Gastronomie

So gut schmeckt’s in Jemen oder Uruguay: 12 außergewöhnliche Restaurants in Berlin

Berlin bietet für jeden Geschmack etwas. Klingt nach einer Floskel? Von wegen. Hier gibt es feine Orte für die verschiedensten Landesküchen der Welt. Wie schmeckt es im Himalaya, wie geht jemenitischer Genuss, wie kreativ ist die Küche Kurdistans? Hier sind 12 außergewöhnliche Restaurants in Berlin, die euch Fernweh auf die Teller bringen.


Urugayisch in Berlin? Unbedingt – im Pecados

Ausgebackene Krapfen, auf urugayische Art. Ein außergewöhnliches Restaurant in Berlin
Ausgebackene Krapfen, auf urugayische Art. Foto: Pecados

Während argentinische Steaks und mittelamerikanische Burritos recht bekannt und auch in Berlin überall erhältlich sind, wird es bei urugayischer Küche schon schwieriger – was isst man da, am anderen Ende der Welt?

Im hübschen Pecados an der Sonnenallee kann man das selbst nachkosten: auf der Karte des außergewöhnlichen Restaurants in Berlin finden sich viel Rind, viele Gerichte mit italienischem Einfluss und natürlich köstliche Empanadas, abwechslungsreich gefüllte Teigtaschen.

  • Pecados, Sonnenallee 127, Neukölln, Di–So 18–22 Uhr

Kreolische Küche im Madinina

Endlose Sandstrände, pralle Sonne – die karibische Insel Martinique ist so ein ultimativer Sehnsuchtsort. In der Sprache ihrer Ureinwohner ist ihr Name Madinina, was so viel wie „Insel der Blumen“ heißt. Ganz so blumig ist die Warschauer Straße zwar nicht, aber sie ist der wohl kürzeste Weg in das französische Überseedepartment, denn hier ist schon seit sieben Jahren das kreolische Restaurant Madinina zuhause. Auf der Karte: karibische Currys, toller gegrillter Fisch und natürlich Rumspezialitäten aus Martinique. Unbedingt den Ti-Punch probieren!

  • Madinina, Warschauer Straße 12, Friedrichshain, Di–So 17–22 Uhr

Den Geschmack Kambodschas im Angkor Wat erleben

Ein Stopp bei den berühmten Ruinen von Angkor Wat in Kambodscha gehört für Rucksackreisende in Südostasien einfach dazu. Ganz so mystisch ist es in Moabit nicht, dafür kommt man da auch ohne zusätzliche Impfungen hin.

Unweit von Bellevue ist hier nämlich schon seit Jahrzehnten das Restaurant Angkor Wat zuhause und serviert Köstlichkeiten wie Bananenblütensalat, gedämpften Fisch und kambodschanischen Feuertopf.

  • Angkor Wat, Paulstraße 22, Moabit, Di–Fr 18–22 Uhr, Sa&So 12–22 Uhr

Neu und westafrikanisch geprägt: Das Didi Pa in Neukölln

Relativ neu ist dieses kleine westafrikanische Lokal auf der sonst so arabisch geprägten Sonnenallee. Hübsche Einrichtung, tolles Jollof mit würzigem gegrillten Huhn, und, wir sind ja in Berlin, fast alle Gerichte auch in einer veganen Variante!

Didi Pa, Sonnenallee 31, Neukölln, Tel. 0176 771 295 33

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Didi Pa's Specials Soups also served vegane (while stocks last)

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Tolle afghanische Tagesgerichte im Chili Chutney

Afghanistan ist leider eher weniger für seine Kultur und Kulinarik bekannt, als für die seit Jahren schwelenden Kriege und Konflikte, die das Land zerrissen haben. Das kleine Café Chili Chutney auf der Eisenbahnstraße stellt sich dem entgegen und serviert – ganz einfach – einfache afghanische Tagesgerichte. Die Manti, winzige Teigtaschen, sind köstlich!

Chili Chutney, Eisenbahnstraße 5, Kreuzberg


La Tía Rica: Chilenisch genießen mit der reichen Tante

La Tía Rica, das lässt sich so ungefähr als die leckere, oder auch die reiche Tante übersetzen. Diese Tante hat sich 2012 in Charlottenburg niedergelassen, wo reiche Tanten eben so sitzen.

Der Laden hat eine vielfältige Auswahl chilenischer Weine, aber es wäre schade, den Nationaldrink „Pisco Sour“ dafür sausen zu lassen. Lieber gleich beides bestellen!

La Tía Rica, Knesebeckstraße 92, Charlottenburg, Mo–Sa 17–22 Uhr, derzeit nur Reservierung


Kurdistans wunderbare Küche im Lasan erleben

Hört man von Kurdistan, denkt man leider viel zu oft an Krieg und Krisen. Das ist wichtig, aber nicht die ganze Geschichte – die Region und seine Menschen haben eine reiche und lange zurückreichende Kultur. Und vor allem eine wunderbare Küche!

Am Kottbusser Tor kann man sie bei Lasan kosten: saftige Kebabspieße, würziger Biryani-Reis und herrlich fluffiges Fladenbrot, frisch aus dem Tanur.

  • Lasan, Adalbertstraße 96, Kreuzberg, tgl. 9–22 Uhr

Tzom – den Geschmack Eritreas in Kreuzberg erleben

Die Küche Eritreas blickt auf eine unglaublich lange Geschichte zurück – und ist ziemlich ungewöhnlich. Hauptnahrungsmittel ist ein säuerliches Fladenbrot aus Teff, dass man zu Eintöpfen und Gemüsepürrees isst oder mit scharfen Gewürzen anbrät. Wie großartig das schmeckt, kann man auf der Dieffenbachstraße im Tzom probieren.

Tzom, Dieffenbachstraße 69, Kreuzberg, Mi–So 12–22 Uhr


Norwegisch? Wohlfühlküche! Vor allem im Munchs Hus

Außergewöhnliches Restaurant: Norwegische Küche im Munchs Hus in Berlin
Norwegische Küche im Munchs Hus: eines der außergewöhnlichsten Restaurants in Berlin. Foto: Munchs Hus/Sebastian Greuner

Elchbraten? Oder lieber Fischplatte mit Eismeersaibling? In Berlins einzigem norwegischen Restaurant, Munchs Hus, geht beides. Und noch viel mehr. Das Restaurant des Norwegers Kenneth Gjerrud hat wenig mit der gefeierten, oft eher experimentellen Nordic Cuisine gemein, sondern ist eher ein Ort für Familienbesuche und Wohlfühlküche.

  • Munchs Hus, Bülowstraße 66, Schöneberg, tgl. 12–22 Uhr

Das Gift: Schottisches, das gar nicht tödlich ist

Das Gift ist eine Kneipe und manchmal eines der außergewöhnlichen Restaurants in Berlin
Das Gift zelebriert die Küche und vor allem die Getränke Schottlands. Cheers! Foto: imago/Lars Reimann

Als Kneipe ist das Gift derzeit natürlich geschlossen. In „normalen“ Zeiten aber ist die schottische Kneipe Das Gift die Adresse in Berlin für das Nationalgericht „Haggis, Neeps & Tatties“ und schottisches Frühstück. Wir hoffen, dass sie bald zurückkehren. Und ihre Bacon- und Haggis-Rolls mitbringen.

  • Das Gift, Donaustraße 119, Neukölln

Spannende Einflüsse im Jemenitischen Restaurant

Jemenitische Küche: außergewöhnliche Restaurants in Berlin
Die Küche des Jemens – völlig zu Unrecht eher unbekannt.

Die Küche des Jemens ist vielfach unbekannt, dabei unbedingt einen Versuch wert! Falafel und Co. sucht man vergeblich, die Küche ist eher von indischen und ottomanischen Einflüssen geprägt. Übersetzt auf den Teller heißt das: Schmor- und Grillgerichte dominieren, dazu tolle Teiggerichte, wie ihre köstlichen Käse-Teigtaschen und das strudelige Ratib-Brot.

  • Jemenitisches Restaurant Karl-Marx-Straße 172, Neukölln, Tel. 98 39 35 79, tgl. 11–22 Uhr, www.jemenrestaurant.de

Holy Everest! Vom Himalaya zum Prenzlauer Berg

Vom Dach der Welt in den Prenzlauer Berg: Zjesh Lama und sein Holy Everest. Ein Beispiel für außergewöhnliche Restaurants in Berlin
Vom Dach der Welt in den Prenzlauer Berg: Rajesh Lama und sein Holy Everest. Foto: Anna Warnow

Vom Himalaya hat es Rajesh Lama in den Prenzlauer Berg verschlagen: er arbeitete als Sherpa auf dem sogenannten Dach der Welt. Bis ihn die Liebe nach Berlin brachte. Hier begeisterte er mit seinem Stand „Holy Everest“ auf Streetfood-Märkten. Letztes Jahr folgte dann das außergewöhnliche und sehr liebevoll geführte Restaurant.

Die nepalesisch-tibetanischen Teigtaschen Momos sind ein Traum. Die gibt es hier übrigens sowohl vegetarisch-vegan, als auch mit Lamm oder Wasserbüffelfleisch (!) gefüllt. Unbedingt mit nepalesischem Milchtee herunterspülen!

  • Holy Everest, Gleimstraße 54, Prenzlauer Berg, Di, Do–So 12–22 Uhr, Mi 9–22 Uhr

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