Berlins Beste

Gute Restaurants in Neukölln: Von Falafel bis Fine Dining

Was wird Neukölln nicht alles zugeschrieben: von „Problembezirk“ bis „Hipsterhausen“ ist alles dabei. Wir jedenfalls sind große Neukölln-Fans und freuen uns über die kulinarische Vielfalt des Bezirks, in dem auf der quirligen Sonnenallee meisterhafte Falafel aufgetischt und eine Straßenecke weiter experimentelles Fine Dining von allerhöchstem Niveau angeboten wird – wir aber auch alles dazwischen finden, wie moderne Pizzatempel, gemüsegrünen Lunch, großartige Alltagsrestaurant und gute Adressen für besondere Abende.


Knödelwirtschaft: Süddeutsche Esskultur mit ganz viel Liebe

Restaurants in Neukölln: Das Knödelwirtschaftsgefühl für Daheim: jetzt gibt es alles auch zum Mitnehmen. Das Restaurant in Neukölln ist noch offen.
Das Knödelwirtschaftsgefühl für Daheim: Inzwischen gibt es Knödel, Krautsalat und Pilzrahmsauce auch zum Mitnehmen. Foto: Lena Ganssmann

Auf dieses umwerfend lässige Wirtshaus 2.0 könnten wir Loblieder singen. Die Knödelwirtschaft versorgt Berliner:innen mit den besten Knödeln nördlich von München (ja, wir lehnen uns weit aus dem Fenster!). Frische Knödel, ganz schlicht, mit Parmesan und Butter, deftig mit Rindergulasch oder süß mit Semmelbröseln, Butter, Zimt, Zucker, Sahne und Nüssen. Wir wollen Knödel nicht nur an Weihnachten essen, sondern rund ums Jahr und empfehlen dieses Neuköllner Restaurant daher von Herzen.


Gazzo: Köstlicher Pizzateig, regional belegt

Restaurants in Neukölln: Blick von oben auf zwei Frauen an weißem Tisch mit Pizzen, Oliven und Drinks. das Restaurant in Neukölln ist noch offen.
Gazzo Pizza in Neukölln: rundes Teigglück. Foto: Gazzo

Kann man je genug Pizza haben? Wir glauben ja nicht. Hier wird nicht der neapolitanische Klassiker serviert, sondern eigene Sauerteigkreationen. Zum Beispiel mit Zucchini, Feta und Zitrone. Oder Fenchelsalami, Feldsalat und Büffelricotta. In Neukölln gibt es einige gute Adressen für Pizza – aber um Gazzo kommt man nicht herum.


Feine Produktküche kennenlernen im Barra

Restaurants in Neukölln: Leckere Produktküche zum Teilen: Das Barra ist ein gastronomisches Glanzlicht in Neukölln.
Leckere Produktküche zum Teilen: Das Barra ist ein gastronomisches Glanzlicht in Neukölln. Foto: Freeman Photography

Das so wunderbar klare und doch immer vollmundige Produktküchenrestaurant im Schillerkiez war eine unserer liebsten Neueröffnungen in der aktuellen tip-Speisekarte. Es steht exemplarisch für die vielen kleinen, besonderen Restaurants dieser Stadt, die während der Corona-Krise um ihre Zukunft bangen mussten. Aber das Barra hat es geschafft.

Wir freuen uns auf viele warme Sommertage im minimalistischen, aber gemütlichen Gastraum des Barra. Auf die Erbsenkaltschale mit Liebstöckel und Kirsche und die Lachsforelle mit Himbeeren und Sauerampfer. Im Sinne des Restaurantkonzepts sollte man hier mit einem Lieblingsmenschen einkehren und die kleinen Köstlichkeiten zum Teilen bestellen.


Terz: Kleine Form, spektakulär gut

Von Frühstück bis Abendbrot: das Terz in Neukölln kann alles. Foto: Terz Neukölln

Kaffeebar, Frühstücksladen, Lunchlokal, Weinbar oder einfach eine sehr gute Kneipe mit Sättigungsbeilagen: Das Terz im großzügig verglasten Saalbau der Genezarethkirche im Schillerkiez kann man nehmen, wie es gerade passt. Und sich sicher sein: Immer ist die Küche saisonal, klug und unglaublich lecker. Was auch und vor allem einem tollen Koch zu verdanken ist: Maximilian Hühnergarth, der aus dem nahen Barra ins Terz gewechselt ist. Bei so viel Talent und Leidenschaft ist es eine Frage der Zeit, bis sich das Terz auch an regelmäßige Dinner-Abende wagt. Bis dahin bleibt dieser Laden in der kleinen Form spektakulär gut. Ausgesuchte Natur- und Demeter-Weine – oder ein Schultheiß vom Fass.


Zwei-Sterne-Desserts im Coda

Kein Zucker, trotzdem Dessert: im Neuköllner Dessert-Restaurant Coda wird neu erzählt, was Desserts sein können. Foto: Ett La Benn

Handwerklich herausragende, hübsch anzuschauende, vor allem aber geschmacklich feinsinnige Teller stehen auf der Karte dieses weltweit ersten Dessert-Restaurants, das vom Guide Michelin mit nicht nur einem, sondern zwei begehrten Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde. Zucker spielt in der Küche des Spitzenpatissiers René Frank quasi keine Rolle. Intensiv, intellektuell, inspirierend: Eine urbane, weltläufige und auf den Punkt formulierte Adresse.


Brunch & Bloody Mary von Geist im Glas

Pancakes und Eier im Geist im Glas. Foto: Ooooh Berlin/Geist im Glas

Ihr habt Lust auf einen gemütlicher Sonntagsbrunch mit den besten Freunden und einem anständigen Bloody Mary? Die Neuköllner Bar Geist im Glas bietet am Wochenende auch einen verdammt leckeren Brunch an, den es seit Beginn der Krise auch zum Mitnehmen gibt. Fluffige Pancakes mit frischen Früchten und in Ahornsirup glasierter Bacon hören sich doch gut an, oder? Gemeinsam mit den phänomenalen Cocktails wird Geist im Glas damit zu einer wahren Empfehlung.

  • Geist im Glas Lenaustraße 27, Neukölln, Bar Mi-So 18-open end, Brunch Sa+So 10-15 Uhr, www.geistimglas.de

French Toast und gemüsegrüner Lunch bei Sorrel

Wechselnde Sandwiches und viel Augenmerk auf großartige Gemüseteller: das Sorrel zeigt, wie ein lässiges All-Day-Lokal aussehen kann. Foto: Aida Baghernejad

Sauerampfer ist ein unterschätztes Kraut. Der Frankfurter Grünen Sauce gibt er ihre charakteristische Frische. In Neukölln hat das Team des Friedrichshainer Silo Coffee sein neues Deli-Café Sorrel, also Sauerampfer, genannt. Die Karte passt mit modern interpretierten Klassikern wie japanischer Schnitzelstulle oder Croque Madame wunderbar zum aktuellen Wohlfühl-Zeitgeist. Auch die Qualität stimmt: saisonale, regionale Zutaten, natürlich auch Sauerampfer, nur minimal verarbeitet. Dazu Kaffee der dazugehörigen Rösterei Fjord Coffee, kuratierte Naturweine. Unsere ausführliche Kritik zum Sorrel findet ihr hier.

  • Sorrel Pannierstraße 40, Neukölln, So, Mo, Do 11–17 Uhr, Fr+Sa 11–23 Uhr, www.sorrel.berlin

Companion Tea & Coffee: Leckere Sandwiches, Selbstgebackenes und richtig guter Kaffee

Großartiger Kaffee, Tee und hausgebackene Snacks: Companion Coffee and Tea. Foto: Luke Marshall Johnson

Wenn man sich auf den Weg zu Companion Tea & Coffee in der Neuköllner Weserstraße macht, sollte man etwas Zeit mitbringen. Denn sitzt man einmal und hat einen frisch aufgebrühten Tee und Kaffee bestellt, fällt die Auswahl zwischen all dem leckeren Selbstgebackenen schwer. Unbedingt empfohlen seien die Karotten-Pecannuss-Olivenöl-Cupcakes. Oder der Himbeer-Frischkäse-Kuchen. Pasta in Berlin: Hier gibt es Italienisch nicht nur für Anfänger.

  • Companion Tea & Coffee Weserstraße 166, Neukölln, Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa+So 10-18 Uhr, www.companiontea.com

La Bolognina: Die wohl beste Adresse für Pasta in Neukölln

Falls euch die vielen Nudelgerichte während eurer Corona-Quarantäne in nicht so guter Erinnerung geblieben sind: Das sympathische Restaurant La Bolognina in der Neuköllner Donaustraße wird eure Liebe zur italienischen Küche neu entfachen: Hier gibt es hausgemachte Nudeln und Tiramisu und ausgewählte Weine. Die vielleicht beste Adresse für Pasta in Neukölln.


Bei Eisderix gibt es das wohl beste Mangosorbet der Stadt

Nicht nur verdammt gutes Schokoladeneis, sondern auch wunderbar fruchtiges Fruchtsorbet steht auf der Karte des Eisderix. Foto: Eisderix

„Manchmal reicht auch einfach ein verdammt gutes Schokoladeneis“, ist das Motto der drei Freunde, die seit 2017 die kleine Eisdiele Eisderix betreiben. Übrigens benannt nach ihrem Zuhause, Rixdorf. Hier gibt es eher weniger von den experimentellen Eissorten mit Chiasamen oder Trüffelöl, aber dafür das vielleicht beste Mangosorbet Berlins. Übrigens haben die sympathischen Eismacher mit dem Kuno15 nun auch eine Dependance am Lietzensee in Charlottenburg. Eisdielen in Berlin: Die besten Orte zum Dahinschmelzen.

  • Eisderix 48 Böhmische Straße, Neukölln, tgl. 13–22 Uhr im Sommer, www.eisderix.de

Im Café Botanico kommt auf den Teller, was der hauseigene Permagarten hergibt

Restaurants in Neukölln: Im Café Botanico wird verkocht, was der eigene Permagarten hergibt.
Im Café Botanico wird verkocht, was der eigene Permagarten hergibt. Foto: Clemens Niedenthal

Berlins vielleicht einziges wirkliches Farm-to-Table-Restaurant: In der Richardstraße kommt vor allem auf den Teller, was im Permagarten gleich hinter dem Café wächst. Wir empfehlen das Wildkräuter-Risotto mit Wunderlauch, Pfennigkraut, Frühlingsbarbarakraut, Giersch, Teefenchel, Hopfenspargel und Rucola. Ein Besuch im Café Botanico ist eine Wohltat für Leib und Seele. Mehr zum Restaurant Botanico in Neukölln lest ihr hier.

  • Café Botanico Richardstraße 100, Neukölln, Di–Fr 17–22 Uhr, Sa+So 15–22 Uhr, www.cafe-botanico.de

Azzam: Hummus- und Falafellegende auf der Sonnenallee

Azzam Hummus Neukölln Sonnenallee
Foto: Marianne Rennella

Die Libanesen lieben es, die Palästinenser auch, ebenso die Israelis: Hummus vereint zumindest kulinarisch die Geschmäcker zahlreicher Völker des Nahen Ostens. Im Restaurant Azzam wird das Hummus frisch zubereitet. Nur die klassischen Zutaten – Kichererbsen, Öl, Sesam, Salz, Zitrone, Knoblauch – wandern hier in die pürierte Kichererbsen-Paste. Unter den vielen arabischen Lokalen zwischen Sonnenallee und Karl-Marx-Allee der unbestrittene Klassiker. Hummus und Co. in Berlin: Die besten Adressen.


Mehr Berliner Esskultur

Wir haben noch mehr Gastro-Tipps für den Berliner Sommer für euch: In diesen 12 Restaurants am Wasser essen wir warmen Tagen am liebsten. Das sind Berlins beste Eisdielen. Und wer einfach nicht genug von Pizza bekommt, sollte sich an unsere 12 Berliner Empfehlungen halten.

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