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Halle am Berghain: Kunst-Installation führt zu Berlins sümpfigen Ursprüngen

Vergangenen Sommer bespielte das Künstlerduos tamtam die Halle am Berghain mit einer eindrücklichen Klanginstallation. Diesen Sommer soll dort erneut eine immersive Kunstausstellung stattfinden.

Die Halle am Berghain nimmt die andere Hälfte des Techno-Tempels ein und wir vornehmlich für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Foto: Roman März/tamtam
Die Halle am Berghain nimmt die andere Hälfte des Techno-Tempels ein und wird vornehmlich für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Foto: Roman März/tamtam

Jakob Kudsk Steensen will Halle am Berghain multimedial nutzen

Der in Dänemark geborene und in New York lebende Künstler Jakob Kudsk Steensen wird vom 10. Juli bis 26. September erstmals seine Arbeit in Berlin zeigen. Die multimediale, raumgreifende Installation „Berl-Berl“ entsteht im Auftrag von LAS (Light Art Space), einer gemeinnützige Plattform für Kunst, Wissenschaft und neue Technologien in Berlin. Bei seinem Projekt befasst sich Steensen mit „Berlins Ursprung in der sumpfigen Landschaft des Gletschertals, das vor mehr als 10.000 Jahren entstand“, wie es auf der Webseite von LAS heißt.

Still aus einer Simulation von Jakob Kudsk Steensen, Berl-Berl (2021). Foto: Jakob Kudsk Steensen/Courtesy the artist
Still aus einer Simulation von Jakob Kudsk Steensen, Berl-Berl (2021). Foto: Jakob Kudsk Steensen/Courtesy the artist

Dafür hat der Künstler, dessen Praxis in einer umweltzentrierten Geschichtsschreibung verwurzelt ist, Sumpfgebiete wie die Spreewaldregion erforscht und deren Ökosystem sowie Bodenschichten dokumentiert. Der Künstler arbeitet zudem mit dem Berliner Museum für Naturkunde zusammen und nutzt dessen umfassende Archive ausgestorbener Arten und Laute von Insekten und Amphibien aus Berlin und den umliegenden Gebieten.

Der Ticketverkauf soll am 1. Juni losgehen. Weitere infos


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