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Impfung in Berlin: Spontane Termine, Booster, Impfstationen und Infos

Die Impfung in Berlin wird immer wichtiger, der Andrang immer größer. Die Fallzahlen steigen, und immer mehr Menschen wollen auch die dritte Dosis zur Auffrischung – den Booster der Corona-Schutzimpfung. Wie sieht es derzeit mit der Impfkampagne aus? Genügend mRNA-Impfstoff ist vorhanden, die Impfung in Berlin ist in Impfzentren und Impfstationen möglich, daneben natürlich auch in Arztpraxen. Wir haben die wichtigsten Infos zur Terminbuchung, zur Hotline, zu den Impfstationen, dem Stand der Dinge bei Booster-Impfungen und was man noch zur Impfung in Berlin wissen muss.

Impfung in Berlin: Was wichtig ist zum Thema, erfahrt ihr in unserem Übersichtsartikel. Foto: Imago/Ipon
Impfung in Berlin: Was wichtig ist zum Thema, erfahrt ihr in unserem Übersichtsartikel. Foto: Imago/Ipon

Impfung in Berlin: Wie kann ich einen Termin vereinbaren?

Wer die Impfung in Berlin in einer Hausarztpraxis erhalten möchte, klärt das am besten direkt mit der Praxis ab. Aber auch sonst kommt man leicht eine Impfung in Berlin. Über die Berliner Senats-Hotline 030/90 28 22 00 lassen sich Termine vereinbaren, ebenso über über die Plattform Doctolib, mit der das Land Berlin kooperiert. Hier werden freie Termine in Arztpraxen und Impfzentren gelistet, auch die Buchung von Auffrischungsimpfungen ist über die Plattform möglich. Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin führt ein Register mit Praxen, die die Impfung in Berlin anbieten, und listet dabei auch auf, wie die Termine für die Impfung gebucht werden können. Das Angebot findet ihr hier.

Daneben gibt es zahlreiche Möglichkeiten, auch ohne Termin in Berlin die Impfung zu erhalten. Darüber klären wir im nächsten Punkt auf.

Impfung ohne Termin: Wo kann ich mich auch spontan impfen lassen?

Impfung in Berlin Impfung bei der Eröffnung eines Pop-Up Impfzentrums in der Berliner Shopping Mall Alexa nahe dem Alexanderplatz.
Impfung bei der Eröffnung der Impfstation in der Berliner Shopping Mall Alexa am Alexanderplatz. Foto: Imago/snapshot

Es gibt neben den Impfzentren Messe Berlin in Charlottenburg sowie dem Impfzentrum am ehemaligen Flughafen Tegel viele Impfstationen und Möglichkeiten, sich unkompliziert gegen Corona impfen zu lassen. In den Impfzentren ist es weiterhin möglich, Termine zu buchen, doch auch ohne Termin kann man sich dort einreihen. Ob Kapazitäten für spontane Impfungen in den Berliner Impfzentren vorhanden sind, erfahrt ihr aktuell hier. Das ICC wird ebenfalls fürs Impfen fit gemacht. Wir geben einen Überblick.

Impfzentrum in der Messe Berlin Eines der Berliner Impfzentren befindet sich auf dem Messegelände am Hammarskjöldplatz. Verwendet werden hier die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna. Das Impfzentrum vergibt Termine, aber auch spontan ist die Impfung möglich. Dafür gibt es zwei gesonderte Warteschlangen. Bei der Erstimpfung werden vor Ort Termine für die zweite benötigte Dosis vereinbart. Das Messe-Impfzentrum soll bis Februar geöffnet bleiben. Zunächst war geplant, das Impfzentrum ins ICC zu verlagern. Dort werden dennoch Kapazitäten zum Impfen aufgebaut, nach der Eröffnung sollen die beiden Zentren parallel laufen.

  • Corona-Impfzentrum Messe Berlin Hammarskjöldplatz 5, Westend, täglich von 9–17.30 Uhr, letzter Einlass: 17.15 Uhr, 24.12.: 9–14 Uhr, geschlossen am 25.12. und 1.1., mehr Infos hier

Impfzentrum im Flughafen Tegel Auch im Norden von Berlin, auf dem mittlerweile stillgelegten Flughafen Tegel, wird weiterhin geimpft. Tegel ist eines von ursprünglich sechs Berliner Impfzentren und nach wie vor geöffnet. Wer sich impfen lassen möchte, hat dort die Wahl zwischen den Impfstoffen von Biontech und Moderna. Auch hier gibt es separate Warteschlangen für Besucher:innen mit und ohne Termin. Wer die Erstimpfung erhält, vereinbart direkt den Folgetermin für die Zweitimpfung.

  • Corona-Impfzentrum Flughafen Tegel Terminal C, Saatwinkler Damm, Tegel, ab 1.12. täglich bis 20 Uhr, letzter Einlass: 19.30 Uhr, 24.12.: 9–14 Uhr, geschlossen am 25.12. und 1.1., mehr Infos hier

Impfstation im Einkaufszentrum Alexa Im Einkaufszentrum Alexa am Alexanderplatz ist im ersten Obergeschoss eine Impfstation eingerichtet, genutzt wird hier der Impfstoff von Biontech. Eine Terminbuchung ist hier nicht erforderlich, die Station fungiert als Walk-In und ist montags bis samstags geöffnet.

  • Impfstation im Alexa Grunerstraße 20, Mitte, Mo–Fr 10–17 Uhr, mehr Infos hier

Impfstation Linden Center Das Einkaufszentrum am Prerower Platz in Neu-Hohenschönhausen hat eine Impfstation eingerichtet. Hier kann man spontan ohne Termin den Impfstoff von Biontech erhalten. Die Impfstation befindet sich im Erdgeschoss im Schnelltest-Zentrum der Mall.

  • Impfstation Linden Center Prerower Platz 1, Hohenschönhausen, Mo–Sa 10–18.30 Uhr, weitere Infos hier

Impfstation Ring-Center I Berlin weitet das Angebot an Impfstellen aus. Nachdem zuvor bereits im Ring-Center II geimpft worden war, ist die Stelle nun ins Ring-Center I umgezogen. Bis zu 1000 Impfungen können hier pro Tag stattfinden, genutzt werden mRNA-Impfstoffe.

  • Impfstation Ring-Center I Frankfurter Allee 111, Friedrichshain, Mo–Sa 9–20 Uhr, auch an verkaufsoffenen Sonntagen: 5+9.12., 13–18 Uhr, weitere Infos hier

Impfstation im Freizeitforum Marzahn Im Erdgeschoss der Einrichtung befindet sich seit dem 29. November eine Impfstelle.

  • Impfstation im Freizeitforum Marzahn Marzahner Promenade 55, Marzahn, Mo–Fr 9–19 Uhr, Sa 9–16 Uhr, mehr Infos hier

Impfstation Trabrennbahn Karlshorst Auf dem Gelände der Trabrennbahn Karlshorst wird seit 3. Dezember geimpft. Die Impfstation befindet sich in der ehemaligen Wetthalle an der Rückseite der Tribüne.

  • Impfstation Trabrennbahn Karlshorst Treskowallee 159, Karlshorst, tägl. 9–18 Uhr, weitere Informationen hier

Impfbus In Berlin waren mehrere Impfbusse, die die Impfung direkt in die Kieze bringen. Informationen über dieses Angebot findet ihr hier und hier. Weil die Impfbusse jedoch nicht winterfest sind, kommen sie seit 1. Dezember nicht mehr zum Einsatz.


Welche Impfangebote gibt es außerdem?

Berlin hat Kreativität beim Impfen gezeigt. Am 30. August drehte die Ringbahn als Impfzug ihre Runden. Foto: Imago/Jürgen Heinrich
Berlin hat Kreativität beim Impfen gezeigt. Am 30. August drehte die Ringbahn als Impfzug ihre Runden. Foto: Imago/Jürgen Heinrich

Die auf dem Service-Portal des Landes und bei der KV Berlin gelisteten Praxen bilden das Rückgrat der Berliner Impfkampagne. Daneben wird derzeit auch an weiteren Standorten geimpft. Dauerhafte Impfangebote gibt es auch an folgenden Orten:

  • Schönhauser Allee Arcaden Schönhauser Allee 80, Prenzlauer Berg, Impfungen bis Ende Dezember täglich von 11–18.30 Uhr im Co-Working-Space im ersten Obergeschoss, aktuelle Infos hier
  • Gropius Passagen Johannisthaler Chaussee 37, Neukölln, Impfungen nur mit Termin im Erdgeschoss des Einkaufszentrums, mehr Infos und Terminbuchung hier
  • Impfzentrum im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe Kladower Damm 221, Spandau, Mo–Fr 9–16 Uhr, vorerst bis 30.12. geöffnet, Booster bereits nach vier Monaten, Terminbuchung über Doctolib hier

Darüber hinaus gab es in der Vergangenheit viele verschiedene, auch spontane Impfaktionen in Berlin – wir hatten da selbst einige gute, nicht ganz ernstgemeinte Ideen. Bei einer bundesweiten Aktionswoche nahmen zum Beispiel das Revier Südost, Handwerkskammer Berlin, Kaplan Döner, ein Imbiss in Wedding, Zoo Berlin und die Mercedes Benz Arena teil. Über neue Impfaktionen und dauerhafte Angebote informiert das Bundesministerium für Gesundheit hier.

Wer kann sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) evaluiert immer wieder ihre Empfehlungen zur Impfung gegen das Coronavirus. Zugelassen sind derzeit auch Impfstoffe für die Altersgruppe von zwölf bis 17 Jahren. Zu beachten ist dabei, dass Personen unter 16 Jahren von Erziehungsberechtigten begleitet werden müssen, wenn sie sich impfen lassen wollen. Für die Impfung von Schwangeren und Stillenden hat die Stiko am 10. September ebenfalls eine Schutzimpfung gegen Corona empfohlen. Für Menschen unter 30 wird die Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Moderna nicht mehr empfohlen, sie sollen auf das Präparat von Biontech ausweichen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat am 25. November die Zulassung von Biontech für Kinder ab fünf Jahren empfohlen. Im Dezember wird die Stiko-Empfehlung für Kinder erwartet, Berlin bereitet die Impf-Infrastruktur dafür vor.

Für wen gibt es Booster-Impfungen?

Mit der Zeit lässt der Impfschutz nach, und manche Menschen haben auch nach der zweiten Dosis geringeren Impfschutz als andere. Studien zeigen eine hohe Wirksamkeit von mRNA-Impfstoffen nach der Vergabe einer dritten Dosis, und auch in Deutschland sind Auffrischungsimpfungen an der Tagesordnung.

Die Stiko rät allen Menschen ab 18 Jahren zum Booster, der im Abstand von sechs Monaten nach der letzten benötigten Dosis der Impfserie gegeben werde soll. Dabei bekräftigt die Kommission, dass die Auffrischungsimpfung für folgende Gruppen besonders wichtig ist:

  • Personen mit Immundefizienz
  • Personen im Alter von mehr als 70 Jahren
  • Bewohner:innen und Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen
  • Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen

Die Gesundheitsminister:innen von Bund und Ländern raten folgenden Gruppen sechs Monate nach der vorherigen Dosis zur Booster-Impfung:

  • Menschen ab 70 Jahren
  • Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen
  • Pflegepersonal und medizinisches Personal mit direktem Patientenkontakt
  • Geimpfte, die den Impfstoff von Johnson & Johnson oder zwei Dosen von AstraZeneca erhalten haben
  • Personen, die nach einer Corona-Infektion eine Dosis von einem Vektorimpfstoff bekommen haben
  • Personen mit Immunschwäche oder Immunsuppression sowie deren enge Kontaktpersonen
  • Menschen ab 60 Jahren nach einem ärztlichen Beratungsgespräch

Der Abstand von sechs Monaten sei nicht „tagesgenau“ einzuhalten, sagte bereits der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). In Berlin kann der Booster bereits fünf Monate nach der Zweitimpfung verabreicht werden. Wer den Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten hat, kann die Auffrischung mit einem mRNA-Impfstoff vier Wochen später erhalten.

In Berlin boostern Haus- oder Betriebsärzt:innen, Impfzentren und -stationen. Wer jedoch ohne Termin kommt, muss mit Wartezeiten rechnen oder möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen, es empfiehlt sich, einen Termin zu buchen.

Impfung in Berlin: Welche Unterlagen brauche ich?

Wer eine Corona-Impfung erhält, sollte sich um einige Dokumente und Unterlagen kümmern. Wichtig ist ein Ausweisdokument, am besten der Personalausweis. Auch den Impfpass sollte man mitbringen. Aber keine Sorge, wenn dieser nicht aufzufinden ist oder vergessen wurde: Einige Arztpraxen stellen das gelbe Heftlein erneut aus. Oder notieren die Daten zur Impfung auf einer Ersatzbescheinigung.

Zudem sollte man das Merkblatt zur Impfung zur Kenntnis nehmen sowie einen Anamnesebogen ausfüllen. Die verschiedenen Anbieter der Impfungen stellen diese Dokumente üblicherweise online zur Verfügung, aber auch vor Ort können diese Dokumente ausgefüllt werden.

Wo gibt es den digitalen Impfpass?

Für den Besuch einer Veranstaltung oder eines gastronomischen Angebots ist es schlicht leichter, das Smartphone vorzuzeigen und das gelbe Impfbuch zuhause zu lassen. Der digitale Impfpass in QR-Code-Form kann entweder über die Corona-Warn-App oder über die App „CovPass“ generiert werden. Wer eine Bescheinigung über die vollständige Impfung per Impfpass oder Papier mitbringt, kann sich den digitalen Impfpass in Apotheken ausstellen lassen.

Hier sei angemerkt, dass seit dem 26.9. in Berlin das gelbe Impfbuch nicht mehr ausreicht, um sich an Orten mit Zugangsbeschränkungen als geimpft auszuweisen. Vorgelegt werden muss der QR-Code, den man ausgedruckt oder via App mitbringen kann. Welche Apotheke Impfnachweise ausstellt, kann man hier über die Website „Mein Apothekenmanager“ prüfen. Außerdem ist es Routine in den Berliner Impfzentren, dass alle nach der letzten für Vollschutz benötigten Impfung auch einen digitalen Nachweis erhalten.

Welche Vorteile haben Geimpfte?

Abgesehen von der deutlich reduzierten Infektionsgefahr und dem Schutz vor schweren Verläufen, falls es doch zu einer Covid-Infektion kommt, haben Geimpfte deutliche Vorteile: Sie erhalten überall dort Zugang, wo die 3G- oder sogar 2G-Regeln gelten. Auch Quarantänepflichten sind für sie gelockert, sowohl nach dem Kontakt zu Infizierten als auch nach der Einreise nach Deutschland. Ausnahmen bilden dabei Virusvariantengebiete. Außerdem gibt es seit dem 1. November keine Entschädigungszahlungen mehr für Ungeimpfte. Die Entscheidung fiel bei einer Gesundheitsministerkonferenz.

Kann ich mich selbst oder andere noch mit Corona infizieren, wenn ich vollständig geimpft bin?

Die Impfungen bieten einen sehr guten Schutz vor schweren Covid-19-Verläufen, aber auch vollständig Geimpfte können sich infizieren und ansteckend sein. Mit dem zeitlichen Abstand zur letzten verabreichten Impfdosis nimmt auch die Schutzwirkung der Impfstoffe ab, weshalb die Auffrischungsimpfung so wichtig ist.

Was muss ich nach der Impfung beachten?

Impfung in Berlin Wer eine Impfung erhalten hat, sollte sich für einige Tage schonen und auf die heiß geliebten Sporteinheiten verzichten.
Wer eine Impfung erhalten hat, sollte sich für einige Tage schonen. Gegen Spaziergänge ist aber nichts einzuwenden. Foto: Imago/Cavan Images

Allgemein rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Ruhe, nachdem man eine Coronaimpfung erhalten hat. Von Sport unmittelbar nach der Impfung wird allgemein abgeraten. Sowohl Ausdauersport als auch das Training mit Gewichten sollten nach der Coronaimpfung nicht als nächster Punkt auf der Tagesordnung stehen. Gegen leichte körperliche Ertüchtigungen ist jedoch nichts einzuwenden. Ähnlich eindeutig wird von Alkohol unmittelbar nach der Impfung abgeraten: Es besteht zwar kein direkter Einfluss auf den Impfschutz, allerdings ist der Körper nach der Impfung stark mit Immunabwehr beschäftigt und sollte daher nicht belastet werden. Laut RKI ist der Einfluss von Schmerzmitteln auf die Wirkung der Coronaimpfung noch nicht abschließend geklärt.


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