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Besonderes Potsdam: 12 Ziele für schöne Ausflüge und kulinarische Sternstunden

Mit dem Regionalzug ist man vom Alexanderplatz innerhalb von 30 Minuten in Potsdam. Wir würden auch jederzeit eine längere Anreise in Kauf nehmen, denn: Brandenburgs Hauptstadt ist nicht nur schön und historisch, sondern auch immer wieder überraschend. Hier gibt es wunderschöne, besondere Biergärten, lebhafte Kultur und majestätische Aussichten. Wir stellen 12 besondere Orte in Potsdam vor, die Berliner:innen für einen der kommenden Ausflüge auf dem Radar haben sollten.


Aufgrund von Corona: Obwohl Berlin und Brandenburg umfassende Lockerungen beschlossen haben, empfiehlt es sich bei gastronomischen und kulturellen Einrichtungen aktuelle Öffnungszeiten zu prüfen.

Potsdams schönste Aussicht genießen auf dem Pfingstberg

besondere Orte in Potsdam: Auf dem Turm des Schlossses Belvedere könnt ihr Potsdams schönste Aussicht genießen.
Auf dem Turm des Schlosses Belvedere könnt ihr Potsdams schönste Aussicht genießen. Foto: imago images/Camera4

Mit 76 Metern ist der Pfingstberg einer der höchsten Erhebungen Potsdams. Auf ihm befindet sich das Schloss Belvedere, das Friedrich Wilhelms IV. nach italienischem Vorbild erbauen ließ. Der beeindruckende Sandsteinbau ist neben dem Schloss Sanssouci wohl einer der schönsten Orte, die man in Potsdam besuchen kann. Von den Schlosstürmen, die über hundert Meter in die Höhe ragen, lässt sich eine traumhafte Aussicht über Potsdam genießen.

Im Schloss Belvedere finden ganzjährig kulinarische und kulturelle Veranstaltungen statt. Und im Pomonatempel, der auch zum Bauten-Ensemble auf dem Pfingstberg gehört, wird wechselnde Kunst gezeigt.


La Leander: Im Holländischen Viertel gibt es Potsdams einziges queeres Café

besondere Orte in Potsdam: Im Holländischen Viertel kämpft das Café "La Leander" für die Rechte der Brandenburgischen Queer-Community.
Im Holländischen Viertel kämpft das Café „La Leander“ für die Rechte der Brandenburgischen Queer-Community. Foto: Imago/Müller

Die Betreiber von „La Leander“ sind stolz, dass über ihrem Café die Regenbogenflagge weht. Die seit 1998 – mit Unterbrechungen – bestehende Institution ist offen für alle sexuellen Orientierungen und Lebensentwürfe. In entspanntem Ambiente kann man hier nette Menschen und vielleicht neue Freunde kennenlernen.


Der Wildpark Potsdam und das Bayerische Haus laden zum Entspannen ein

Einst jagten die preußische Könige und brandenburgischen Kurfürsten durch den Park, der sich auf 875 Metern nordwestlich des Schlosses Sanssouci erstreckt. Fernab von Touristenströmen bietet das schöne Waldgebiet heute Erholung für Radfahrer und Spaziergänger.

Wer nach einer Wanderung hungrig ist, kann mitten im Park im Hotel Bayrisches Haus vorbeischauen und edel essen. Die Küche des Restaurants „Kabinett FW“ wurde 2020 bereits zum 15. Mal mit einem Stern ausgezeichnet. 

  • Wildpark Potsdam Eingänge Am Forsthaus Süd, am Sanssouci-Tor, am Forsthaus Nordtor
    Hotel Bayerisches Haus, Elisenweg 2, Potsdam, www.bayrisches-haus.de

Die Weinberg- und die Mauerstraße locken mit ihrer Architektur

In Potsdam reihen sich in der Weinberg- und der Mauerstraße denkmalgeschützte Villen und Wohnhäuser aneinander. Foto: Giorgio Michele/Wikimedia Commons

Nicht immer erscheint die Architektur Potsdams stimmig: Zwischen prunkvolle Barock-Bauten mischt sich morbide DDR-Ästhetik. Doch es geht auch deutlich harmonischer: Im Zentrum Potsdams reihen sich Villen und Wohnhäuser mit wunderschönen, mit Stuck verzierten Fassaden aneinander. Die Weinberg- und die Mauerstraßen sind zwei Potsdamer Straßen, die entdeckt werden müssen.

Wer nach einem ausgiebigen Spaziergang Hunger bekommt, sollte im Restaurant Pino auf der Weinbergstraße Halt machen. Olivenöl und Tomaten schmecken hier sonnenverwöhnt.

  • Weinbergstraße/Mauerstraße Potsdam
    Ristorante Pino Weinbergstraße 7, Potsdam, www.pino-potsdam.de

Das Viertel Potsdam-West: Das Prenzlauer Berg von Potsdam entdecken

Die denkmalgeschützte Architektur und die guten Einkaufsmöglichkeiten machen Potsdam-West zu einem begehrten Wohnviertel. Foto: Clemensfranz/Wikimedia Commons

Das begehrte Wohnviertel Potsdam-West entstand in den 1920er- und frühen 1930er-Jahren. Die denkmalgeschützte Architektur wurde in den 1990er-Jahren saniert und erstrahlt heute im alten, neuen Glanz. Wer sich auf Erkundungstour durch Potsdam West begibt, sollte unbedingt einen Abstecher in die Geschwister-Scholl-Straße machen, in der viele kleine Geschäfte und Boutiquen zum Einkaufen einladen.

  • Potsdam-West Potsdam

Oft übersehen, jedoch wunderschön und sehenswert: Das Hippodrom

Das Hippodrom ist ein oft übersehener, aber empfehlenswerter Gartenteil neben dem Schloss Charlottenhof. Zwischen dem Schloss und der Fasanerie erschließt sich der Sinn dieses Gartens mit schönem Springbrunnen zunächst nicht so ganz. Tatsächlich sollte das Hippodrom im Park Sanssouci Teil eines Ganzen werden. Besitzer des Schlosses Charlottenhof war um 1925 der Kronprinz Friedrich Wilhelm IV.

Er verliebte sich in die Idee, in unmittelbarer Nähe zum Schloss eine antike Villa bauen zu lassen. Das noch heute erhaltene Hippodrom war Teil seiner Idee und wurde als einziges realisiert. Denn seine Pläne waren zu umfangreich und kostspielig. Ein echter Geheimtipp für alle, die schöne Gärten lieben.

  • Hippodrom Geschwister-Scholl-Straße 37, Potsdam

Potsdams berühmtestes Regionalbier gibt es Forsthaus Templin

Im kühlen Schatten von Kastanienbäumen kann man im Forsthaus Templin die berühmte Potsdamer Stange trinken. Foto: 44Pinguine/Wikmedia Commons

In der Brauerei des Forsthauses Templin werden bio-zertifizierte Biere gebraut. Die „Potsdamer Stange“ ist seit mittlerweile 200 Jahren eine regionale Spezialität. Im schönen Biergarten des Forsthauses lässt sich außerdem gut und bodenständig essen.

Im Sommer sitzt man am besten draußen im kühlen Schatten der Kastanienbäume. Wer noch mehr Abkühlung braucht, kann auch im Strandbad Templin vorbeischauen, das nur einen Katzensprung entfernt vom Forsthaus liegt.


Neue preußische Küche im Hofgarten des gemütlichen Restaurants Kochzimmer

Unweit des Museums Barberini befindet sich das lässige Sternerestaurant Kochzimmer, dessen lauschige Terrasse zu langen Abenden mit gutem Wein einlädt.
Unweit des Museums Barberini befindet sich das lässige Sternerestaurant Kochzimmer, dessen lauschige Terrasse zu langen Abenden mit gutem Wein einlädt. Foto: Restaurant Kochzimmer

Einen Katzensprung entfernt vom berühmten Museum Barberini, am Neuen Markt, liegt das außergewöhnliche Restaurant Kochzimmer, das nicht nur einen Michelin-Stern hat, sondern auch einen lauschigen, grünen Innenhof bietet – perfekt für laue Frühlings- und Sommerabende, die nach dem gewissen Etwas verlangen.

Im Kochzimmer der Familie Frankenhäuser gibt es „neue preußische Küche“, Haute Cuisine aus regionalen Zutaten, mit internationalen Ausschlägen, überraschend interpretiert. Ein Ort, an dem der aufmerksame Service, das puristisch-moderne Design und vor allem der Geschmack des Essens und der Weine im Einklang miteinander sind.


Das Waschhaus: Die beste Adresse für Kultur in Potsdam

besondere Orte in Potsdam: Das Waschhaus in Potsdam ist eine beliebte Adresse für Konzerte und Open-Air-Abende.
Das Waschhaus in Potsdam ist eine beliebte Adresse für Konzerte und Open-Air-Abende. Foto: Imago/Ritter

Der rote Backsteinbau in der Potsdamer Schiffbauergasse wurde bis zu einem Brand im Jahr 1988 als Großwäscherei genutzt. Im Zuge einer Künstler-Hausbesetzung wurde das Waschhaus Potsdam 1992 dann als Veranstaltungsort umfunktioniert und ausgebaut.

Heute ist im Waschhaus auf zwei Etagen Platz für Kunst und Kultur aller Art. Regelmäßig finden auf über tausend Quadratmetern Konzerte, Kunst, Comedy-Shows, Poetry Slams oder Lesungen statt. Vor dem Waschhaus wird zudem im Sommer ein gemütliches Open-Air Kino aufgebaut.


Vermeintliche antike Überbleibsel bestaunen auf dem Ruinenberg

Ist das kaputt oder soll das so? Das soll so! Die vermeintlichen zerstörten römischen Bauten auf dem Ruinenberg Potsdam wurden nicht zerstört, sondern planmäßig als Ruinen erbaut.
Ist das kaputt oder soll das so? Das soll so! Die vermeintlichen zerstörten römischen Bauten auf dem Ruinenberg Potsdam wurden nicht zerstört, sondern planmäßig als Ruinen erbaut. Foto: Imago/Martin Müller

75 Meter hoch reicht der Ruinenberg gegenüber dem Schloss Sanssouci in die Höhe. Wer einen Ausflug zum Schloss macht, sollte hier auf jeden Fall vorbeischauen. Der Park um den Ruinenberg wurde Ende des 19. Jahrhunderts von dem Gartenarchitekten Peter Joseph entworfen. Hier lässt es sich wunderschön spazieren. Auf dem Ruinenberg selber findet man sich zwischen vermeintlichen Ruinen römischer Bauten wieder.

Diese wurden jedoch auf Wunsch von Friedrich dem Großen genauso erbaut. Die antiken Elemente sollen als Schmuck für das große Wasserbecken dienen, das zur Bewässerung des Sanssouci-Parks diente. Ein Ort, über dessen Geschichte man staunt.

  • Ruinenberg Potsdam

Richtig guten Kaffee probieren bei den Espressonisten

Wer Kaffee liebt, trifft bei den Espressonisten in Potsdam auf Menschen, die diese Leidenschaft teilen. Foto: Wolfgang Stahr

Den wohl besten Kaffee Potsdams könnt ihr bei den Espressonisten in der historischen Innenstadt trinken. In den schönen Räumlichkeiten verwöhnen euch die Baristas vor Ort mit ausgesuchten Kaffeespezialitäten. Im Shop werden Profi-Espresso-Maschinen für zuhause verkauft. Espresso-Bohnen und Süßes zum Kaffee gibt es auch.

Wer ein Herz für richtig guten Kaffee hat, wird sich bei den Espressonisten gut aufgehoben fühlen. Und wer es an diesem Wochenende nicht nach Potsdam schafft: Die Espressonisten betreiben eine zweite Filiale in der Zimmerstraße in Mitte.

  • Espressonisten Gutenbergstraße 27, Potsdam, Shop Mo-Fr 10-14 Uhr & 15-18 Uhr, Sa 10-16 Uhr, Café Mo-Fr 9-18, Sa 10-17 Uhr, www.espressonisten.de/potsdam

Ein kühles Bier mit Blick auf den Jungfernsee trinken: In der schönen Meierei

besondere Orte in Potsdam: Wunderschöner Biergarten am See: Ein Besuch der Meierei in Potsdam ist im Sommer eine echte Empfehlung.
Wunderschöner Biergarten am See: Ein Besuch der Meierei in Potsdam ist im Sommer eine echte Empfehlung. Foto: imago images/Camera4

Diese Gasthausbrauerei liegt wunderschön am Jungfernsee im Neuen Garten in Potsdam. Viele Jahrzehnte fristete die ehemalige Meierei ein Ruinen-Dasein, bis zur Wiedereröffnung im Jahr 2003. Heute lässt es sich im großzügigen Biergarten am Wasser entspannen.

Die hausgebrauten Bierspezialitäten sind nicht nur im Sommer ein Genuss. Die feine Auswahl deftiger Speisen ergänzt das gastronomische Erlebnis in der Meierei. Eine echte Empfehlung für schöne Tage.


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