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Yayoi Kusama: Retrospektive im Gropius-Bau beginnt

Es ist eine der Ausstellungen, auf die viele warten – und die endlich öffnet: Die Retrospektive der Japanerin Yayoi Kusama dürfte zu einem der Höhepunkte des Kultur-Frühlings werden. Am 23. April eröffnet der Gropius-Bau endlich wieder mit „A Bouquet of Love I Saw in the Universe“. Praktisch: Den Test zum Eintritt in die Ausstellung der „Pünktchen-Künstlerin“ gibt es gleich auf dem Parkplatz.

Der Infinity Room von Yayoi Kusama in Toronto. Nun bekommt sie eine Retrospektive im Gropius-Bau. Foto: Imago/Zuma

Yayoi Kusama: Japanische Künstlerin schafft mit Punkten Kunst

Yayoi Kusama gehört zu den wichtigsten Kunstschaffenden Japans der Gegenwart. Zu sehen sind im Gropius-Bau auf knapp 3000 Quadratmetern rund 300 Arbeiten aus mehr als 70 Jahren – wobei die Schau nicht nur ein Rückblick, sondern mit ausgewählten aktuellen Arbeiten auch eine Aufnahme der Gegenwart ist. Ein Anliegen der Retrospektive sei laut den Verantwortlichen im Gropius-Bau, die „Entwicklung von Kusamas Schaffen von frühen Gemälden und akkumulativen Skulpturen hin zu immersiven Erlebnisräumen nachzuzeichnen und insbesondere ihre bislang wenig beachtete künstlerische Aktivität in Deutschland und Europa aufzuarbeiten“.

Yayoi Kusamas Werk 2014 in Mexiko. Foto: Imago/Xinhua

„Yayoi Kusamas künstlerische Position zeichnet sich durch revolutionäre Interventionen aus, die sowohl von dem Wunsch einer vollkommenen Vereinigung von Körper und Kunstwerk als auch einer Neudefinition der Rolle der Frau in der Kunst getragen werden“, erläutert Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius-Baus.

Für die Künstlerin selbst ist die Schau ein Höhepunkt: „Ich freue mich sehr, dass meine Retrospektive im wunderbaren Gropius Bau stattfinden wird. Dies ist eine Ausstellung, an die ich mich für den Rest meines Lebens erinnern werde. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen, mit Liebe und Hoffnung“, teilt sie mit.

Yayoi Kusama: The Moving Moment When I Went to the Universe Exhibition – Ausstellung in London. Foto: Imago/PA Images

Kusama-Retrospektive im Gropius-Bau: Test auf dem Parkplatz

Wobei sich auch die Künstlerin sicher gewünscht hätte, dass mehr Menschen unkomplizierter in den Gropius-Bau könnten. Wie auch in den anderen Museen Berlins gilt: kein Zutritt ohne FFP2-Maske und Test, wobei Menschen, die bereits die zweite Impfung erhalten haben, von der Testpflicht ausgenommen sind. Erfreulich: Nicht nur die Infrastruktur für Schnelltests wird in Berlin zunehmend besser. Es gibt auch direkt auf dem Parkplatz am Gropius-Bau (Stresemannstraße 110) eine Einrichtung – Besucher*innen können diesen Service kostenlos nutzen.

Zeitfenster-Tickets für die Woche gibt es immer ab dem jeweiligen Dienstag ab 12 Uhr im Online-Shop. Geöffnet ist der Gropius-Bau mittwochs bis montags von 9 bis 21 Uhr. Der Eintritt zu Yayoi Kusamas Retrospektive kostet 13, ermäßigt acht Euro.

Yayoi Kusama bei der Arbeit. Foto: Imago/Everett Collection

Besuchende müssen innerhalb ihres gebuchten Zeitfenster ankommen, empfohlen wird eine Ankunft 20 bis 40 Minuten vorher. Für den Besuch sind maximal zwei Stunden vorgesehen. Beim Verlassen der Ausstellung muss das Ticket ein zweites Mal vorgelegt werden. Den Ticketshop findet ihr hier.


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