Kunst

Lange Nacht der Bilder 2023 in Berlin: Highlight in Lichtenberg

Die „Lange Nacht der Bilder“ hat in Lichtenberg Tradition und ist der Höhepunkt des Lichtenberger Kulturjahres. Zum 16. Mal öffnen am Freitag, dem 1. September, Künstler:innen sowie Kultur und Ausstellungsorte ihre Türen. Mehr als 100 angemeldete Ausstellungen an 40 Orten sind 2023 dabei. „Kunst schafft Begegnung“, so lautet das Motto, bei dem ihr vielfältige kulturelle Orte besuchen könnt – unter anderem auch bei geführten Touren. Was euch erwartet, erfahrt ihr hier.

Besucher:innen, wie sie im vergangenen Jahr eine kostenlose Kunstausstellung bei der „Langen Nacht der Bilder“ in Lichtenberg erkunden. Foto: Kevin Fuchs

Lange Nacht der Bilder: Das diesjährige Motto „Kunst schafft Begegnung“

In der ersten Septembernacht können Kunstbegeisterte an den unterschiedlichsten Kunstorten das Spektrum der Kunst- und Kulturszene in Lichtenberg auf eigene Faust erkunden. Zum Ausklang des Sommers präsentieren Künstler:innen ihre Werke am 2. September von 18 bis 24 Uhr in Galerien, Ateliers und an anderen, auch ungewöhnlichen Kunstorten im nordöstlichen Berliner Bezirk. Vom Studio über Ladenlokale bis zu Kunst unter freiem Himmel ist sicherlich für jeden etwas dabei. Mehr als 100 Ausstellungen mit noch mehr Künstler:innen zeigen unter dem diesjährigen Motto „Kunst schafft Begegnung“ Malereien, Gemälde, Street-Art, experimentelle Fotografie oder upgecycelte Werke. Auch in diesem Jahr bekommen Besucher:innen die Möglichkeit, sich mit den Künstler:innen auszutauschen, Vernissagen zu besuchen und an Konzerten teilzunehmen.

Programm und Künstler:innen bei der Langen Nacht der Bilder

Die Eröffnung startet um 17 Uhr am Rathaus Lichtenberg. Ab 20 Uhr spielt hier die ukrainisch-russische Musikgruppe „Trio Scho“ russischen Swing und Bossa Nova. Ab 18 Uhr kann mit der Erkundung der zahlreichen Kunstorte gestartet werden.

Dieses Jahr mit dabei: Das Kunsthaus 360° mit einer Auswahl an Zeichnungen, Malereien, Fotografien und Keramiken aus ihrer Sammlung. Hier gibts ab 18 Uhr Live-Musik und Essen aus der Outdoor-Küche. Im „Studios ID“ in Lichtenberg stellt die Künstlerin Anna Richert feministische queere Malereien aus, die strukturelle Diskriminierung aufgreifen. Zu sehen sind unter anderem Meerjungfrauen, die gegen das Patriarchat kämpfen. Im Studio für bildende Kunst in Lichtenberg laden vier Cartoonisten zu einer Gemeinschaftsausstellung ein. Die thematische Bandbreite der Cartoons geht von Alltagshumor über Beziehungsthemen bis hin zu Gesellschaftskritik. Ab 18 Uhr gibts hier eine Vernissage mit Künstlergesprächen.

Bei der Langen Nacht der Bilder können an über 40 unterschiedlichen Kunstorten verschiedene Ausstellungen besucht werden. Foto: Kevin Fuchs

Die Künstlerin Carolina Amaya erforscht das Wesen von Erotik. In der Kunstfabrik HB 55 in Lichtenberg präsentiert sie unter anderem großformatige Zeichnungen, Installationen mit kräftigen Farben und tiefem Schwarz sowie Fotografien mit dem eigenen Körper. Vergnügen, Zustimmung, Selbstliebe, Ängste und Sinnlichkeit sind ihre Themen. Im Coffee-House in Alt-Hohenschönhausen kann die Ausstellung Nicht Berlin? Doch Berlin! von Hans-Jürgen Esch besucht werden. Hier werden Fotografien von scheinbar unspektakulären Orten in Berlin ausgestellt. Von einfachen Häusern über verlassene Plätze bis hin zu banalen Situationen. Der Künstler möchte damit zeigen, wie viel Charme, Witz und Kreativität in jedem Winkel von Berlin steckt.

Geführte Touren bei der Langen Nacht der Bilder

Auch dieses Jahr wieder mit dabei: Die geführten Touren zu Fuß, auf dem Fahrrad oder – für beeinträchtigte Menschen – mit dem Bus. Insgesamt gibt es acht Spaziertouren, die jeweils um 18 Uhr und um 20.30 starten und vier Radtouren, die um 18 Uhr anfangen. Die Bustour startet um 17 Uhr. Die Teilnehmenden werden dabei von Guides aus dem Kunst- und Kulturbereich begleitet und bekommen währenddessen Erzählungen rund um die Künstler:innen und Orte geboten. Die Spazierrunden gehen jeweils zwei Stunden und führen unter anderem durch die Kunstfabrik HB 55, durch Ateliers und Studios in Alt-Hohenschönhausen und zum Museum Lichtenberg. Mit dem Fahrrad ist man zweieinhalb Stunden unterwegs und besichtigt – neben vielen weiteren Standorten – die Galerie für zeitgenössische Kunst, das Studio für bildende Kunst und die Galerie im Kulturhaus. Jede Tour ist dabei auf einen Ortsteil (Alt-, Neu-Hohenschönhausen, Rummelsburg, Karlshorst, Friedrichsfelde) beschränkt. Dafür anmelden könnt ihr euch hier.

  • Lange Nacht der Bilder 2023, an zahlreichen Orten in Lichtenberg, Fr 1.9., 18 – 24 Uhr, kostenlos, mehr Infos und das gesamte Programm findet ihr hier

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