Z gedrehte Film erzählt in kalten Bildern und mit vielen audiovisuellen Kniffen beklemmend von Machtgefällen und Missbrauch in der Filmindustrie.

Juo ren mi mi (OT); Taiwan 2019; 103 Min.; R. Midi Z; D: Wu Ke-xi, Vivian Sung, Kimi Hsia, Ming-Shuai Shih; Kinostart: 3. 9. 2020

Hier die tip-Filmkritik zu „Nina Wu“


„Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ von Steven Wouterlood

"Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess"
„Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“. Foto: Farbfilm

Jugendfilm Ein Junge trifft in den Ferien auf ein seltsames Mädchen und erfährt viel über die Welt der Erwachsenen. „Tess“ versteht es mit Leichtigkeit, ein eigentlich ernstes Thema auf eine zwar verspielte, aber restlos unalberne Weise ziemlich vergnüglich zu behandeln. Am Ende sind hier alle ein Stück weit erwachsener geworden – und das gilt nicht nur für die Kinder. LP

Mijn bijzonder rare week met Tess (OT); NL 2019; 84 Min.; R: Steven Wouterlood; D: Sonny van Utteren, Josephine Arendsen, Jennifer Hoffman; Kinostart: 3. 9. 2020

Hier die tip-Filmkritik zu „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“


Die Filmstarts vom 27. August im Überblick; die Filmstarts vom 20. August

Mehr über Cookies erfahren