Ausstellungen

Museen und Galerien in Berlin öffnen wieder – die aktuelle Übersicht

Museumsbesuche sind wieder möglich in Berlin. Die meisten Häuser haben sich vorbereitet. Sie öffnen sehr kurzfristig wieder für den Publikumsverkehr, der ab Mittwoch, 19. Mai, erlaubt ist. Voraussetzung ist in aller Regel ein Zeitfenster-Ticket und ein Test (oder eine der anerkannten Alternativen), auch das Tragen einer FFP2-Maske ist Pflicht. Zudem haben die Galerien natürlich weiterhin geöffnet. Wir haben für euch zusammengefasst, was gerade in Berlin so geht und was noch so kommt.

Museen in Berlin: Diese Häuser öffnen wieder

Ab dem 21. Mai starten Berlins Staatliche Museen wieder. So öffnen auf der Museumsinsel wieder Pergamonmuseum, Neues Museum, Alte Nationalgalerie. Auch die James-Simon-Galerie ist wieder auf, in der mit Achmîm eine vergessene Stadt Ägyptens wiederentdeckt werden kann. Ungefähr 170 Exponate aus den Beständen des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung sowie dem Museum für Byzantinische Kunst werden zu sehen sein, in denen zahlreiche Funde aus Achmīm bewahrt werden.

Hallo Bode-Museum! Wir freuen uns auf die Wiedereröffnung aller Berliner Museen und Ausstellungen. Foto: Imago/Ritter

Im Bode-Museum kann man eine Sonderausstellung der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst in Kooperation mit dem Münzkabinett und dem Zentralarchiv – Staatliche Museen zu Berlin sehen.

Am Kulturforum öffnen das Kupferstichkabinett, die Kunstbibliothek sowie die Sonderaustellungshalle für Besucher:innen. Auch die Gemäldegalerie öffnet ihre Türen, erstmals widmet diese sich der Spätgotik: rund 130 Objekte sind zu sehen – hochkarätige Leihgaben sowie zentrale Werke aus den Beständen der Staatlichen Museen zu Berlin.

Weiterhin öffnen das Museum Berggruen, welches ganz im Zeichen von Picasso steht, die Sammlung Scharf-Gerstenberg und das Museum für Fotografie.

Auch der Hamburger Bahnhof, das Museum für zeitgenössische Kunst in Berlin, schließt wieder für Publikumsverkehr auf. Damit ist auch wieder die Ausstellung „Fat to Ashes“ von Pauline Curnier Jardin zu sehen, Trägerin des Preises der Nationalgalerie 2019. Sie hat in die große Halle des Museums ein Mischung aus dem römischen Kolosseum und Zirkuszelt installiert, in dessen Inneren sie eine Videoarbeit zeigt. In der Alten Nationalgalerie ist bis zum 3. Oktober der sogenannte Birkenau-Zyklus von Gerhard Richter zu sehen. Der international bedeutende Gegenwartskünstler hat sich auf vier monumentalen Gemälden mit dem Holocaust auseinandergesetzt.

Auch das Museum Europäischer Kulturen öffnet und hat neben der Dauerausstellung „Kulturkontakte. Leben in Europa“ noch bis zum 30. Mai die Sonderschau „independent comic“ zu bieten. Hier wird die Comicszene aus verschiedenen Ländern wie zum Beispiel Serbien oder Slowenien vorgestellt. Auch das Pergamon-Panorama  und die Friedrichswerdersche Kirche sind für Besucher dann wieder zugänglich. Natürlich alles mit FFP2-Maske und Online-Terminvergabe.

Auf der Museumsinsel öffnet die Alte Nationalgalerie auch wieder ihre Türen. Foto: Imago/agesfotostock

  • Alte Nationalgalerie 10 Euro, erm. 5 Euro, Di-So 10-18 Uhr
  • Bode-Museum 10 Euro, erm. 5 Euro, Di-So 10-18 Uhr
  • Neues Museum 12 Euro, erm. 6 Euro, Di-So 10-18 Uhr
  • Pergamonmuseum (Zugang über James-Simon-Galerie) 12 Euro, erm. 6 Euro, Di-So 10-18 Uhr
  • Pergamonmuseum. Das Panorama 12 Euro, erm. 6 Euro, Di-So 10-18 Uhr
  • James-Simon-Galerie (Sonderausstellung „Achmîm“): 10 Euro, erm. 5 Euro, Di-So 10-18 Uhr
  • Gemäldegalerie 10 Euro, erm. 5 Euro, Di-Fr: 10 – 18 Uhr, Sa-So: 11-18 Uhr
  • Kupferstichkabinett 6 Euro, erm. 3 Euro, Di-Fr: 10 – 18 Uhr, Sa-So: 11-18 Uhr
  • Kunstbibliothek 6 Euro, erm. 3 Euro, Di-Fr: 10 – 18 Uhr, Sa-So: 11-18 Uhr
  • Sonderausstellungshalle (Sonderausstellung „Claudia Skoda“): 8 Euro, erm. 4 Euro, Di-Fr: 10 – 18 Uhr, Sa-So: 11-18 Uhr
  • Friedenswerdersche Kirche kostenfrei, Di-So: 10-18 Uhr
  • Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart 8 Euro, erm. 4 Euro (ab 30.5.: 14 erm. 7 €) Di – Fr 10 – 18 Uhr, Sa + So 11 – 18 Uhr
  • Museum Berggruen + Sammlung Scharf-Gerstenberg 12 Euro, erm. 6 Euro, Di – Fr 10 – 18 Uhr, Sa + So 11 – 18 Uhr
  • Museum für Fotografie 10 Euro, erm. 5 Euro, Di + Mi 11 – 19 Uhr, Do 11 – 20, Fr – So 11 – 19 Uhr
  • Museum Europäischer Kulturen 8 Euro, erm. 4 Euro, Di – Fr 10 – 17 Uhr, Sa + So 11 – 18 Uhr

Die gefragten Tickets werden immer drei Tage vor dem entsprechenden Öffnungstag freigeschaltet auf smb.museum – in der Regel um neun Uhr.


Sonderausstellungen der Staatlichen Museen im Überblick

  • Gerhard Richter. Reflexionen über Malerei Max Liebermann Haus, ab 22. Mai
  • Klartext: Zur Geschichte des Bode-Museums Sonderausstellung der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst in Kooperation mit dem Münzkabinett und dem Zentralarchiv
  • Von Eva bis Greta. Frauen auf Münzen und Medaillen Sonderausstellung des Münzkabinetts im Bodemuseum
  • Ideal und Form. Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie: Friedenswerdersche Kirche
  • Spätgotik. Aufbruch in die Neuzeit Kulturforum, Gemäldegalerie
  • Bastianino: Das lebende Kreuz von Ferrara. Die Restaurierung eines vergessenen Altarbildes Restaurierungs- und Sonderausstellungsprojekt der Gemäldegalerie
  • Pauline Curnier Jardin. Fat to Ashes Historische Halle Hamburger Bahnhof
  • Xinyi Cheng. The Horse with Eye Blinders erste institutionelle Einzelausstellung im Hamburger Bahnhof präsentiert Cheng rund 30 Gemälde, darunter eine Vielzahl neuer Werke sowie sechs Fotografien.
  • Achmīm. Ägyptens vergessene Stadt James-Simon-Galerie
  • Claudia Skoda. Dressed to Thrill Sonderausstellung der Kunstbibliothek in Kooperation mit dem Kunstgewerbemuseum
  • Das Piranesi-Prinzip. Zum 300. Geburtstag des großen italienischen Meisters Kunstbibliothek
  • Wir heben ab! Bilder vom Fliegen von Albrecht Dürer bis Jorinde Voigt Kupferstichkabinett
  • Picasso & Les Femmes d’Alger Museum Berggruen
  • Spuren der Arbeit. Porzellan-Herstellung in Polen Forschungscampus Dahlem, Museum Europäischer Kulturen, international unterstützt vom Adam Mickiewicz Institut
  • comiXconnection Wanderausstellung der Koordinierung Ostmittel- und Südosteuropa im Museum Europäischer Kulturen, beleuchtet Independent Comic in Serbien, Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina sowie Ungarn und Rumänien
  • Von …   Bis … Zarkashat Turathia. Durch Sammlungen verbunden Ethnologischen Museum im Forschungscampus Dahlem
  • Vorbilder / Nachbilder. Die fotografische Lehrsammlung der Universität der Künste Berlin 1850–1930 Museum für Fotografie, mit ihren rund 25.000 fotografischen Einzelblättern ist sie innerhalb Deutschlands einzigartig
  • America 1970s/80s. Hofer, Metzner, Meyerowitz Newton Sonderausstellung der Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie
  • SEEN BY #15: Nothing ever happened [yet] Kunstbibliothek, Ziel der Ausstellung: kuratorische und künstlerische Strategien im Umgang mit zeitgenössischer Fotografie neu denken
  • Vom Fragment zum Monument. Das Ischtar-Tor in Berlin Sonderpräsentation des Vorderasiatischen Museums
  • Die Strahlkraft der Alhambra Sonderpräsentation des Museums für Islamische Kunst
  • PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi Ausstellungsprojekt der Antikensammlung im Pergamonmuseum
  • Pflanzen brechen aus der Erde. Natur und Kunst von Max Ernst bis Nuria Queved Sammlung Scharf-Gerstenberg

Im Gropius Bau eröffnet wieder die Ausstellung von Yayoi Kusama, einer der bedeutendsten Künstler:innen der Gegenwart. Foto: Imago/Pacific Press Agency

Auch der Gropius Bau öffnet seine Türen wieder. Yayoi Kusama gehört zu den bedeutendsten japanischen Künstler:innen der Gegenwart. Der Gropius Baus widmet Kusama mit „A Bouquet of Love I saw in the Universe“ die erste deutsche Retrospektive. Die Ausstellung läuft bis zum 15. August. Als zweite Ausstellung widmet der Gropius Bau der Künstlerin und Designerin Helen Jongerius eine Einzelausstellung „Kosmos weben„. Tickets werden online vergeben – immer wenige Tage vorher.

Tipp: Ab 7. Juni könnt ihr auf dem Außengelände des Gropius Bau erste tolle Ergebnisse der von Berliner Schüler*innen im Rahmen des Projekts „Kinder kuratieren – Takeover“ konzipierten Ausstellung erleben.


Das DDR-Museum öffnet über Pfingsten vom 21. bis 24. Mai von 9 bis 21 Uhr. Tickets können vorab online gebucht werden. Weiterhin sind Online-Veranstaltungen vorgesehen. Infos findet man auf der Website.

  • Info www.ddr-museum.de Karl-Liebknecht-Straße 1, 10178 Berlin, 9,80 Euro, erm. 6 Euro

Nach knapp sieben Monaten Schließung kann nun auch das Schwule Museum in Tiergarten wieder öffnen. Ab dem 27. Mai geht es mit gleich drei Ausstellungen wieder los, welche vorerst nur als Online-Führung zu Verfügung standen. Zwar bleiben das Café, die Bibliothek und das Archiv vorerst geschlossen, doch auch hier werden Konzepte erarbeitet. Zeitfenster-Tickets können ab sofort auf der Website reserviert werden.

Die Kuratoren Peter Rehberg und Apostolos Lampropoulos präsentieren mit der Kunstausstellung „Intimacy – New Queer Art from Berlin and Beyond” multimediale Werke von über 30 internationalen Künstler*innen, die queere Intimität alle auf ganz eigene, oft persönliche Weise verhandeln.

Ostdeutsche queere Geschichte gibt es in der Ausstellung „Rosarot in Ost-Berlin“ zu sehen. Hier wird die vielfältige Szene für Lesben, Schwule, Bisexuelle und trans* Menschen in Ost-Berlin vor der Wiedervereinigung erlebbar gemacht. Sie präsentiert, was die Aktivist*innen zum Handeln und zum Kämpfen bewegt hat und diskutiert, wie sich diese Kämpfe nach 1989/90 verändert haben.

Diese ist ganz neu dazu gekommen:  In ihrer Ausstellung „lonely hearts” erforscht die Künstlerin Irène Mélix auf der <Basis von Hunderten Kontaktanzeigen aus aller Welt lesbische Identität. In der Ausstellung werden die Geschihcten lesbischer Mitstreiter:innen sichtbar gemacht.

  • Info https://www.schwulesmuseum.de/ Lützowstraße 73, 10785 Berlin, Mo, Mi, Fr 12-18 Uhr, Do 12-20 Uhr, Sa 14-19 Uhr, So 14-18 Uhr, Dienstag ist Ruhetag, 9 Euro, erm. 3 Euro

Der absolute Tanz von Ulla von Brandenburg wird noch bis Ende August gezeigt. Foto: Georg Kolbe Museum

Das Georg Kolbe Museum ist wieder offen. Aktuell zeigt das Museum „Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik.“ und „Blaue und Gelbe Schatten“ – eine neue Werkreihe der Künstlerin Ulla von Brandenburg. Beide Ausstellungen laufen noch bis zum 29. August. kann man telefonisch unter 030 / 304 21 44 oder per [email protected] Termine reservieren.


Auch das Deutsche Historische Museum ist seit dem 21. Mai wieder geöffnet. Bis zum 20. Juni haben Besucher:innen die Gelegenheit die Ausstellung „Report from Exile – Fotografien von Fred Stein“ zu sehen. Sie zeigt die Porträts und Stadtansichten aus den 1930er bis 1960er Jahren in New York des jüdischen Porträt- und Pressefotografen Stein. Dazu ist in einer Virtual-Reality-Installation „Der Sprung -1961“ von Peter Leibing und die Schau „Von Luther zu Twitter – Medien und politische Öffentlichkeit“ hier ausgestellt. Als zweiten Öffnungsschritt ist die Dauerausstellung im Zeughaus ab dem 26. Mai wieder geöffnet. Eintritt ist hier frei. Das Zeughaus geht am 27. Juni in die Sommerpause.


Das Käthe-Kollwitz-Museum öffnet seine Türen ab dem 25. Mai. Auch die Sonderausstellung „Käthe Kollwitz – Mit Händen sprechen“ läuft noch bis einschließlich dem 6. Juni. Vorerst öffnet das Museum nur unter der Woche. Online können Termine gebucht werden. Auch hier ist ein negativer Corona-Schnelltest nötig. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Testzentrum. Nachweis von Impfungen und Genesung ist auch zulässig. Weiterhin finden Live-Führungen auf der Homepage statt. Die nächste wird am 30. Mai ausgestrahlt und ist kostenlos.

Fotografie, Video, Malerei und andere Ausstellungen

Installationsansicht von Anne Imhof "Untitled (Wave)", 2021. Foto: Foto: Alwin Lay
Installationsansicht von Anne Imhof „Untitled (Wave)“, 2021. Foto: Foto: Alwin Lay

Wut, Verzweiflung und Trauer – um intensive Gefühle geht es in der Julia Stoschek Collection. „Fire in my Belly“ heißt die aktuelle Jahresausstellung der bekannten Videokunst-Sammlerin. Film- und Videoarbeiten seit den 1960er Jahre werden ergänzt durch Malerei, Skulptur und Performance. Zudem bietet der Online-Bestandskatalog Einblick in Stoscheks Sammlung mit über 870 Werke von mehr als 290 Künstler*innen.

  • Tickets und Infos www.jsc.art (bis auf Weiteres geschlossen)

Die beeindruckende Gruppenausstellung „Sun Rise I Sun Set“ im Schinkel-Pavillon versammelt zahlreiche künstlerische Positionen, die das Wechselspiel zwischen Leben, Technik und Ökonomie beleuchten. Künstler:innen der Gegenwart wie Monira Al Qadir, Torbjørn Rødland und Precious Okoyomon treffen auf Größen der Moderne wie Henri Rousseau oder Max Ernst. Die Ausstellung endet am 27. Juli. Eine Online-Reservierung ist notwendig.


Wer wissen möchte, was junge Berliner Künstler:innen beschäftig, sollte der Ausstellung „Step Out of the Strange Light“ im Neuen Berliner Kunstverein einen Besuch abstatten. Die Gruppenausstellung präsentiert Arbeiten von Künstler:innen, die vom begehrten Arbeitsstipendium Bildende Kunst des Berliner Senats ausgezeichnet wurden. Außerdem präsentiert Loretta Fahrenholz in ihrer ersten institutionellen Einselausstellung eine intime Videoarbeit, die Im Wesentlichen auf Handyaufnahmen ihrer drei Protagonist:innen Harry, Sally und Mimi in New York in den Jahren 2012 und 2020 basiert.


Ab ins All – diese Idee mag so manchem Menschen während der Pandemie durch den Kopf schießen. Für die Nicht-Kosmonaut:innen und Nicht-Multimilliardär:innen unter bleibt das wohl für immer ein Traum. Immerhin künstlerische können wir uns „Into Space“ begeben und zwar in der gleichnamigen Ausstellung im Haus am Waldsee. Drei künstlerische Positionen vereint die Schau – den russischen Konstruktivisten Naum Gabo (1890–1977) und seine heutigen Bildhauerkolleg:innen Berta Fischer und Björn Dahlem. Tickets können schon vier Tage im Voraus online gebucht werden.


Für Fans von Videos und Installationen biete das Kindl-Zentrum in Neukölln drei Ausstellungen. „Demokratie heute“ ist eine Gruppenausstellung, die politische Krisen thematisiert. Darunter sind ein Videoessay der in Berlin lebenden Künstlerin Eli Corintats und Werke des renommierten Autodidakten Georges Adegabo zu finden. Tickets müssen online gebucht werden.

  • Tickets kindl-berlin.de (wieder geöffnet ab 22. Mai), 5 Euro, erm. 3 Euro

„WIR. Nähe und Distanz“ ist die Ausstellung im Kunstforum der Berliner Volksbank anschauen kann. Diese besteht aus Sammlungsarbeiter aus acht Jahrzehnten und wurde von den Mitarbeitern der Volksbank zusammengestellt. Das Kunstforum feiert damit sein 35-jähriges Bestehen.


Das Gutshaus Steglitz zeigt zurzeit die Ausstellung „Der Beifang“ von Neo Rauch. Eine Schau aus Papierarbeiten von dem Leipziger Maler. Anmelden kann man sich telefonisch unter 030/902 9939 24 und im Internet. Tickets sind gratis.


Der „Atlas“ ist eine Ausstellung von Gerhard Richter und ist noch bis August im Max-Liebermann-Haus für Besucher zugänglich. Sie lädt den Besucher ein, durch den Bildkosmos Richters zu wandeln.


Bereits seit dem 9. März kann man sich die Ausstellung „SEESTÜCKE – Fakten und Fiktion“ in der Alfred-Ehrhardt-Stiftung anschauen. Eine Gruppenausstellung von 23 internationalen Künstler*innen. Sie befasst sich unter anderem mit den Gefahren und Realitäten der heutigen Zeit. Eine Voranmeldung ist per Mail [email protected] oder telefonisch 030/200 953 33 möglich.


Im Palais Populaire dreht sich alles um Abstrakte Kunst. Die Schau „Ways of Seeing Abstraction“ zeigt um die 168 Werke aus der Sammlung der Deutschen Bank aus den Jahren 1959 bis 2021. Dabei sind 47 Künstler:innen aus vierzehn Ländern vertreten. Die Buchung eines Zeitfensters ist kostenfrei.

Außerdem präsentiert das PalaisPopulaire, vom 22. Mai bis 23. August 2021, Hirnsturm II als die erste große Überblicksschau Marc Brandenburgs . Mit über 130 Zeichnungen und einer Video- und Rauminstallation wird das Werk des 1965 in Berlin geborenen Künstlers vorgestellt.

  • Tickets db-palaispopulaire.de (wieder geöffnet ab dem 19. Mai) täglich außer Dienstag, 11 – 18 Uhr, Donnerstag 11 – 21 Uhr, +49 (0)30 20 20 93 0

Ab dem 27.03 gibt es auch neue Ausstellungen im Fotohaus C/O Berlin. Hier thematisiert die Ausstellung „Send me an Image“ den „digitalen Bilderberg“, den wir anhäufen – in Arbeiten etwa von Broomberg & Chanarin, Gilbert & George, On Kawara und Corinne Vionnet.


Auch das C/O Berlin öffnet ab dem 29. Mai. Bis zum zweiten September ist die Ausstellung Tools for Conviviality von Anna Ehrenstein zu sehen. Außerdem ist die Ausstellung Send me an Image. From Postcards to Social Media zu sehen, welche sich in einer visionären Themenausstellung der Entwicklung der Fotografie als Kommunikationsmittel von der Vergangenheit bis in die Gegenwart widmet. Weiterhin kann man Nadine Ijeweres Beautiful Disruption sehen. Damit feiert die weltweit erste institutionelle Einzelausstellung der 28-jährigen Modefotografie-Pionierin bei uns Premiere, welche durch ihren farbenfrohen Gegenentwurf konventionelle Schönheitsideale der Modewelt auf den Kopf stellt. Ab der Wiedereröffnung findet der Einlass ausschließlich mit einem vorher online gebuchten Termin statt.

  • Info co-berlin.org/de Amerika-Haus, Hardenbergstraße 22–24, 10623 Berlin, 10 Euro, erm. 6 Euro

Noch mehr Fotografie gibt es in der Ausstellung „Hidden – Tiere im Anthropozän“, in der sich 40 Fotograf*innen mit dem Umgang von Tieren beschäftigen. Dabei spielt zum Beispiel das Konsumverhalten in der heutigen Zeit eine Rolle. Die Ausstellung ist im Fotoraum fhochdrei an der Waldemarstraße zu finden.


Weitere neue und verlängerte Ausstellungen in Galerien

Die nächste Ausstellung ist zwar in Potsdam zu finden, aber trotzdem erwähnenswert. Sie ist ein Wegweiser für die öffentliche Wahrnehmung von Rembrandt: die Ausstellung über das Orientbild des Malers und seiner Zeitgenossen, die das Museum Barberini mit dem Kunstmuseum Basel erarbeitet hat. Als Rembrandt malte, handelten und kämpften sich die Niederlande zur Weltmacht empor – was Amsterdam Reichtum, Rembrandt Kunden und den Kunden Exotika bescherte. Mit 110 Exponaten in sieben Teilen thematisiert die neue Potsdamer Sonderschau, wie sich dieses Kapitel der Weltgeschichte in damaligen Porträts, Stillleben und biblischen Szenen spiegelt.

Gruppenbild der Familie Sam in der Ausstellung „Rembrandts Orient“ Foto: Imago/Eberhard Thonfeld

Das Museum ist ab dem 22. Mai wieder geöffnet Tickets sind schon vorab auf der Internetseite erhältlich. Die Ausstellung Rembrandts Orient wurde bis zum 18. Juli verlängert. Online findet man findet in der Mediathek zahlreiches zusätzliches Material. Parallel zu dieser Ausstellung zeigt das Museum eine Sammlung impressionistischer Gemälde des Museumsgründers Hasso Plattner.


Der Hamburger Galerist Mathias Güntner hat 2020 eine Zweigstelle in Charlottenburg eröffnet. Jetzt zeigt er Arbeiten in sechs Medien von Zeichnung bis Video zu Krisen der Gegenwart: von Ewa Partum, Thorsten Brinkmann, Joachim Grommek, Inge Krause, Axel Loytved und Bernhard Frue, Termine können telefonisch unter 030/41 91 95 90 gemacht werden.


Ab dem 21. Mai öffnet die Galerie im Saalbau wieder für Publikum. Hier werden die Werke der nominierten Künstler:innen des Neuköllner Kunstpreises 2021 in einer Gruppenausstellung zu präsentiert. Die Nominierten des Neuköllner Kunstpreises 2021 sind:
 Arno Bojak, Elisa Duca, Elke Graalfs, Birgit Hölmer, Hyunho Park, Valerie Schmidt, Peter Strickmann, Evgenija Wassilew

In der Gruppenausstellung erhalten die Besucher:innen einen authentischen Einblick in die vielschichtige Produktion und besondere Qualität der Werke Neuköllner Künstler:innen, die hier jeden Tag in unzähligen Ateliers, Wohnungen und Projekträumen entstehen. Die Ausstellung besteht bis zum 27. Juni.


Seit dem 19. Mai ist auch die Galerie „Verein Berliner Künstler“ wieder geöffnet. Hier ist die Ausstellung Medianautik zu sehen. Beteiligte Künstler:innen sind Sandra Becker, Monika Funke Stern, (Kuratorin der Ausstellung), Hartmut Jahn, Maria Korporal, Richard Stimmel und Sigi Torinus.

  • Tickets [email protected], oder telefonisch unter der Nr.:+4915751142263, Verein Berliner Künstler, Schöneberger Ufer 57, 10785 Berlin

Zum ersten Mal zeigt die Galerie Springer Berlin Arbeiten der Künstlerin und Fotografin Katrin Linkersdorff in einer Einzelausstellung mit Arbeiten ihrer neuen Serie Fairies. Die Austellung wird bis zum 25. September und nur mit Terminvereinbarung gezeigt. Linkersdorff ist geprägt durch die japanische Philosophie des Wabi-Sabi, in der die Schönheit von Unvollkommenheit und Vergänglichkeit gepriesen wird.


Am 8. Juni 2021 wird die Ausstellung Diversity United im Flughafen Tempelhof mit einem Rundgang von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet. Die Ausstellung zeigt zeigt das künstlerische Gesicht Europas, von Portugal bis Russland, von Norwegen bis in die Türkei. Vom 9. Juni bis 19. September sind die Werke von rund 90 Künstler:innen aus 34 Ländern Europas im Flughafen Tempelhof zu sehen.

  • Info www.stiftungkunst.de, Flughafen Tempelhof, Hangar 2 (Zugang über Columbiadamm 10), 12101 Berlin, U7: Platz der Luftbrücke 

Sarah Lucas ist eine britische Künstlerin. Sie zeigt ihre aggressiv absurd koketten oversexed Stofffiguren auf Designerstühlen des 20. Jahrhunderts bei CFA Berlin. Radikal komischer Feminismus. Auch hier können Termine telefonisch unter 030/88 77 71 67 gemacht werden.


Fast eine ganze Werkschau: Der vor allem für seine temporären Großmahnmale gegen den Krieg in Syrien (wie 2017 vor dem Brandenburger Tor) bekannte Künstler aus Dresden Manaf Halbouni, zeigt bei Zilberman, dass er auch die kleine Form beherrscht  – auf Landkarten und Fotos, in einer Miniaturskulptur, in Neonschrift und mit Nationalhymnen. Termine können telefonisch unter 030/31 80 99 00 gemacht werden.


Sieben farbige Wandtexte und ein Wandbild des britischen Künstlers Hamish Fulton, der seine langen Wanderungen durch die Natur (etwa von Tibet und Alaska) in Worten und Zeichnungen kondensiert, zeigt die Galerie Thomas Schulte. Und nein: Fulton besteht darauf, dass er keine Land Art macht. Termine telefonisch unter 030/20 60 89 90.


Ab dem 28. Mai ist das 144ste Berlin-Weekly Fenster mit der Installation DIE KÖNIGIN von Alex Lebus zu sehen. Die Ausstellung wird um 18 uhr im Freien vor dem Projektraum eröffnet. Die Installation kann bis zum 28. Juni täglich bis 22 Uhr im hell-erleuchteten Berlin-Weekly-Fenster besichtigt werden.


Sofern die Pandemiepläne es zulassen, können wir mit einer Eröffnung mit ein paar Menschen hoffen: Anfang Juni öffnet die Austellung Cohabitation – Ein Manifest für Solidarität von Tieren und Menschen im Stadtraum. Das Projekt zeigt künstlerische und gestalterische Auseinandersetzungen mit dem ambivalenten Verhältnis zwischen Tier, Mensch und Natur im urbanen Kontext sowie Perspektiven für die Revision der herrschenden Verhältnisse.


Und noch ein Opening im silent green in diesem Sommer: Für das Ausstellungsprojekt The Garden werden der gleichnamige Film sowie der legendäre Garten des 1994 verstorbenen Filmemachers Derek Jarman zum Ausgangspunkt für eine zeitgenössische künstlerische Auseinandersetzung mit essentiellen Fragen unserer Gesellschaft und ihrer Zukunft. Zeitgenössische Künstler*innen und Weggefährt*innen Jarmans setzen sich in eigens für dieses Projekt konzipierten Sound– und Medieninstallationen sowie in begleitenden Gesprächen und Workshops mit seinen Bildwelten und Themen auseinander.


Das Haus der Kulturen der Welt startet gleich mit drei Ausstellung nach dem Lockdown: Bildschock blickt auf die Jahre nach dem Sputnik-Schock, einer noch nie da gewesenen Bildungsoffensive in den Jahren des Kalten Krieges. In Zusammenarbeit mit Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und Architekt:innen untersucht Kurator Tom Holert die Epoche der Experimente und Konflikte. Neben dieser Ausstellung startet das HKW außerdem mit Potosí Prinzip- Archiv und Investigative Commons. Beide Ausstellungen enden am 11. Juli.

Weiterhin läuft seit März Werner Düttmann. Berlin. Bau. Werk. im HKW. Der Architekt und Stadtplaner prägte wie kaum ein anderer Berlin in der Nachkriegszeit. Vom 9. Juni bis zum 8. Augst kann man im HKW Investigative Commons sehen. Die Ausstellung präsentiert neue Formen kollaborativer Wahrheitsfindung und investigativer Ästhetik. Ebenso kann man ab Mai Redefining the Power / After Dürer im HKW finden. Andreas Siekmanns Arbeit Nach Dürer (2019) ist eine zeitgenössische Interpretation von Albrecht Dürers nie realisiertem Denkmal für die besiegten Bauern (1525).

  • Info www.hkw.de (Eröffnung 27. Mai) bis zum 27. Mai läuft das HKW digital weiter, dann tägl. geöffnet außer Dienstag, 12-20 Uhr, Tickets sind ab dem 25. Mai online buchbar

Ein neues Format von Axel Obiger

Akutsprechstunde – Visita d’urgenza: „Akutsprechstunde“ drückt das Ziel des Projekts klar aus: es handelt sich um eine vorübergehende Maßnahme, mit der der Kontakt zum Kunstpublikum und zu den Bewohner:innen der Nachbarschaft, insbesondere während des aktuellen und möglichen nächsten Lockdowns, wiederhergestellt werden soll.

Jeden Freitagnachmittag (16.30-19.30 Uhr) wird ein einzelnes Kunstwerk im Schaufenster des Projektraums für einen Diskurs ausgestellt, welches dann eine ganze Woche dort hängen wird. Die Freitags-Aktion moderiert Stefano Gualdi, der über ein Mikrofonsystem mit dem Besucher kommunizieren kann – wie in den Notdienst-Apotheken, in Krankenhäusern und in anderen Situationen, in denen physischer Kontakt nicht erlaubt ist. 


Van Gogh und Banksy in der Station Berlin

In der Station Berlin sind Werke von Banksy zu sehen. Foto: The Mystery of Banks/Dominik Gruss

Mit „Mystery of Banksy – A Genius Mind“ öffnet die Ausstellung über die Briten in Berlin wieder.  Bis zum 1. August 2021 kann man mehr als 100 Kunstwerke des anonymen britischen Künstlers in der STATION Berlin am Gleisdreieck begutachten.


Die Besucher:innen können sich hinsetzen und entspannt der Ausstellung folgen. Foto: Imago/Photopress Müller
Die Besucher:innen können sich hinsetzen und entspannt der Ausstellung folgen. Foto: Imago/Photopress Müller

Auch „Van Gogh – The Immersive Experience“ startet wieder am Gleisdreieck. Das Erlebnis mit mehr als als 500 ausgewählten Kunstwerken ist nun noch bis zum 1. August 2021 in der STATION-Berlin am Gleisdreieck zu sehen. Mit Hilfe von aufwendigen Projektionen und Lichtinstallationen werden in „Van Gogh – The Immersive Experience“ die Werke des niederländischen Künstlers mehrfach vergrößert und an den Wänden der Präsentationsräume in der STATION-Berlin in Kreuzberg zum Leben erweckt.


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