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Winter

Rodeln in Berlin: Die Stadt hat einen neuen Volkssport

Dass Berlin noch einmal eine weiße Decke bekommt, das hat sich ja kaum noch jemand erhofft, Aber der Schnee ist da. Und er bleibt erstmal liegen. In den vergangenen Tagen wurde Rodeln in Berlin zu einem neuen Volkssport. Wir zeigen euch, was in den letzten Tagen auf den Anhöhen der Stadt los war.


Wo kommen all diese Schlitten her?

Der Görlitzer Park war für Kreuzberger der Hotspot fürs Rodel-Vergnügen. Foto: Imago/Jürgen Held

Anfang Januar wurde der Winterberg im Sauerland zum nationalen Politikum, weil halb NRW und ganz Hessen ins Ski-Gebiet im Sauerland zum Rodeln fuhren. Und das, obwohl die Zahl der mit Corona-Neu-Infizierten ein Allzeithoch erreichte. Damals gab es eine Empörungswelle, das Schlittenfahren wurde verboten. In Berlin spürt man dieser Tage weniger Bedenken. Viele Schlittenbegeisterte standen eng an eng an jedem Abhang, wenn auch meist mit Maske, um den besten Platz zum Losdüsen zu finden.


Abstand auch auf der Piste?

Die Polizei ermahnte die Menschen, wie hier in der Hasenheide, immer wieder, den Abstand einzuhalten. Foto: Imago/Jürgen Held

Wer hätte gedacht, dass nach jahrelangen Graupel- und Regenwintern ohne Schnee so viele Berliner im Besitz von Schlitten sind? Den neuen Schlitten-Trend nutzen einige auch direkt schamlos aus und bereichern sich auf eBay. An den Rodel-Hotspots wie in der Hasenheide patrouillierte die Polizei und mahnte die Menschen, Abstand zu halten. Das klappte mal mehr, mal weniger.


Ein bisschen Normalität im Außergewöhnlichen

Vor allem für Kinder – wie hier im Volkspark Wilmersdorf – dürfte das Rodeln ein Highlight in der Pandemie sein. Foto: Imago/Stefan Zeitz

Es ist absolut verständlich, dass Eltern sich mit ihren Kindern aufmachen, um Schlitten zu fahren. Wer weiß, wie oft es die Möglichkeit noch geben wird. Nach Wochen des Lockdowns werden sich viele Familien diese Abwechslung nicht entgehen lassen.


Der Schlitten, das Multifunktionsvehikel

Zuallererst mal sollte man alle Funktionen des neuen Fortbewegungsmittels austesten. Foto: Imago/Jochen Eckel

Kinder, die dieser Tage zum ersten Mal Rodeln, werden merken: So ein Schlitten ist ein absolutes Multifunktionsvehikel. Man kann drauf sitzen, liegen, den Berg runterfahren, sich ziehen lasen – alleine, zu zweit oder zu dritt. Oder man kann seine Fantasie frei drehen lassen, wie der Junge im Bild.


Kein Schlitten? Da findet sich was.

Eine sinnvolle Nutzung einer Baustellenabsperrung? Foto: Imago/Stefan Zeitz

Bitter ist es natürlich für all Möchtegern-Rodler, wenn sie keinen Schlitten im Keller haben. Manche fahren mit ihren Skiern oder mit dem Snowboard den Hang herunter. Andere, wie dieser Junge im Volkspark Wilmersdorf, benutzen einfach eine Baustellenabsperrung.


Ein Trend nicht nur im Winter…

Eine Baustellenabsperrung als Gefährt zu nehmen, ist kein neuer Trend in Berlin. Foto: Imago/Stefan Zeitz

Baustellenabsperrungen als Gefährt zu benutzen, ist vor allem bei Jugendlichen in den letzten Jahren zum Trend geworden. Der Instagram- und Youtube-Kanal „Das ist Berlin, Bitch“ zeigt immer wieder eingeschickte Videos, in denen Kids auf Baustellenabsperrungen Treppen zu U-Bahnstationen hinunter surfen.


Snowboards sind auch in Berliner Parks cooler als Skier

Boarder im Volkspark Wilmersdorf, Foto: Imago/Stefan Zeitz

Immer sieht man wieder auch Snowboarder, die ihr Board endlich in der Stadt auspacken können. Einige lassen sich durch die Straßen ziehen – was wir nicht empfehlen, wenn euch euer Board lieb ist. Andere, so wie im Viktoriapark gesehen, benutzen das Schlauchboot, das sie sich im Frühling zum Schippern auf dem Landwehrkanal gekauft haben, ebenfalls als Schlitten. Vorsicht, dass es keine Löcher gibt.


Berlin hat auch Platz für Profirodler

Der Drachenberg im Grunewald ist einer der besten Spots zum Rodeln in Berlin. Foto: Imago/Stefan Zeitz

Der Mauerpark und der Volkspark Friedrichshain bieten dieser Tage absolute Go-to-Pisten. West-Berliner wissen, dass der Drachenberg im Grunewald einen erstklassigen Hang zum Runterschlittern bietet. Wer sich fragt, wo es in Berlin noch Berge und Erhebungen zum Rodeln gibt, hier stellen wir sie vor.


Eine neue Form der Öko-Mobilität

Wie hier in der Oderberger Straße nutzten viel die leeren Straßen, um mit dem Schlitten über den zugeschneiten Beton zu düsen. Foto: Imago/K M Krause

Der Vorteil der Lockdowns und des Wetters? Es fahren deutlich weniger lästige Autos oder Fahrräder durch die Gegend. Es gibt also massig Platz, um mit einem Schlitten durch die Straßen zu heizen. Dies gilt es auszunutzen, wer weiß, ob wann wir den nächsten zugeschneiten Lockdown erleben.


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Rodeln reicht euch nicht? Ihr würdet liebend gerne auf den vereisten Gewässern spazieren? Lest das hier lieber nochmal vorher. Wenn ihr immer noch fasziniert vom Wintereinbruch seid, dann, habt viel Spaß mit diesen Bildern.

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