Musik

So war „tracks & talk“ mit CATT im FluxBau

Nach Kat Frankie und Charlotte Brandi war die Sängerin und Multiinstrumentalistin CATT zu Gast bei „tracks & talk“, dem exklusiven Konzert- und Gesprächsevent von tipBerlin und Teufel. An einem der ersten kalten Abende spielte sie im FluxBau in Kreuzberg unsere Herzen warm.

Die Singer-Songwriterin CATT bei tracks & talk im FluxBau. Foto: MAK/tipBerlin.

CATT bei „tracks & talk“: Musik als Halt in dunkleren Zeiten

Die Sonne geht schon ganz schön früh unter an diesem Abend im Oktober. Sie taucht den Himmel über der Spree in ein helles Rosa, und CATT wickelt sich den Schal etwas fester um den Hals, hier draußen auf der Terrasse des FluxBaus. Am Ufer gegenüber, vor der Mercedes-Benz-Arena, spielt jemand Gitarre. Ihm frieren bestimmt die Finger ab. Wie gut, dass wir uns für den musikalischen Teil des Abends nach drinnen ins Warme zurückziehen können.

Es ist bereits die dritte Ausgabe von „tracks & talk“, der Veranstaltungsreihe von tipBerlin und Teufel, dem Berliner Audio-Spezialisten, der vor allem für seine hochklassigen Lautsprecher bekannt ist. Die persönliche Begegnung mit einer Musikerin oder einem Musiker steht bei „tracks & talk“ im Vordergrund: In angenehmer Wohnzimmer-Atmosphäre wechseln sich ein Minikonzert und ein Gespräch über Musik, Leben und alles andere ab. Alles interaktiv, denn sowohl aus dem Publikum als auch im Live-Stream auf dem Instagram-Kanal von tipBerlin können Fragen an den Star des Abends gestellt können. Während die Sonne draußen längst untergegangen ist, füllt sich der Raum langsam. Menschen bestellen ein Bier oder ein Glas Wein an der Bar, lassen sich auf den Stühlen nieder, die nur wenige Meter vor der niedrigen Bühne aufgestellt worden sind.

Beherrscht seit ihrer Kindheit mehrere Instrumente: Sängerin und Songwriterin CATT. Foto: MAK/tipBerlin.

Piano, Gitarre und Gesang: CATT gehört die Bühne

Als CATT die Bühne betritt, wird es ganz ruhig im FluxBau. Beinahe andächtig lauscht das Publikum den ersten Tönen ihres Klaviers, hängt an ihren Lippen, als sie zu singen beginnt. Die Sängerin und Musikerin, die in einem winzigen Dorf in Norddeutschland aufwuchs, hat es mittlerweile auf die Billboards des New Yorker Times Square geschafft: Im März wurde sie von Spotify zum „Equal Artist Of The Month“ gekürt. Gleichzeitig erschien ihr neues Album „Change“, mit dem sie nun auf Tour geht. Ihre Songs erzählen von scheinbar kleinen Momenten, in denen sich universelle Erfahrungen verstecken. Bevor sie anfing, eigene Songs zu schreiben, studierte sie in Berlin Musikproduktion und arbeitete als Studio- und Livemusikerin.

Dass sie neben Songwriting auch zahlreiche Instrumente beherrscht und diese virtuos einzusetzen weiß, davon kann sich das Publikum an diesem Abend im FluxBau live überzeugen. Sie spielt ihre Songs in so noch nie dagewesenen Versionen, und dabei kommt keine Sekunde lang der Gedanke auf, dass die Band auf der Bühne fehlt: Gekonnt verbindet CATT verschiedene Sounds ihrer Instrumente mit der Loop Station, singt und spricht zwischendurch immer wieder zum Publikum, um zu erzählen, was ihr die Songs bedeuten. Wie ihr das musikalische Schaffen während der Pandemie Halt gegeben hat und wie sehr sie sich freut, inzwischen wieder live spielen zu können.

tipBerlin-Redakteurin Marit Blossey und CATT sprechen bei tracks & talk im FluxBau. Foto: MAK/tipBerlin.

CATT: „Die Musik war immer meine Insel“

Irgendwann legt CATT die Gitarre beiseite, und nach dem Applaus herrscht im Raum in eine persönliche, gemütliche Atmosphäre. Im Gespräch erzählt CATT, die mit bürgerlichem Namen Catharina heißt, wie sie die Inspiration für ihr Album „Change“ fand, wer ihre musikalischen Idole und Vorbilder sind („Bach! Wie toll ist Bach?“), und wie sie üblicherweise Songs schreibt: „Am Anfang ist da meistens ein Gefühl, ganz persönliche Geschichte, mit der ich mich auseinandersetze. Und daraus wird dann irgendwann etwas Größeres.“ Auch im Livestream auf Instagram stellen die Zuschauer:innen Fragen. Ein User möchte wissen, wie alt CATT war, als sie anfing zu musizieren: „Ich habe schon als ganz kleines Kind begonnen, Klavier zu spielen. Und ich glaube, ich habe gesungen, bevor ich richtig sprechen konnte.“

Das Publikum bei tracks & talk im FluxBau in Kreuzberg. Foto: MAK/tipBerlin.

Natürlich nutzen auch die Menschen im Publikum im FluxBau die Gelegenheit, mit der Künstlerin hautnah über ihr künstlerisches Schaffen zu plaudern. Das ist die Magie einer Veranstaltung wie „tracks & talk“: in diesem kleinen Rahmen löst sich die Barriere zwischen Bühne und Publikum schnell auf, und es entsteht ein interessantes, wertschätzendes Gespräch zwischen Künstlerin und Zuschauer:innen. Wer diesen besonderen Abend im FluxBau verpasst hat oder CATT nach diesem intimen Auftritt mal auf größerer Bühne live erleben möchte, hat im Dezember übrigens noch einmal die Gelegenheit: am 16.12. spielt CATT mit Band im Columbia Theater.

  • Columbia Theater Columbiadamm 9-11, Tempelhof, 16.12.2023, 20 Uhr, Tickets hier

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