• Stadtleben
  • Tipps für eure Freizeit in Berlin: Besondere und interessante Termine

Stadtleben

Tipps für eure Freizeit in Berlin: Besondere und interessante Termine

Berlin, Stadt der Abenteuer. Überall finden spannende Veranstaltungen statt. Ein kleiner Ausflug wird so schnell zur ganztägigen Erlebnisreise. Flohmärkte, Vorträge, Lesungen, Theaterstücke und vieles mehr mit vielfältigen thematischen Schwerpunkten sorgen für abwechslungsreiche Tage. Da kommt keine Langeweile auf. Hier findet ihr Tipps für euer Freizeitprogramm.


„Winteroase auf dem Pfefferberg“: Weihnachtsmarkt

Winteroase am Pfefferberg. Foto: Kathrin Leisch

Wer sich auf das Freigelände bzw. die Terrasse des Pfefferbergs begibt, wähnt sich irgendwo in einer lauschigen Brandenburger Provinz, aber gewiss nicht mitten in der Hauptstadt. Auch die Winteroase, eine Art Weihnachtsmarkt mit Essen und Getränken, profitiert von der buchstäblich abgehobenen Lage. Freitags bis sonntags kann man hier Geschenke nach dem #shoplocal-Prinzip kaufen. Ein Lagerfeuer erwärmt zusätzlich das Gemüt.

  • Pfefferberg Schönhauser Allee 176, Prenzlauer Berg, tägl. 15–22 Uhr, Shopping: Fr–So 15–22 Uhr

„Eislaufen + Eisstockschießen”: Wintersport

Eislaufen am Zenner. Foto: Janek Grahmann

Ab wann – und ob überhaupt – wir in Berlin echtes Winterwetter mit Schnee und zugefrorenen Seen haben werden, wissen selbst Meteorologen derzeit (noch) nicht. Auf ein Wintersportvergnügen allerdings kann man jedes Jahr zählen – so nicht Corona einen Strich durch den Spaß zieht: Eislaufen auf künstlichen Eisbahnen. Hinzugekommen zu den städtischen und einigen temporären privat organisierten Eisbahnen sind auch die Bahnen bei Zenner in Treptow: Hier kann man nicht nur Eislaufen, sondern auch Eisstockschießen.

  • Zenner Alt-Treptow 15–17, Treptow, Eislaufen (Tickets: ab 5 €) tgl. bis So 19.12., Eisstockschießen (pro Bahn: 99 €) tgl. bis Mi 15.12., Uhrzeiten usw. unter: zenner.berlin; weitere Eisbahnen stellen wir hier vor

„Postkarten selber machen“: Mini-Workshop mit Polaroid

Mal was anderes als die übliche Weihnachtskarte verschicken dank Workshop bei Dussmann. Foto: Polaroid

Klar kann man seine Weihnachtsgrüße auch digital verschicken. Doch viel überraschender und individueller ist die gute alte Weihnachtsgrußkarte. Vor allem wenn sie selbstgemacht ist. Im 45-minütigen Mini-Workshop Polaroid lernen die Teilnehmenden, wie sie Handy-Fotos mit der „Emulsion Lift Technik“ im Wasserbad auf einen Karton übertragen wird.

  • Dussmann Kulturkaufhaus Friedrichstraße 90, Mitte, Fr + Sa 3.+4.12, 13-19.45, Tickets: 10 €, Anm. unter: [email protected]

„Radioeins Kommentatoren-Talk“: Gespräch über die neue Bundesregierung

Nach der vergangenen Bundestagswahl sah man vielerorts lächelnde Politiker:innen und wurde auf Hoffnung eingestimmt: Klimaschutz, Digitalisierung, Wohnungsbau – jetzt geht’s loohos! Inzwischen aber knirscht es unter den künftigen Koalitionären, vor allem den Grünen werden Grenzen aufgezeigt. Zur Lage der Nation diskutieren u.a. Tina Hildebrandt (DIE ZEIT), Hajo Schumacher (Berliner Morgenpost) und Markus Feldenkirchen (Spiegel). Gastgeber ist radioeins-Moderator Marco Seiffert.

  • Tipi am Kanzleramt Große Querallee, Tiergarten, So 5.12., 12 Uhr, Tickets: 14,50 €, tipi-am-kanzleramt.de

„Zukunft der Mobilität“: Ausstellung

„Zukunft der Mobilität“ im Futurium. Foto: David von Becker

Dass man für ein Treffen von zwei oder mehreren Menschen nicht zwingend kleine oder große Strecken zurücklegen muss, haben viele in Corono-Zeiten gelernt: Sie nahmen an Video-Konferenzen teil. In der neuen Futurium-Ausstellung „Zukunft der Mobilität“ geht es nicht nur um tatsächliche Fortbewegung etwa in Kilometern. Sondern um alle Arten von (auch geistiger) Bewegung. Und wie diese künftig – barrierefrei – gestalten werden könnte. Mit Begleitprogramm.

  • Futurium Alexanderufer 2, Mitte, Mi, Fr–Mo 10–18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Eintritt frei, futurium.de

„Lichterglanz im Tannenwald“: Weihnachtsmarkt

Schön Kränze mit Kerzen drauf kaufen und generell einfach mal ein bisschen beweihnachten lassen in der Späth’schen Baumschule. Foto: Daniela Incoronato

Wer von einer Baumschule in der Vorweihnachtszeit erwartet, dass sie lediglich ein paar Weihnachtsbäume über die Verkaufstheke rüberwachsen lässt, kennt nicht die Späth’sche Baumschule. Denn die dreht mit ihrem traditionellen Weihnachtsmarkt zusätzlich am Stimmungsrad: Beim Open-Air-Schattentheater, bei weihnachtlichen Märchenstunden des Hexenkessel Hoftheaters oder bei herzerwärmender Festtagsmusik. Natürlich gibt es auch jede Menge Verkaufsstände. Angeboten werden so winterliche Leckerereien, aber auch Spielzeug aus dem Erzgebirge. Auch an anderen Orten starten nun die Weihnachtsmärkte.


„Weihnachten im Tierpark“ und „Christmas Garden“: Illumination

Im Tierpark wird’s weihnachtlich. Foto: Michael Clemens

Wer (noch vor Corona-Zeiten) in der Vorweihnachtszeit den „Christmas Garden“ im Botanischen Garten besuchen wollte, weiß, was Schlange stehen heißt: Das Lichtspektakel im nächtlichen Park lockte regelmäßig Heerscharen herbei. 2021 hat das Illuinations-Fest nicht nur Ableger in acht weiteren deutschen Städten gefunden. Auch im Tierpark Berlin funkelt, glimmt und leuchtet es.

  • Tierpark Berlin Am Tierpark 125, Friedrichsfelde, ab Mi 17.11., Mo-So ab 16.30 Uhr (bis 9.1.), Tickets: 17/ 14,50 €, weitere Infos findet ihr hier
  • Botanischer Garten Königin-Luise-Str.6-8, Dahlem, ab Fr 19.11., Mo–So ab 16.30 Uhr, Tickets 10 /8,75 €, weitere Infos findet ihr hier

Rodelfreude bei der 18. Winterwelt am Potsdamer Platz

Rodelbahn auf dem Weihnachtsmarkt Winterwelt am Potsdamer Platz – 2020 musste das Vergnügen ausfallen. Foto: Imago/STPP

Bis Weihnachten ist noch ein Moment, ein bisschen Stimmung ist aber schon auf dem Potsdamer Platz. Vom 29. Oktober bis 2. Januar steht wieder die Winterwelt am Potsdamer Platz. Ja, das ganze Areal mit Holzbuden, Après-Ski-Party in der Salzburger Schmankerlhütte und Stiegl Alm ist (Angebot von Tiroler Brettljause, bayrischer Obazda, und Wiener Saftgulasch bis zu Germknödeln) nicht unbedingt sonderlich filigran in der Anmutung. Macht aber nichts, muss man ja nicht mitmachen. Aber was ohne Frage Spaß macht, ist die Abfahrt auf der zugehörigen Rodelbahn mit Blick aufs Brandenburger Tor. Ist immerhin die größte mobile Rodelbahn Europas. Eine Fahrt kostet 1,50 Euro, wobei echte Rodelfans zu einem 4er-Ticket für fünf Euro oder direkt zu einem Zehner-Ticket für zehn Euro greifen.

  • Winterwelt Potsdamer Platz, Mitte, tgl. 11-22 Uhr, Alm 11-00 Uhr, Schmankerlhütte Mo-Do 17-max 3 Uhr, Fr-So 13-max 3 Uhr, 14.11. und 21.11 geschlosen, Infos & Reservierungen hier

„Before Night Falls. Alltag, Strukturen und Bruchlinien im Arbeitermilieu bis 1933”: Ausstellung

Laubenfest in Spindlersfeld bei Berlin, 1926. Foto: Stadtmuseum Berlin

Die Ausstellung Before Night Falls. Alltag, Strukturen und Bruchlinien im Arbeitermilieu bis 1933 bietet Einblicke in das Leben und den Alltag von Arbeiter:innen in Berlin zu Zeiten der Weimarer Republik, mit besonderem Augenmerk auf Kreuzberg. Auch stellt sie Zusammenhänge zwischen kulturellen und politischen Ereignissen dar, belichtet Hintergründe zur Arbeiter:innenbewegung und zeigt auf wie Nationalsozialist:innen Anbindung an deren Lebenswelt suchten.

  • FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum Adalbertstraße 95A, Kreuzberg, Di–Do 12–18 Uhr, Fr–So 10–20 Uhr, weitere Infos unter fhxb-museum.de

„Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“: Ausstellung

Rhoda Erdmann war Mitbegründerin der experimentellen Zellbiologie in Deutschland. Falls ihr nur Bahnhof versteht, solltet ihr euch die Ausstellung „Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ anschauen. Foto: Gemeinfrei

Frauen in der Wissenschaft und ihre Errungenschaften: Die Grundlage für die Ausstellung „Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ sind gemeinsam erarbeitete Wikipedia-Einträge vom Berlin Institut of Health in der Charité sowie von Bürger:innen. Sie berichten von Meilensteinen, die Frauen in der Wissenschaft gesetzt haben und wie diese Forscherinnen den Weg für ebenfalls sehr wissensdurstige Nachfolgerinnen geebnet haben. Das Ziel: Wissenschaftlerinnen endlich mehr Sichtbarkeit zu verschaffen und ihnen die gebührende Anerkennung zu zollen.

  • Rotes Rathaus Rathausstraße 15, Mitte, Mo–Fr 9–18 Uhr (bis 20.12.), weitere Infos findet hier

„Trans Europ Express, Modell: VT 11,5“: Die Zug-Legende auf Station in Berlin

Der TEE ist ein Transporturgestein, wenn auch nicht mehr aktiv im Dienst. SDTB/Foto: M. Scherf

Wer zu jung ist, um jemals mit dem TEE (= Trans Europ Express) gefahren zu sein, einer internationalen Zuggattung, die bis Ende der 1980er Jahre in Europa verkehrte, der kennt meist zumindest den fast gleichnamigen Song der Düsseldorfer Band Kraftwerk. Oder „Planet Rock“, das Stück, das Afrika Bambaataa aus der Synthie-Vorlage geschmiedet hatte. Mit oder ohne diesen Sound im Kopf, kann man im Technikmuseum noch den ganzen Oktober den TEE vom Typ VT 11,5 besuchen. Sonntags und Mittwochs darf man ihn sogar betreten, sich ein wenig umschauen und bekommt mit Glück auch eine 20-minütige Führung.

  • Deutsches Technikmuseum (Außengelände) Trebbiner Straße 9, Kreuzberg, Di–Fr 9–17.30 Uhr, Sa+So 10–18 Uhr, Zutritt TEE: Mi + So 10–17 Uhr, Museums-Tickets: 8/ 4 €, weitere Preise + Infos: technikmuseum.berlin

„Dann machen wir’s halt selber – 40 Jahre selbstorganisierte Räume in Berlin“: Austellung

Im FHXB erfahrt ihr, wie Kreuzbergs Bewohner:innen ihren Kiez vor politischen Schnellschusslösungen zu schützen versuchten. Foto: FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum 2021/Ellen Röhner

Die Häuser: bedroht von der Abrissbirne. Der ganze Kiez: Abgehangen, wenn nicht gar abgeschrieben. Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre galt Kreuzberg weniger als Touristenhochburg, sondern als baufälliger Kiez, in dem allenfalls noch ewige Student:innen und andere Finanzschwache wohnen wollten. Die Infrastruktur auf diese Leute auszurichten? „Nö!“, befand man in Berlins Politik, plante stattdessen Neubausiedlungen anstelle der heruntergekommenen Altbauten. Ohne bei dieser Rechnung allerdings die Kreuzberger:innen auf dem Schirm zu haben.

Denn diese besetzten nicht nur gleich straßenweise Häuser. Man organisierte Arbeit, Kultur, Freizeit und neue Formen des Zusammenlebens auch gleich in Eigenregie: Die Regenbogen- und die feministische Schokofabrik entstanden, außerdem das auf Naturheilkunde basierende HeileHaus e.V. oder der Kinderbauernhof am Mauerplatz. Wie die Schicksale dieser selbstorganisierten Räume verliefen, darüber berichtet jetzt eine Ausstellung im FHXB Friedrichshain-Kreuzbergmuseum.

  • FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum Adalbertstraße 95A, Kreuzberg, Di–Do 12–18 Uhr, Fr–So 10–20 Uhr (bis 12.12.21), weitere Infos findet ihr hier

Disgusting Food Museum Berlin: Museum für ekelfeste Genießer und andere Wissenshungrige

Mäusewein im Disgusting Food Museum. Foto: DFM Berlin

Echte Käsefreund:innen kennen das Unverständnis ja bereits: Während sie sich an dem strengen Geruch und der mitunter zerlaufenden Materie ihrer Lieblingsspeisen ergötzen, wird ihr Umfeld bisweilen von Ekelschauern erfasst. Was als appetitlich empfunden wird, unterscheidet sich nicht nur von Individuum zu Individuum, sondern vor allem von Kultur zu Kultur. Aufgeschlossene Feinschmecker:innen können da noch echte kulinarische Entdeckungen machen. Knusprig geröstete Heuschrecken, aufwendig zubereitete Innereien oder eine wärmende Hühnerfußsuppe – sie alle gehören zu den Exponaten des Museums – sind da nur einige Beispiele, an denen sich die Geister scheiden. Die Idee zum Museum stammt übrigens aus Schweden. Mehr zum Disgusting Food Museum lest ihr hier.

  • Disgusting Food Museum Schützenstraße 70, Mitte, Öffnungszeiten: Mo, Di, Fr, Sa, So 11–19 Uhr, Tickets: 12 €/ erm. 7 €, Online-Zeitfensterbuchung und Hygienebedingungen unter https://disgustingfoodmuseum.berlin

Mehr erleben

Was in Sachen Ausstellungen in Berlin gerade los ist, erfahrt ihr immer hier. Wichtiges zu Konzerten, Musik und Party fassen wir hier zusammen. Und spannende Gastro-Themen von Restaurant bis Imbiss findet ihr hier.

Berlin am besten erleben
Dein wöchentlicher Newsletter für Kultur, Genuss und Stadtleben
Newsletter preview on iPad