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Lockerungen in Berlin ab 4. Juni: „So viel wie möglich, so früh wie möglich“

Berlin macht sich locker: Am Dienstag, 1. Juni, hat der Berliner Senat wie erwartet Lockerungen der Corona-Regeln beschlossen. Weniger strenge Kontaktbeschränkungen, Abbau der Testpflicht, außerdem mehr Präsenz in der Bildung und mehr Möglichkeiten für die Gastronomie: der Überblick, welche Lockerungen in Berlin wann gelten.

Die Außengastronomie in Berlin ist schon offen. Nun hat der Senat neue Lockerungen beschlossen. Foto: Imago/Future Image
Die Außengastronomie in Berlin ist schon offen. Nun hat der Senat neue Lockerungen beschlossen. Foto: Imago/Future Image

„So viel wie möglich, so früh wie möglich“, das ist das Motto, unter das Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller die Lockerungen in Berlin stellt. Ab dem 4. Juni ändert sich einiges in der Stadt, denn die Inzidenzen sinken erfreulicherweise auf ein Level, das beherrschbar wirkt.

  • Testpflicht: Sie entfällt für Gäste in der Außengastronomie, für den Besuch im Museum, in Galerien und Gedenkstätten sowie für Kundschaft im Einzelhandel am 4. Juni. Voraussetzung bleibt sie allerdings vor allem in Innenräumen. Bislang scheint es eh so, als gelte „Alles kann, nichts muss“ für Tests in vielen Bereichen. Für Veranstaltungen gibt es eigene Regeln.
  • Gastronomie: Mit einem negativen Schnelltestergebnis ist der Restaurantbesuch im Innenbereich wieder möglich. Ab 4. Juni kann die Innengastronomie unter Hygieneauflagen wieder öffnen.
  • Kontaktbeschränkungen werden gelockert. Zehn Personen aus fünf verschiedenen Haushalten sind im Freien erlaubt, sechs Personen aus drei Haushalten in Innenräumen. Auch größere Gruppen könnten dann keine Seltenheit sein, schließlich werden Kinder bis 14 Jahre, Geimpfte und Genese bei Kontaktbeschränkungen nicht mitgezählt.
  • Alkohol: Ausschank, Abgabe und Verkauf von Alkohol ist nicht mehr wie bisher ab 23 Uhr verboten, sondern erst ab Mitternacht bis 5 Uhr morgens.
  • Veranstaltungen: Der Senat beschloss auch Lockerungen für Veranstaltungen in Berlin: Im Freien sind Events mit 500 Menschen erlaubt, in Innenbereichen immerhin 100. Bei technischer Belüftung der Räume könnten auch innen bis zu 500 Menschen möglich sein. Im Freien gilt ab 250 Personen eine Testpflicht, liegt die Zahl darunter, könnte die Testpflicht entfallen, wenn das Hygienekonzept stimmig ist. In Innenräumen gilt bei Veranstaltungen mit mehr als elf Menschen Testpflicht.
  • Kultur: Kinos, Theater, Opernhäuser und Konzerthäuser dürfen wieder öffnen. Für sie gelten dieselben Vorgaben wie bei anderen Veranstaltungen. Von den Regeln abweichen können die Kultur-Pilotprojekte.
  • Gesang: Gute Nachrichten für Chöre – Singen in Innenräumen ist ab 4. Juni wieder erlaubt.
  • Flohmärkte: Das bunte Treiben darf wieder losgehen, ab 4. Juni sind auch Trödel- und Flohmärkte in Berlin wieder erlaubt.
  • Freizeitangebote Kletterparks dürfen öffnen, und auch Zoo, Tierpark und Botanischer Garten dürfen ihre Innenbereiche wieder aufmachen.
  • Sport: Für bis zu 20 Kinder in festen Gruppen wird Hallensport erlaubt. Auch für Erwachsene, die ihre Corona-Pfunde verlieren wollen, gibt es gute Nachrichten: Ab dem 4. Juni gelten auch für Sport-, Tanz- und Fitnessstudios in Berlin Lockerungen. Mitgliedschaft gekündigt? Für Outdoor-Sport gibt es hier Tipps. Gruppensport im Freien ist erlaubt, für Erwachsene mit Testpflicht. In Innenräumen dürfen bis zu zehn getestete Erwachsene gemeinsam Sport treiben.

Schulen und Universitäten: Weitere Lockerungen in Berlin

Die Schulen sollen in den Regelbetrieb zurückkehren. Ganz glücklich darüber ist der Berliner Senat nicht, schließlich stehen die Ferien vor der Tür, es geht um wenige Tage. Nach einer Niederlage des Landes vor dem Verwaltungsgericht sollen die Schulen ab 9. Juni in den Regelunterricht zurückkehren. „Pandemiebedinger Regelbetrieb“ stünde dann auf dem Plan, und zwar „in vollen Lerngruppenstärken“.

Schon ab 4. Juni soll es außerdem an Berliner Hochschulen mehr Präsenzveranstaltungen geben, wie Michael Müller vekündete. Arbeitsräume, Computerräume und Bibliotheken dürfen öffnen. In Kleingruppen sind dann auch Universitätsveranstaltungen möglich. Auch die Mensen können wieder öffnen. Für sie gelten dieselben Regeln wie für andere gastronomische Betriebe.

Tourismus in Berlin ab 11. Juni

Lockerungen in Berlin gibt es auch im Tourismus: Wie in Brandenburg sollen auch in Berlin ab dem 11. Juni Hotels wieder touristische Übernachtungen anbieten dürfen. Eine Kapazitätsgrenze solle hierbei nicht gelten, Hygienekonzepte aber natürlich schon. Gäste brauchen außerdem einen negativen Coronatest.


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