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Solidarität

Kinos in der Krise: Sieben Wege, wie jeder helfen kann – auch kostenlos

Die Corona-Krise ist auch eine Krise der Kinos. Viele Häuser haben ohnehin mit den immer vielfältigeren Streaming-Diensten zu kämpfen, nun bleiben die Zuschauer wegen des Virus‘ vorerst ganz weg. Neben großen, bundesweiten Aktionen kann jeder auch ganz gezielt Lichtspielhäuser seines Herzens unterstützen.

Kinos in der Krise: Cinema Paris in Berlin – viele Häuser leiden unter den Schließungen sehr. 
Foto: Imago/Zensen
Kinos in der Krise: Cinema Paris in Berlin – viele Häuser leiden unter den Schließungen sehr.
Foto: Imago/Zensen

Jörg van Bebber vom kleinen, aber feinen Filmverleih Drop-Out Cinema hat für tip Hilfsmöglichkeiten gekonnt zusammengefasst. Zudem stellen wir eine bundesweite Aktion vor.

Diese Tipps helfen Kinos in der Krise

1. Spenden

Nicht nur Vereine kann man mit Spenden bedenken, auch an gewerbliche Kinobetriebe darf man spenden. Hierzu einfach per Mail beim Kino anfragen, falls das Kino auf seiner Homepage keine Spendenaktion ins Leben gerufen hat.

2. Kino-Gutscheine hamstern

Kino-Gutscheine kann man immer gebrauchen, evtl. auch als Geschenk. Einige Kinos bieten auch 10er-Karten an. Gutscheine versorgen die Kinos jetzt unmittelbar mit dringend benötigter Liquidität!

3. Mitgliedschaften / Jahreskarten(-abos)

In vielen Kommunalen Kinos/Kinovereinen kann man Mitglied werden. Aber auch einige gewerbliche Kinos haben verschiedene Jahresabos und Mitgliedermodelle, die das Lieblingskino mit kontinuierlich mit kleinen monatlichen Beträgen unterstützen.

4. Social Media

Social-Media-Kanäle abonnieren und sharen. Diese Communityzuwächse werden bei den Kinobetreibern wahrgenommen und sind jetzt unmittelbar Balsam für die Kinomacher-Seele, später aber auch wichtiges „soziales Kapital“.

5. Newsletter abonnieren

Auch Newsletter-Abonnentenzuwächse sind für Kinomacher hocherfreulich – gerade in diesen Krisenzeiten. Während Social Media-Postings meist vom Algorithmus der Plattformen verschluckt werden, hat das Kino via Email einen direkten Draht zu Euch, daher sind Newsletterabos sehr viel wertvoller.

6. Solidarisches Streaming

Einige Filmverleiher beteiligen ausgewählte Kinos an den Einnahmen über Streaming, so z.B. Grandfilm, eksystent Filmverleih, Rise and Shine Cinema, … einige Kinos haben auch Streamingangebote auf den Homepages, via „Kino on Demand“. ein Streamingangebot hat auch die Cineplex-Kette mit „Cineplex Home“.

7. Freunde und Verwandte

Telefonieren ist ja in Corona-Zeiten möglich! Wenn einem das Thema ausgeht, könnte man vielleicht über die darbende Kulturszene sprechen, und welche Möglichkeiten es gibt, zu helfen! Wären nicht z.B. Kino-Gutscheine ein gutes Geschenk zu Ostern?


Bundesweite Aktion für Kinos in der Krise: Trailer gucken und helfen

Von der Idee hörten wir zum ersten Mal aus Österreich, nun gibt es sie auch in Deutschland: Indem man jene Werbeclips zuhause guckt, die man sonst im Kino vor dem „Hauptfilm“ eher über sich ergehen lässt, kann man ganz gezielt seinem deutschen und besonders Berliner Kino helfen. Wie das geht? Auf die Seite hilfdeinemkino.de surfen, auf der dort zu sehenden Deutschlandkarte das Kino der Wahl auswählen und die Spots schauen. Je mehr, desto besser.

Spenden kann man übrigens auch über den Spendenbutton auf hilfeinemkino.de. Und dann gibt es auch die soeben ins Leben gerufene Crowdfunding-Kampagne: Die Berliner Programmkinos haben sich zusammengeschlossen und eine Unterstützungskampagne auf Startnext ins Leben gerufen. Die Aktion beginnt am27. März: www.startnext.com/fortsetzungfolgt. Die Spendeneinnahmen werden an die teilnehmenden Berliner Programmkinos verteilt.


Lust auf Filme bekommen? Bei YouTube gibt es einige kuriose Filme über Berlin. In Zeiten von Corona eher Lust auf Epidemie-Dramen? Unsere Empfehlungen. Und mit diesen zwölf Disney-Meisterwerken kann auch wenig schief gehen. Wegen der Krise wurde viel ins Digitale verlegt – das sind die besten Streaming-Angebote von Clubs, Theatern und anderen.

Nicht nur die Kinos, alle möglichen kleinen Betriebe kämpfen im Moment ums Überleben. Die Besitzer*innen von Kiezläden zum Beispiel sagen: „Wenn wir nichts tun, gehen wir unter.“ Ihr wollt solidarisch sein, wisst aber nicht genau, wen oder was ihr unterstützen wollt? Wir haben ein Blog mit den meisten Solidaritätsaktionen. Ganz oben: Der Tresor eröffnet das Club-Projekt #unitedwestream.

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