• Stadtleben
  • Weihnachten in Berlin: 12 Tipps für Weihnachtszauber 2020

Festtage

Weihnachten in Berlin: 12 Tipps für Weihnachtszauber 2020

Weihnachten wird 2020 anders als sonst. Weil wir nicht unbeschwert auf Weihnachtsmärkten guten bis grausigen Glühwein trinken. Weil wir nicht zu schönen Dinnern mit unseren Freund*innen laden. Weil wir nicht bei der Arbeit ungehemmt Lebkuchen verteilen, weil wir schon wieder Sorge um die Abstände haben. Ist Weihachten in Berlin also erledigt? Keine Aktivitäten übrig? Nun ja, ein bisschen Weihnachten ist dann doch noch.


Beleuchtung genießen

Der Kurfürstendamm wird immer beleuchtet – auch in der Pandemie. Foto: Imago Images/Andreas Gora

Von den Neukölln-Arcaden bis zum Ku’damm: Auch, wenn in den vergangenen Jahren mancherorts aus Spargründen immer mal wieder die ein oder andere Lichterkette eingespart wurde – Berlin glänzt und glitzert im Dezember doch noch. Und selbst, wenn das mit den Weihnachtsmärkten eine große Wette bleibt: Auf dem Breitscheidplatz steht der große Weihnachtsbaum schon – und auch vor dem Brandenburger Tor steht der Baum. Nein, es ist nicht wie immer – aber immer noch schön.


Adventskalender befüllen

Wer keinen Bock auf Basteln hat – es gibt tolle Adventskalender mit Berlin-Bezug. Foto: Imago Images/Panthermedia

Tatsächlich sind es auch im Corona-Dezember 24 Tage bis zu Heiligabend. Entsprechend spricht auch nichts dagegen, dass wir uns einen hübschen Kalender ins Zimmerchen hängen – oder unseren Freund*innen oder Familienmitgliedern. In Berlin gibt es einige lokale Adventskalender, die wir euch ans Herz legen. So ist jeden Tag ein bisschen Freude sicher.


Schöne Dekoration kaufen

Eine erste Adresse in Berlin für Weihnachten und alles was an Dekoration dazugehört: Käthe Wohlfahrt am Kurfürstendamm. Foto: Stefanie Kaiser

Für viele gehören die Schwibbögen und Engel aus Holz genauso zum Fest wie aufwendige Baumornamente aus Porzellan. Schön, dass es auch ohne Weihnachtsmärkte als übliche Verkaufsstellen in Berlin genug Auswahl gibt. Tolle Adressen für traditionellen und besonderen Weihnachtsschmuck sind zum Beispiel das „Erzgebirgshaus“ an der Friedrichstraße, der ganzjährig geöffnete „Erzgebirgische Weihnachtsmarkt“ im Nikolaiviertel, das „Sachsenhaus“ am Gendarmenmarkt und natürlich Käthe Wohlfahrt am Ku’damm. Und wer es gern etwas fancy mag, sollte natürlich auch im KaDeWe haltmachen. Das Weihnachtsangebot da hat noch jedem Grinch das Herz ein wenig erwärmt.


Ein bisschen Nordpol

Die Eisbären im Zoo und im Tierpark können derzeit weiterhin besucht werden. Foto: Imago Images/POP-EYE

Da das mit den Fernreisen in diesem Winter ja eher schwer ist und Schnee leider immer seltener ist in unseren Breitengraden, müssen wir uns eben an den Nordpol träumen. Die gute Nachricht: Eisbären hat Berlin nicht nur in Form einer Eishockey-Mannschaft, es gibt hier auch echte Bären. Und das Schöne: Sowohl Zoo als auch Tierpark Berlin dürfen weiter öffnen.


Weihnachtsmarkt spielen

Viele Gastronomiebetriebe bieten derzeit auch Glühwein to go. Wer es gemütlicher mag, trinkt sich Zuhause einen an. Foto: Imago Images/Seeliger

Gut, die meisten Weihnachtsmärkte sind schon ganz abgesagt, die anderen bangen noch. Aber mal ehrlich: So viel braucht es doch gar nicht für die Stimmung. Das Starterpaket „Weihnachtsmarkt privat“ ist sogar richtig günstig: Einfach 20 Minuten in den Park oder auf den Balkon stellen, aus einer schlechten Box „Last Christmas“ ballern und dazu möglichst schnell Glühplörre aus dem Discounter wegtrinken, weil die Kälte schon die Beine hochkrabbelt – et voilá, fast wie sonst, oder? Falls ihr es stilvoller mögt: Richtig guten Wein gibt es hier – schmeckt auf dem Sofa eh besser.


Besinnliche Stunden beim Kirchenbesuch

Weihnachten mit Maske in die Kirche? Geht. Foto: Imago Images/Marie Magnin

Was viele im Konsumrausch ja vergessen: Weihnachten ist keine Erfindung von Coca-Cola oder Kaufhof, sondern ein durchaus wichtiger christlicher Feiertag. Jesus und so. 950.000 Menschen in Berlin sind christlichen Glaubens, und einige von ihnen nicht nur auf dem Papier. Für sie ist das mit der Weihnachtszeit dann auch nochmal etwas einfacher, denn Gottesdienste dürfen weiter stattfinden – auch, wenn das nicht jede*r gut findet.


Grün, grün, grün sind alle meine Blätter

Irgendwie muss der Baum ja nach Hause – wer Weihnachten ohne tote Pflanzen feiern will, kann ja auch einen im Topf kaufen. Foto: Imago Images/STPP

Tannenbaumverkäufe gibt es inzwischen schon einige in Berlin. Wer besonders nett zu den Pflanzen dieser Welt sein will, kann sich auch einfach nach dem Motto „TitTe“ leben – „Tanne im tollen Topf einkaufen“. Dann stirbt kein Baum sinnlos, ihr habt ganzjährig ein bisschen waldiges Gefühl in der Butze und spart langfristig bares Geld. In diesen tollen Garten-Centern findet ihr entsprechend Auswahl. Aber auch einfach Tannenzweige und anderes Gedöns zur Deko.


Einfach mal wieder richtig futtern

In Berlin gibt es einige tolle Delikatessenläden, die euch nicht nur zu Weihnachten ein bisschen Speise-Luxus bescheren. Foto: Maitre Phillip Filles

Jaja, Penny, Lidl und Aldi werben jetzt wieder groß mit ihren Feiertags-Angeboten, werfen mit Trüffelbutter und Billig-Kavier um sich. Toll, so erleben wir alle ein bisschen Luxus. Wer mag und will, kann sich aber durchaus auch ein paar besondere Schmankerl gönnen – wenn nicht jetzt, wann dann? Einfach mal so richtig aufbretzeln und ein kleines Festtagsdinner nur für euch selbst machen. Berlin hat mehr als genug tolle Feinkostläden, in denen ihr entsprechend köstliche Dinge bekommt, die man sich vielleicht sonst nicht gönnt. Genuss geht auch allein.


Weihnachtsgeschichte(n)

Mal wieder ein gutes Buch – und dann solch tolle Symbolfotos nachstellen: Kann denn Weihnachten schöner sein? Foto: Imago Images/agefotostock

Der Klassiker von Charles Dickens gehört für jeden Weihnachtsfan zur Standardlektüre. In unseren liebsten Buchläden Berlins findet ihr aber auch jede Menge neue Literatur zum Fest. Und ja, es ist einfach, bei Amazon den Einkaufswagen zur digitalen Kasse zu schieben. Der lokale Buchhandel braucht euch aber dringender. Und nochmal ja, ein gutes Buch ist gut für Kopf und Seele – auch, wenn Netflix schon wieder 173.000 neue Weihnachtsfilme hat (gefühlter Wert).


Der Kulturbranche helfen

Nicht mal Vicky Leandros kann ihre Weihanchtsgala durchziehen. Was bedeutet, dass auch ihre Techniker, die Booker, das Label und alle anderen keine Einnahmen haben. Und das ist Mist. Foto: Imago Images/POP-EYE

Machen wir uns nichts vor: So gern wir es als selbstlosen Akt betrachten, anderen zu helfen – ein bisschen besser fühlen wir uns dadurch ja doch. Was auch völlig in Ordnung ist. Und es ist eben auch wirklich wichtig, jene nicht zu vergessen, denen es schlechter geht. Und das sind, das wissen wir, viele. In diesem Jahr auch und besonders die Kulturbranche. Denn jene, die uns sonst zur Weihnachtszeit mit Konzerten, Shows und Theaterstücken gute Laune bescheren, kämpfen um ihre Existenz. Es gibt einige Möglichkeiten, der lokalen Kulturlandschaft zu helfen.


Kind sein in der Weihnachtszeit

Spielzeugläden in Berlin
Mehr als 800 verschiedene Plüschtiere gibt es bei Steiff. Foto: Steiff

Die Zeiten sind schwierig, wir werden fortwährend daran erinnert, dass dieses Jahr Weihnachten und Silvester einfach alles anders ist. Ein paar Minuten Unbeschwertheit seien uns da gegönnt: Einfach mal ab in einen schönen Spielzeugladen und in Erinnerungen schwelgen. An die Kindheit, an gute Zeiten. Und nein, es ist nicht albern, wenn wir uns in diesem Jahr irgendeinen schönen Teddy kaufen oder irgendwas albernes, für das wir sonst zu alt sind. Warum? Eben. Also.


Freunde und Familie nicht vergessen

Gerade zu dieser Jahreszeit und insbesondere angesichts der Umstände fühlen sich viele Menschen derzeit oft einsam, hilflos, unbeachtet. Umso wichtiger ist es, an die Menschen zu denken, die vielleicht noch einsamer sind. Aber: Niemand muss sich vorwerfen, wenn ihm gerade die Energie fehlt für Videotelefonate und Spaziergänge und so weiter. Vielleicht ist es einfacher, einen Brief zu schreiben. Oder nur mal eine kurze Nachricht: „Ich denk an dich“.

Es gibt kein falsch und richtig – und deshalb sollte auch niemand irgendwem vorwerfen, wenn der sich gerade seltener meldet. Es ist für alle schwer. Statt für Vorwürfe ist es die Zeit für gute Gedanken. Und wenn ihr könnt: teil sie! Und, so hart es klingt: Wenn es mit den guten Gedanken zu schwer wird, holt euch Hilfe. Auch das ist in Ordnung. Immer.