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Berlin verstehen

Einzigartig bis skurril: 12 außergewöhnliche Museen in Berlin

Die Museumsinsel ist eine der beliebtesten Anlaufstellen für Kunst und Kultur in Berlin und jedem bekannt. Doch neben Klassikern wie der Alten Nationalgalerie und dem Pergamonmuseum hat die Berliner Museumslandschaft noch einiges mehr zu bieten. Wir haben für euch 12 außergewöhnliche Museen – skurril, einzigartig und auf jeden Fall einen Besuch wert.


Das Buchstabenmuseum: Typografie, Stadtgeschichte und buchstäblich Berlin

Im Berliner Buchstabenmuseum trifft Typografie auf Stadtgeschichte. Foto: F. Anthea Schaap

Im Berliner Stadtbahnbogen befindet sich das weltweit erste Museum, das Typografie aus dem öffentlichen Raum sammelt und diese mit stadtgeschichtlichem Bezug präsentiert. Im Jahr 2005 wurde das Buchstabenmuseum gegründet und führt seine Besucher seither auf eine spannende Zeitreise in bunten Lettern.

Im Mittelpunkt steht die besondere Bedeutung von Schrift als Schnittstelle zwischen Informationsvermittlung und Kunst. Neben umfangreichen Informationen zu Herstellung, Typografie, Besonderheiten und Geschichte der einzelnen Ausstellungsstücke, erfährt man auch Details zur Relevanz im Stadtbild. Hier erlebt man also buchstäblich Berlin.

  • Buchstabenmuseum Stadtbahnbogen 424, Tiergarten, Do-So 13-17 Uhr, Eintritt: 12€, ermäßigt 6,50€, www.buchstabenmuseum.de

Das Computerspielemuseum: Eine Zeitreise durch die Gaming-Geschichte

Das Computerspielemuseum beamt seine Besucher durch 60 Jahre Gaming-Geschichte. Foto: Computerspielemuseum

Als Besucher im Computerspielemuseum erlebt man eine kultige Zeitreise durch 60 Jahre Gaming-Geschichte. Unter den mehr als 300 Exponaten befinden sich beliebte Klassiker und echte Raritäten aus dem Videospielkosmos, die den ein oder anderen Besucher in Erinnerung an vergangene Zeiten schwelgen lassen.

Neben einer Wall of Hardware, einem Riesenjoystick und der Painstation gibt es auch eine Automatenhalle mit originalen Münzautomaten. Wissenswert und interaktiv – eine Einladung zum Spielen, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

  • Computerspielemuseum Karl-Marx-Allee 93A, Friedrichshain, Mo-So 10-20 Uhr, Eintritt: 9€, ermäßigt 6€, Familienticket 19€, www.computerspielemuseum.de

Das Designpanoptikum: Ein Museum für skurrile Objekte

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Das Designpanoptikum ist ein Sammelsurium aus ungewöhnlichen Industrieobjekten, medizinischen Apparaturen und aus der Mode gekommenen Alltagsgegenständen. Was auf den ersten Blick wie eine willkürliche Anhäufung ungewöhnlicher Objekte aussieht, ist bei näherer Betrachtung ein wohl durchdachtes kreatives Konzept.

Unter den mehr als 3.000 Ausstellungsstücken befinden sich Prothesen, Werkzeuge, Masken und Schaufensterpuppen, die in bizarren Kombinationen gezielt von ihren ursprünglichen Eigenschaften entfremdet werden. Beschreibungen gibt es grundsätzlich nicht, denn die Besucher sollen auf eine Entdeckungsreise gehen. Gefragt sind also Logik und Fantasie. Willkommen in der Welt des Bizarren und Absurden.


Das Hanf Museum Berlin: Eine Nutzpflanze stellt sich vor

Das Hanf Museum in Berlin ist das einzige in Deutschland. Foto: Kid Alex/CC BY-SA 3.0

Das Hanfmuseum im Nikolaiviertel ist deutschlandweit das einzige seiner Art und eines von insgesamt sechs Museen weltweit, die sich mit den Themen rund um die Nutzpflanze beschäftigen. Auf fast 300 Quadratmetern erhalten die Besucher Informationen über Nutzungsmöglichkeiten, die historische Sicht auf Anbau, Ernte und Verarbeitung, bis hin zur juristischen Seite des THC-haltigen Hanfes.

Ein besonderes Highlight ist Berlins einzige legale Hanfplantage der man über die „Growroom-Cam“ auch online beim Wachsen zusehen kann. Zudem gibt es ein Lesecafé und einen Museumsshop mit Produkten von Kosmetik, Textilien und Lebensmitteln, bis hin zu CBD-Öl und Raucherutensilien. Natürlich alles legal!

Hanf Museum Berlin Mühlendamm 5, Mitte, Di-So 12-20 Uhr, Eintritt: 4,50€, ermäßigt 3€, www.hanfmuseum.de


Das Kleine Katzenmuseum Berlin: Das Sammelsurium eines Katzenfreundes

Besitzer Helmut Glantz in seinem Katzenmuseum. Foto: Simone Jacobius

Nach mehr als dreißig Jahren Sammelleidenschaft öffnet Katzenliebhaber Helmut Glantz seine Sammlung für die Öffentlichkeit. In Berlins einzigem Katzenmuseum befinden sich mittlerweile zwischen 6.000 und 8.000 Exponate. Neben Gemälden, Teppichen, Vasen und Geschirr, die natürlich mit dem Lieblingsmotiv des Besitzers verziert sind, gibt es mehr als 1.000 Katzen-Porzellanfiguren und sogar eine Modepuppe in Form einer Katzendame.

Das Samtpfoten-Sammelsurium befindet sich in einer Drei-Zimmerwohnung im Stadtteil Lichterfelde und verfügt sogar über eine eigene Bibliothek mit Sachbüchern zu Katzenzucht und -pflege. Feste Öffnungszeiten gibt es nicht, Besucher werden nur nach telefonischer Voranmeldung empfangen.


Das Magicum – Berlin Magic Museum: Eine interaktive Welt der Magie und Mystik

Das Magicum im Berliner Scheunenviertel ist das weltweit erste interaktive Museum der Magie und Mystik. Auf mehr als 600 Quadratmetern werden die Besucher ins Reich des Übersinnlichen und Unbewussten entführt. Rund 450 Exponate zu Hexenkunst, Zukunftsdeutung und Geisterbeschwörung, aber auch zur Magie in Kunst und Religion kann man hier bestaunen. Magie zum Träumen und zum Anfassen! Neben einem Aufenthaltsbereich zum Rätseln, Spielen und Experimentieren bietet das Museum mit den Zauberkunst Workshops auch eine Reise in die wunderbare Welt der Illusionen an.

  • Magicum – Berlin Magic Museum Große Hamburger Str. 17, , Mo-So 11-18 Uhr, Eintritt: 11,50€, ermäßigt 8,50€, Kinder unter 6 Jahren frei, www.magicum-Berlin.de

Das Museum der Unerhörten Dinge: Eine literarische Wunderkammer

Das Husumer Protestschwein aus dem Museum Der unerhörten Dinge. Foto: tipArchiv

Ein echtes Kuriosum der Berliner Museumslandschaft ist das Museum der unerhörten Dinge. Zahlreiche Objekte, Schnickschnack, Bilder und Allerlei hat Museumschef Roland Albrecht angesammelt, doch unerhört sollen sie nicht bleiben. „Die Aufgabe der Literatur ist es, Welten zu schaffen. Genau das mache ich.“ sagt Albrecht und erzählt den Besuchern die fantastischen Geschichten der Ausstellungsstücke.

Im Zusammenspiel von Fantasie und Wahrheit wird ein kleines Stück Bernstein zum letzten Relikt des legendären Bernsteinzimmers und ein Plastikspielzeug zum Husumer Protestschwein, das in Österreich politisch wurde und beinahe den Doppeladler verdrängte. Eine litererische Wunderkammer, die den kleinen Dingen im Leben endlich Gehör schenkt.


Musikinstrumenten-Museum: Eine Sammlung von Instrumenten aus sechs Jahrhunderten

Im Musikinstrumenten-Museum kann man Instrumente aus sechs Jahrhunderten bestaunen. Foto: Andreas Praefcke/CC BY 3.0

Das Musikinstrumenten-Museum in Berlin Mitte gehört zum Staatlichen Institut für Musikforschung. Hier werden Musikinstrumente der europäischen Kunstmusik gesammelt uns ausgestellt. Im Besitz des Museums befinden sich derzeit rund 3.500 Instrumente aus der Zeit vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Viele der Ausstellungsstücke sind in spielbarem Zustand und werden in Führungen und Konzerten zum Klingen gebracht. Zur Institution gehört auch eine Restaurierungswerkstatt, deren Ergebnisse in Form von technischen Zeichnungen veröffentlicht werden.

  • Musikinstrumentenmuseum Ben-Gurion-Straße, Mitte, Di+Mi+Fr 9-17 Uhr, Do 9-20 Uhr, Sa+So 10-17 Uhr, Eintritt: 6€, ermäßigt 3€, www.sim.spk-berlin.de

Das Ramones Museum, Bar & Café: Ein Muss für Fans und Musikbegeisterte

Ramones Museum in Berlin Kreuzberg zeigt die gesamte Geschichter der New Yorker Punk-Band The Ramones. Foto: imago images/Hoch Zwei/Angerer

Gabba Gabba Hey! Im Jahr 2005 entstand das Ramones Museum, das weltweit erste und einzige Museum, bei dem sich alles um die New Yorker Punk-Band The Ramones dreht. Die mehr als 300 Exponate sind Originale aus den aktiven Jahren der der Band zwischen 1975 und 1996. Zu sehen gibt es also 22 Jahre Bandgeschichte in Form von unveröffentlichten Fotos, Setlists, Vinyl-Schallplatten, T-shirts, Konzertplakaten und -tickets, aber auch unzähligen persönlichen Gegenständen der Bandmitglieder.

Hier kann man unter anderem einen von Joey Ramone (Jeffrey Hyman) getragenen Bühnenhandschuh und Original-Bühnenjeans von Johnny Ramone (John Cummings) bestaunen. Zum Museum gehört natürlich auch ein Shop mit Fan-Artikeln und das Café Mania. Ein anschauliches Stück Musikgeschichte und ein echtes Muss für Fans und Musikbegeisterte. Natür Also: Hey Ho, Let’s Go!

  • Ramones Museum, Bar & Café, Oberbaumstraße 5, Kreuzberg, Mo-So 10-22 Uhr, Eintritt: 5€, www.ramonesmuseum.com

Schwules Museum: Eine Sammlung zur Vielfalt queerer Lebensentwürfe

Im Schwulen Museum dreht sich alles die Vielfalt queerer Identitäten und Lebensentwürfe. Foto: imago images/CTK Photo

Das Schwule Museum in der Lützowstraße ist eine der größten und bedeutendsten Institutionen, die über Diversität von sexuellen Geschlechterkonzepten und Identitäten informiert. Hier dreht sich alles um die Vielfalt lesbischer, schwuler, bisexueller und transidentifizierter Lebensentwürfe. Präsentiert, gesammelt und bewahrt werden Zeugnisse der Kunst, Kultur und Geschichte aus vielen Jahren queeren Lebens.

Das schwule Museum beherbert regelmäßig wechselnde Sonerausstellungen zu Aspekten und Lebensrealitäten von Induviduen der LGBT-Community. Auch Veranstaltungen, wie Diskussionen, Filmvorführungen und Vorträge finden hier statt. Zum Museum gehören auch eine themenbasierte Bibliothek, ein Archiv und Arbeitsplätze, die die Nutzer*innen zum Lesen und Forschen einladen.

  • Schwules Museum Lützowstraße 73, Tiergarten, Mo+Mi+Fr+So 14-18 Uhr Do 14-20 Uhr Sa 14-19 Uhr, Eintritt: 9€, ermäßigt 3€, www.schwulesmuseum.de

Das U-Bahn-Museum: Eine Zeitreise zu den Anfängen einer verkehrstechnischen Revolution

Der Eingang des U-Bahn Museums in Berlin. Das Museum liegt in der U-Bahn-Station Olympia Station in einem alten Stellwerk. Foto: Clemens Franz/CC BY-SA 3.0

Seit 1902 werden die Berliner Bezirke durch die U-Bahn miteinander verbunden. 1997 eröffnete die BVG ein Museum, welches die Besucher auf eine Reise durch die Zeit mitnimmt, von den Anfängen dieser verkehrstechnischen Revolution bis heute. Das historische Hebellstellwerk am U-Bahnhof Olympiastadion war von seiner Inbetriebnahme im Jahr 1931 bis zur Stilllegung 1983 das größte seiner Bauart in Europa. Heute können hier mehr als 300 Einzelstücke aus über 100 Jahren U-Bahn-Geschichte besichtigt werden.

Schwerpunkt der Sammlung sind die technischen Einrichtungen des U-Bahnbetriebs, die alle noch funktionstüchtig sind. Dazu gehören neben verschiedene Stellwerktypen, einer historischen Uhrenstation und einem Diagnosecomputer zur Fahrzeugwartung auch historische Fahrschalter Zugfunkgeräte, und ein Signalblock von 1931. Mehrmals im Jahr gibt es Sonderfahrten mit historischen Zügen.


Das Zucker-Museum – Die süßeste Sammlung Berlins

Zuckerhüte verschiedener Marken im Zuckermuseum. Foto: imago images/Kathrin Schubert

Die wohl süßeste Ausstellung Berlins befindet sich in der Trebbiner Straße in Wedding. Das Zucker-Museum ist das weltweit älteste kulturhistorische Spezialmuseum zur Geschichte des Zuckers und zeigt seinen Besuchern die gesamte Bandbreite der kleinen Kristalle. Denn die Möglichkeiten von Zucker reichen weit hinaus über das Süßen von Kaffee und Tee.

Seit 2015 befindet sich die süße Sammlung unter dem Namen „Alles Zucker! Nahrung – Werkstoff – Energie“ als Dauerausstellung im Deutschen Technikmuseum.

  • Zucker-Museum Trebbiner Str. 13, Wedding, Di-Fr 9-17.30 Uhr Sa+So 10-18 Uhr, Eintritt: frei, www.technikmuseum.berlin/ausstellungen/dauerausstellungen/alles-zucker/

Mehr Kultur in Berlin

Lust auf noch ein bisschen mehr Museumskultur? Hier sind die 12 wichtigsten Museen in Berlin. Nicht nur in der Museumslandschaft, sondern auch in der Gastonomie hat Berlin eine außergewöhnliche Auswahl an Restaurants zu bieten. Und immer wieder neue Sehenswürdigkeiten stellen wir hier vor.

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