Kunst

Gallery Weekend Berlin 2023: Das sind die Höhepunkte

Das Gallery Weekend Berlin steht vor der Tür: Vom 28. bis zum 30. April 2023 verwandelt sich Berlin in eine gigantische Kunstmeile. Mit 55 teilnehmenden Galerien erwarten euch zahlreiche Eröffnungen mit aufstrebenden und etablierten Künstler:innen. Dazu wird es im Zeitraum des Gallery Weekends noch weitere Kunstveranstaltungen geben, von der Messe „Paper Positions“ bis zum Sellerie Weekend der Berliner Projekträume. Hier kommen unsere Empfehlungen.

Sofern nicht anders angegeben, gelten für das Gallery Weekend 2023 folgende Öffnungszeiten: Freitag von 18 bis 21 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr.


Gallery Weekend 2023: Mensch-Maschinen von Cao Fei

Cao Fei, „MatryoshkaVerse“, 2022. Foto: Cao Fei/Courtesy the artist Vitamin Creative Space and Sprüth Magers

Zu den Höhepunkten des Gallery Weekends 2023 dürfte die Ausstellung von Cao Fei in der Galerie Sprüth Magers zählen. Eine wichtige Arbeit von Cao Fei war in Berliner Museen zuletzt 2020 zu sehen: Da zeigte sie in der Ausstellung „Micro Era: Medienkunst aus China“ am Kulturforum die Beiträge „Asia One“ (2018) und „11.11“ (2018), Multimediainstallation, die das Malochen im Logistiksektor thematisierten: absurd, komisch, böse und beängstigend real. Bei Sprüth Magers soll es nun um die Beziehungen zwischen Menschen und digital arbeitenden Maschinen gehen.

  • Galerie Sprüth Magers Oranienburger Str. 18, Mitte, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 19.8.

Hito Steyerl bringt Leben in Glaskugeln

Hito Steyerl, „Animal Spirits“, 2022 (detail). Foto: Courtesy the artist, Andrew Kreps Gallery, New York, and Esther Schipper, Berlin/Paris/Seoul. © The artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2023. Photo © Kunsthaus Graz/N. Lackner
Hito Steyerl, „Animal Spirits“, 2022 (detail). Foto: Courtesy the artist, Andrew Kreps Gallery, New York, and Esther Schipper, Berlin/Paris/Seoul. © The artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2023. Photo © Kunsthaus Graz/N. Lackner

Die bekannte Berliner Medienkünstlerin Hito Steyerl zeigt eine Einzelausstellung in der Galerie Esther Schipper. Ihre Video- und Computer-Installation „Contemporary Cave Art“ ist eine Weiterentwicklung ihres Environments „Animal Spirits“ (2022), das in Seoul Premiere hatte. Die Ausstellung dient auch einem guten Zweck: Der Erlös aus Steyerls beleuchteten Glaskugeln, bepflanzt mit Gewächsen aus einem transkulturellen Garten (Abb.), soll über die Hilfsorganisation Hevrîn Xelef / Flamingo e.V. Erdbebenopfer in der Türkei und Nordsyrien unterstützen.

  • Galerie Esther Schipper Potsdamer Str. 81e, Tiergarten, Di–Sa 11–18 Uhr , bis voraussichtlich Ende Mai

Psychodelisch abtauchen mit Ann Duk Hee Jordan

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Anne Duk Hee Jordan, „Worlds Away“, 2023. Foto: Jacopo Falsetta/Copyright the artist, Courtesy alexander levy and the artist
Anne Duk Hee Jordan, „Worlds Away“, 2023. Foto: Jacopo Falsetta/Copyright the artist, Courtesy alexander levy and the artist

Anne Duk Hee Jordans Installation „Worlds Away“ lädt uns ein, die Tiefen des Ozeans zu erkunden, eine dunkle Welt, die von fantastischen Kreaturen bewohnt wird oder vielmehr aus ihnen besteht, darunter eine Riesenmuschel und mikroskopisch kleines Phytoplankton. Die Installation ist eine psychedelische Umgebung, die den Besucher dazu einlädt, die Perspektive zu wechseln. Jordans Arbeiten konzentrieren sich auf bestimmte Ökosysteme und betonen den Sinn für die physische Präsenz des Körpers und seine Position im Raum. Die Ausstellung zeigt in mehreren Werken Unterwasserwelten, wie etwa motorisierte Muschelskulpturen oder das Video „Ziggy and the Starfish“.

  • Alexander Levy Alt-Moabit 110, Moabit, Mi–Sa 11–18 Uhr, bis 24.6.

Hiwa K. zwischen Vergangenheit und Gegenwart des Irak

Hiwa K, „Like A Good, Good, Good Boy“, 2023. Foto: Courtesy the artist
Hiwa K, „Like A Good, Good, Good Boy“, 2023. Foto: Courtesy the artist

Spannend wird, welche Kunst Hiwa K. jetzt macht. Der Künstler, der 2016 den Schering-Preis gewann und damit in den Kunst-Werken ausstellte, thematisierte zuletzt in seiner Berliner Stammgalerie Flucht, Fremdheit und Sehnsucht nach Frieden – und ist zurück nach Irak gegangen. Von dort kommt nun seine neue, dreiteilige Arbeit aus seiner Geburtsstadt Sulaymaniyah, wo Hiwa K. nachgesehen hat, was unter Saddam Hussein und im Irak-Krieg aus den Staatlichen Einrichtungen und Stätten seiner Kindheit geworden ist. Bitter.

  • KOW Lindenstr.35, Kreuzberg, Di–Sa 12–18 Uhr, bis 1.7.

Von der Melone zum Kosmos mit Slavs and Tatars

Slavs and Tatars, „Soft Power (version two)“, 2022. Foto: Max Herman
Slavs and Tatars, „Soft Power (version two)“, 2022. Foto: Max Herman

Melonen. An Sommertagen geht eigentlich kein Picknick, kein See- oder Schwimmbadbesuch ohne. In Usbekistan ist die Melone mehr als ein erfrischender Snack für heiße Tage. Ihr wird einer usbekischen Legende nach der Zugang zu göttlichem Wissen nachgesagt. Die neueste Arbeit des multikulturellen Kollektivs Slavs and Tatars befasst sich mit einer Vielzahl von Melonen, die in Zentralasien, insbesondere in Usbekistan und Xinjiang, als Wissensspeicher, als Träger von Schrift und als Mittel zur Ressourcengewinnung dienen. Neben einer Rauminstallation aus Glaslampen, Spiegelobjekten gibt es im zweiten Ausstellungsteil eine Sammlung von Werken von Andrey Anro, Dozie Kanu und Lin May Saeed zeigt, mit denen Slavs and Tatars in der Vergangenheit zusammengearbeitet haben, zu sehen.  

  • Kraupa-Tuskany-Zeidler Kohlfurter Str. 41/43, Kreuzberg, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 29.7.

Iranische Künstlerinnen bei Galerie Crone

Anahita Razmi, „NO NATIONAL FLAG USES A GRADIENT“, 2022. Foto: Courtesy of the artist and Carbon12 Gallery
Anahita Razmi, „NO NATIONAL FLAG USES A GRADIENT“, 2022. Foto: Courtesy of the artist and Carbon12 Gallery

Wir verbleiben in den Mythologien des Ostens: Simurgh ist ein mit übernatürlichen Kräften ausgestatteter Vogel aus der persischen Mythologie. Die bekannteste Erzählung zu dem Fabelwesen geht auf den islamischen Dichter Fariduddin Attar und sein Epos „Konferenz der Vögel“ aus dem 12. Jahrhundert zurück. Kuratorin Başak Şenova verbindet in der Ausstellung „Simurgh. Zehn Künstlerinnen aus Iran“ diese Erzählung mit dem Leben von Iraner:innen in der Diaspora als auch der aktuellen Situation im Iran selbst. Deutsche und internationale iranische Künstlerinnen wie Anita Razmi, Farkhondeh Shahroudi und Mona Kasraist beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit Erinnerung, Überwachung, Identitätspolitik und wirtschaftliche und soziale Herausforderungen. Künstlerische Erzählungen der Gegenwart verbinden sich mit einem Zeichen der Solidarität.

  • Crone Fasanenstr.29, Charlottenburg, Di–Sa, 11–18 Uhr, bis 17.6.

Die Blumen von Cy Towmbly

Cy Twombly, „Flowers (II)“, 2009. Foto: Cy Twombly Foundation/ Courtesy BASTIAN
Cy Twombly, „Flowers (II)“, 2009. Foto: Cy Twombly Foundation/ Courtesy BASTIAN

Cy Twombly gehört mit seinen teils monumentalen Gemälden zu einem der wichtigsten Vertreter des abstrakten Expressionismus. Die Ausstellung „Forms and Shades“ rückt 26 Fotografien und 2 Skulpturen des Künstlers in den Fokus. Auf den Aufnahmen zu sehen sind Landschaften, Meere, Studioszenen, Stillleben und Blumen, die den Widerstreit zwischen Natur und Kultur aufheben und in poetische Bilder verwandeln. Das von Twombly Festgehaltene wirkt durch Unschärfe und Vergrößerungen gewichtslos.

  • Galerie Bastian Taylorstr. 1, Dahlem, Mi – Sa, 11–17 Uhr, bis 17.6.

Britta Thie blickt hinter die Kulissen

Britta Thie, „Set“, 2023. Foto: Courtesy of the artist and Wentrup, Berlin
Britta Thie, „Set“, 2023. Foto: Courtesy of the artist and Wentrup, Berlin

Britta Thie ist Künstlerin, Model und Filmemacherin. Ihre Serie „Translantics“ (2019) über das Leben junge Menschen zwischen Galerie-Eröffnung, Club und Social Media entstand in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Schirn Kunsthalle, auch mit Arte arbeitete sie zusammen. Dabei steht Thie nicht nur hinter, sondern auch vor der Kamera. Camera Cting bedeutet vor allem viel Warterei, bis Technik und Team auf die neue Szene eingerichtet sind. Beim Warten guckte sich Thie Kamerawagen, Leuchter und die Menschen am Set genauer an und verewigte sie in detailgetreuen und dramatischen Gemälden mit Sogwirkung.

  • Wentrup Knesebeckstr. 95, Charlottenburg, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 3.7.

Weitere Infos zum Gallery Weekend Berlin hier


Rund ums Gallery Weekend: „Paper Positions“, Sellerie Weekend und mehr

Als ob das Gallery Weekend nicht ausreichend genug wäre, gibt es in Berlin eine Menge Veranstaltungen und Ausstellungen, die im Zusammenhang mit dem Kunst-Wochenende stehen. Die Paper Positions, Frühjahresableger der „Positions“-Messe, öffnet ihre Türen. Die Berliner Projekträume bringen sich unter dem Titel „Sellerie Weekend“ in Stellung. Und auch sonst gibt es jede Menge Kunst, die ihr im Zeitraum des Gallery Weekends sehen könnt. Eine Übersicht.


Frisch und funky beim Sellerie Weekend der Projekträume

Louise Bristow, „Sketch for Energy Ritual“, 2016. Foto: Courtesy of the artist
Louise Bristow, „Sketch for Energy Ritual“, 2016. Foto: Courtesy of the artist

Das ist natürlich alles nur schwer zu schaffen: Die vielen Galerien, die beim Gallery Weekend mitmachen, erhalten – je nach Blickwinkel – Konkurrenz oder Schützenhilfe von den Berliner Projekträumen, von Künstler:innen und Kurator:innen geführte, nicht privatwirtschaftlich geführte Ausstellungsorte. Rund 60 von ihnen haben sich zusammengeschlossen, um beim Sellerie Weekend, wie sie es nennen, Arbeiten von mehr als 200 Künstler:innen auszustellen. Ein gemeinsames Motto gibt es nicht. Das Spektrum reicht von der Auseinandersetzung mit Architektur der Moderne im Eternithaus des Hansaviertels über  Klanginstallationen zu Graupapageien in Haustierhaltung im Kunstverein Meinblau bis zur Ausstellung „Objects“ in der Produzentengalerie Axel Obiger, einer Koproduktion mit der PAPER Gallery Manchester (Abb.). Am besten auf der Website nachsehen, was am interessantesten wirkt:


Tanzen bei Julia Stoschek

(LA) HORDE, „Cultes“, 2019. Foto:Courtesy of the artists and New Gallery, Paris
(LA) HORDE, „Cultes“, 2019. Foto: Courtesy of the artists and New Gallery, Paris

(La) Horde ist ein französisches Tanzkollektiv bestehend aus Marine Brutti, Jonathan Debrouwer und Arthur Harel. Sie leiten das Ballet Nationale de Marseille und begeistern mit ihren grenzüberschreitenden, intensiven Tanzperformances auf den Bühnen dieser Welt, arbeiten mit Modedesigner:innen ebenso wie mit Musiker:innen und Regiseur:innen zusammen. In der Julia Stoschek Foundation (JSF) zeigt das Kollektiv eine Auswahl an Videoarbeiten, die sich mit Ritualität, dem klassischen Tanz, Subkulturen und dem Alltag auseinandersetzen. Während der Eröffnung zeigt das Kollektiv mit To Da Bone eine seiner einflussreichsten Performances in den Ausstellungsräumen.

  • Julia Stoschek Foundation Leipziger Str. 60, Mitte, Eröffnung: Mi 26.4., 18–22 Uhr, Performances: 26.–27.4. 18–22 Uhr, sonst: Sa/So 12–18 Uhr, 5 €, bis 30.7.

Tolle Kunst aus Papier bei der „Paper Positions“

Ansicht Paper Positions 2021, Foto: Natalia Carstens
Ansicht „Paper Positions“ 2021, Foto: Natalia Carstens

Qualitätsvoll, lichtdurchflutet, für Durchschnittsverdienende bezahlbar und tatsächlich von herzlich Stimmung: die „Paper Positions“, Frühjahresableger der Berliner Kunstmesse „Positions Berlin“ und mit Auftritten in fünf europäischen Städten, zählt zu den heitereren Kunstmessen. Galerist:innen bieten hier Kunst aus oder auf Papier an: vor allem Zeichnungen und Objekte. Zu den in Berlin ansässigen Galerien, die 2023 präsent sind und für Qualität stehen, zählen beispielsweise Conrads, Nothelfer und Kang, zu den Gästen von auswärts, auf die man gespannt sein darf, zählen etwa Tsekh aus Vilnius und Kiew sowie Galerie with Tsjalling aus Groningen.

  • Deutsche Telekom Hauptstadtrepräsentanz Französische Str. 33 a-c, Mitte, Fr 28. 4. 14–18, Sa 29.4., 11–20, So 30.4., 11–18 Uhr, 18/ 10 €, Eröffnung: Do 27.4., 18–21 Uhr, 18 €

Kunst im Block

Kunst im Erdgeschoss in der Leipziger Straße. Foto: Shahin Zarinbal
Kunst im Erdgeschoss in der Leipziger Straße. Foto: Shahin Zarinbal

Wer zum Gallery Weekend die Leipziger Straße in Mitte Richtung Spittelmarkt aufmerksam entlang flaniert, wird neben der JSF noch weitere spannende Kunstorte entdecken. Unter anderem in den Erdgeschossflächen der Nummer 54 und 55. Der Kurator Shahin Zarinbal verwandelt die Flächen in einen temprären Ausstellungsraum, in dem Sanna Helena Berger sowohl Performances mit eingeladenen Freund:innen während dem Gallery Weekend zeigt, als auch eine skulpturale Installation bis Ende Mai.

  • Eröffnung: Leipziger Str. 54+55, Mitte,  Fr 28.4., 18–22 Uhr; Ausstellung in Leipziger Str. 55 bis 27.5.

Raus aus dem Alltag bei OOO

Maler Lukas Glinkowski hat polnische Wurzeln, lebt und arbeitet ind Berlin. Foto: Andrae
Maler Lukas Glinkowski hat polnische Wurzeln, lebt und arbeitet ind Berlin. Foto: Andrae

Die Kunstausstellung „OOO – Out of Office“ geht nach vergangenem Jahr während des Gallery Weekend Berlin in die zweite Runde: Die Galerien Judith Andreae aus Bonn, galerie burster aus Berlin und Schierke Seinecke Frankfurt am Main haben sich zusammengetan, um die ehemaligen Räumen des Axel-Springer-Archivs in Kreuzberg-Mitte zu bespielen. Auf über 700qm sind 16, vornehmlich junge und aufstrebende Künstler:innen wie etwa Lukas Glinkowski, Manuel Stehli oder Pia Ferm mit ihren Arbeiten von Malerei über Digitale Medien bis Performance vertreten.

  • OOO Besselstr. 13, Mitte,  Eröffnung: 26.4. 18–21 Uhr, 27./28. 4. 14–21 Uhr, 29./30. 4. 11–19 Uhr

Wittgenstein und Digital-Spektakel im Kraftwerk

Arotin & Serghei, „Truth Possibilities 1, 2 and 3 (triptych) (2017), Tribute to Ludwig Wittgenstein“ Foto: the artists
Arotin & Serghei, „Truth Possibilities 1, 2 and 3 (triptych) (2017), Tribute to Ludwig Wittgenstein“ Foto: the artists

Alexander Arotin aus Wien und Serghei Victor Dubin aus Chisinau, heute die Hauptstadt von Moldau, arbeiten seit über zehn Jahren mit ihrer Installation „Infinite Screen“, die schon auf der Venedig-Biennale und der Ars Electronica lief. Licht und Klang beziehen den jeweiligen Ausstellungsort mit ein, thematisieren aber vor allem die vielen Möglichkeiten von Wahrheit, die es laut dem Philosophen Ludwig Wittgenstein geben soll. Nichtzuletzt: ein bewegtes und bewegendes Spektakel.

  • Kraftwerk Berlin Köpenicker Str. 70, Mitte, Mi­–So 17–21 Uhr, 26.4.–30.4.2023

Khroma: Erleuchtung in Friedrichshain

Ksawery Kirklewski, „enter 2023“. Foto: Jolanda Roskosch

Ist denn Strom wieder so viel billiger geworden – oder haben jetzt alle mobile Solarpanele? Auch auf dem RAW-Gelände in der Revaler Straße findet ein Spektakel mit Lichtkunst statt: In dem New Media Art Center „Khroma“ bespielen zwölf internationale Künstler:innen 1.200 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit ihren Arbeiten, unter ihnen Ksawery Kirklewski aus Polen, der diese Arbeit schuf.

  • Khroma Revaler Str. 99, Friedrichshain, Eröffnung: 28.04.2023, Do-Di 12-19 Uhr, Mi Ruhetag. Tickets: 19 /12/9 €, Buchung und mehr Infos hier

Auf eigene Faust im Boros Bunker

Anna Uddenberg, „Rona's Revenge“, 2020. Foto: Boros Collection, Berlin©NOSHE
Anna Uddenberg, „Rona’s Revenge“, 2020. Foto: Boros Collection, Berlin©NOSHE

Kunst im Bunker:  Die Sammlung Boros öffnet am letzten Tag des Gallery Weekends die Türen für Besucher:innen ohne vorherige Anmeldung. Normalerweise ist der Zugang zur umfangreichen Sammlung zeitgenössischer Kunst von Karen und Christian Boros nur im Rahmen einer Führung möglich. Am Sonntag könnt ihr die private Sammlung in 80 Räumen des ehemaligen Luftschutzbunkers  eigenständig erkunden. Aktuell werden Arbeiten von 27 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern gezeigt, darunter beispielsweise Anna Uddenberg, Pieter Schoolwerth oder He Xiangyu.

  • Sammlung Boros Reinhardtstr. 20, Mitte, 30.4., 10–18 Uhr, 15/10 €

Einweihung am Hauptbahnhof

Bettina Pousttchi, „Vertical Highways at Berlin Central Station“ (Study/ Rendering), 2023. Foto: artist
Bettina Pousttchi, „Vertical Highways at Berlin Central Station“ (Study/ Rendering), 2023. Foto: artist

Signalrot wird sie sein und rund sechs Meter hoch: die Skulptur, die Bettina Pousttchi vor dem Hauptbahnhof auf der Seite des Washingtonplatzes aufstellen will. Skulpturen wie „Vertical Highways“ (hier ein Entwurf) schafft die Berliner Bildhauerin aus zerbeulten Leitplanken, wie 2020 zum Beispiel in ihrer Einzelausstellung im Museum Berlinische Galerie zu sehen war.  Es geht um Ordnung im Stadtraum – beziehungsweise deren Abwesenheit. Auch Fahrradbügel hat Pousttchi schon zu Kunst verbogen.

  • Berliner Hauptbahnhof Washington Platz, Mitte, ab 26.4., 20 Uhr, bis auf Weiteres

Mehr zum Thema

Auch sonst ist viel los, während das Gallery Weekend läuft: Hier sind die Tipps für den 1. Mai in Berlin. Ein Kunst-Highlights jagt in Berlin das nächste. Welche tollen Ausstellungen ihr dieses Jahr in Berlin nicht verpassen dürft, erfahrt ihr in unserem Überblick 2023. Was es sonst Neues an Ausstellungen gibt, was sich lohnt und was endet, gibt es immer hier zu lesen. In unserer Ausstellungs-Rubrik findet ihr immer gute Tipps. Von klein bis groß: Wichtige Kunstorte in Berlin stellen wir hier vor. Kostenlos ins Museum? Am Museums-Sonntag ist der Eintritt in vielen Berliner Museen umsonst. Hier die Infos.

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